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Meißner Granit

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Datei:Meissen granite.jpg
Muster des Meißner Granits (Typ Hellrot)
Datei:Maxmonument.JPG
Das Maxmonument in München mit Bronzeskulpturen und fünf Meter hohem Sockel aus Meißner Granit auf grauem Syenit
Datei:Meißen (DerHexer) 2010-10-15 002.jpg
Die Pfeiler der Alten Elbebrücke von Meißen sind mit Meißner Granit verblendet

Meißner Granit oder Roter Meißner Granit wird am Nordostrand der Kreisstadt Meißen beim Stadtteil Zscheila im Freistaat Sachsen gewonnen. Er entstand vor 320 Millionen Jahren im Karbon.

Name

Der Meißner Granit wurde vor 1914 auch Rose de Saxe und Riesenstein-Granit genannt.<ref name=bau /> Verbreitet ist auch die Bezeichnung Roter Meißner Granit, bzw. Roter Meißner. Der Name Riesenstein bezeichnet einen Steinbruch, der heute im Stadtgebiet von Meißen im Ortsteil Zscheila liegt, mit Wasser vollgelaufen ist und als Tauchersee dient. Der damalige Inhaber und Eigentümer dieses Steinbruchs war Karl Hirschnitz. Der Steinbruch wird heute im Geotopkataster unter der Nr. 164 geführt. Es handelte sich hierbei um den bekanntesten Steinbruch für die Gewinnung des Meißner Granits und wird auch Hirschnitzsteinbruch genannt.

Steinbrüche die, wie der Hirschnitzsteinbruch um 1910 Meißner Granit abbauten waren: Meißner Granitwerk – Oswald Köhler (bei Meißen), August Seifert – Granit- und Syenitwerke (in Meißen), Meißen-Zscheilaer Granitwerk – Georg Wolf (in Meißen-Zscheila).<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Geologie

Die Elbezone folgt einer ausgeprägten geologischen Störungszone, in der zahlreiche tektonische Gesteins-Verschiebungen stattfanden. Im Mittelvaristikum drangen granitische Schmelzen in diese Zone ein und bildeten das Granitvorkommen, das ein Teil des Meißener Massivs überwiegend aus Monzoniten und Graniten ist. Die große Magmakammer kühlte in langen Zeiträumen aus und bildete die Kristalle des Meißner Granits. Der Komplex des Meißener Massivs wurde in der Folgezeit weiter tektonisch gestresst und dabei stark zerklüftet.<ref name="kar">Karlfried Fuchs: Natursteine aus aller Welt, entdecken, bestimmen, anwenden. Blatt 61. Bd. 1. München (Callwey) 1997, ISBN 3-7667-1267-5.</ref>

Gesteinsbeschreibung und Mineralbestand

Der mittelkörnige Meißner Granit ist hell- bis fleischrot. Er setzt sich zusammen aus 38 % Orthoklas, 32 % Quarz, 23 % Plagioklas, 4 % Biotit und zusammen 1 % Hämatit und Magnetit. Akzessorien im Gestein bilden Muskovit, Zirkon und Apatit.<ref name=kar />

Steinbruchsgeschichte

Um 1830 wurden die ersten Steinbrüche des Meißner Granits angelegt und bis Ende des 19. Jahrhunderts Werksteine und vor allem Mauersteine gewonnen, dies änderte sich hinsichtlich einer Produktion von vor allem Werksteinen. Da auf dem internationalen Markt zahlreiche rote Granite gehandelt werden, veränderte sich die Nachfrage ab 1990 von Werksteinen hin zur Edelsplittproduktion sowie zu Mauer- und Wassersteinen sowie Gabionen. Derzeit (2011) erfolgt nur noch in einem Steinbruch vor allem eine Schotter-, Splitt- und Betonsteinherstellung.<ref>Information auf jansenmeissen.de, abgerufen am 16. Mai 2011</ref>

Der ehemalige Steinbruch Riesenstein, ist heute ein mit Wasser gefülltes Tauchgewässer (→ Koordinaten: {{Coordinate{{#ifeq:|y|Simple|Complex}}|NS=51.16712832265457|EW=13.49610062122051|type=waterbody|region=DE-SN|globe=|dim=|elevation=|pop=|lw=|name={{#invoke:Coordinates/kml|kmlTitle|1=Tauchbasis Riesenstein}}|article=|text=DMS|sortkey=|tooltip=|tooltipformat=|map=|mapsize=|maplevel=|maptype=|maplabel=|maplayer=|mapcaption=}}{{#if:|{{#switch:5

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Verwendung

Der Meißner Granit war vor 1945 ein begehrter Granit im Bauwesen wie auch für Grabsteine und Denkmale.<ref name=bau /> Nach dem Zweiten Weltkrieg war in der DDR der Bedarf an diesem Naturstein groß. Aufgrund der starken Zerklüftung des Vorkommens war die Werksteingewinnung begrenzt. Verwendet wurde Meißner Granit für Monumente häufig für Piedestale, Altäre und Taufbecken sowie vereinzelt in der Bildhauerei, wobei vor allem die dunkelroten Typen begehrt waren. Im Bauwesen fand er Verwendung als Mauerstein und für Fußboden- und Treppenbeläge.

Viele Autobahnbrücken und -bauwerke in Sachsen und Brandenburg wurden aus Meißner Granit gebaut. Pfeiler und Brückenköpfe der zweiten Carolabrücke in Dresden erhielten eine Verkleidung aus diesem Granit.<ref>Walter May, Werner Pampel, Hans Konrad et al.: Architekturführer DDR, Bezirk Dresden. 2. unveränderte Auflage, Verlag für Bauwesen Berlin, Berlin 1981, S. 42.</ref> Aus Meißner Granit bestehen außerdem das Maxmonument des bayerischen Königs Maximillian II. in München, der Lindenplatz-Brunnen in St. Gallen in der Schweiz, die Belle-Alliance-Brücke beim Mehringplatz in Berlin<ref name="bau">{{#switch:

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Sonstiges

Der etwa 700 Meter lange Schottenbergtunnel, der 2007 eröffnet wurde, führt durch einen kleinen Teil des Meißener Massivs (Pluton) westlich des Stadtzentrums, ein magmatischer Komplex zwischen Weesenstein und fast bis Torgau aus Dioriten, Granitoiden und Monzonitoiden, durchzogen von rhyolithischen, mafischen und granitischen Ganggesteinen.<ref>Werner Pälchen, Harald Walter (Hrsg.): Geologie von Sachsen. Geologischer Bau und Entwicklungsgeschichte. E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 2008, S. 275–277.</ref>

Fotos

Siehe auch

Weblinks

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Einzelnachweise

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