Zum Inhalt springen

Maximilian von Weichs

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Maximillian von Weichs.jpg
Maximilian von Weichs als Generalfeldmarschall im Jahre 1943
Datei:Bundesarchiv Bild 101I-056-1643-29A, Frankreich, Generäle v. Rundstedt, v. Weichs.jpg
Generäle Maximilian von Weichs (Mitte) und Gerd von Rundstedt in Frankreich, Juni 1940

Maximilian Maria Joseph Karl Gabriel Lamoral Reichsfreiherr von und zu Weichs an der Glonn (* 12. November 1881 in Dessau; † 27. September 1954 auf Schloss Rösberg in Bornheim-Rösberg) war ein deutscher Heeresoffizier (ab 1943 Generalfeldmarschall) und während des Zweiten Weltkrieges Armee- und Heeresgruppenoberbefehlshaber.

Leben

Familie

Er entstammte dem alten bayerischen Adelsgeschlecht Weichs und war der Sohn eines herzoglich anhaltinischen Oberstallmeisters und Rittmeisters a. D. Weichs verheiratete sich 1928 mit Margarethe von Niesewand.

Bayerische Armee

Weichs trat nach dem Abitur am Wilhelmsgymnasium München<ref>Jahresbericht über das K. Wilhelms-Gymnasium zu München. {{#if: {{#if: | {{#invoke:TemplUtl|faculty|{{{suffix}}}}} }}

 | {{#if:trim|12448436}}. In: Zeitschriftendatenbank (ZDB).
 | {{#if: {{#if:  | {{#invoke:TemplUtl|faculty|{{{kurz}}}}} }}
     |
     | ZDB-ID 
   }}12448436

}}{{#if: {{#invoke:TemplUtl|faculty|}} | | {{#if: {{#invoke:URIutil|isDNBvalid|12448436|ZDB}} | | ZDB-ID ungültig{{#ifeq: 0 | 0 | }}}}}}, 1899/1900.</ref> 1900 als Fahnenjunker in das 2. Schwere-Reiter-Regiment „Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este“ der Bayerischen Armee in Landshut ein. Dort stieg er bis zum Oberleutnant auf und war von 1905 bis 1908 als Regimentsadjutant eingesetzt. Nachdem Weichs 1908 in München die Equitationsanstalt besucht hatte, absolvierte er von 1910 bis 1913 die Kriegsakademie, die ihm die Qualifikation für den Generalstab und den Referatsdienst aussprach.<ref>Othmar Hackl: Die Bayerische Kriegsakademie (1867–1914). C.H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1989, ISBN 3-406-10490-8, S. 598.</ref> Im Anschluss wurde Weichs in die Zentralstelle des Generalstabs versetzt und hier 1914 zum Rittmeister befördert.

Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs war Weichs als Kommandant des Stabsquartiers der Kavallerie-Division eingesetzt und bereits im Oktober 1914 wurde er zum Adjutanten der 4. Kavallerie-Brigade ernannt. 1915 wurde Weichs Ib der 5. Infanterie-Division, bei Kriegsende 1918 war er im Stab des stellvertretenden Generalkommandos des II. Armee-Korps eingesetzt.

Weimarer Republik

Nach Abschluss des Versailler Vertrags war Weichs im Stab der Reichswehr-Brigade 23 eingesetzt und seit 1920 für drei Jahre Generalstabsoffizier bei der 3. Kavallerie-Division in Kassel. 1923 wurde Weichs, zwischenzeitlich zum Major befördert, Eskadronchef beim 18. Reiter-Regiment in Stuttgart-Cannstatt. Anschließend war er bis Ende Januar 1928 als Taktiklehrer an der Infanterieschule in Ohrdruf eingesetzt. Ab 1. Februar 1928 war Weichs als Oberstleutnant Kommandeur des 18. Reiter-Regiments. Mit dem 1. März 1930 wurde er Chef des Stabes der 1. Kavallerie-Division in Frankfurt (Oder). Am 1. November desselben Jahres wurde er zum Oberst ernannt.

Zeit des Nationalsozialismus

Vorkriegszeit

Datei:Bundesarchiv Bild 183-H12262, Nürnberg, Reichsparteitag, Tag der Wehrmacht.jpg
Freiherr von Weichs (mit Stahlhelm), Kommandierender General des XIII. Armeekorps, mit General der Flieger Milch, General der Artillerie Keitel, Generaloberst von Brauchitsch und Generaladmiral Raeder während des „Tags der Wehrmacht“ auf dem Reichsparteitag, September 1938

Nachdem Weichs am 1. April 1933 zum Generalmajor befördert und gleichzeitig zum Infanterieführer III in Potsdam ernannt worden war, erfolgte bereits im Oktober 1933 die Ernennung zum Kommandeur der 3. Kavallerie-Division in Weimar.

1935 wurde unter Weichs’ Leitung begonnen, die 3. Kavallerie-Division zur 1. Panzer-Division umzubilden. Weichs wurde im April 1935 zum Generalleutnant befördert, eineinhalb Jahre später zum General der Kavallerie und nach einem weiteren Jahr am 12. Oktober 1937 zum Kommandierenden General des XIII. Armeekorps und des Wehrkreises XIII in Nürnberg.

Im Frühjahr 1939 war Weichs mit seinem Korps an der Besetzung der Rest-Tschechei beteiligt.

Datei:Bundesarchiv Bild 183-2008-0922-502, Lodz, Einzug deutscher Truppen.jpg
Einzug deutscher Truppen in Łódź am 9. September 1939, Weichs nimmt den Vorbeimarsch ab.

Zweiter Weltkrieg

Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges während des Überfalls auf Polen war von Weichs weiterhin Kommandierender General des XIII. Armeekorps. Das Armeekorps war Teil der 8. Armee, welche von Johannes Blaskowitz befehligt wurde. In seiner Stellung als Chef des XIII. Armeekorps nahm er am 9. September kampflos Łódź ein und beteiligte sich ab Mitte September an der Eroberung Warschaus. Nach Ende der Schlacht übernahmen Teile seines Armeekorps die Besetzung von Warschau. Am 20. Oktober 1939 wurde er zum Oberbefehlshaber der 2. Armee ernannt und nahm am Westfeldzug teil. Für den Westfeldzug unterstand er Gerd von Rundstedts Heeresgruppe A.

Mit der 2. Armee nahm Weichs dann ab dem 10. April 1941 am Balkanfeldzug teil und nahm am 17. April die Kapitulation der jugoslawischen Armee entgegen.

Datei:Bundesarchiv Bild 183-B10901, Tschernigow, Parade vor Generaloberst von Weichs.jpg
Maximilian von Weichs im Vordergrund mit Herbert Loch bei einer Parade bespannter deutscher Truppeneinheiten, Tschernihiw, September 1941

Bei Beginn des Krieges gegen die Sowjetunion am 22. Juni 1941 waren Weichs und seine 2. Armee im Verband der Heeresgruppe Mitte eingesetzt. Für die Schlacht um Kiew wurden die 2. Armee und die Panzergruppe 2 zeitweilig nach Süden abgedreht. Im Juni 1942 wurde Weichs zum Oberbefehlshaber einer nach ihm benannten Armeegruppe ernannt, die den Auftrag erhielt, Woronesch einzunehmen.<ref>Ludger Tewes: Die Panzergrenadierdivision „Grossdeutschland“ im Feldzug gegen die Sowjetunion 1942 bis 1945, Essen 2020, ISBN 978-3-8375-2089-7, S. 142–188, Karte 1274.</ref>

Mitte Juli 1942 übernahm er anstelle des abgesetzten Fedor von Bock die Führung der neu gebildeten Heeresgruppe B, mit der er das Unternehmen Braunschweig, den Vorstoß nach Stalingrad, durchführen sollte. Nach den Erfolgen der sowjetischen Operation Uranus in der Schlacht von Stalingrad bildete der südliche Teil seiner Heeresgruppe die neue Heeresgruppe Don, die jedoch bereits im Winter 1942/43 durch Gegenoffensiven der Roten Armee praktisch zerschlagen und aufgelöst wurde. Am 1. Februar 1943 wurde Weichs dennoch zum Generalfeldmarschall ernannt und im Juli 1943 in die Führerreserve versetzt.

Bereits im August 1943 wurde Weichs jedoch reaktiviert und zum Oberbefehlshaber Südost und gleichzeitig zum OB der Heeresgruppe F ernannt. In dieser Zeit war er Empfänger, Leser und vermutlich Verteiler der Sonette von Reinhold Schneider, welche seine mit Schneiders Verleger Karl Borromäus Glock befreundete Frau ihm zusandte.<ref>Karl Borromäus Glock: "Das Wagnis - Rechtfertigung eines Einzelgängers", Erlebnisse und Maximen eines Verlegers", 1975, ISBN 3-87354-0509, S. 61, 71</ref>

Im Herbst 1944 organisierte er die Räumung Griechenlands und Jugoslawiens von deutschen Truppen während der sowjetischen Belgrader Operation entgegen den Befehlen Hitlers, indem er planmäßige Rückzugsbewegungen in den Lagemeldungen an das OKW als durch feindliche Angriffe bedingt darstellte.

Datei:List Indictment.jpg
Wilhelm List und Maximilian von Weichs beim Südostprozess, Nürnberg 12. Mai 1947

Am 25. März 1945 wurde Weichs endgültig in die Führerreserve versetzt und am 2. Mai 1945 von US-amerikanischen Einheiten in Ettal in Bayern gefangen genommen.

Im Geiselmord-Prozess ab dem 10. Mai 1947 wurde Weichs mit anderen Offizieren der Wehrmacht wegen der Ermordung Hunderttausender von Personen der Zivilbevölkerung angeklagt.<ref>Martin Zöller; Kazimirz Leszczyński Hrsg.: Fall 7 – Das Urteil im Geiselmordprozeß, gefällt vom Militärgerichtshof V der Vereinigten Staaten von America. VEB Verlag der Wissenschaften, Berlin 1965, S. 58.</ref> Das Verfahren gegen Weichs wurde aber wegen seines schlechten Gesundheitszustands eingestellt und er aus der Haft entlassen.

Auszeichnungen (Auswahl)

Literatur

  • Othmar Hackl: Die Bayerische Kriegsakademie (1867–1914). C.H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung. München 1989. ISBN 3-406-10490-8. S. 598.
  • Friedrich-Christian Stahl: Generalfeldmarschall Maximilian Freiherr von und zu Weichs an der Glon. In: Gerd R. Ueberschär (Hrsg.): Hitlers militärische Elite. Vom Kriegsbeginn bis zum Weltkriegsende. Band 2. Primus. Darmstadt 1998. ISBN 3-89678-089-1. S. 276–282.
  • {{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}{{#ifeq: 0 | 0
   | {{#if: 568
       |
       | Vorlage:NDB – bitte Seitenzahl(en) angeben
     }}{{#if: 117235202
         | {{#if: {{#invoke:URIutil|isDNBvalid|117235202}}
             | {{#if: 
                 | Vorlage:NDB – Wenn GND dann kein SFZ angeben
               }}
             | Vorlage:NDB – GND unzulässig
           }}
         | {{#if: 
             | {{#if: 
                 | {{#ifeq: 53213 | 4526413
                     |
                     | Vorlage:NDB7= ist obsolet, jetzt SFZ=
                   }}
               }}
             | {{#ifeq:  | 1
                 | 
                 | 
               }}
           }}
     }}{{#if: 
         | {{#ifeq: 53213 | 11376103
             |
             | Vorlage:NDBWerktitel= war ein Irrtum, jetzt Werkliste=
           }}
       }}

}}{{#if:

   | {{#if: 
       |
       | 
     }}

}}

Weblinks

[{{canonicalurl:Commons:Category:{{#if:Maximilian von Weichs|Maximilian von Weichs|Maximilian von Weichs}}|uselang=de}} Commons: {{#if:Maximilian von Weichs|Maximilian von Weichs|{{#if:Maximilian von Weichs|Maximilian von Weichs|{{#invoke:WLink|getArticleBase}}}}}}]{{#switch:1

|X|x= |0|-= |S|s= – Sammlung von Bildern |1|= – Sammlung von Bildern{{#if:

    | {{#switch: {{#invoke:TemplUtl|faculty|1}}/{{#invoke:TemplUtl|faculty|1}}
        |1/=  und Videos
        |1/1=, Videos und Audiodateien
        |/1=  und Audiodateien}}
    | , Videos und Audiodateien
  }}

|#default= – }}{{#if: Maximilian von Weichs

   | {{#ifeq: {{#invoke:Str|left|maximilian von weichs|9}} 
       | category: 
| FEHLER: Ohne Category: angeben!}}}}

Vorlage:Wikidata-Registrierung

Einzelnachweise

<references/>

{{safesubst:#ifeq:0|10| {{#switch: Maximilian von Weichs |Navigationsleiste|NaviBlock|0=|#default= Vorlage:Templatetransclusioncheck Vorlage:Dokumentation/ruler }}}}Vorlage:Klappleiste/Anfang {{#if:

|

 |

Generalfeldmarschälle
Werner von Blomberg | Hermann Göring | Walther von Brauchitsch | Albert Kesselring | Wilhelm Keitel | Günther von Kluge | Wilhelm Ritter von Leeb | Fedor von Bock | Wilhelm List | Erwin von Witzleben | Walter von Reichenau | Erhard Milch | Hugo Sperrle | Gerd von Rundstedt | Erwin Rommel | Georg von Küchler | Erich von Manstein | Friedrich Paulus | Ewald von Kleist | Maximilian von Weichs | Ernst Busch | Wolfram Freiherr von Richthofen | Walter Model | Ferdinand Schörner | Robert Ritter von Greim | Eduard Freiherr von Böhm-Ermolli (ehrenhalber)

Großadmirale
Erich Raeder | Karl Dönitz }} Vorlage:Klappleiste/Ende

{{#ifeq: p | p | | {{#if: 11723520264778555 | |

}} }}{{#ifeq:||{{#if: | [[Kategorie:Wikipedia:GND fehlt {{#invoke:Str|left|{{{GNDCheck}}}|7}}]] }}{{#if: | {{#if: | | }} }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 117235202 | | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 117235202 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: | | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 64778555 | | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 64778555 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }} }}Vorlage:Wikidata-Registrierung

{{#if: Weichs, Maximilian von | {{#if: Weichs an der Glon, Maximilian Maria Joseph Karl Gabriel Lamoral Reichsfreiherr von und zu (vollständiger Name) | {{#if: deutscher Generalfeldmarschall, Heeresgruppenkommandeur im Zweiten Weltkrieg | {{#if: 12. November 1881 | {{#if: Dessau | {{#if: 27. September 1954 | {{#if: Bornheim-Rösberg |

Vorlage:Wikidata-Registrierung