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Matthias Stein (Jurist)

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Matthias Stein, auch Mathias (* 8. Januar 1660 in Rostock; † 10. September 1718 ebenda) war ein deutscher Jurist und Professor der Rechtswissenschaft an der Universität Rostock.

Herkunft, Ausbildung und Studium

Stein war der Sohn des Kaufmanns und Hospital-Vorstehers Walther Stein in Rostock. Er war ein Bruder des Juristen und Hochschullehrers in Königsberg, Johann Stein, (1661–1725) sowie des späteren Königsberger Professors und Stadtrats Konrad Stein (1674–1732).

Nach dem Besuch der Stadtschule Rostock war er bereits im Sommersemester 1673 an der Universität Rostock eingeschrieben.<ref>Erstimmatrikulation von Matthias Stein im Rostocker Matrikelportal.</ref> Eine zweite Immatrikulation ist im Wintersemester 1678 zu verzeichnen.<ref>Zweitimmatrikulation von Matthias Stein im Rostocker Matrikelportal.</ref> Im Jahre 1683 wechselte Stein nach Königsberg, wo er bis 1687 blieb und unter anderem eine Anstellung als Hofmeister zweier Herren vom Adelsgeschlecht der Finck von Finckensteins annahm.<ref name="Falkenberg159">Paul Falkenberg: Die Professoren der Universität Rostock von 1600 bis 1900. Manuskript um 1900, S. 159.</ref> Von 1687 bis 1688 unternahm er eine Reise mit zwei katholischen Herren von Lettow von Königsberg über Krakau und Warschau nach Thorn und kehrte im Sommersemester 1689 an die Universität Rostock zurück, um sein Examen an der juristischen Fakultät abzulegen.<ref> Examens von Matthias Stein im Rostocker Matrikelportal.</ref><ref name="Falkenberg159" /> Im selben Jahr wurde er ebenfalls zum Doktor der Rechtswissenschaft promoviert.<ref>Promotion von Matthias Stein im Rostocker Matrikelportal.</ref>

Akademische Laufbahn

Am 2. Mai 1693 übernahm Mathias Stein die Professur der Rechtswissenschaft (Professor ordinarius codicis), nachdem diese 7 Jahre frei gewesen ist und trat damit die Nachfolge von Jacob Lembke an.<ref>Eintrag des Jacob Lembke im Catalogus Professorum Rostochiensium</ref> vier Jahre später folgte die Eheschließung mit Katharine Margarethe Wolff (1674–1714), der Tochter des Professors Franz Wolff, die Ehe blieb jedoch kinderlos. Nach seinem Ausscheiden aus dem universitären Dienst, übernahm Johann Christian Petersen seine Stelle.<ref>Eintrag des Johann Christian Petersen im Catalogus Professorum Rostochiensium.</ref> In den für Stein geschriebenen Leichenprogrammen wird vor allem seine unermüdliche Arbeitskraft betont und das Talent, das er in der Verwaltung der Stipendien, der akademischen Bibliothek und anderen Angelegenheiten bewies, gerühmt.<ref name="Falkenberg159" />

Literatur

  • Etwas von gelehrten Rostockschen Sachen. 1737, S. 150 und 279.
  • Etwas von gelehrten Rostockschen Sachen. 1740, S. 807.
  • Vorlage:JöcherGelehrten
  • Paul Falkenberg: Die Professoren der Universität Rostock von 1600 bis 1900. Manuskript um 1900, S. 159.
  • Grete Grewolls: Wer war wer in Mecklenburg und Vorpommern. Das Personenlexikon. Hinstorff Verlag, Rostock 2011, ISBN 978-3-356-01301-6, S. 9676.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein