Matthias Müller (Manager)
Matthias Müller (* 9. Juni 1953 in Limbach-Oberfrohna)<ref name="pm">Müller Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns. Porsche AG, 25. September 2015, abgerufen am 29. September 2015.</ref> ist ein deutscher Manager. Müller war von September 2015 bis April 2018 Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, Vorstandsmitglied der Porsche-Holding sowie Aufsichtsratsvorsitzender bei Audi.
Leben
Matthias Müller war drei Jahre alt, als seine Eltern mit ihm die DDR verließen.<ref>Müller besucht seinen Geburtsort. In: Wolfsburger Nachrichten, 26. Juli 2017.</ref> Müllers Vater war Rennsportleiter bei der Auto Union AG in Chemnitz und flüchtete 1955<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref>, die restliche Familie verließ 1956 die DDR und ließ sich beim Vater in Ingolstadt nieder, wo 1949 die Auto Union GmbH gegründet worden war.
1972 beendete Müller eine Berufsausbildung zum Werkzeugmacher bei der Audi NSU Auto Union AG in Ingolstadt. Im darauffolgenden Jahr legte er sein Abitur in Ingolstadt ab<ref>Vorlage:Whoswho</ref> und begann anschließend ein Informatikstudium an der Fachhochschule München, das er als Diplom-Informatiker (FH) abschloss.
Wirken
1978<ref name="pm" /> kehrte er zur Audi NSU Auto Union AG zurück. Er übernahm 1984 eine Führungsposition im EDV-Bereich. Von 1993 bis 1995 leitete Müller das Produktmanagement für den Audi A3, danach koordinierte er die Planung sämtlicher Baureihen der Marke.
Ein Jahr nachdem Martin Winterkorn 2002 die Führung von Audi übernommen hatte, wurde Müller Chefkoordinator der sportlichen Markengruppe des VW-Konzerns, die neben Audi auch Seat und Lamborghini umfasste. Als Winterkorn 2007 Chef der Volkswagen AG wurde, nahm er Müller mit nach Wolfsburg, wo dieser zum Generalbevollmächtigten ernannt wurde und als Leiter der Produktstrategie das Produktmanagement sämtlicher Marken des Konzerns steuerte.
Vorstands- und Aufsichtsratstätigkeit
Im Juli 2010 wurde er mit Wirkung zum 1. Oktober 2010 zum Vorstandsvorsitzenden der Porsche AG ernannt. Im März 2015 erhielt er zusätzlich einen Sitz im Vorstand des Mutterkonzerns Volkswagen mit dem Zuständigkeitsbereich Vorstandsvorsitzender der Dr. Ing. h. c. F. Porsche AG.<ref>Zusatzamt für Porsche-Lenker: Müller erhält Sitz im VW-Vorstand. In: automobilwoche.de. 27. Februar 2015, abgerufen am 29. September 2015.</ref>
Nach dem Rücktritt von Martin Winterkorn im September 2015 im Zuge des Abgasskandals wurde Matthias Müller am 25. September 2015 neuer Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG.<ref>Matthias Müller ist neuer VW-Chef. In: Süddeutsche Zeitung. 25. September 2015, abgerufen am 26. September 2015.</ref> Wenige Wochen später wurde er auch zum Aufsichtsratsvorsitzenden der Audi AG gewählt.<ref>Audi AG Personal. 7. Dezember 2015, abgerufen am 7. Dezember 2015.</ref> Im Oktober 2017 kündigte Müller an, mit VW bis 2025 rund 80 neue Modelle mit Elektromotoren auf den Markt zu bringen.<ref>Andreas Wilkens: VW-Chef kritisiert Tesla: "Vernichtet Geld und schmeißt Mitarbeiter raus". In: heise.de. 20. Oktober 2017, abgerufen am 23. Oktober 2017.</ref> Mit Wirkung zum 30. April 2018 legte Müller neben seinem Vorstandsvorsitz der Volkswagen AG auch sein Vorstandsmandat bei der Porsche-Holding nieder.<ref>Müller legt auch Posten bei Porsche SE nieder. In: Welt. 30. April 2018, abgerufen am 30. April 2018.</ref><ref>www.porsche-se.com: Pressemitteilung</ref> Als sein Nachfolger der Volkswagen AG wurde am 12. April 2018 Herbert Diess ernannt<ref>Österreicher Herbert Diess wird neuer VW-Konzernchef. Abgerufen am 16. Oktober 2018.</ref>. 2020 wurde er Aufsichtsratsvorsitzender von Piëch Automotive.
Politische Ansichten
Müller ist Mitglied der FDP und des konservativen Think Tanks Republik21 sowie öffentlicher Unterstützer des Vereins Initiative Transparente Demokratie, der sich kritisch mit NGOs auseinandersetzt. Im März 2026 forderte Müller, Deutschland umzukrempeln: eine neue, kleine EU aus wenigen starken Ländern, das Ende der Brandmauer zur AfD und ein Ende von Steuergeldern für Nichtregierungsorganisationen (NGOs). Müller äußerte, Deutschland drifte in Richtung einer „DDR 2.0“ ab, weil sich das Land zu einem „Vollkaskostaat“ entwickelt habe und die Bürger „satt geworden, ein Volk von Egoisten“ seien. Die Bürger versteckten sich für ihn immer mehr hinter dem Staat und übernähmen immer weniger Eigenverantwortung. Ohne Reformen würden wir „ein rückläufiges Wirtschaftswachstum erleben wie seit Jahrzehnten nicht mehr“. Zudem forderte er 2026 eine gesellschaftliche Diskussion über seiner Ansicht nach überflüssige NGOs, die Einstellung staatlicher Förderungen für solche Organisationen und ist der Ansicht, dass Umweltschutzorganisationen wie die Deutsche Umwelthilfe oder der BUND auch genauso gut aufgelöst und in das Umwelt- oder Wirtschaftsministerium integriert werden könnten.<ref>"Wir sind auf dem Weg zu einer DDR 2.0". In: T-Online.de, 15. März 2026. Abgerufen am 15. März 2026.</ref>
Einzelnachweise
<references />
Weblinks
- Lebenslauf Matthias Müller. (PDF) Porsche AG
- Matthias Müller im Munzinger-Archiv, abgerufen am 29. September 2015 (Artikelanfang frei abrufbar)
<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Müller, Matthias |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Manager |
| GEBURTSDATUM | 9. Juni 1953 |
| GEBURTSORT | Limbach-Oberfrohna |