Matthias Jaeger (Mediziner)
Matthias Jaeger (* 22. November 1937 in Leipzig) ist ein deutscher Arzt und Sanitätsoffizier. Zuletzt war er als Generalstabsarzt der Stellvertreter des Inspekteurs des Sanitätsdienstes.
Leben
Nach dem Abitur an der Leipziger Richard-Wagner-Oberschule im Jahr 1955 verließ Jaeger die Deutsche Demokratische Republik. In der Bundesrepublik Deutschland legte sein Abitur erneut ab. Er studierte an der Georg-August-Universität Göttingen und der Philipps-Universität Marburg. Er bestand 1963 das Staatsexamen und wurde 1965 als Arzt approbiert. Es folgte die Tätigkeit als Assistenzarzt in der chirurgischen Abteilung im städtischen Krankenhaus Siegen-Weidenau. Im Februar 1967 trat er mit dem Dienstgrad Stabsarzt in die Bundeswehr ein.
Nach der Grundausbildung folgte die Verwendung als Truppenarzt beim Panzergrenadierbataillon 152 in Westerburg. In dieser Verwendung erfolgte die Übernahme zum Berufssoldaten. 1969 wurde Jaeger Chef der 2. Kompanie und Stellvertreter des Bataillonskommandeurs des Sanitätsbataillons 5 in Rennerod, im Oktober 1971 dort selbst Kommandeur. 1974 erfolgte die Versetzung in die Inspektion des Sanitäts- und Gesundheitswesens (InSan) des Verteidigungsministeriums (BMVg) auf den Dienstposten als Referent für Grundsatzfragen der Organisation bei InSan II 2, 1979 die Verwendung im Sanitätsamt der Bundeswehr als Abteilungsleiter G 3 im Dienstgrad Oberstarzt und Leitender Sanitätsoffizier der Zentralen Sanitätsdienststellen der Bundeswehr (ZSanDBw). Ab Oktober 1981 war er im BMVg Referatsleiter InSan II 2 und ab Mai 1983 Referatsleiter InSan II 5. 1987 wurde er an der Ludwig-Maximilians-Universität München zum Dr. med. promoviert.<ref>Dissertation: Die Lazarettorganisation der Reichswehr.</ref> Mit der Verwendung als Stellvertreter des Amtschefs im Sanitätsamt der Bundeswehr ab Oktober 1987 erfolgte die Beförderung zum Generalarzt und mit der Versetzung auf den Dienstposten als Stellvertreter des Inspekteurs des Sanitäts- und Gesundheitswesens.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bundesarchiv - Die Inspekteure des Sanitätsdienstes der Bundeswehr 1955–1976 ( vom 28. März 2014 im Internet Archive)</ref> im Oktober 1989 die Beförderung zum Generalstabsarzt.<ref>Ärzteblatt 25. Dezember 1989</ref> Am 30. Juni 1993 erfolgte die Zurruhesetzung.
Jaeger ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Er wohnt in Meckenheim (Rheinland).<ref name="Wehrmed">Jürgen Blätzinger: Generalstabsarzt a. D. Dr. Jaeger vollendete sein 70. Lebensjahr, Wehrmedizinische Monatsschrift 51, Heft 12/2007, S. 375.</ref>
Siehe auch
Literatur
- Dermot Bradley, Heinz-Peter Würzenthal, Hansgeorg Model: Die Generale und Admirale der Bundeswehr 1955–1997 – Die militärischen Werdegänge (= Dermot Bradley [Hrsg.]: Deutschlands Generale und Admirale. Teil VIb). Band 2, Teilband 2, Hoffmann – Kusserow. Biblio-Verlag, Osnabrück 2000, ISBN 3-7648-2562-6, S. 501–502.
Einzelnachweise
<references />
Inspekteure des Sanitäts- und Gesundheitswesens:
Heinrich Oberdiek (Vertretung 1957) |
Theodor Joedicke |
Wilhelm Albrecht |
Herbert Hockemeyer |
Eberhard Daerr |
Hans-Georg Stemann |
Ernst Rebentisch |
Hubertus Grunhofer |
Hansjoachim Linde |
Claus Voss |
Gunter Desch |
Karl Wilhelm Demmer
Inspekteure des Sanitätsdienstes (seit 2002):
Karl Wilhelm Demmer |
Karsten Ocker |
Kurt-Bernhard Nakath |
Ingo Patschke |
Michael Tempel |
Ulrich Baumgärtner
Befehlshaber des Zentralen Sanitätsdienstes (seit 2024):
Ralf Hoffmann
Stellvertreter / Chef des Stabes: Wilhelm Albrecht | Georg Finger | Albert Klotz | Hans-Georg Stemann | Heinrich Leers | Ernst Rebentisch | Wolfgang Krawietz | Wilhelm Schober | Wolfgang Scheunert | Claus Voss | Gunter Desch | Matthias Jaeger | Volker Grabarek | Karl Wilhelm Demmer | Bernhard Häfner Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Jaeger, Matthias |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Arzt und Sanitätsoffizier |
| GEBURTSDATUM | 22. November 1937 |
| GEBURTSORT | Leipzig |