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Matthias Habich

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Datei:2018-04-25 Matthias Habich-7160.jpg
Matthias Habich, 2018

Matthias Habich (* 12. Januar 1940 in Danzig) ist ein deutscher Schauspieler und Hörspielsprecher. Ab 1965 stand er in über 110 Film- und Fernsehproduktionen vor der Kamera und wirkte in etlichen Theaterinszenierungen.

Leben

Matthias Habich wurde 1940 als Sohn des Kaufmanns Willi Habich und seiner Frau Elsbeth, geb. Wendler, in der von Nazi-Deutschland besetzten und ans Reich angeschlossenen Freien Stadt Danzig geboren. 1945 floh seine schwangere Mutter mit ihm und seinen zwei Brüdern nach Hamburg-Harburg, wo Habich aufwuchs und das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium besuchte. Nach dem Abitur absolvierte er von 1961 bis 1964 eine Schauspielausbildung an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Hamburg bei Eduard Marks. Er studierte 1966 ein Semester lang am Conservatoire de l’art dramatique in Paris<ref>[{{#switch: {{#invoke:Str|left|00000022323|2}} |00 |01 |02=https://www.munzinger.de/register/portrait/biographien/_/{{#invoke:Str%7Cleft%7C00000022323%7C2}}/{{#invoke:Str%7Ccropleft%7C00000022323%7C2}} |16=https://www.munzinger.de/register/portrait/klg/_/{{#invoke:Str%7Cleft%7C00000022323%7C2}}/{{#invoke:Str%7Ccropleft%7C00000022323%7C2}} |17=https://www.munzinger.de/register/portrait/kdg/_/{{#invoke:Str%7Cleft%7C00000022323%7C2}}/{{#invoke:Str%7Ccropleft%7C00000022323%7C2}} |18=https://www.munzinger.de/register/portrait/klfg/_/{{#invoke:Str%7Cleft%7C00000022323%7C2}}/{{#invoke:Str%7Ccropleft%7C00000022323%7C2}} |#default=https://online.munzinger.de/document/00000022323 }} {{#if:00000022323| {{#if: Matthias Habicht | Matthias Habicht | {{#invoke:WLink|getArticleBase}} }}]{{#if: | , | }} im Munzinger-Archiv{{#if: 7. März 2022 |, abgerufen am {{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}} | 7. März 2022 }} | }} {{#switch: {{#invoke:Str|left|00000022323|2}} |00 |01 |02=(Artikelanfang frei abrufbar) |16 |17 |18=(Artikelanfang frei abrufbar) |#default=(Zugriff für angemeldete Benutzer) }}|Parameter 1 fehlt}}</ref> und nahm 1980 Schauspielunterricht bei Lee Strasberg, Rick Zank und Uta Hagen in den USA. Habich lebt in Paris, Zürich und Locarno.

Werdegang

Theater

1963 spielte Habich den Fortinbras in Gustaf Gründgens’ Inszenierung des Hamlet am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Es folgten Engagements am Stadttheater Chur, in Baden-Baden, Basel und an den Wuppertaler Bühnen. 1967 ging er an das Schauspielhaus Zürich und spielte 1970/71 an den Münchner Kammerspielen (1970/71). Von 1971 bis 1976 (und später als Gast) war an den Staatlichen Schauspielbühnen Berlin und an der Freien Volksbühne Berlin engagiert, ab 1977 dann erneut am Schauspielhaus Zürich und 1983/84 am Wiener Burgtheater.

Film und Fernsehen

1965 stand Habich erstmals in dem von Peter Beauvais inszenierten Fernsehfilm Undine vor der Kamera. Seinen ersten großen Erfolg vor der Kamera hatte er 1973 in der Titelrolle des preußischen Offiziers Friedrich von der Trenck im Fernseh-Sechsteiler Die merkwürdige Lebensgeschichte des Friedrich Freiherrn von der Trenck unter der Regie von Fritz Umgelter. Danach spielte er in den Vierteilern Die unfreiwilligen Reisen des Moritz August Benjowski und Des Christoffel von Grimmelshausen abenteuerlicher Simplicissimus unter demselben Regisseur (beide ausgestrahlt 1975). Sein Kinodebüt gab Habich 1976 als eiskalter preußischer Offizier in Der Fangschuß nach der gleichnamigen Erzählung von Marguerite Yourcenar an der Seite von Margarethe von Trotta, Mathieu Carrière und Valeska Gert. Es folgte eine Vielzahl weiterer Kinorollen.

1999 übernahm Habich als deutsch-jüdischer Professor Victor Klemperer die Titelrolle in der zwölfteiligen Fernsehserie Klemperer – Ein Leben in Deutschland unter der Regie von Andreas Kleinert und Kai Wessel. 2001 erhielt er den Deutschen Filmpreis für seine Leistung in Caroline Links vielfach preisgekröntem Drama Nirgendwo in Afrika. Im Kino war er 2008 neben der internationalen Produktion Der Vorleser (hier an der Seite von Kate Winslet und Ralph Fiennes) 2009 auch in dem Drama Waffenstillstand zu sehen. Für seine Rolle im Fernsehfilm Ein halbes Leben erhielt Habich gemeinsam mit seinen Kollegen Josef Hader und Franziska Walser sowie Regisseur Nikolaus Leytner den Grimme-Preis. Nach zwei Kinofilmen 2010 wirkte Habich verstärkt wieder in Fernsehproduktionen mit, u. a. 2012 in der Episode Abschied von Hannah der Melodram-Filmreihe Liebe am Fjord als Schriftsteller Henrik Agdestein, der mit dem Tod seiner Frau zurechtkommen muss, und neben Jan Josef Liefers im Thriller Das Kindermädchen aus der ZDF-Fernsehreihe Joachim Vernau als Familienpatriarch, der mit der dunklen Vergangenheit seiner Familie konfrontiert wird. Unter der Regie von Matti Geschonneck wurde er 2015 an der Seite Ina Weisse und Hannelore Elsner in dessen Filmdrama Ein großer Aufbruch ebenfalls in der Rolle eines Familienpatriarchen besetzt. In Margarethe von Trottas Die abhandene Welt spielte er im selben Jahr eine Kinohauptrolle als Witwer, der auf einem Zeitungsfoto seine angeblich tote Frau wiederzuerkennen glaubt.

Auszeichnungen

Als eine prägende Gestalt der deutschen Film-, Fernseh- und Theaterszene, die sich eindrucksvoll für die Verbesserung der prekären Wirtschaftssituation der meisten Schauspieler einsetzte (Preiskriterium), wurde Habich im November 2022 mit dem Götz-George-Preis ausgezeichnet, wie vor ihm Gudrun Ritter, Karin Baal, Margit Carstensen und Peter Striebeck.<ref>Schauspieler Matthias Habich erhält Götz George Preis, nachtkritik.de vom 7. November 2022, abgerufen am 9. November 2022</ref>

Filmografie

Kino

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Fernsehen

Fernsehfilme- und mehrteiler

Vorlage:Mehrspaltige Liste

Fernsehserien und -reihen

Hörspiele und Features (Auswahl)

Hörbücher (Auswahl)

  • 2002: Nevada-Gas. Audio Verlag, Berlin.
  • 2003: Spanisches Blut. Audio Verlag, Berlin.
  • 2004: Shaft und die sieben Rabbiner. Audio Verlag, Berlin
  • 2009: 20.000 Meilen unter dem Meer (Jules Verne). Der Audio Verlag (DAV), Berlin, 2009, ISBN 978-3-89813-905-2 (Hörspiel, 1 CD, 44 Min.)
  • 2009: hesse projekt, Gedicht: Die Welt, unser Traum

Auszeichnungen

Literatur

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  • Hermann J. Huber: Langen Müller’s Schauspielerlexikon der Gegenwart. Deutschland. Österreich. Schweiz. Albert Langen, Georg Müller Verlag, München / Wien 1986, ISBN 3-7844-2058-3, S. 342.
  • C. Bernd Sucher (Hg.): Theaterlexikon. Autoren, Regisseure, Schauspieler, Dramaturgen, Bühnenbildner, Kritiker. Von Christine Dössel und Marietta Piekenbrock unter Mitwirkung von Jean-Claude Kuner und C. Bernd Sucher. 1995, 2. Auflage, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1999, ISBN 3-423-03322-3, S. 259.
  • Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 3: F – H. John Barry Fitzgerald – Ernst Hofbauer. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 468 f.

Weblinks

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Einzelnachweise

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