Zum Inhalt springen

Mathilde Freiin von Freytag-Loringhoven

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Mathilde Freiin von Freytag-Loringhoven (* 30. Oktober 1860 in Kopenhagen; † Dezember 1941 in Weimar) wirkte als Malerin, Grafikerin, Kunstkritikerin und Journalistin.

Leben

Datei:Mathilde Freiin von Freytag-Loringhoven - Fischernetze am Baltischen Strand.jpg
Fischernetze am baltischen Strand
Datei:Mathilde Freiin von Freytag-Loringhoven - Castle by Lake Constance.jpg
Burg am Bodensee

Mathilde von Freytag-Loringhoven entstammte dem baltischen Zweig Freytag von Loringhoven, einer der ältesten westfälischen Familien. Ihr Vater war der aus Gut Owerlack (heute Patküla) bei Helme in Estland gebürtige Diplomat, Generalkonsul in Kopenhagen und Danzig, Carl Gottlob von Freytag-Loringhoven (1811–1882).<ref>Ernst Rudolf Huber: Deutsche Verfassungsgeschichte seit 1789. Bd. 5: Weltkrieg, Revolution und Reichserneuerung 1914–1919. W. Kohlhammer, Stuttgart 1957, ISBN 3-17-001055-7, S. 198.</ref> Der General Hugo von Freytag-Loringhoven und der Weimarer Kammerherr Alexander Freytag von Loringhoven waren ihre Brüder.

Sie studierte ab 1879 auf der Kunstakademie Weimar bei Theodor Hagen, Max Thedy und Leopold von Kalckreuth. Als einzige Schülerin von Karl Buchholz blieb sie eine traditionalistische Vertreterin des Spätimpressionismus.

Als Feuilletonredakteurin und Vorsitzende der Kunstkommission des Weimarer Gemeinderates gehörte sie zu den maßgeblichen Gegnern des Bauhauses und der Avantgarde in Weimar.

Eine ungewöhnliche Geschichte ist die ihres Hundes Kurwenal (1929–1937), der angeblich sprechen und rechnen konnte. Auch ihrer Hündin Isolde wurde nachgesagt rechnen zu können.

Ausstellungen (Auswahl)

Datei:Plaque Freytag-Loringhoven Conta.JPG
Tafel zur Erinnerung an Mathilde Freiin von Freytag-Loringhoven in Weimar am Haus Marienstraße 18

Literatur

  • Freytag-Loringhoven, Mathilde, Freiin von. In: Ulrich Thieme (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 12: Fiori–Fyt. E. A. Seemann, Leipzig 1916, S. Vorlage:VonBis (Textarchiv – Internet Archive).
  • Hans Friedrich von Ehrenkrook, Carola von Ehrenkrook, Friedrich Wilhelm Euler, Jürgen von Flotow, Walter von Hueck: Genealogisches Handbuch der Freiherrlichen Häuser. A (Uradel). 1956. Band II, Band 13 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Glücksburg/Ostsee 1956, S. 94 f.
  • Éva Forgács: The Bauhaus idea and Bauhaus politics. Central European University Press, New York 1995, S. 41 f.
  • Cornelia Schimpf: Versagen einer Zufluchtsstadt. Kulturpolitik in der Weimarer Republik am Beispiel des Staatlichen Bauhauses in Weimar von 1919 bis 1925 (Region – Nation – Europa, Bd. 52). LIT Verlag, Münster 2008.
  • Ulrich Völkel [Hrsg.]: Kleines Lexikon Weimarer Persönlichkeiten. wtv, Weimar 2009.
  • Antje Neumann-Golle, Jens Riederer, Uta Junglas: Mathilde von Freytag-Loringhoven. 1860–1941. Malerin – Tierpsychologin – Kritikerin des Bauhauses. Begleitbuch zur Sonderausstellung, Weimar Stadtmuseum, 12. Oktober 2019 bis 12. Januar 2020, Weimar 2019.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein