Zum Inhalt springen

Martin-Luther-Kirche (Böblingen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Turm Martin Lutherkirche Boeblingen01052019.png
Turm der Martin-Luther-Kirche in Böblingen

Die Martin-Luther-Kirche in Böblingen im baden-württembergischen Landkreis Böblingen liegt in einem Wohngebiet in der Achalmstraße nahe dem Alten Friedhof. Die Kirchengemeinde Böblingen gehört zum Kirchenbezirk Böblingen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg).

Baubeschreibung

Zwischen 1959 und 1960 wurde die Martin-Luther-Kirche mit dazugehörigem Gemeindehaus von dem Stuttgarter Architekt Walter Ruff erbaut. Die Kirche wurde als schlichter, funktioneller Raum konzipiert. Zu dem Kirchengebäude gehört ein freistehender Glockenturm mit 33 m Höhe nach Art eines italienischen Campanile.<ref>Eine Führung durch die Martin Luther Kirche. (PDF; 18,8 MB) Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. Januar 2016; abgerufen am 25. Dezember 2008.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.martin-luther-bb.de</ref> 1988 wurde die Kirche unter Leitung von Architekt Immanuel Rühle renoviert.

Ausstattung

Haupteingang

Das bronzene Hauptportal im Westen wurde 1962 von Ulrich Henn gestaltet. Die Reliefs stellen Isaaks Opferung und die Kreuztragung Jesu dar, die Griffleisten das Thema der Rechtfertigungslehre und Liedzitate zur Vergeblichkeit der Werke.

Glasarbeiten

Christian Oehler schuf 1960 mit Betonglas einen Teil der Lichtgadenverglasung und das kleine Nordwand-Fenster, Wolf-Dieter Kohler den anderen Teil des Lichtgaden-Fensterbands zwischen Dach und Süd-, West- und Nordwand mit geometrisch geschnittene Glasscheiben und zusätzlich das Sakristei-Erkerfenster mit der Taube als Symbol für den Heiligen Geist, und schließlich Johannes Schreiter ebenfalls 1960 das Tauffenster.

Wandgestaltung

Johannes Schreiter hat 1960 das Mosaik auf der Kanzel-Stirnseite gestaltet und der Königsfelder Künstler Emil Jo Homolka (1925–2010) 1979 neun Bronzereliefs (ein Medaillon und acht Bildtafeln) für die Südwand.

Altarzone

Ulrich Henn schuf 1960 die bronzene Christus-Skulptur mit den einladend offenen Armen und Gottfried Gruner ebenfalls zur Einweihung der Kirche die Taufschale.

Martin-Luther-Kirchengemeinde Böblingen

Die Martin-Luther-Kirchengemeinde umfasst Teile der Kernstadt Böblingen, insbesondere die Wohngebiete Tannenberg und Rauher Kapf. Infolge starken Zuzugs nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die evangelische Kirchengemeinde Böblingen, die bis dahin nur über die Stadtkirche verfügte, zu groß. Als eigenständige Kirchengemeinde wurde die Martin-Luther-Kirchengemeinde Böblingen durch Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 13. Februar 1964 gebildet, als die bis dahin alleinige Kirchengemeinde Böblingen in seinerzeit drei Teilkirchengemeinden aufgeteilt wurde.

Auch die Martin-Luther-Kirchengemeinde wuchs weiter, so dass in den 1970er Jahren für den Bereich Tannenberg das Gemeindezentrum am Murkenbachweg und später für die Gemeindeglieder der Waldsiedlung Rauher Kapf das Gemeindezentrum Taunusstraße errichtet bzw. erworben wurde. Somit verfügt die Martin-Luther-Kirchengemeinde heute über drei Gemeindezentren. Heute versehen zwei Pfarrerinnen in den Seelsorgebezirken Nord und Süd ihre Dienste in der Martin-Luther-Gemeinde. Das Gemeindezentrum am Murkenbachweg wurde ca. 2020 abgerissen.

Literatur

  • Fritz Heimberger (Red.): Kirchen im Landkreis Böblingen.- (Hrsg.) Evang. Kreisbildungswerk und Kath. Bildungswerk Kreis Böblingen; München/Zürich, 1990, Seite 10
  • Eberhard Alber: Martin-Luther-Kirche Böblingen. Böblingen o. J. (2008)

Einzelnachweise

<references/>

Weblinks

Commons: Martin-Luther-Kirche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Koordinaten: 48° 41′ 6″ N, 9° 1′ 31″ O

 {{#coordinates:48,685|9,0252777777778|primary
   |dim=
   |globe=
   |name=
   |region=DE-BW
   |type=landmark
  }}