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Marowski-Haus

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Datei:Oderberg Oberkietz 28.jpg
Marowski-Haus
Datei:Malerwinkel in Oderberg (Altes Haus). Postkarte um 1900. Binnenschifffartsmuseum Oderberg.jpg
Malerwinkel in Oderberg (Altes Haus). (Postkarte um 1900)
Datei:Giebelansicht, Längsschnitt, Querschnitt 1-50.jpg
Architekturzeichnungen: Giebelansicht, Längsschnitt, Querschnitt 1:50 (1934)
Datei:Oderberg Architekturzeichnungen Rosenthal.jpg
Architekturzeichnungen: Grundriss und Seitenansicht 1:50 (1934)
Datei:Wasserrad des Wassermüllers.jpg
Ausgelassenes Lehmfeld neben der ursprünglichen Haustür mit in den noch feuchten Lehm geritzten Wasserrad

Das sogenannte Marowski-Haus ist das älteste Haus von Oderberg in Brandenburg und befindet sich auf der Denkmalliste des Landes Brandenburg.<ref>{{#switch: BAR | BRB = Denkmalliste des Landes Brandenburg: Stadt Brandenburg an der Havel (PDF) | CB = Denkmalliste des Landes Brandenburg: Stadt Cottbus (PDF) | FF = Denkmalliste des Landes Brandenburg: Stadt Frankfurt (Oder) (PDF) | P = Denkmalliste des Landes Brandenburg: Stadt Potsdam (PDF) | BAR = Denkmalliste des Landes Brandenburg: Landkreis Barnim (PDF) | LDS = Denkmalliste des Landes Brandenburg: Landkreis Dahme-Spreewald (PDF) | EE = Denkmalliste des Landes Brandenburg: Landkreis Elbe-Elster (PDF) | HVL = Denkmalliste des Landes Brandenburg: Landkreis Havelland (PDF) | MOL = Denkmalliste des Landes Brandenburg: Landkreis Märkisch-Oderland (PDF) | OHV = Denkmalliste des Landes Brandenburg: Landkreis Oberhavel (PDF) | OSL = Denkmalliste des Landes Brandenburg: Landkreis Oberspreewald-Lausitz (PDF) | LOS = Denkmalliste des Landes Brandenburg: Landkreis Oder-Spree (PDF) | OPR = Denkmalliste des Landes Brandenburg: Landkreis Ostprignitz-Ruppin (PDF) | PM = Denkmalliste des Landes Brandenburg: Landkreis Potsdam-Mittelmark (PDF) | PR = Denkmalliste des Landes Brandenburg: Landkreis Prignitz (PDF) | SPN = Denkmalliste des Landes Brandenburg: Landkreis Spree-Neiße (PDF) | TF = Denkmalliste des Landes Brandenburg: Landkreis Teltow-Fläming (PDF) | UM = Denkmalliste des Landes Brandenburg: Landkreis Uckermark (PDF) |#default=Code des Dokuments fehlt }}. Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum.</ref><ref>Bürgerhaus – Oderberg. Deutsche Stiftung Denkmalschutz, abgerufen am 7. März 2021.</ref> Es wurde nach den verheerenden Stadtbränden von 1670 und 1672 vom Wassermüller Christian Otte im Jahre 1680 neu erbaut. Es ist das älteste bekannte „kleinstädtische Handwerkerhaus der Stadt Oderberg und auch das älteste Bürgerhaus der Kreise Barnim und Märkisch Oderland.“<ref>Peter Natuschke: Denkmalpflegerische Zielstellung für das Handwerkerhaus Oberkietz 28 in Oderberg. Bauforschung und Dokumentation. Güstebieser Loose o. J. (1993), S. 15.</ref> Am Westgiebel ist im ehemaligen Türbalken bzw. dem Sturzriegel der Schriftzug eingeschnitzt: „M – CHRISTIAN OTTE, ANNO 1680, DEN 11. MAI“. Otte betrieb bis 1695 die Wassermühle in der heutigen Berliner Straße. 1733 erwarb der Töpfermeister Christoph Warband das Haus und richtete eine Töpferei ein. Die Töpferei wurde ab 1764 von Johann Warband fortgeführt.<ref>Horst Fleischer: Chronik von Oderberg. Oderberg 2005, S. 25f. - Ein selbständiger Anbau, der auf das Jahr 1765 datiert wurde, musste wegen starker Bauschäden 1997 abgerissen werden </ref> Der Schuhmachermeister Paul Wilhelm Marowski kaufte das Haus im Jahre 1829.<ref>Paul WILHELM MAROWSKI. GEDBAS-Datenbank des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 27. August 2024.</ref>

Das pittoreske Fachwerkhaus liegt im sogenannten Malerwinkel im alten Oberkietz und war in früheren Jahrhunderten ein beliebtes Motiv für malerische Genreszenen. Einige Bilder sind noch im Oderberger Ortsmuseum vorhanden. Das zweistöckige, quergegliederte Fachwerkhaus wurde zum Teil mit älteren Balken erbaut, die offensichtlich aus Vorgängerbauten stammten.

Trotz einiger Umbauten in den vergangenen Jahrhunderten ist ein Großteil der Originalsubstanz erhalten, ebenso Baudetails wie Türen, Fenster und Öfen aus verschiedenen Zeiten. Interessant ist insbesondere der Dachstuhl des Sparrendachs mit dem nur noch selten dokumentierten märkischen Längsverband.<ref>Werner Radig: Gefügestudien in Brandenburg. In: Deutsches Jahrbuch für Volkskunde. Bd. 11, 1965, S. 161, Abb. 12.</ref> Ursprünglich mit Reet gedeckt, musste das Dach des Hauses im 18. Jahrhundert aufgrund der Stadtbrandgefahr mit Dachziegeln in Form von Biberschwänzen umgedeckt werden. Das Dach wurde bei der Sanierung Mitte der 1990er Jahre wieder als Biberschwanzeinfachdeckung mit Holzspließen rekonstruiert. Im Jahr 2015 wurde das Dach unter Nutzung der alten Biberschwänze in Doppeldeckung neu eingedeckt. Kaum anderswo so authentisch erhalten geblieben ist die zentrale fensterlose große offene Ruß- oder Schwarze Küche. Sie ist im Erdgeschoss massiv gemauert und besitzt aufgesetzte mit Lehm verkleidete Fachwerkwände im Obergeschoss und einen konischen Rauchschlot im Dachbereich. Die rußgeschwärzten Wände und der haushohe Rauchabzug belegen, dass im fensterlosen Raum noch bis ins letzte Viertel des vorigen Jahrhunderts hinein auf offenem Feuer gekocht wurde. Auch der sich zum Flur hin öffnende Geschirrschrank ist eine große Rarität.<ref>Peter Natuschke: Denkmalpflegerische Zielstellung.</ref> Das trifft auch zu auf zwei noch erhaltene "Lichtöfen" (offene Öfen, die sowohl zum Heizen wie als zur Beleuchtung der Räume dienten). Kaum anderswo belegt ist eine noch erhaltene Lehmritzung, die auf den Beruf des Hausbesitzers hinweist: das Mühlrad der Wassermühle im Oderfluss.

Weitere Abbildungen

Weblinks

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Einzelnachweise

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