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Markgrafenkirche Seibelsdorf

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Datei:Markgrafenkirche Seibelsdorf (2013).jpg
Markgrafenkirche Seibelsdorf (Nordansicht)

Die Markgrafenkirche (auch Andreaskirche oder St. Andreas) in Seibelsdorf, einem Gemeindeteil von Marktrodach im oberfränkischen Landkreis Kronach, ist ein evangelisch-lutherischer Kirchenbau.

Geschichte

Die Markgrafenkirche wurde in den Jahren 1735 bis 1760 von Rats- und Schlossbaumeister Johann Georg Hoffmann als Sandsteinquaderbau im Markgrafenstil erbaut und gilt als eines der besten spätbarocken Beispiele für diesen Baustil. Zuerst entstand in den Jahren von 1735 bis 1738 das Langhaus. Der 50 m<ref>Markgrafenkirche Seibelsdorf auf Kirchbau.de. Abgerufen am 23. Februar 2014.</ref> hohe Turm wurde in den Jahren 1751 bis 1755 errichtet; 1760 wurde der Bau mit der Sakristei abgeschlossen.

An die Kirche schließt sich ein Friedhof mit einer Wehrmauer an, die im Kern vermutlich aus dem 15. Jahrhundert stammt.<ref>Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege: Geodaten Bayern Abgerufen am 23. Februar 2014.</ref>

Von 1809 bis 1924 war die Markgrafenkirche Dekanatskirche.<ref name=kirchenportal>Seibelsdorf, Markgrafenkirche. Ökumenisches Kirchenportal im Landkreis Kronach, abgerufen am 22. April 2017.</ref>

1963 wurde die Markgrafenkirche umfangreich renoviert.<ref>Markgrafenkirche Seibelsdorf glocken.tv. Abgerufen am 23. Februar 2014.</ref> In den Jahren 2008 bis 2010 fand eine aufwändige Innensanierung statt.<ref>Kleinod der Kirchenlandschaft Frankenpost. Abgerufen am 23. Februar 2014.</ref>

2013 wurde das 250-jährige Kirchenjubiläum zusammen mit Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm gefeiert.<ref name=kirchenportal/>

Ausstattung

Der Kanzelaltar, der 1762 von Johann Gabriel Räntz geschaffen wurde, zeichnet sich durch umfangreiche Verzierungen und goldene Ornamente aus.

Das Langhaus ist an drei Seiten mit zwei Emporen auf jeweils zwei Ebenen ausgestattet. Insgesamt bietet der Kirchenbau ca. 550 Sitzplätze. Die Langhausdecke ist im Rokokostil von Josefi de Buzzi gestaltet und mit Stuck und Deckengemälden verziert. Dargestellt sind unter anderem das markgräfliche Wappen und die Initiale „F“ des Markgrafen Friedrich von Kulmbach-Brandenburg-Bayreuth. Vormals leere Flächen des Deckenspiegels wurden im Zuge der Sanierung 2008 bis 2010 von Gerhard Mayer als Tuschezeichnung mit dem Titel Gott-Partikel gestaltet.<ref>Markgrafenkirche Seibelsdorf. Gerhard Mayer, abgerufen am 22. April 2017.</ref>

Orgel

Datei:Markgrafenkirche Seibelsdorf Kirchenorgel 2022.jpg
Orgel

Die seit 1984 eingesetzte Hoffmann-Orgel<ref>Marktrodach / Seibelsdorf – Markgrafenkirche – Orgel Verzeichnis – Orgelarchiv Schmidt. Abgerufen am 6. Januar 2026.</ref> verfügt über 20 Register auf drei Manuale und Pedal.<ref>Markt Marktrodach - Kirchliche Einrichtungen. Markt Marktrodach, abgerufen am 22. April 2017.</ref> Die Disposition lautet:<ref>Orgeldatenbank Bayern v5 (2009) (online), abgerufen am 13. Februar 2026.</ref>

I Hauptwerk C–g3
Prinzipal 8′
Oktave 4′
Quinte 223
Oktave 2′
Terz 135
Mixtur IV 113
Trompete 8′
II Nebenwerk C–g3
Gedackt 8′
Salizional 8′
Flöte 4′
Blockflöte 4′
Quinte 113
Oktave 1′ <ref group="Anm." name="Nr1">Vorabzug aus Mixtur 1 1/3′</ref>
Vox humana 8′
III Koppelmanual
Pedal C–f1
Subbaß 16′
Violonbaß 16′
Oktavbaß 8′
Bordun 8′
Choralbaß 4′
Oktave 2′ <ref group="Anm." name="Nr2">Vorabzug aus Hintersatz</ref>
Hintersatz III 223
Posaune 16′

Anmerkungen <references group="Anm." />

Literatur

  • Vorlage:Lippert Landkreis Stadtsteinach
  • Heinz Peetz: Geschichte(n) rund um Seibelsdorf (1)., Books On Demand, 2001.
  • Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege: Baudenkmäler Marktrodach., abgerufen am 25. März 2012 (PDF)
  • Katrin Link, Cynthia Thomas: Künstlerische und liturgische Ausstattung Seibelsdorf Pfarrkirche, Dekanatsbezirk Kronach – Ludwigsstadt. Erfassung des kirchlichen Kunstgutes im Auftrag des Evang.-Luth. Landeskirchenamtes. München 2018.

Weblinks

Commons: Markgrafenkirche Seibelsdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Kirchengebäude im Evangelisch-Lutherischen Dekanat Kronach-Ludwigsstadt Koordinaten: 50° 13′ 20,8″ N, 11° 25′ 19,9″ O

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