Marinestützpunkt Emden
Der Marinestützpunkt Emden war ein Stützpunkt der Bundesmarine in der Stadt Emden.
Geschichte
Der Marinestützpunkt Emden wurde am 1. Januar 1960 als Außenstelle des Marinestützpunktkommandos Wilhelmshaven gegründet und am 1. April 1962 als solche dem Marinestützpunktkommando Borkum unterstellt. Ihm oblag die Versorgung aller zum Stützpunktbereich gehörenden Kommandos und Einrichtungen und aller den Stützpunkt anlaufenden schwimmenden Einheiten.
Am 1. Oktober 1986 wurde der Stützpunkt Teil des neuen Marinestützpunktkommandos Emden, dem der Stützpunkt Borkum als Außenstelle unterstellt wurde. Das Marinestützpunktkommando Emden unterstand dem Marineabschnittskommando Nordsee, das am 1. April 1994 in Marineabschnittskommando West umbenannt wurde. Am 31. März 1997 wurde das Marinestützpunktkommando Emden aufgelöst und der Stützpunkt geschlossen.<ref name="BM 30">Bundesarchiv-Militärarchiv Bestand BM 30, Marinestützpunktkommandos</ref>
Unterstützte Verbände und Einheiten
Im Stützpunkt und im Standortbereich Emden waren keine schwimmenden Marineverbände stationiert. Dagegen bestand eine Anzahl von Landeinheiten, die durch den Stützpunkt unterstützt wurden, nicht jedoch dem Marinestützpunktkommando unterstanden. Dazu gehörten:
- Stäbe
- Versorgungsflottille (1967–1968)<ref>Bundesarchiv-Militärarchiv. Bestand BM 16; Versorgungsflottille</ref>
- Amphibische Gruppe<ref group="A">Ab 1. Oktober 1969 umbenannt in Amphibische Transportgruppe</ref> (1968–1978)<ref name="BM 18">Bundesarchiv-Militärarchiv. Bestand BM 18; Amphibische Gruppe</ref>
- Marineschifffahrtsleitstelle Emden (1970–1991)<ref>Bundesarchiv-Militärarchiv. Bestand BM 47; Marineschifffahrtsleitstellen</ref>
- Landtruppenteile
- Küstenumschlagbataillon 2<ref group="A">Ab 15. Januar 1963 umbenannt in Amphibisches Transportbataillon 2, endgültiger Name Amphibisches Transport- und Umschlagbataillon 2 ab 1969.</ref> (1960–1975)<ref name="BM 37">Bundesarchiv-Militärarchiv. Bestand BM 37; Amphibische Transport- und Umschlagbataillone sowie Marinetransportformationen</ref>
- Küstenumschlagbataillon 4<ref group="A">Ab 15. Januar 1963 umbenannt in Amphibisches Transportbataillon 4.</ref> (1962–1963)<ref name="BM 37" />
- Strandmeisterkompanie (1972–1978)<ref name="BM 18" />
- Marinesanitätsstaffel Emden (1969–1984)<ref>Bundesarchiv/Militärarchiv. Bestand BM 4; Marinesanitätsdienst</ref>
Neue Planungen
Anfang 2026 hat die Marine angesichts der veränderten Sicherheitslage Planungen für einen zweiten Stützpunkt an der Nordseeküste neben dem Marinestützpunkt Wilhelmshaven aufgenommen. Sie hat zusätzlichen Bedarf an sieben Fregatten-Liegeplätzen von je 220 m Länge und 10 Liegeplätzen für Minensuchboote von 80 m Länge. Hinzu kommen Liegeplätze für 10 Schlepper von jeweils 40 m.
Emden bemüht sich um diesen zweiten Stützpunkt. Es konkurriert mit Bremerhaven, das ebenfalls in der Auswahl ist.<ref>Klaus Mündelein; Bremerhaven bewirbt sich für einen Marinehafen; in: Wilhelmshavener Zeitung vom 9. April 2026, S. 9</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
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Anmerkungen
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