Marie-Geneviève Bouliar
Marie-Geneviève Bouliar oder Marie-Geneviève Bouliard (* 1762 in Paris; † 9. Oktober 1825 in Bois d’Arcy) war eine französische Historien- und Porträtmalerin des Klassizismus.
Leben und Werk
Bouliar war die einzige Tochter eines Schneiders in Paris. Ihre Lebensdaten sind in der Literatur nicht einheitlich verzeichnet. Zu ihrem Geburtsjahr gibt es unterschiedliche Angaben die von 1762, 1763 bis 1772 reichen und auch das Todesdatum wird teilweise mit dem 7. Januar 1819 in Paris angegeben.<ref></ref> Sie zeigte bereits früh ein Talent fürs Zeichnen und ihre Eltern ermöglichten ihr den erste Malunterricht bei dem Porträtmaler Joseph Siffred Duplessis. Ebenso gibt es unterschiedliche Angaben zu ihren Lehrern. Nach der Beschreibung des Musée de Peinture et de Sculpture d’Angers, das 1847 ihr Selbstporträt besaß, war sie zunächst eine Schülerin von Gabriel François Doyen, einem Maler und Professor an der Académie royale de peinture et de sculpture und setzte später ihren Unterricht von Jean-Baptiste Greuze fort. Zudem sei sie an der Akademie stets von einem Maler namens Tayasson unterstützt worden, mit dem sie bis zu ihrem Tod befreundet blieb.<ref></ref> Ihr im Jahr 1785 gefertigtes, signiertes und datiertes Porträt einer jungen Frau, ist seit dem Verkauf im Jahr 1902 in Paris verschollen. Im Jahr 1791 stellte sie erstmals ein Porträt Tête de femme couronnée de roses im Pariser Salon aus und beschickte fortan regelmäßig bis 1817 die dortigen Ausstellungen mit Genrebilder, antiken Motiven und Porträts. 1795 gewann sie mit ihrem Gemälde Aspasia den Prix d’Encouragement. In den Büchern der Salons und in späteren Verkaufsaufzeichnungen sind mehr als vierzig Gemälde und Zeichnungen von ihr verzeichnet, von denen mindestens zehn Gemälde und eine Zeichnung in öffentlichen und privaten Sammlungen erhalten blieben.<ref></ref>
Sie löste sich vom Stil ihres Lehrers und entwickelte in ihren Werken eine Spontaneität und direktere Bildsprache als Duplessis. Sie fertigte unter anderem die Porträts des Künstlerehepares Alexandre-Marie Lenoir (26. Dezember 1761 – 11. Juni 1839)<ref>Lenoir, Alexandre Marie. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 23: Leitenstorfer–Mander. E. A. Seemann, Leipzig 1929, S. Vorlage:VonBis (Textarchiv – Internet Archive).</ref> und Adélaïde Binart (1771–1832).<ref>Lenoir, Adélaïde (geb. Binart). In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 23: Leitenstorfer–Mander. E. A. Seemann, Leipzig 1929, S. Vorlage:VonBis (Textarchiv – Internet Archive).</ref>
Werke (Auswahl)
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Bekannte Gemälde:<ref></ref><ref></ref>
- 1791/1792: Portrait de Monsieur Olive, trésorier des Etats de Bretagne, avec sa famille (Kunstmuseum Nantes)<ref></ref>
- 1791: Tête de femme couronnée de roses
- 1792: Selbstporträt Öl auf Leinwand 55,5 × 46 cm (kam in das Musée des Arts Départements Angers und später an die Norton Simon Art Foundation)
- 1794: Aspasia
- 1796: Chevalier Alexandre-Marie Lenoir Öl auf Leinwand 82 × 62 cm (Musée Carnavalet, Paris)
- 1796: Adelaïde Binart [Mme. Alexandre Lenoir] Öl auf Leinwand 82 × 62 cm (Musée Carnavalet, Paris)
- 1796: De la citoyenne Gambs, Du citoyen Mazade, administrateur du théâtre des Arts, De la citoyenne Mazade, De la citoyenne Arnould (Alle in der Ausstellung des Pariser Salons)<ref></ref>
- Herminia, wie sie den Namen Tancred in eine Baumrinde schneidet
- 1798: Femme couverte d’un voile noir, Femme tenant une flûte, Les Enfants du citoyen Vernet
- 1808: Tête de femme
Auszeichnungen (Auswahl)
- 1795: Prix d’Encouragement (Preis zur Ermutigung)
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bouliar, Marie-Geneviève |
| ALTERNATIVNAMEN | Bouliard, Marie-Geneviève |
| KURZBESCHREIBUNG | französische Malerin des Klassizismus |
| GEBURTSDATUM | 1762 |
| GEBURTSORT | Paris |
| STERBEDATUM | 9. Oktober 1825 |
| STERBEORT | Bois d’Arcy |