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Marie-Curie-Gymnasium Dallgow-Döberitz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Marie-Curie-Gymnasium
Datei:MCG-Dallgow-Logo.jpg
Datei:MCG-Dallgow-P1080959.JPG
Schulgebäude des Marie-Curie-Gymnasiums
Schulform Gymnasium
Schulnummer 121125
Gründung 2002
Adresse Marie-Curie-Straße 1
14624 Dallgow-Döberitz
Land Brandenburg
Staat Deutschland
Koordinaten 52° 32′ 28″ N, 13° 2′ 43″ OKoordinaten: 52° 32′ 28″ N, 13° 2′ 43″ O
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Träger Landkreis Havelland
Schüler 919
Lehrkräfte 63 + 3 Referendare
Leitung Thorsten Steil<ref name="Schulleitung">Schuldaten: Schulpersonal und Kontakte. Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, 10. November 2022, abgerufen am 15. Dezember 2022.</ref>
Website marie-curie-gymnasium-dallgow.de

Das Marie-Curie-Gymnasium in Dallgow-Döberitz ist ein Gymnasium im Bundesland Brandenburg, dessen Gründung im Jahre 2000 beschlossen wurde, um den besonders im westlichen Speckgürtel Berlins stark wachsenden Bevölkerungszahlen Rechnung zu tragen. Der Schulbetrieb wurde im Jahre 2002 mit 56 Schülern aufgenommen, im Schuljahr 2010/2011 waren es schon 749.<ref name="bildung-brandenburg.de">Marie-Curie-Gymnasium Dallgow-Döberitz. In: bildung-brandenburg.de. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 10. März 2019.@1@2Vorlage:Toter Link/bildung-brandenburg.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Im Schuljahr 2025/2026 sind es 919 Schüler, 63 Lehrkräfte (exklusive Referendare) unterrichten an der Schule.<ref name=":0">Marie-Curie-Gymnasium - Schulporträt Brandenburg. Abgerufen am 24. April 2026.</ref> Die Kapazität der sechszügigen Schule reicht für 900 Schüler.

Das Gymnasium war 2007 Drehort der Neuverfilmung des Spielfilms Die Welle, 2012 einer Folge von Polizeiruf 110, 2016 der Serie Spotlight, 2020 des Spielfilms Extraklasse 2+ und 2022 der Netflix-Eigenproduktion „Das Privileg – Die Auserwählten“.

Geschichte

Auf Beschluss des Kreistages vom 9. Oktober 2000 wurde das Gymnasium als Gymnasium Dallgow-Döberitz neu gegründet. Bereits im August 2002 nahmen zwei siebte Klassen noch in den Räumen der alten Grundschule den Unterrichtsbetrieb auf. Es galt damals mit 56 Schülern als kleinstes Gymnasium Deutschlands.<ref>Gymnasium und Polizeiwache kooperieren. In: Info 110. 13. Jahrgang, Nr. 1. Ministerium des Innern des Landes Brandenburg, 2003, ISSN 1430-7669, S. 6 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />internetwache.brandenburg.de (Memento vom 27. Juli 2011 im Internet Archive) [abgerufen am 5. März 2020]).</ref> Am 26. August 2003 wurde es auf Beschluss des Kreistages durch Landrat Schröder und Bildungsminister Reiche in Marie-Curie-Gymnasium umbenannt, am 29. August 2003 fand die Grundsteinlegung für den Neubau statt.<ref>Gymnasium Dallgow-Döberitz: Grundsteinlegung und Namensgebung. In: havelland.de. 26. August 2003, abgerufen am 28. April 2021.</ref> Der Unterricht fand zunächst noch in den Räumen der alten Grundschule statt – der Neubau des heutigen Gebäudes wurde zum 31. Januar 2005 eröffnet und bezogen. Dieser wurde jedoch schnell zu klein, weshalb am 3. September 2009 ein von vornherein planerisch vorgesehener zweiter Bauabschnitt eröffnet wurde.<ref>Zweiter Bauabschnitt des Dallgower Gymnasiums wurde eingeweiht. Pressemitteilung 150/2009. In: havelland.de. Landkreis Havelland, 4. September 2009, abgerufen am 14. November 2018.</ref> Damit wird dem prognostizierten starken Bevölkerungszuwachs Rechnung getragen – die Gemeinde Dallgow-Döberitz hat mit 42,7 % Zuwachs bis zum Jahr 2030 das höchste prognostizierte Bevölkerungswachstum in ganz Brandenburg.<ref>Michael Mara: Das Land der Rentner. In: tagesspiegel.de. 2. Mai 2007, abgerufen am 15. November 2021.</ref>

2009 wurde erstmals das Abitur am Marie-Curie-Gymnasium abgelegt.

Entwicklung der Schüleranzahl

Schuljahr Anzahl Schüler zu Beginn des Schuljahres
2002/03 56
2010/11 749<ref name="bildung-brandenburg.de" />
2021/22 737<ref>Marie-Curie-Gymnasium - Schulporträt Brandenburg. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 24. September 2022; abgerufen am 24. April 2026.</ref>
2022/23 801<ref>Marie-Curie-Gymnasium - Schulporträt Brandenburg. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 24. September 2022; abgerufen am 24. April 2026.</ref>
2023/24 831<ref>Marie-Curie-Gymnasium - Schulporträt Brandenburg. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 14. April 2024; abgerufen am 24. April 2026.</ref>
2024/25 887<ref>Marie-Curie-Gymnasium - Schulporträt Brandenburg. Abgerufen am 21. November 2024 (Link enthält nur noch Informationen zum Schuljahr 2025/2026; Archivversion nicht verfügbar).</ref>
2025/26 919<ref name=":0" />

Architektur und Gebäude

Für den Bau des völlig neu entstehenden Gymnasiums fand 2001 ein offener Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem Losverfahren statt, welchen das Architekturbüro Grüntuch Ernst gewann.<ref>Ergebnis – Neubau eines Gymnasiums mit Begabtenförderung / Marie-Curie-Gymnasium. In: competitionline.com. Abgerufen am 3. April 2019.</ref> Der Neubau wurde zunächst als dreizügiges Gymnasium ausgeführt – dieser Bauabschnitt wurde am 31. Januar 2005 eröffnet. Aufgrund des zu erwartenden Bevölkerungszuwachses war von vorneherein die Option einer Erweiterung zum fünfzügigen Gymnasium mit vorgesehen. Für diesen wurde am 14. Juni 2008 der Grundstein gelegt.<ref>Dallgower Tor und Marie Curie – Grüntuch und Ernst bauen im Havelland. In: baunetz.de. 15. Juli 2008, abgerufen am 14. Dezember 2021.</ref> Seit dem Schuljahr 2009/2010 ist dieser Abschnitt ebenfalls eröffnet, so dass in diesem Jahr erstmals fünf siebte Klassen neu aufgenommen werden konnten.

2014 kam die Schule in die Presse, weil ein Schüler mit einem Amoklauf gedroht hatte.<ref>Schüler droht mit Amoklauf. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 3. Februar 2014; abgerufen am 26. April 2021.</ref>

Das Gymnasium verfügt über eine in das Gebäude integrierte Dreifelder-Sporthalle im Untergeschoss, welche als Besonderheit sowohl innerhalb des Gebäudes, als auch von der Straße aus von oben einsehbar ist.

Das Heft GEO Wissen Nr. 44 – Die ideale Schule<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />GEO Wissen Nr. 44 – Die ideale Schule (Memento vom 18. Dezember 2009 im Internet Archive)</ref> hebt im Artikel „Baustoff Fantasie“ auf Seite 70/71 die Architektur der Schule als besonders gelungen hervor.

Pädagogische Arbeit, Ausstattung und Angebote

Es werden die Fremdsprachen Englisch, Spanisch, Französisch und Latein angeboten.

Seit dem Schuljahr 2010/2011 verfügt die Schule in den fünf- bis sechszügigen Jahrgängen der Sekundarstufe I über jeweils zwei bis drei Regel- und Profilklassen. Die Profilklassen weisen hierbei ein naturwissenschaftliches Profil auf, was sich insbesondere an einem erhöhten Stundenanteil in diesen Fächern sowie der Unterrichtung in den Fächern Chemie und Informatik bereits ab der siebten Klasse manifestiert. Die Regelklassen weisen einen Schwerpunkt im Bereich Sprachen und Gesellschaftswissenschaften auf.

Da das Schulgebäude sehr neu ist, wurde es umfangreich mit technischen Lehrmitteln ausgestattet. So gibt es z. B. mehrere PC-Kabinette, interaktive Smartboards, Medienampeln in Fachräumen und einen Demo-Raum, in welchem z. B. der Ablauf eines Experimentes per Kamera auf eine große Leinwand übertragen werden kann.

In einer Mediathek können sowohl Medien entliehen und eingesehen, als auch Recherchen am PC durchgeführt werden, zusätzlich können Dokumente gedruckt werden.<ref>Mediathek – Marie-Curie-Gymnasium. Abgerufen am 24. April 2026.</ref> In Freistunden wird dieses Angebot daher sehr rege genutzt, auch zum Recherchieren in der Wikipedia, ebenso wie die von einer Schülerfirma betriebene Cafeteria.

Das Gymnasium ist eine von zwei Brandenburger Schulen, die 2018 an der zweiten Pilotphase der HPI-Schul-Cloud, organisiert vom Hasso-Plattner-Institut (HPI), dem nationalen Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, teilnahmen.<ref>Dallgower Gymnasium wird digital. Abgerufen am 11. Dezember 2021.</ref>

Besonders ist das Patenprojekt der Schule, wo neue Schüler ältere Schulpaten bekommen, welche sie bis zur 9. Klasse begleiten. Es werden von Schülern für Schüler Veranstaltungen geplant und Nachhilfe angeboten.<ref>Patenarbeit am Marie-Curie-Gymnasium – Marie-Curie-Gymnasium. Abgerufen am 11. Dezember 2021.</ref>

Öffentlichkeitsarbeit

Die Schule pflegt seit 2005 eine Partnerschaft mit dem Lyzeum Ogolnoksztalcace<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Web-Seite der polnischen Partnerschule Lyzeum Ogolnoksztalcace (Memento vom 25. November 2009 im Internet Archive)</ref> in Strzelce Krajeńskie (Polen). Seit 2011 besteht eine Schulpartnerschaft mit der Jungmannschule in Eckernförde.

Darüber hinaus bestehen Kooperationen mit

Besonderheiten

Weblinks

Einzelnachweise

<references />