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Bovenau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wappen Deutschlandkarte
Datei:DEU Bovenau COA.svg
Basisdaten
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 54° 20′ N, 9° 50′ O keine Zahl: {{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|01058026}}Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 54° 20′ N, 9° 50′ O
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Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Rendsburg-Eckernförde
Amt: Eiderkanal
Höhe: 16 m ü. NHN
Fläche: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ km²
Einwohner: {{Metadaten Einwohnerzahl DE−Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|01058026}} (Fehler: Ungültige Zeitangabe)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code">{{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code QUELLE}}</ref>
Bevölkerungsdichte: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ Einwohner je km²
Postleitzahl: 24796
Vorwahlen: 04331, 04334, 04357
Kfz-Kennzeichen: RD, ECK
Gemeindeschlüssel: 01 0 58 026
Adresse der Amtsverwaltung: Schulstraße 36
24783 Osterrönfeld
Website: www.bovenau.de
Bürgermeister: Daniel Ambrock<ref>Beate König: Nachfolger gewählt Daniel Ambrock Bürgermeister in Bovenau. In: kn-online.de. 7. Juni 2019, abgerufen am 28. Februar 2024.</ref> (CDU)
Lage der Gemeinde Bovenau im Kreis Rendsburg-Eckernförde
Datei:Bovenau in RD.png
Karte

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Bovenau ist eine Gemeinde im Kreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein.

Geografie

Geografische Lage

Das Gemeindegebiet von Bovenau erstreckt sich im Nordwesten des nordwestlichen Teilbereichs der naturräumlichen Haupteinheit Holsteinisches Hügel- und Seenland (Nr. 702) am historischen Oberlauf der Eider. Ihr Wasserbett, inzwischen wird dieser Abschnitt als Alte Eider bezeichnet, bildet im Mittelteil auf der Ostseite heute die Gemeindegrenze zur Nachbargemeinde Sehestedt exakt ab.<ref>Liste: Zuordnung der Gemeinden zu den Naturräumen. (PDF) S. 10, abgerufen am 20. Dezember 2021.</ref><ref name="DAN">Topographische Karten SH im Digitaler Atlas Nord. Abgerufen am 20. Dezember 2021 (Hinweis: Anzeige der vollen gemeindlichen Gemarkung bei Eingabe des Gemeindenamens und -kennziffer (GKZ)).</ref> Daneben wird die nördliche Gemeindegrenze vom Nord-Ostsee-Kanal (Kanalkilometer 71–80) gebildet.<ref name="DAN" /> Im Gemeindegebiet befindet sich darüber hinaus auch ein Teilabschnitt des historischen Eider-Kanals.

Gemeindegliederung

Die Ortsteile Ehlersdorf und Wakendorf sowie die Güter Dengelsberg, Georgenthal, Kluvensiek, Osterrade und Steinwehr liegen im Gemeindegebiet.<ref>Schleswig-Holstein-Topographie. Bd. 2: Boren - Ellerau. Flying-Kiwi-Verl. Junge, Flensburg 2002, ISBN 978-3-926055-68-2, S. 56.</ref>

Nachbargemeinden

Unmittelbar angrenzende Gemeindegebiet von Bovenau sind:<ref name="OSM">Relation: Bovenau (548563) bei OpenStreetMap (Version #11). Abgerufen am 20. Dezember 2021.</ref>

Bünsdorf Sehestedt Lindau
Rade Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Krummwisch
Ostenfeld Bredenbek

Geschichte

Datei:Megalithgrab Bovenau2009.jpg
Großsteingrab Bovenau, rekonstruiertes Megalithgrab
Datei:Karte von Bovenau und den Gütern Kluvensiek und Steiwehr.tif
„Karte von den adlichen Gütern Cluvensiek, Steinwehr und der Dorfschaft Bovenau“ (um 1850)

Bovenau wurde 1240 zum ersten Mal als Kirchdorf erwähnt. Der Name leitet sich vom niederdeutschen „boven de Au“ ab, was so viel wie „oberhalb der Au“ bedeutet. Auf dem Gebiet der Siedlung wurden mehrere Hügelgräber gefunden.

Gut Dengelsberg

Gut Dengelsberg wurde erst 1920 selbständig und gehörte vorher zum Gut Kluvensiek.

Gut Georgenthal

Das Gut ist seit dem Anfang des 19. Jahrhunderts ein selbständiges adliges Gut. Es wird auch heute noch landwirtschaftlich genutzt.

Datei:Herrenhaus Kluvensiek.jpg
Herrenhaus Kluvensiek
Datei:Bovenau Osterrade Herrenhaus 7985.jpg
Herrenhaus Osterrade

Gut Kluvensiek

Das Gut wurde 1450 erstmals als Besitz von Otto von Sehestedt erwähnt. Das Geschlecht erlosch im 18. Jahrhundert Danach wechselte das Gut mehrfach den Besitzer. Das heutige Herrenhaus wurde 1777 errichtet und 1837 um das zweite Geschoss erweitert.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gut Kluvensiek (Memento vom 5. Juli 2022 im Internet Archive)</ref>

Gut Osterrade

Das Gut, das heute zwischen dem Nord-Ostsee-Kanal und dem Eider-Kanal liegt, wurde im 16. Jahrhundert erbaut. Das heutige Herrenhaus wurde 1723 von Detlev von Brockdorff errichtet und später klassizistisch umgestaltet.

Schon lange symbolisiert das Baudenkmal Osterrade ländliche Lebensart für „Unox“.

Gut Steinwehr

Das Gut war ursprünglich ein Meierhof zu den Gütern Kluvensiek und Osterrade und wurde erst im Jahr 1806 selbständig. Das 1763 erbaute Herrenhaus liegt heute direkt am Nord-Ostsee-Kanal, in dem es einen eigenen Fähranleger hat. Das Gut wird auch heute noch landwirtschaftlich genutzt, vor allem für den Himbeeranbau.

Politik

Gemeindevertretung

<templatestyles src="Wahldiagramm/styles.css" />

Wahlbeteiligung: 66,1 Prozent
 %
40
30
20
10
0
34,4 %
29,3 %
32,6 %
3,6 %
KWGb
WiBc
EB:Träuptmannd
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
b Kommunale Wählergemeinschaft Gemeinde Bovenau
c Wählerinitiative Gemeinde Bovenau
d Nikolaus Träuptmann

Bei der Kommunalwahl am 14. Mai 2023 wurden insgesamt elf Sitze vergeben. Die CDU und die Wählerinitiative Gemeinde Bovenau erhielten je vier Sitze und die Kommunale Wählergemeinschaft Gemeinde Bovenau erhielt drei Sitze.

Wappen

Blasonierung: „Von Rot und Silber stufengiebelförmig schräglinks geteilt. Oben eine silberne verzierte Schale, unten ein blauer Abendmahlskelch.“ Die fünf Stufen weisen auf die fünf zur Gemeinde gehörenden Gutsbezirke hin. Bei der Schale handelt es sich um einen Fund aus einem Großsteingrab. Der Kelch wurde der Kirche 1630 von Benedict und Christina von Ahlefeld auf Gut Osterrade gestiftet und ist bis heute in Gebrauch.<ref>Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein</ref>

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauten

In der Liste der Kulturdenkmale in Bovenau stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Datei:Bovenau, An der Kirche NIK 2453.JPG
An der Kirche, ehemalige Schule

Maria-Magdalenen-Kirche

Datei:Kirche Bovenau2009.jpg
Maria-Magdalenen-Kirche in Bovenau
Datei:Bovenau An der Kirche Innen2 7965.jpeg
Kirche, Innenraum

Die Bovenauer Kirche wurde nach der Schlacht bei Bornhöved (1227) von Graf Adolf IV. von Schauenburg als „Dankeskirche“ gestiftet. Da Maria Magdalena die Tagesheilige des 22. Juli, des Tages der Schlacht, ist, wurde die Kirche ihr geweiht. Der Bau aus Feldsteinen stammt aus dieser Zeit, das bronzene, beheizbare Taufbecken aus dem 14. Jahrhundert. Nach der Einführung der Reformation trugen die Besitzer der umliegenden Güter als Kirchenpatrone zur Ausstattung der Kirche bei. Wulf Jasper von Brockdorff stiftete der Kirche mehrere Gemälde und ließ einen Anbau an der Nordseite der Kirche als Mausoleum für sich und seine Frau errichten. Ende des 18. Jahrhunderts erhielt die Kirche ihren hölzernen Kirchturm. 1844 wurde das Kircheninnere komplett umgestaltet, wobei fast alles mittelalterliche Inventar entfernt wurde und ein Kanzelaltar angeschafft. Dieser wurde 1960 durch einen schlichten Steintisch ersetzt, über dem ein Triumphkreuz aus dem 15. Jahrhundert hängt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschichte der Kirche Bovenau (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)</ref>

Wakendorfer Mühle

Der Naturerlebnisraum „Wakendorfer Mühle“ wurde 2009 vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume in Schleswig-Holstein anerkannt.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Natur wird zum Erlebnis: Naturerlebnisraum Wakendorfer Mühle in Bovenau wird durch Umweltminister von Boetticher anerkannt (Memento vom 1. Februar 2015 im Internet Archive)</ref> Dieser verläuft längs des Baches „Bovenau“ im Südosten der Gemeinde.

Eider-Kanal-Schleuse Kluvensiek

In der Nähe von Gut Kluvensiek liegt im Verlauf des ehemaligen Eider-Kanals die Schleuse Kluvensiek, eine der sechs Schleusen des Kanals. Ursprünglich war hier eine hölzerne Brücke vorhanden, die 1850 durch eine gusseiserne Klappbrücke aus der Rendsburger Carlshütte ersetzt wurde. Die Schleuse mit ehemaliger Klappbrücke wurde 2012 restauriert.<ref>Schleuse Kluvensiek restauriert. Canal-Verein, abgerufen am 13. März 2014.</ref><ref>Barbara Runtsch: Der Schleswig-Holsteinische Kanal / Eiderkanal - Kluvensiek. In: Kulturlandschaft-historisches Gutachten. Gemeinde Bovenau, September 2001, abgerufen am 13. März 2014.</ref>

Vereine

SV Grün-Weiß Bovenau e. V.

Verkehr

Bovenau liegt etwa 10 km östlich von Rendsburg an der Bundesautobahn 210 von Rendsburg nach Kiel. Nördlich des Ortes befinden sich der ehemalige Eider-Kanal mit der Schleuse bei Kluvensiek sowie der Nord-Ostsee-Kanal.

Söhne und Töchter des Ortes

Literatur

  • Chronik Bovenau. Herausgegeben von der Gemeinde Bovenau, 2007.<ref>Chronik Bovenau</ref>

Weblinks

Commons: Bovenau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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