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Mariä Himmelfahrt (Dettingen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Dettingen Kirche - panoramio.jpg
Mariä Himmelfahrt in Dettingen an der Iller

Mariä Himmelfahrt ist eine römisch-katholische Pfarrkirche im Stil der Neorenaissance in Dettingen an der Iller. Kirche und Pfarrei sind Teil der Seelsorgeeinheit Iller im Landkreis Biberach in Oberschwaben.

Geschichte

Gemeinsam mit einem weiteren dem Heiligen Vitus und der Heiligen Agatha geweihten Kirchenbauwerk, Filialkirche der Seelsorgeeinheit, auf Unterdettinger Gemarkung an der Ortsstraße Richtung Kleinkellmünz wurde eine Vorgängerkriche 1275 erstmals im liber decimationis, dem Verzeichnis des Kreuzzugszehnten des Bistums Konstanz erwähnt.

Die heutige Kirche wurde ab 1911 errichtet; der Bauplan der Kirche stammte von dem Architekten Ulrich Pohlhammer. Die Grundsteinlegung fand am 28. April 1912 statt. Der damalige Pfarrer Alois Eisenbarth segnete am 27. März 1913 die neu erbaute Kirche. Die Gesamtbaukosten der Kirche betrugen 150.000 Mark. Durch großzügige Zuwendungen mussten nur 21.000 Mark als Darlehen aufgenommen werden, das schon 1923 zurückgezahlt wurde. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges verhinderte die Konsekration der Kirche durch den Bischof. Sie wurde am 22. Mai 1925 durch Bischof Paul Wilhelm von Keppler nachgeholt. Seine Predigt lautete an diesem Tag: Warum bauen wir Kirchen?

Die alte Oberdettinger Kirche wurde abgebrochen und verkauft. An ihrem Standort wurde, nach den Vorschriften des Konzils von Trient, ein Kreuz errichtet. Dort befindet sich heute der Gemeindekindergarten St. Maria.

Bauwerk und Ausstattung

Datei:Mariä Himmelfahrt (Dettingen).JPG
Mariä Himmelfahrt

Die Kirche besteht aus einem Langhaus mit flacher Kassettendecke. Vor dem halbrund schließenden Chor befindet sich ein Querhaus mit kassettiertem Tonnengewölbe. Vor dem Querhaus auf der südlichen Seite befindet sich die klassizistische Kanzel.

Die Kirche ist von einer meterhohen Mauer umgeben. Der Turm der Kirche ist 42 Meter hoch.

Datei:Mariä Himmelfahrt (Dettingen)f.JPG
Hochaltar

Die neoklassizistischen Altäre wurden nach Entwürfen von Franz Müller aus Saulgau geschaffen. Sie beziehen sich thematisch auf die Kirchenpatronin Maria. Der rechte Seitenaltar hat Mariä Verkündigung zum Thema und der linke Seitenaltar Christi Geburt. Der Hochaltar wird flankiert von den Figuren der Eltern Marias, Anna und Joachim. Die Altarblätter stammen von Karl Baumeister aus München.

Die Ausmalung der Kirche schuf der Maler Wilhelm Ettle (* 1879) aus Ellwangen.

Die Orgel stammt von der Orgelbaufirma Albert Reiser aus Biberach.

Weitere Handwerker

  • Schmiedearbeiten von Xaver Sieber und Adolf Kirchenmaier, Dettingen
  • Schreinerarbeiten von Paul Merk, Dettingen
  • Schlosserarbeiten von Gustav Lehle und Josef Maier, Dettingen

Literatur

  • Siegfried Krezdorn: 1100 [Elfhundert] Jahre Dettingen an der Iller. Vom reichsritterschaftlichen Bauerndorf zur modernen Landgemeinde. Gemeinde Dettingen an der Iller, Dettingen 1976.

Weblinks

Commons: Mariä Himmelfahrt (Dettingen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 48° 6′ 18,4″ N, 10° 6′ 53,9″ O

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