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Marguerite Gérard

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Datei:Dumont - Marguerite Gérard.jpg
François Dumont: Porträt von Marguerite Gérard, Öl auf Leinwand, 1793

Marguerite Gérard (* 28. Januar 1761 in Grasse; † 18. Mai 1837 in Paris) war eine französische Malerin und Radiererin. Ihre Werke sind dem Klassizismus zuzuordnen. Sie zählte neben Élisabeth Vigée-Lebrun (1755–1842), Adélaïde Labille-Guiard (1749–1803) und Angelika Kauffmann (1741–1807) zu den bekanntesten Malerinnen ihrer Zeit.

Leben

Gérard war das jüngste von sieben Kindern.<ref name="nmwa-spotlight">Royalists to Romantics: Spotlight on Marguerite Gérard. In: nmwa.org. 3. April 2012, abgerufen am 5. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ihre frühe Lebenszeit war von einem einschneidenden Ereignis geprägt, als ihre Mutter 1775 starb und die Familie in Paris lebte.<ref name="nmwa-spotlight" /> Statt zu ihrem Vater, einem Parfümhersteller in Grasse, zurückzukehren, zog sie in den Haushalt ihrer Schwester Marie-Anne und ihres Schwagers, des bekannten Rokoko-Malers Jean-Honoré Fragonard.<ref name="nmwa-spotlight" /> Sie bekam ihre ersten Zeichenstunden bei Fragonard, der ihr eindringlich zur Fortsetzung des Studiums riet. Eine Zusammenarbeit der beiden ist vielfach belegt. In dieser künstlerisch stimulierenden Umgebung entwickelte sie ihre Fähigkeiten und wurde schnell ein integraler Bestandteil von Fragonards Atelier.<ref name="nmwa-spotlight" /> Bereits mit siebzehn Jahren war sie aktiv in der Kunstwelt und gravierte, wobei sie komplexe Themen visuell interpretierte.<ref name="rosenberg2006">Rosenberg, P. (2006). Franklin and Fragonard. Proceedings of the American Philosophical Society, 150(4), 575-590.</ref> Gérard blieb zeitlebens unverheiratet und widmete ihr Leben der Kunst, was zu dieser Zeit für Frauen ihrer Klasse nicht ungewöhnlich war.<ref name="nmwa-spotlight" /> Trotz der begrenzten Möglichkeiten für Frauen in der akademischen Kunstwelt war Gérard tief in die aristokratische Kultur integriert und wurde als professionelle Künstlerin anerkannt.<ref name="chrism2012">Chrisman-Campbell, K. (2012). Royalists to Romantics: Women Artists from The Louvre, Versailles, and Other French National Collections. Woman's Art Journal, 33(2), 62-64.</ref>

Wirken

Gérard etablierte sich als eine führende Künstlerin der französischen Kunstszene Ende des 18. Jahrhunderts.<ref name="nmwa-spotlight" /><ref name="chrism2012" /> Ihre künstlerische Laufbahn begann sie mit Gravuren nach Fragonards Gemälden, wie etwa die 1778 entstandene Darstellung zu Ehren von Benjamin Franklin.<ref name="rosenberg2006" /> Bald erweiterte sie ihr Repertoire auf Ölgemälde.<ref name="nmwa-spotlight" /> In den 1780er-Jahren entwickelte sie eine Reihe mittelgroßer Genreszenen im Stil der niederländischen Meister des 17. Jahrhunderts.<ref name="nmwa-spotlight" />

Ab 1799 stellte Gérard regelmäßig in den Pariser Salons aus und erhielt für drei ihrer über vierzig eingereichten Werke Auszeichnungen; eines ihrer bekanntesten Gemälde wurde 1808 von Napoleon persönlich erworben.<ref name="nmwa-spotlight" /> Neben der Malerei beschäftigte sich Gérard auch mit Buchillustrationen, darunter für Les liaisons dangereuses von Choderlos de Laclos aus dem Jahr 1796.<ref name="nmwa-spotlight" /> Ihr Œuvre umfasst auch mindestens fünfunddreißig intime Porträts von Künstlern, Schauspielern und Mäzenen sowie Genrebilder, die häufig Szenen häuslicher Mutterschaft darstellen, ein Thema, das in ihrer Zeit besonders populär war.<ref name="nmwa-spotlight" /> Ein spezifisches Beispiel ihrer Zusammenarbeit mit Fragonard ist das Gemälde Die ersten Schritte, welches ihre gemeinsamen Techniken und stilistischen Ansätze widerspiegelt.<ref>Williams, E. (2015). Jean-Honoré Fragonard: Two Drawings from the 1780s in the Fogg. Master Drawings, 503-506.</ref> Gérards Arbeiten zeichnen sich durch eine feine Detailgenauigkeit und eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema weiblicher Intimität aus.<ref name="nmwa-spotlight" />

Werke (Auswahl)

Weblinks

Commons: Marguerite Gérard – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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