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Mardschaʿ-e Taghlid

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Datei:Husain Borujerdi (140).jpg
Der letzte Mardschaʿ-e taghlid Hossein Borudscherdi

Mardschaʿ-e Taghlid (persisch مرجع تقليد, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), von arabisch مرجع التقليد {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) bedeutet absolute Quelle/Instanz der Nachahmung und ist die höchste Bezeichnung eines zwölfer-schiitischen Religionsgelehrten für das Amt des höchsten Juristen.

Entstehung

Mit Ausbildung der religiösen Hierarchie im 19. Jahrhundert trat im Iran, neben der Abstufung innerhalb der religiösen Titel (siehe Mullah), auch erstmals eine absolute und einzigartige Autorität hervor, der Mardschaʿ, dessen Entscheidung der Gläubige blindlings, wie Heinz Halm schreibt, folgt (siehe Taqlid).<ref name="Hal">Heinz Halm: Die Schiiten. Beck 2005. Seite 86</ref>

Mardscha oder Großajatollah

Es gibt keinen formalen Prozess, einem bedeutenden religiösen Gelehrten den Titel eines Mardschaʿ oder Mardschaʿ-e Taghlid zu verleihen. Konsens besteht jedoch darin, dass der Mardschaʿ eine umfassende juristische Abhandlung über die Scharia verfasst haben muss. Selbst hochgeschätzte Theologen, Koran-Kommentatoren oder islamische Philosophen werden nicht mit diesem Titel bedacht.<ref>SHIʿITE DOCTRINE ii. Hierarchy in the Imamiyya. Encyclopædia Iranica, abgerufen am 21. Dezember 2012</ref> In der schiitischen Geschichte wurden ab dem 19. Jahrhundert übergeordnete Ajatollahs als Mardschaʿ bezeichnet, ab den 1920er Jahren etablierte sich für Mardschaʿ der Begriff Großajatollah.<ref name="Hal" /> In der jüngeren Geschichte wurden einige Ajatollahs, jedoch nur von ihren Anhängern, als mardschaʿ-e Taghlid bezeichnet, so z. B. Ruhollah Chomeini (Iran), Abu l-Qasim al-Choei (Irak) oder Muhammad Hussein Fadlallah (Libanon).

Obwohl jeder Mardscha auf derselben Stufe der religiösen Hierarchie steht, gab es meist einen Mardscha, der mehr Autorität besaß als die anderen. Wer dieser Mardscha war, wurde entsprechend der Tradition vom Monarchen bestimmt. Nach dem Tod des „obersten Mardscha“ schrieb der Schah ein Kondolenzschreiben an einen der Geistlichen. Der Geistliche, der den Kondolenzbrief des Schahs erhielt, konnte den Titel des ranghöchsten Geistlichen für sich in Anspruch nehmen.<ref>Andrew S. Cooper: The Fall of Heaven. New York, 2016, S. 107.</ref>

Mardschaʿ-e taghlid

Bisher wurden als mardschaʿ-e Taghlid von allen Schiiten anerkannt:

Literatur

  • Heinz Halm: Die Schia. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1988, ISBN 3-534-03136-9.
  • Wilfried Buchta: Schiiten. Kreuzlingen/München 2004, ISBN 3-7205-2491-4.
  • Devin J. Stewart: “Islamic Juridical Hierarchies and the Office of Marjiʿ al-Taqlid” in L. Clarke (ed.). Shiʿite Heritage: Essays on Classical and Modern Traditions. Binghamton, N.Y., 2001. S. 137–57.

Einzelnachweise

<references/>