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Maria Teresa von Luxemburg

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Großherzogin Maria Teresa (2009)

María Teresa Mestre Batista (* 22. März 1956 in Havanna, Kuba) ist die Ehefrau des bis 2025 amtierenden Großherzogs Henri beziehungsweise die Mutter des seitherigen Großherzogs Guillaume V. von Luxemburg.

Leben

Sie kam als Tochter des José Antonio Mestre Álvarez (1926–1993) und der María Teresa Batista y Falla (1928–1988) zur Welt. Ihre Eltern verließen Kuba im Oktober 1959 und gingen nach New York City. Einige Jahre später zogen sie nach Genf, wo Maria Teresa verschiedene Schulen besuchte, 1975 ihr Abitur ablegte und 1980 ihr Studium der Politikwissenschaft abschloss.

Ihre Muttersprache ist Spanisch, außerdem spricht sie Luxemburgisch, Französisch, Deutsch, Englisch und Italienisch.

Ehe und Familie

Luxemburger Großherzogsfamilie
SKH Großherzog Guillaume V.
IKH Großherzogin Stéphanie
SKH Großherzog Henri
IKH Großherzogin Maria Teresa
  • IKH Prinzessin Joan

Ihren späteren Mann Großherzog Henri lernte sie während des Studiums an der Universität Genf kennen.

Sie und ihr Gatte Henri heirateten am 14. Februar 1981 und haben gemeinsam fünf Kinder sowie acht Enkelkinder:

Ehrenamtliches Engagement

Seit 1997 ist Maria Teresa UNESCO-Botschafterin des guten Willens und engagiert sich in der Entwicklungshilfe. Sie unterstützt besonders Muhammad Yunus, den Begründer der Mikrokredite, sowie das Kriegsopfer Kim Phuc aus Vietnam, das mittlerweile ebenfalls als Botschafterin des guten Willens arbeitet. Zu Großherzogin Maria Teresas Anliegen in der Entwicklungshilfe gehören die Betreuung von AIDS-Waisen in Afrika sowie das Engagement gegen den Einsatz von Kindersoldaten und den Menschenhandel. Seit Anfang 2005 ist sie Präsidentin des Luxemburgischen Roten Kreuzes, sie sitzt auch einer luxemburgischen Stiftung zur Unterstützung der Krebsforschung vor und ist Schirmherrin der luxemburgischen Sektion des Kinderhilfswerkes SOS-Kinderdorf. Außerdem ist sie Mitglied des Ehrenkomitees der Paralympics und setzt sich gegen Kindesmissbrauch im Internet ein.

Waringo-Bericht

Ein 2019 von der luxemburgischen Regierung aufgrund von frequenten Personalwechseln am Hofe in Auftrag gegebener und Anfang 2020 erschienener Prüfbericht dokumentiert enorme Missstände am Hofe des Großherzogs. Insbesondere die Person von Maria Teresa steht in der Kritik. Der frühere hochrangige luxemburgische Steuerbeamte Jeannot Waringo deckt in seinem Bericht auf, dass private und institutionelle Aktivitäten nicht getrennt werden, eine Buchhaltung über Ausgaben und Unkosten fehle und so die Trennung der Finanzierung offizieller Aufgaben und der Verwaltung privater Güter nicht gegeben sei. Zudem verweist der Bericht auf ein Klima der Angst am Hofe und eine Personalpolitik, die keinen Platz für kritische Stimmen und andere Meinungen lasse, was auch den frequenten Personalwechsel erkläre: In nur fünf Jahren haben – altersbedingte Abgänge nicht mitgezählt – 51 Mitarbeiter des Hofstaats ihren Posten verlassen, viele davon haben selbst um Versetzung gebeten.<ref>Jochen Zenthöfer: Luxemburg: Großherzog Henri in der Kritik nach Prüfbericht – DER SPIEGEL – Politik. Abgerufen am 5. Februar 2020.</ref> Der luxemburgische Journalist Pol Schock stellt fest, dass Maria Teresa zwanzig Jahre lang davon profitiert habe, dass der großherzogliche Hof im Grund ein rechtsfreier Raum gewesen sei, und verweist sogar auf Fälle physischer Gewalt.<ref>RTL-Presseclub vum 2. Februar – Waringo-Rapport: Journalist Pol Schock schwätzt vu physescher Gewalt um Haff. Abgerufen am 5. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Zeitung Tageblatt spricht von einem chaotischen und von Willkür geprägten Umgang des Hofs mit seinem Personal und stellt fest, dass insbesondere Maria Teresa ihre konstitutionellen Grenzen überschreite.<ref>Jeannot Waringo wurde bei seinen Recherchen vom Hof blockiert. 31. Januar 2020, abgerufen am 5. Februar 2020.</ref> Laut dem Reporter gingen die Missstände auf eine Reform des Hofstaates von 2016 zurück, als der Hofmarschall entmachtet und ihm ein Generalmanager und ein Kabinettschef zur Seite gestellt wurden, wobei insbesondere die Aufgaben des Generalmanagers nicht klar definiert waren. Faktisch sei es die Großherzogin gewesen, die entscheide, wer eingestellt, wer entlassen und wer versetzt werde.<ref>Laurent Schmit: Die gescheiterte Modernisierung des Hofes. Abgerufen am 5. Oktober 2025.</ref>

Auszeichnungen

Vorfahren

Ahnentafel María Teresa
Urgroßeltern

Francisco Mestre
⚭ 1894
Matilde Ramos-Almeyda

Lucas Alvarez
(1868–1940)
⚭ 1895
Narcisa Tabió
(1878–1942)

Melchior Batista
(1859–1932)
⚭ 1883
Julia González
(1860–1934)

Laureano Falla
(1859–1929)
⚭ 1889
Maria Dolores Bonet
(1863–1949)

Großeltern

Jose Antonio Mestre (1897–1961)
⚭ 1924
Maria Narcisa Alvarez (1899–?)

Augustin Batista (1899–1968)
⚭ 1926
Maria Teresa Falla (1898–1973)

Eltern

José Antonio Mestre (* 1926)
⚭ 1951
Maria Teresa Batista (1928–1988)

María Teresa (* 1956)

Weblinks

Commons: Maria Teresa, Großherzogin von Luxemburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

VorgängerinAmtNachfolgerin
Joséphine Charlotte von BelgienGroßherzogin von Luxemburg
2000–2025
Stéphanie von Luxemburg

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