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Joséphine Charlotte von Belgien

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Datei:Joséphine-Charlotte vun der Belsch.jpg
Josephine Charlotte von Belgien (1976)

Joséphine Charlotte von Belgien (eigentlich Joséphine-Charlotte Stéphanie Ingeborg Elisabeth Marie-José Marguerite Astrid<ref name=":0">Scott: Princess Joséphine-Charlotte of Belgium, Grand Duchess of Luxembourg. In: Unofficial Royalty. 17. Januar 2015, abgerufen am 25. April 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>; * 11. Oktober 1927 im Königlichen Palast in Brüssel; † 10. Januar 2005 auf Schloss Fischbach in Luxemburg) war eine Prinzessin von Belgien aus dem Haus Sachsen-Coburg und Gotha, durch Heirat Großherzogin von Luxemburg, Herzogin von Nassau, sowie die Mutter des Luxemburger Großherzogs Henri. Sie war die Schwester der beiden belgischen Monarchen Baudouin und Albert II.

Frühe Jahre

Datei:Queen Astrid of the Belgians with her daughter Joséphine-Charlotte.jpg
Joséphine Charlotte mit ihrer Mutter Astrid in den 1930er Jahren
Datei:Belgique - Parc de Wisterzée - Reine Astrid - 03.jpg
Königin Astrid, Mutter von Joséphine Charlotte (Büste in Court-Saint-Étienne)

Prinzessin Joséphine Charlotte war das erste Kind von Belgiens König Leopold III. und Prinzessin Astrid von Schweden. Sie wurde rund einen Monat nach ihrer Geburt getauft, ihre Paten waren ihr Onkel Prinz Charles, Graf von Flandern und ihre zukünftige Schwiegermutter, Großherzogin Charlotte von Luxemburg.<ref name=":1">Scott: Wedding of Grand Duke Jean of Luxembourg and Princess Joséphine-Charlotte of Belgium. In: Unofficial Royalty. 19. Juni 2017, abgerufen am 25. April 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Sie erhielt ihren Namen nach Joséphine de Beauharnais, einer Vorfahrin ihrer Mutter<ref name=":2">Luxembourg's Royals, part 3: Grand Duchess Joséphine-Charlotte (1964-2000). Abgerufen am 25. April 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> sowie nach Prinzessin Joséphine von Belgien, einer Schwester ihres Großvaters König Albert I.

Prinzessin Astrid galt als hingebungsvolle und fürsorgliche Mutter<ref>May: The Cross of Laeken: Josephine-Charlotte, Princess of Belgium, Grand Duchess of Luxembourg. In: The Cross of Laeken. 4. Juni 2009, abgerufen am 25. April 2020.</ref> und so verlebte Joséphine Charlotte, im Familienkreis „little Jo“ gerufen<ref name=":3">Grand Duchess Joséphine-Charlotte of Luxembourg. 11. Januar 2005, ISSN 0307-1235 (telegraph.co.uk [abgerufen am 25. April 2020]).</ref>, eine unbeschwerte Kindheit. Sie lebte bis zur Thronbesteigung ihres Vaters im Jahr 1934 auf Schloss Stuyvenberg. Im Königlichen Palast in Brüssel organisierte man eigens für die Prinzessin eine Schulklasse, die sie bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges besuchte.

Am 29. August 1935 verlor sie im Alter von sieben Jahren ihre Mutter, die bei einem Autounfall in der Schweiz ums Leben kam. Joséphine Charlotte versuchte ab diesem Zeitpunkt als Älteste die Mutterrolle für ihre beiden Brüder zu übernehmen. Nach dem Tod ihrer Mutter intensivierte sich auch die Beziehung zu ihrem Vater Leopold, zu dessen Stütze sie wurde.<ref name=":1" /><ref name=":4">Cheryl Ciucevich: Princess Palace: Today's Princess: Josephine Charlotte of Belgium. In: Princess Palace. 9. Januar 2015, abgerufen am 25. April 2020.</ref> Ihre Großeltern mütterlicherseits, Prinz Carl von Schweden und seine Frau Ingeborg, übernahmen ab diesem Zeitpunkt einen Teil der Erziehung ihrer Enkel.

Im Jahr 1941 heiratete Leopold III. seine zweite Frau Mary Lilian Baels, aus der Ehe gingen Joséphine Charlottes Halbgeschwister Marie-Christine, Marie-Esmeralda und Alexandre, dessen Patin sie wurde, hervor. Das Verhältnis zu ihrer Stiefmutter galt als eng.<ref name=":1" />

Jugend und Ausbildung

1940 besuchte sie zunächst ein Internat und erhielt ab 1942 Privatunterricht. Am 7. Juni 1944, dem Tag nach der alliierten Landung in der Normandie, wurden Prinzessin Joséphine Charlotte und ihr Vater, König Leopold, nach Deutschland deportiert und unter Hausarrest gestellt. Nach der Befreiung am 7. Mai 1945 zog die königliche Familie nach Pregny, in der Nähe von Genf, wo die Prinzessin ihr Studium an der École Supérieure de Jeunes Filles fortsetzte. Sie nahm Kurse in Kinderpsychologie bei Jean Piaget an der Universität Genf.

1949 war es ihr erlaubt, nach Belgien zurückzukehren, wo sie sich für die Wiederherstellung des Rufs ihres Vaters und seine Rückkehr auf den Thron einsetzte.<ref name=":0" /> Sie widmete sich besonders sozialen Problemen und den Künsten, neben ihren offiziellen Aufgaben als Repräsentantin des Königshauses. 1951 dankte Leopold III. zugunsten von Joséphine Charlottes nächstjüngeren Bruder Baudouin ab. Nach seinem Ableben 1993 folgte ihm der jüngere Bruder Albert.

Heirat

Im Oktober 1952 verlobte sich Prinzessin Joséphine Charlotte mit Erbgroßherzog Jean, dem ältesten Sohn der Großherzogin Charlotte von Luxemburg und Prinz Felix von Bourbon-Parma. Die Verbindung wurde maßgeblich von Großherzogin Charlotte und Joséphine Charlottes Großmutter Elisabeth geschaffen, galt aber als sehr glücklich.<ref>Saad719: Wedding of Hereditary Grand Duke Jean of Luxembourg and Princess Josephine Charlotte of Belgium. In: The Royal Watcher. 9. April 2017, abgerufen am 25. April 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die zivile Trauung erfolgte am 9. April 1953 im Großherzoglichen Palast, die religiöse in der Kathedrale von Luxemburg.<ref name=":1" /> Nach der Hochzeit und einer ausgedehnten Reise durch Afrika ließ sich das Paar auf Schloss Betzdorf nieder<ref name=":2" />, wo auch die fünf gemeinsamen Kinder aufwuchsen:

Wirken als Großherzogin

Datei:GD Jean of Luxembourg and his wife Josephine-Charlotte 1964-11-12.jpg
Großherzogin Joséphine Charlotte und Großherzog Jean am Tag der Inthronisation (1964)

Am 12. November 1964 dankte Großherzogin Charlotte ab, sodass Jean und Joséphine Charlotte Großherzog und Großherzogin von Luxemburg wurden. Sie siedelten von Schloss Betzdorf nach Schloss Berg über, der traditionellen Hauptresidenz der Großherzöge.

Als geborene belgische Prinzessin brachte Joséphine Charlotte eine Fülle von Eleganz, Geschmack und Raffinesse mit in ihr Amt.<ref>Grossherzogin von Luxemburg | Grand Duchess Josephine Charlotte | Diademe de la Grande-Duchesse du Luxembourg. Abgerufen am 25. April 2020.</ref> Neben der Erziehung ihrer fünf Kinder zeigte sie besonderes Interesse für die Kultur, Kinderbetreuung, Familien- und Gesundheitspolitik und war Schirmherrin mehrerer karitativer und philanthropischer Organisationen. Von 1969 bis zu ihrem Tod im Jahr 2005 war sie Vorsitzende des Luxemburgischen Roten Kreuzes sowie dessen Jugendabteilung.<ref name=":3" /> Sie wurde Ehrenpräsidentin des Philharmonischen Orchesters von Luxemburg und beaufsichtigte die fünf Jahre andauernde Restaurierung des Großherzoglichen Palastes von 1991 bis 1996.<ref name=":0" /> Zu ihren Interessen zählten auch Gartenarbeit und Gartenbau. In ihrer Freizeit betrieb die Großherzogin vor allem Winter- und Wassersportarten und Betätigungen in der Natur wie das Jagen und Angeln.<ref name=":4" />

Datei:Staatsbezoek Groothertog en Groothertogin Luxemburg aan ons land. De koninklijke, Bestanddeelnr 920-6926.jpg
Staatsbesuch von Königin Juliana der Niederlande (1967)

Am 7. Oktober 2000 dankte Jean für seinen ältesten Sohn Henri ab. Er und Joséphine Charlotte bezogen das Schloss Fischbach im Zentrum Luxemburgs. 2003 wurde berichtet, dass bei Joséphine-Charlotte Krebs diagnostiziert worden sei, die geplanten Feierlichkeiten zum 50. Hochzeitstag des Paares wurden abgesagt. Sie starb am 10. Januar 2005 im Alter von 77 Jahren an einem Krebsleiden<ref>Großherzogin Josephine-Charlotte verstorben in: Spiegel Online vom 10. Januar 2005 (online, abgerufen am 16. April 2011)</ref> im Kreise ihrer Familie auf Schloss Fischbach. Die Beerdigung fand unter großer Anteilnahme des europäischen Hochadels statt.<ref name=":0" /> Ihre letzte Ruhestätte befindet sich entsprechend ihren Wünschen in der Krypta der Kathedrale von Luxemburg. Großherzog Jean starb 2019 im Alter von 98 Jahren.<ref>Message de Son Altesse Royale le Grand-Duc - Cour Grand-Ducale de Luxembourg - Avril 2019. Abgerufen am 25. April 2020.</ref>

Literatur

Weblinks

Commons: Joséphine Charlotte von Belgien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/>

VorgängerAmtNachfolgerin
Felix von Bourbon-ParmaGroßherzogin von Luxemburg
1964–2000
Maria Teresa Mestre

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