Mangan(III)-acetylacetonat
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| Strukturformel von Mn(acac)3 | |||||||||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Mangan(III)-acetylacetonat | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C15H21MnO6 | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
schwarzer Feststoff<ref name="Sigma" /> | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 352,3 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest<ref name="Sigma" /> | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
159–161 °C (Zersetzung)<ref name="Sigma" /> | ||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
Mangan(III)-acetylacetonat (Mn(acac)3) ist ein Komplex des Mangans der Oxidationsstufe +3, mit Acetylacetonat als Ligand.
Gewinnung und Darstellung
Mangan(III)-acetylacetonat wird aus einem Mangan(II)-Salz, Kaliumpermanganat und Acetylaceton hergestellt.
Bei der Reaktion entsteht zunächst als Zwischenprodukt Mangan(II)-acetylacetonat:
- <math>\mathrm{Mn^{2+} + 2\ CH_3COCH_2COCH_3 \longrightarrow }</math><math>\mathrm{ 2 \ H^+ + Mn(CH_3COCHCOCH_3)_2}</math>
Durch die Reaktion von Mn(II) und Mn(VII) entsteht Mn(III):
- <math>\mathrm{Mn(VII) + 4\ Mn(II) \longrightarrow 5\ Mn(III)}</math>
Gesamtreaktion:
- <math>\mathrm{4\ Mn^{2+} + MnO_4^- + 15\ CH_3COCH_2COCH_3 \longrightarrow}</math><math>\mathrm{ 5\ Mn(CH_3COCHCOCH_3)_3 + 4\ H_2O + 7\ H^+}</math>
Durch Zugabe von Natriumacetat wird die entstehende Säure gepuffert. Des Weiteren sorgt es für die Verschiebung des Gleichgewichtes in der Enol-Keto-Tautomerie des Acetylaceton.
Durch die schwach basische Eigenschaft des Natriumacetats wird die Enol-Form deprotoniert und das Acetylaceton in seine Anionische Form überführt. Somit stabilisiert es das d4-Konfigurierte Mangan-Ion durch Komplexbildung.
Eigenschaften
Mangan(III)-acetylacetonat ist ein schwarzes, kristallines, in Wasser unlösliches Pulver. Der elektronischen Struktur nach, bildet es einen High Spin-Komplex aus.<ref name="HoWi2007">A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1, S. 1616–1617.</ref> Die Struktur ist aufgrund des Jahn-Teller-Effektes oktaedrisch verzerrt. Dieser kann entweder oktaedrisch-gestaucht oder oktaedrisch-gestreckt sein. Bei der Streckung, betragen die Längen zweier Mn-O-Bindungen 2,12 Å, wobei die vier anderen nur 1,93 Å betragen. Bei der Kompression, betragen die Längen zweier Mn-O Bindungen 1,95 Å, während die anderen vier Bindungslängen 2,00 Å betragen.
Verwendung
Mangan(III)-acetylacetonat wird zur Oxidation von Phenolen, β-Dicarbonylverbindungen und Thiolen verwendet.<ref name="Sigma" />
Literatur
- J. Derek Woollins: Inorganic Experiments. Wiley-VCH, Weinheim 1994, ISBN 3-527-29253-5, S. 118–119.
- F. Albert Cotton, Geoffrey Wilkinson, Carlos A. Murillo, Manfred Bochmann: Advanced Inorganic Chemistry. 6th ed. Wiley-Interscience, New York 1999, ISBN 0-471-19957-5.
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
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- Gesundheitsschädlicher Stoff bei Verschlucken
- Hautreizender Stoff
- Augenreizender Stoff
- Atemwegsreizender Stoff
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Manganverbindung
- Acetylacetonat