Manfred Mohr (Künstler)
Manfred Mohr (* 8. Juni 1938 in Pforzheim) ist ein deutscher Digitalkünstler mit internationalem Renommee. Er gilt als Pionier der computergenerierten Kunst.<ref name="jitter">Andreas Rauth: Mein Leben dreht sich um diesen Punkt … Interview mit dem Computer-Kunst-Pionier Manfred Mohr. In: jitter-magazin.de. Andreas Rauth, 14. Juli 2016, abgerufen am 17. November 2019.</ref> 1971 hatte er im Musée d’art moderne de la Ville de Paris die weltweit erste museale Einzelausstellung,<ref name="zeit" /> in der ausschließlich an einem Digitalcomputer erzeugte und vollautomatisch gezeichnete Bilder präsentiert wurden.<ref name="zkm">Der Algorithmus des Manfred Mohr. In: zkm.de. ZKM Zentrum für Kunst und Medien, abgerufen am 21. November 2019.</ref> Seit Mitte der 1970er Jahre beschäftigt er sich ausschließlich mit der geometrischen Form des Würfels in verschiedenen Dimensionen.<ref name="zeit" />
Musik
In den Anfängen seiner künstlerischen Entwicklung drückte sich Mohr parallel in der Malerei und in seiner Musik aus. Er spielte in mehreren Bands<ref name="pfz" /> als Jazzmusiker<ref name="zeit" /> Tenorsaxophon<ref name="pfz" /> und Oboe.<ref name="kurtz"></ref> 1957 besuchte er die Kunst + Werkschule Pforzheim, an der er sich mit Gold- und Silberschmiedekunst und Malerei beschäftigte.<ref name="pfz" /> Der enge Kontakt zu seinem Professor Reinhold Reiling und dem Grafiker Rainer Mürle sollte ihn schließlich in seiner Entscheidung unterstützen, sich der freien Kunst zu widmen.<ref name="gold" /> 1959 gründete er mit Jürgen Leudolph einen privaten Jazztreff im Keller einer ehemaligen Metzgerei. An der Kunstschule nahm Mohr eine Schallplatte auf.<ref name="kurtz" /> Bevor Mohr sich vollends der bildenden Kunst widmete, lebte er als reisender Musiker.<ref name="zeit" /> 1962 erhielt er den Kunstpreis der Stadt Pforzheim.<ref name="pfz"></ref> In dieser Zeit malte Mohr im Stil des Abstrakten Expressionismus.<ref name="kurtz" /> Der Preis beinhaltete ein einjähriges Auslandsstipendium, wofür er sich an der Partnerschule in Barcelona anmeldete, dort aber nie einen Kurs besuchte. Stattdessen schloss sich Mohr der Rock-Band des Sängers<ref name="kurtz" /> Rocky Volcano an und tourte zwei Jahre durch Spanien.<ref name="kurtz" /><ref name="hp-50">Manfred Mohr – Celebrating my 50 Year Aniversary (1969–2019) of Creating Computer Generated Art by Writing Algorithms. From random walks to algorithmic modulations, my history of writing algorithms. In: emohr.com. Manfred Mohr, abgerufen am 17. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Musiker nahmen mehrere Schallplatten auf und boten auf der Bühne „geplanten Unsinn“, so Mohr. Mehrfach wurde er von der spanischen Polizei verhaftet. Nach seinem Auslandsaufenthalt kehrte er erst einmal nach Pforzheim zurück, wo er sich wieder der bildenden Kunst widmete.<ref name="kurtz" />
Was er in der Musik nicht ausdrücken konnte, versuchte er in der Malerei zu finden.<ref name="pfz" /> Noch Jahrzehnte später, als erfolgreicher Digitalkünstler, bezeichnete Mohr sich als Musiker, der keine Musik macht. Für seine Werke fand er Beschreibungen voller Analogien auf die Welt der Musik; „Klang im Raum“, „unglaubliche Rhythmen, die man so nicht erfinden kann“, „ähnlich dem Kontrapunkt zu einer Tonfolge in der Musik“. Es entstand die Hypothese, dass seine computergenerierten Bilder Klangimprovisationen sind, die über das Auge „hörbar“ sind.<ref name="kurtz" /> Mohrs Ziel ist es, die Rationalität und Ausdrucksstärke der Musik auch in die abstrakte Kunst zu übertragen.<ref name="post" /> „Als Musiker kann man eine Melodie aufschreiben und weiß, wie sie klingen wird. In der abstrakten Kunst hingegen, gibt es keine Kontrolle. Du musst Glück haben.“ (<templatestyles src="Person/styles.css" />Manfred Mohr: frei übersetzt aus dem Englischen<ref name="post" />)
Digitalkunst
„Genauigkeit wird zum Gestaltungsmittel.“
In den frühen 1960er Jahren begann Mohr seine Karriere als Action-Maler, wobei er durch die frühen Arbeiten von K. R. H. Sonderborg beeinflusst wurde.<ref name="hp-50" /> 1961 arbeitete Mohr noch plastisch, z. B. beim Werk Zerreissprobe, in dem er einen schwarzen Nylonstrumpf seiner Freundin über eine weiße Holzplatte spannte. Doch schon bald setzte sich das Binäre in seinen Arbeiten durch.<ref name="kurtz" /> Seine frühen Werke seit 1962<ref name="zeit" /> waren konsequent in Schwarz-Weiß gemalt, Grau kam fast<ref name="zeit" /> nicht vor. Der Kontrast zweier Gegensätze inspirierte ihn. Daraus lässt sich eine Parallele zur Musik schließen, der Status von Ton und Nichtton,<ref name="pfz" /> von Ton und Pause, wie in der Musik Anton Weberns.<ref name="jitter" /> Eben dieses Thema findet sich auch in der digitalen Kunst wieder, die auf die Computertechnik von 0 und 1 zurückgeht.<ref name="pfz" /> Mohr möchte nichts sagen, was nicht exakt zu sagen ist. „Herkömmliche Kunst muss es nicht genau nehmen. Bei mir muss es aber stimmen. Bei mir verlässt man sich auch darauf, dass es stimmt.“ (<templatestyles src="Person/styles.css" />Manfred Mohr: <ref name="zeit" />)
Zum Wintersemester 1963/64 zog er nach Paris und besuchte die École des Beaux Arts.<ref name="kurtz" /> Sein Malstil entwickelte sich in diesen Jahren vom Abstrakten Expressionismus zur „Gegenbewegung“, der geometrischen Hard-Edge-Malerei.<ref name="carroll">Manfred Mohr. In: carrollfletcher.com. Carroll/Fletcher, abgerufen am 17. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 1965 erhielt er den Schulpreis für Lithografie, doch reizte ihn der Unterricht im Großen und Ganzen wenig.<ref name="kurtz" />
Im Jahr 1967 lernte Mohr Pierre Barbaud kennen, einen Pionier für computergenerierte Musik. Das inspirierte ihn, Computer für die Produktion künstlerischer Werke einzusetzen.<ref name="zkm" /> Zwischen den beiden Männern sollte eine lebenslange Freundschaft entstehen.<ref name="kurtz" /> Ersten Zugang zu einem Computer erhielt Mohr 1968 an der Universität Vincennes. Dort führte er zu später Stunde Rechnungen für Bilder durch, die er später per Hand umsetzte.<ref name="post" /> 1969 erhielt er die Gelegenheit, einen Computer in Kombination mit einem Plotter im Brookhaven National Laboratory in New York zu nutzen und später einen Zuse-Plotter an der Technischen Universität Darmstadt.<ref name="charlot">Valentina Peri: Manfred Mohr Artificiata – Sonata Visuelle. (PDF) 13 Septembre – 22 Octobre 2016, Vernissage 10 Septembre. In: galeriecharlot.com. Galerie Charlot, 2016, abgerufen am 15. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Doch der kontinuierliche Zugang zu seinem neuen Arbeitsmittel ist einem Zufall zu verdanken. 1968 sah Mohr im Fernsehen, wie im Meteorologischen Institut ein schrankgroßer Computer mithilfe eines Plotters Wetterkarten druckte.<ref name="zeit" /> Darin erkannte Mohr die Möglichkeit, seine musikalische Notation in die bildende Kunst umzusetzen.<ref name="zkm" /> Er fragte beim Institut an, ob er die Geräte für seine künstlerische Arbeit verwenden dürfe, und traf auf Wohlwollen. Das Institut war militärisches Sperrgebiet. Um Zugang zu bekommen, stellte sich Mohr auf dem Briefpapier der Universität Vincennes selbst ein Beglaubigungsschreiben aus.<ref name="kurtz" /> Fortan durfte er außerhalb der Arbeitszeiten des Instituts den Plotter nutzen.<ref name="zeit" /> Er brachte sich nunmehr selbst das Programmieren bei.<ref name="zkm" /> Den Einsatz von Algorithmen und Regeln nannte er später „surrealistische Geometrie“.<ref name="charlot" /> Das Arrangement im Meteorologischen Institut hatte über dreizehn Jahre Bestand,<ref name="zeit">Manfred Dworschak: Manfred Mohr ist ein Purist unter den Computerkünstlern. In: Zeit Online. Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH & Co. KG, Dr. Rainer Esser, 11. Oktober 1996, abgerufen am 8. November 2019.</ref> bis das Gerät verschrottet wurde.<ref name="kurtz" />
Mohrs erste Einzelausstellung fand 1968 in der Galerie Daniel Templon in Paris statt. Die Ausstellung signes géométrique zeigte schwarz-weiße Acrylbilder. Zu den Zeiten überwog in seinen Werken das Zeichnerische. So erkennt man elektrische Wellenlinien, elektronische Schaltkreise, magnetische Felder.<ref name="pfz" />
1969 war Mohr an der Universität Vincennes Mitbegründer des Seminars „Kunst und Informatik“<ref name="wagner">Galerie Wagner> Résidents> Manfred MOHR. In: galeriewagner.com. SARL Galerie Wagner, Jean-Marie Wagner, abgerufen am 16. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)).<ref>Le GAI Vincennes. In: artinfo-musinfo.org. ArtInfo–MusInfo, abgerufen am 23. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Gruppe bestand aus Künstlern, Musikern und Wissenschaftlern. Der Kreis bot die Gelegenheit, für die kreative Arbeit Zugang zu Computern zu erhalten. Mohr verließ die Gruppe bereits 1970 wieder, da er mittlerweile regelmäßig den Computer des Meteorologischen Instituts nutzen konnte. Seine Arbeiten waren nie Bestandteil der GAI-Ausstellungen.<ref name="bremen">GAIV (Groupe Art et Informatique de Vincennes). In: compArt daDA: the database Digital Art. Universität Bremen, abgerufen am 23. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Nach zweijähriger Arbeit veröffentlichte Mohr 1969 sein Kunstbuch Artificiata I.<ref name="jitter-1" /> Er selbst nennt es Visual Poetry Artist Book (frei übersetzt: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)).<ref name="hp-50" /> Ein Vorwort schrieb Pierre Barbaud.<ref name="hp-arti1">Artificiata I. In: emohr.com. Manfred Mohr, abgerufen am 17. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Mohr beschreibt hier seinen Anspruch wie folgt: „Der Betrachter wird lernen müssen, geringfügige Zeichen- und ihre Parameterveränderungen zu beobachten, um somit zu einer neuen Sensibilisierung seines visuellen Bereiches zu gelangen.“ (<templatestyles src="Person/styles.css" />Manfred Mohr: <ref name="kurtz" />) Einige der abgebildeten Werke erinnern an Partituren, in der statt Noten gestaltete Notenlinien eine grafische Musik komponieren.<ref name="kurtz" /> Die abgebildeten Werke sind von Hand gezeichnet, wurden jedoch bereits mithilfe von Regeln konzipiert, sozusagen „programmiert“.<ref name="jitter-1" /> Das methodische, auf Algorithmen basierende Vorgehen der kommenden Jahre ist hier schon zu erkennen.<ref name="kurtz" /> Allerdings stellte Mohr selbst fest, dass die Arbeit logische Fehler aufweist, denn sie „enthält künstlerische Entscheidungen, die gegen das mathematische System verstoßen.“ (<templatestyles src="Person/styles.css" />Manfred Mohr: <ref name="jitter-1"> nach Andreas Rauth: Mein Leben dreht sich um diesen Punkt … Interview mit dem Computerkunst-Pionier Manfred Mohr. In: jitter-magazin.de. Andreas Rauth, 14. Juli 2016, abgerufen am 17. November 2019.</ref>) Daher wollte er künftig mit dem Computer arbeiten.<ref name="jitter" /> Nach seiner ersten Ausstellung mit vom Computer gezeichneten Arbeiten verschwieg Mohr erst einmal, dass die Werke mithilfe des Computers entstanden waren, weil das vom Großteil des Publikums als „unkünstlerische Machart“ angesehen wurde.<ref name="kurtz" /> Mohr sieht den Vorteil im Computer darin, dass die Maschine zum einen fehlerfrei arbeitet und zum anderen die emotionale Subjektivität, die „Psychologie“, herauslässt. Für ihn ist das eine Erweiterung seiner künstlerischen Möglichkeiten. Die Gefahr, sich an Bekanntem zu orientieren und sich zu wiederholen, bestehe nicht mehr.<ref name="kurtz" /> Der Computer rechnet ihm die Werke aus, „an die ich sonst nicht heran kann, weil meine Psyche mir im Wege steht.“ (<templatestyles src="Person/styles.css" />Manfred Mohr: <ref name="zeit" />)
1971 hatte er die erste museale Einzelausstellung seiner computergenerierten Arbeiten im Musée d’art moderne de la Ville de Paris.<ref name="parismuseescollections" /> Es war die weltweit erste Einzelausstellung von Computerkunst in einem Museum,<ref name="zeit" /> in der ausschließlich Bilder präsentiert wurden, die an einem Digitalcomputer erzeugt und vollautomatisch gezeichnet worden sind.<ref name="zkm" />
Als Mohr 1983 endgültig nach New York zog, schaffte er sich sein erstes Computersystem für Zuhause an. Es bestand aus einem DEC-LSI-11-23-Computer von Charles River Data in Boston. Um sich einen Plotter leisten zu können, stellte er sich als Beta-Tester für einen Alpha-Merics-Plotter zur Verfügung. Der rahmenlose Plotter erlaubte es ihm, sehr große Bilder anfertigen zu können.<ref name="hp-50" />
2014 erschien der Folgeband zu seinem 1969 veröffentlichten Buch Artificiata I. Auch in Artificiata II bilden Notenzeilen den Untergrund für seine grafischen Kompositionen.<ref name="post" /> „Ich erachte meine Arbeit als visuelle Musik.“ (<templatestyles src="Person/styles.css" />Manfred Mohr: <ref name="post" />) In Artificiata II zeigen mehrfach gebrochene Linien mit jedem Richtungswechsel den Weg durch eine einzelne Dimension, zweidimensional abgebildet. Diese Geometrie des Klangs erforscht Mohr durch Rhythmus, Wiederholung, Schleifen und Pausen.<ref name="post" /> 2016 folgte eine Ausstellung mit gleichem Namen in London.<ref name="post" /> Hier wurden die Zeichnungen und Gemälde ergänzt durch Skulpturen und Animationen,<ref name="charlot" /> die errechnete Reisen durch multiple Dimensionen zeigten.<ref name="post" /> Seine Arbeit algorithmic modulations von 2019 basiert auf 12-dimensionalen Würfeln. Er integrierte die aus früheren Arbeiten bekannten „Notenlinien“, nun durch die Animation nicht mehr statisch.<ref name="hp-50" />
Würfel
Mohr hatte den Wunsch, ein grafisches Instrument zu finden, das eindeutig auf das Wesentliche reduziert ist. Über das Koordinatensystem kam er auf die „pure platonische Form“ des Würfels.<ref name="jitter" /> Seit Mitte der 1970er-Jahre beschäftigt er sich ausschließlich mit dieser geometrischen Form. Die Konzentration auf den Würfel „war ein großer Schritt für mich. Ich musste ein System haben, wo im ersten Grad alles richtig ist, ein System, auf dem ich spielen kann, wie auf einem Klavier.“ (<templatestyles src="Person/styles.css" />Manfred Mohr: <ref name="zeit" />) Von diesem Körper leitete er seine Algorithmen ab, kreierte Serien von Geraden, Kanten, Winkeln u. Ä.<ref name="zeit" /> In der Arbeit mit den Würfeln wendete er beispielsweise mathematische Prozesse an, wie Drehung, Clipping, Mengenlehre und Graphentheorie.<ref name="montreal">Divisibility Manfred Mohr (Ausstellungskatalog). (PDF) Generative Arbeiten 1980–1981. In: emohr.com. Galerie Gilles Gheerbrant, Montreal, 1981, S. 7, abgerufen am 26. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Um 1977 erweiterte Mohr seine geometrischen Erkundungen in Richtung des Hyperwürfels, genau genommen zu dem vierdimensionalen Tesserakt.<ref name="post">Helen Longstreth: Take a trip to new dimensions with Manfred Mohr. In: merimedia.com. POSTmatter, Meri Media Group Ltd, 12. Februar 2016, abgerufen am 22. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Mohr sagte dazu: „Keine Angst vor Dimensionen! Das sind alles nur Zickzack-Linien und 3D-Rotationen, die aus einer komplexen Linie ein visuelles Spiel kreieren.“ (<templatestyles src="Person/styles.css" />Manfred Mohr: <ref name="post" />) Mohr mag das Wort Dimension genaugenommen nicht, da es laut ihm „mystisch und metaphysisch“ klänge und er lediglich die mathematische Regel meine.<ref name="jitter" />
1989 begann Mohr, sich mit fünf- und sechsdimensionalen Hyperwürfeln zu beschäftigen.<ref name="hp-50" /> In den 1990er-Jahren<ref name="zeit" /> verfolgte er diesen Pfad weiter, weg von den Tesserakten zu mehrdimensionalen Hyperwürfeln, die bis zu fünfzig Dimensionen haben konnten.<ref name="post" /> Das bot ihm schier unzählige Möglichkeiten.<ref name="zeit" /> Allein bei seinen 1991 erstellten Arbeiten zum sechsdimensionalen Hyperwürfel,<ref name="kurtz" /> hatte Mohr 23.040 Strichvariationen zur Verfügung.<ref name="zeit" /> Die möglichen Projektionen, die sich dabei ergaben, nannte er visuelle Poesie.<ref name="jitter" /> In seiner Arbeit klangfarben (2006 bis 2008) begann Mohr, sich mit einem elfdimensionalen Würfel auseinanderzusetzen, was er in parallelResonance (2009 bis 2011) fortsetzte.<ref name="hp-50" /> Über den Verlauf von vierzig Jahren hat Mohr mit Würfeln in drei, vier, fünf, sechs und elf Dimensionen gearbeitet;<ref name="carroll" /> 2019 entwickelte er seine Arbeitsweise weiter auf zwölf Dimensionen.<ref name="hp-50" />
Arbeitsweise
Mohr erstellt die Programme für seine Kunst nach wie vor selber, was für einen Computerkünstler nicht selbstverständlich ist.<ref name="zeit" /> Mohr programmiert in Fortran; „diese Sprache spreche ich wie Deutsch.“ (<templatestyles src="Person/styles.css" />Manfred Mohr: <ref name="jitter" />) 1996 schätzte er seinen Bestand auf etwa eintausend Programme, „davon vielleicht 300 brauchbar und 50 wirklich gut“ (<templatestyles src="Person/styles.css" />Manfred Mohr: <ref name="zeit" />) In den Anfangsjahren hat Mohr tagsüber in zwei Stunden etwas programmiert und abends am Plotter gezeichnet. Im Laufe der Jahre wurden die Instruktionen und damit der Arbeitsaufwand umfangreicher. Wenn er auf seinen bereits bestehenden Code zurückgreift, schreibt er ihn häufig um.<ref name="jitter" /> Bei seinem 2017/2018 Projekt Transit-Code setzte er sich bewusst mit seinen alten Programmen auseinander und erarbeitete auf deren Basis neue Kunstwerke.<ref name="hp-50" />
Beim Programmieren überlässt er die Definition einiger Parameter dem Zufall, zum Beispiel die Kantenzahl oder die Strichlänge. Mohr nennt den mathematischen Zufall „seine Peitsche“, weil er die Arbeit ins Unbekannte vorantreibt.<ref name="zeit" /> Mohr betont, dass der Computer nur ein Hilfsmittel ist und nicht selbst gestaltet. „Wenn ich es selber nicht formulieren kann, kann es auch die Maschine nicht. Sie tut nur das, was ich ihr eingebe.“ (<templatestyles src="Person/styles.css" />Manfred Mohr: <ref name="kurtz" />) Der Rechner setzt das vom Menschen eingegebene Programm um, füllt gegebenenfalls Variablen ein und druckt aus.<ref name="kurtz" /> Bevor der Computer anfängt, Bilder zu kreieren, gilt es viele Einzelschritte in Regeln festzulegen und diese in ein Programm zu übersetzen.<ref name="zeit" /> Beim Programmieren kommt Mohr an einen „ganz entscheidenden philosophischen Punkt“ (Mohr), ab dem er alles akzeptiert, was das Programm macht, ob es ihm gefällt oder nicht.<ref name="jitter" /> Wenn der Computer anfängt zu arbeiten, ist der Großteil der Arbeit schon getan.<ref name="zeit" />
Die grundlegenden Prozesse seiner künstlerischen Arbeit sind die Umsetzung diverser mathematischer Verfahren, neu kreierter Algorithmen und die Auswahl der Ergebnisse.<ref name="kurtz" /> Mit der Anzahl der Dimensionen steigt die Komplexität in Mohrs Arbeiten. Da das Abbilden derart vielschichtiger Strukturen „nur noch einen schwarzen Fleck“ (Mohr) ergeben würde, ist die Auswahl von Mohr umso wichtiger.<ref name="jitter" /> „Die Auswahl zeigt meine Ästhetik, meinen Stil, reflektiert mein Denken. Die Auswahl ist meine Persönlichkeit“ (<templatestyles src="Person/styles.css" />Manfred Mohr: <ref name="kurtz" />) Mohr betrachtet alle Bilder als äquivalent, keines ist besser oder schlechter, einige nur interessanter oder erstaunlicher als andere. Oft trifft er die Vorauswahl zufällig und betrachtet die Bilder über mehrere Tage hinweg.<ref name="jitter" /> Er spricht vom „Reiz des Findens“, vom „Entdecken der ungeahnten Möglichkeiten“.<ref name="kurtz" /> Die entstandenen Bildserien werden vom Mohr zum Großteil wieder verworfen.<ref name="zeit" /> Die Ergebnisse sortiert er bereits am Bildschirm in verschiedene Kategorien, die ihre Unterschiede aufzeigen. Rein ästhetische Gesichtspunkte lässt er nicht gelten.<ref name="kurtz" /> Den Prozess der Auswahl beschreibt Mohr als laufenden Kampf. Bilder, die ihm als einst „unglaublich hässlich“ (Mohr) erschienen, entpuppen sich Jahre später als „das Beste“ (Mohr). Bei denen lerne er etwas Neues. Die schönsten Bilder empfindet er nachher oft als langweilig.<ref name="jitter" /> Ergebnisse, die den Künstler erstaunen, werden visuell umgesetzt, in Acryl, Tusche, aber auch Stahl.<ref name="zeit" /> So ließ er beispielsweise in seiner Werkphase Laserglyphs, die von 1991 bis 1993 währte, per Laserschnitt Stahlreliefs erstellen, die auf Arbeiten am 6-D-Hyperwürfel beruhten.<ref name="hp-50" />
Nachdem Mohr über drei Jahrzehnte in Schwarz-Weiß gearbeitet hat, setzt er für seine Arbeiten space.color 1999 Farbe ein. Durch die steigende Komplexität seiner Arbeiten sah er sich zu diesem Schritt weg von der binären Darstellung gezwungen. Auf diese Weise will er eine adäquate visuelle Ausdrucksweise der räumlichen Mehrdeutigkeit finden. Die Farben folgen keiner Farbtheorie, sondern sollen als zufällige Elemente erscheinen.<ref name="dam" /> Die Farben dürfen weder ganz schwarz noch maximal gesättigt sein.<ref name="jitter" /> Dieser Arbeitszyklus basiert auf einem sechsdimensionalen Hyperwürfel. Die Werke bestehen aus Drucken und einer Animation, die langsam auf einem Bildschirm läuft.<ref name="dam">Manfred Mohr space•color (1999 -). In: dam.org. DAM Projects GmbH, Berlin, abgerufen am 27. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Bereits im Jahr 1973 experimentierte Mohr mit ersten Computeranimationen. Doch im Grunde wollte er etwas erschaffen, was unabhängig von der Dimension Zeit ist; etwas, das man vorwärts und rückwärts lesen kann, im Gegensatz zur Musik.<ref name="jitter" /> 1996 äußerte er den Wunsch, Bilder zu kreieren, die sich ganz langsam bewegen. Zu dem Zeitpunkt waren jedoch die dafür benötigten LCD-Bildschirme noch zu teuer.<ref name="zeit" /> Nach dreißig Jahren wurden seine Arbeiten so kompliziert und die technische Entwicklung war bereit, so dass er 1999 den Faktor Zeit in sein Schaffen aufnahm. Mit der Animation hat er ein Ausdrucksmittel gefunden, das zeigt, was in den Zwischenzeiten passiert.<ref name="jitter" /> Für seine Ausstellung space.color.motion im Jahr 2002 entwarf und baute Mohr PCs, um seine 6-D-Programme umzusetzen. Die resultierenden Bilder werden in Echtzeit auf LCD-Flachbildschirmen in langsamer, nicht repetitiver Abfolge dargestellt. Den Bau von Computern für seine Kunstwerke wiederholte er mehrfach.<ref name="hp-50" />
Philosophie
Anfang der 1960er Jahre fühlte sich Mohr vom Philosophen – „meinem Mentor“ (Mohr) – Max Bense und dessen Idee einer rationalen Kunst angesprochen.<ref name="zkm" /> Jener sagt, dass die ästhetische Information der Inhalt der Kunst sei. Mohr erfüllt dieses, indem er mit Logik eine ästhetische Aussage macht.<ref name="jitter" />
Seit Mohr Computer und Plotter einsetzt, nennt er die Werke „generative Arbeiten“, weil sie durch generative Prozesse entstanden sind.<ref name="montreal" /> Mit der Mathematik verbindet ihn „eine Art Hassliebe“ (Mohr). Die Mathematik selbst interessiere ihn nicht, doch kommt er ohne sie nicht aus.<ref name="jitter" />
„Meine Kunst ist keine mathematische Kunst, sondern eine aus meinem Erlebnisbereich geformte Aussage. Ich will keine kalte Mathematik, sondern eine vitale Philosophie darstellen.“
Mohrs Handschrift spiegelt sich in seinem Wunsch, einen „individuellen Algorithmus“ zu finden, dem die mathematische Formel nur als Hilfsmittel dient. Diese Personalisierung seiner Arbeiten und Arbeitsprozesse zeigt sich auch in seiner Titulierung „êtres-graphiques“ (frei übersetzt: grafische Wesen), womit er seine zweidimensionalen Zeichen zu Wesen erhebt.<ref name="kurtz" />
“My artistic goal is reached when a finished work can dissociate itself from its logical content and stand convincingly as an independent abstract entity.”
„Mein künstlerisches Ziel ist dann erreicht, wenn eine vollendete Arbeit sich von der logischen Komponente lösen und überzeugend als unabhängige, abstrakte Einheit stehen kann.“
Mohr wird als Künstler beschrieben, der die Möglichkeiten digitaler Werkzeuge bereits erforschte, bevor sie wirklich existiert haben.<ref name="post" /> Die Kategorisierung des Mohrschen Œuvres ist schwierig. Während ein klassischer Computerkünstler auf dem Computer Kunst schafft, arbeitet Mohr mit dem Computer vielmehr als neutrale Erweiterung seines Gehirns.<ref name="kurtz" /> Mohr legt Wert darauf, nicht als Computerkünstler betitelt zu werden. Die Maschine sei ihm ausschließlich Mittel zum Zweck.<ref name="zeit" /> Das Museum of Modern Art erschuf 1980 in der Ausstellung Printed Art, a View of Two Decades für Mohrs Exponat daher eine eigene Rubrik: Computerzeichnung<ref name="kurtz" /> ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))<ref name="moma"></ref>
2016 beantwortete Mohr die Frage auf die Richtung der Digitalkunst mit einem Zitat von Marshall McLuhan: „Die Maschine ist eine Erweiterung unseres Denkens, sie ist eine Erweiterung von uns.“<ref name="post" />
Galerie
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Kunstwerk P-306-O (1980/82). Acryl / Leinwand / Holz / 4 Teile
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Kunstwerk P-792_32 (2000–2007). Pigmenttinte auf Leinwand/Holz
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Kunstwerk P1640_1322 (2014). Pigmenttinte auf Leinwand
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Kunstwerk P1611_5220 (2012/13). Pigmenttinte auf Leinwand
Ausstellungen
Auswahl an Einzelausstellungen und Retrospektiven:
- 1968: Erste Einzelausstellung „signes géométrique“ mit schwarz-weißen Akrylbildern. Galerie Daniel Templon, Paris<ref name="pfz" />
- 1971: Erste museale Einzelausstellung seiner computergenerierten Arbeiten „Manfred Mohr: une esthétique programmée“, ARC Musée d’art moderne de la Ville de Paris<ref name="parismuseescollections">Archives de l’exposition „Manfred Mohr: une esthétique programmée“ (présentée à l’ARC du 11 mai au 6 juin 1971) (Dossier). In: paris.fr. parismuseescollections.paris.fr, abgerufen am 13. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- 1987: Erste Retrospektive Ausstellung, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen. Erneut Arbeiten mit dem 4-D-Hyperwürfel. Vierdimensionale Rotation als Zeichengenerator<ref></ref>
- 1998: Retrospektive „Algorithmische Arbeiten“, Quadrat Bottrop Josef Albers Museum<ref></ref>
- 2001: Retrospektive Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt<ref name="mkk"></ref>
- 2007: Retrospektive „Manfred Mohr – broken symmetry“, Kunsthalle Bremen<ref>Rückblick. In: kunsthalle-bremen.de. web.archive.org, 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. März 2019; abgerufen am 13. November 2019.</ref>
- 2013: Retrospektive „Der Algorithmus des Manfred Mohr, 1963 – jetzt“, ZKM | Zentrum für Kunst und Medien, Karlsruhe<ref>Der Algorithmus des Manfred Mohr. 1963 – jetzt (Eröffnung). In: zkm.de. ZKM Zentrum für Kunst und Medien, abgerufen am 13. November 2019.</ref>
- 2013: Einzelausstellung gewählt zum Featured Artist, Art Basel<ref name="hp-bio" />
- Digital Art Museum (Online)<ref>Artworks / Work Phases. In: dam.org. DAM Projects GmbH, Berlin, abgerufen am 15. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Auszeichnungen
Auswahl der von Mohr erhaltenen Auszeichnungen:
- 1973: Auszeichnung auf der World Print Competition-73, San Francisco<ref name="hp-bio" />
- 1973: Auszeichnung auf der 10. Biennale in Ljubljana<ref name="hp-bio" />
- 1990: Goldene Nica beim Prix Ars Electronica in Linz<ref name="zeit" />
- 1990: Camille-Graeser-Preis, Zürich<ref>Frühere Aktivitäten. In: camille-graeser-stiftung.ch. camille-graeser-stiftung.ch, abgerufen am 13. November 2019.</ref>
- 1997: zum Mitglied der American Abstract Artists gewählt<ref name="hp-bio">Overview. In: emohr.com. Manfred Mohr, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 13. November 2019; abgerufen am 13. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Current Members. In: americanabstractartists.org. American Abstract Artists, abgerufen am 13. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- 1997: Artists’ Fellowship von der New York Foundation for the Arts<ref>Directory of Artists’ Fellows 1985-2013. (PDF) 1997. In: markmannmade.net. New York Foundation for the Arts, abgerufen am 13. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- 1998: Wahl zum Pioneering Artists der SIGGRAPH, Orlando<ref name="hp-bio" />
- 2006: d.velop digital art award [ddaa] für digitale Pionierarbeit und geometrische Originalität, Köln<ref>Manfred Mohr, Preisträger 2006. In: ddaa-online.org. DAM Projects GmbH, Wolf Lieser, abgerufen am 13. November 2019.</ref>
- 2013: ACM SIGGRAPH Distinguished Artist Award for Lifetime Achievement in Digital Art, Orlando<ref>ACM SIGGRAPH Announces Award Recipients for 2013. In: siggraph.org. ACM SIGGRAPH, abgerufen am 13. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- 2018: ACM SIGGRAPH Academy, Orlando; für Pionierleistungen bei der Erschaffung von Kunst mithilfe algorithmischer Geometrie<ref>ACM SIGGRAPH 2018 Award Winners. In: siggraph.org. ACM SIGGRAPH, 2018, abgerufen am 13. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Leben
Manfred Mohr stammt aus Pforzheim und wuchs dort als Sohn des Schmuckfabrikanten Edmund Mohr und seiner Ehefrau Maria, geborene Mayer, auf. Sein Vater war Mitinhaber der von seinem Großvater Victor Mayer gegründeten gleichnamigen Manufaktur. Vor diesem Hintergrund wünschten seine Eltern, dass er später in das Schmuckunternehmen eintritt und dessen Fortführung in der nächsten Generation übernimmt.<ref></ref>
Er besuchte das Kepler-Gymnasium<ref name="pfz" /> in Pforzheim und absolvierte anschließend eine Ausbildung zum Goldschmied<ref name="gold">Manfred Mohr. Wenn ich auch seit vielen Jahrzehnten im Ausland lebe, so bin ich im Herzen doch immer ein „Pforzheimer“ geblieben. In: goldstadt250.de. Stadt Pforzheim, abgerufen am 17. November 2019.</ref> an der Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule Pforzheim. Danach studierte er Schmuckdesign an der Kunst- und Werkschule Pforzheim (heute Hochschule Pforzheim – Fakultät für Gestaltung).
1962 lebte er in Spanien, die Zeit zwischen 1963 und 1981 verbrachte er in Paris. 1969 lernte er dort seine Lebensgefährtin kennen, die US-amerikanische Mathematikerin Estarose Wolfson.<ref name="pfenz" /> Zwischen 1980 und 1983 lebte Mohr zwischen Paris und New York.<ref name="hp-50" /> 1981 oder 1983 übersiedelte das Paar nach New York City, wo Mohr heute noch lebt und arbeitet.<ref name="pfenz">Manfred Mohr. In: pfenz.de. Stadtwiki Pforzheim-Enz e. V., abgerufen am 15. November 2019.</ref>
Literatur
Weblinks
- Literatur von und über Manfred Mohr im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Offizielle Website von Manfred Mohr
- Arbeiten von Manfred Mohr im Digital Art Museum
- Manfred Mohr auf Youtube, Arbeiten und Interviews
Einzelnachweise
<references responsive />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Mohr, Manfred |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Computerkünstler |
| GEBURTSDATUM | 8. Juni 1938 |
| GEBURTSORT | Pforzheim |