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Manfred Brüning (Radsportler)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Manfred Brüning (* 26. Juni 1939 in Lüdendorf<ref>Das DDR-Kollektiv für die Friedensfahrt ist benannt worden. In: Berliner Zeitung, 16. April 1963, S. 3</ref>; † 24. März 1964 in Ost-Berlin) war ein deutscher Radrennfahrer, der in der DDR aktiv war.

Leben

Manfred Brüning absolvierte nach der Schulausbildung eine Ausbildung als Fleischer. Ab 1956 begann er, organisiert Radsport zu betreiben.

Sportliche Karriere

Seine ersten Erfolge errang er bei Querfeldein-Rennen, als er 1957 DDR-Jugendmeister (Jugend A) wurde.

Am 8. Februar 1959 gewann Brüning in Erfurt die 7. Meisterschaft der DDR-Radsportler im Querfeldeinfahren über 24 km in einer Zeit von 51:53 min.<ref>Überraschungssieg von Manfred Brüning. In: Neues Deutschland vom 9. Februar 1959, S. 4.</ref> Zu Platz zwei reichte es für ihn im Juni bei der Berliner Straßenmeisterschaft hinter dem Sieger Kurt Müller.<ref>DDR-Fahrer dominierten in München. In: Neues Deutschland vom 1. Juni 1959, S. 4.</ref> Seine ersten internationalen Straßenrennen bestritt er ebenfalls 1959, als er die letzte Etappe der Polen-Rundfahrt gewann und an deren Ende Gesamtzehnter wurde.<ref>Brüning gewann letzte Etappe In: Neues Deutschland vom 1. September 1959, S. 8.</ref>

Bei der Ägypten-Rundfahrt 1960 erkämpfte er sich den zweiten Platz, nachdem er ebenfalls eine Etappe gewonnen hatte.

In den Jahren 1961 bis 1963 wurde er mit dem SC Dynamo Berlin dreimal Straßen-Mannschaftsmeister der DDR. Bei den DDR-Meisterschaften im Einzelstraßenrennen 1962 wurde Brüning DDR-Vizemeister.

Bevor Brüning 1963 für das Drei-Länder-Etappenrennen Internationale Friedensfahrt nominiert wurde, hatte er ein Studium zum Diplomsportlehrer aufgenommen. Bei der Friedensfahrt belegte er den 19. Platz und wurde mit der DDR Mannschaftssieger.

1963 wurde ihm der Vaterländische Verdienstorden in Bronze verliehen.<ref>Weltmeister und Friedensfahrer von Walter Ulbricht geehrt, In: Berliner Zeitung, 27. Juni 1963, S. 9</ref>

Tod

Auch 1964 gehörte Brüning wieder zum Kandidatenkreis für die Friedensfahrt. Noch vor Nominierung der Mannschaft wurde er am 24. März 1964 an der Berliner Kreuzung Kleine Alexander- und Hirtenstraße auf seinem Rad fahrend in einen Verkehrsunfall mit einem Lastkraftwagen verwickelt, wodurch er sich schwere Verletzungen zuzog. Trotz Notoperation in einem Krankenhaus verstarb Brüning an den Folgen seiner Verletzungen.<ref Name="BZ 25">Manfred Brüning verunglückt. In: Berliner Zeitung vom 25. März 1964, S. 8.</ref> Aus dem Unfallbericht der Volkspolizei ging hervor, dass Brüning vermutlich die Vorfahrt des von rechts kommenden LKW missachtet hatte.<ref>Tiefe Anteilnahme. In: Neues Deutschland vom 26. März 1964, S. 8.</ref>

Nach seiner Aufbahrung im Clubhaus des SC Dynamo Berlin wurde Brünings Sarg zum Wohnort seiner Eltern nach Dietersdorf bei Treuenbrietzen überführt, wo er am 1. April unter großer Anteilnahme der Bevölkerung beigesetzt wurde.<ref>Abschied von Manfred Brüning. In: Berliner Zeitung vom 29. März 1964, S. 4.</ref><ref>Letztes Geleit für Manfred Brüning. In: Berliner Zeitung vom 2. April 1964, S. 7.</ref>

Familie

Manfred Brüning war seit 1963<ref Name="BZ 25"/> mit seiner Frau Hanna verheiratet.<ref>Danksagung In: Neues Deutschland vom 10. April 1964, S. 8.</ref>

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1953 Täve Schur | 1954, 1957 Günter Oldenburg | 1955 Rolf Töpfer | 1956 Roland Henning | 1958 Heinz Zimmermann | 1959 Manfred Brüning | 1960 Wilhelm Klink | 1961 Gustav Peuker | 1962, 1965 Wolfgang Stamm | 1963, 1973, 1974 Günter Mosch | 1964 Josef Jahn | 1966, 1968 Günter Liebold | 1967 Werner Kleinig | 1969, 1971, 1975 Michael Kaltofen | 1970 Klaus Pedd | 1972 Günter Bertram | 1976, 1978, 1979 Uwe Freese | 1977 Holger Kickeritz | 1980 Hans-Joachim Hartnick | 1981, 1982, 1984 Wolfgang Lötzsch | 1983 Peter Hentschel | 1985 Reinhard Runge | 1986, 1988 Erik Becker | 1987 Frank Herzog | 1989 Thomas Fischer Vorlage:Klappleiste/Ende