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Manfred Böttcher (Maler)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Manfred Böttcher (* 28. Oktober 1933 in Oberdorla; † 2. Januar 2001 in Berlin) war ein deutscher Maler und Grafiker.

Leben

Im Alter von zwölf Jahren erhielt Böttcher 1945 Malunterricht in Mühlhausen bei Heinrich Figge, der ihm zu einer humanistischen Schulausbildung riet. 1948 besuchte er die Freie Schulgemeinde Wickersdorf, die er noch vor dem Abitur verließ und studierte von 1950 bis 1955 Malerei an der Hochschule der Künste Dresden. Seine Lehrer waren dort unter anderem Wilhelm Lachnit und Heinz Lohmar. Zu seinen Kommilitonen gehörten Werner Stötzer, Dieter Goltzsche und Harald Metzkes, die lebenslang zu seinen Künstlerfreunden zählten. Für die Diplomarbeit schuf Böttcher das Tafelbild Musizierende Studenten.<ref>Böttcher, Manfred: Musizierende Studenten (Diplomarbeit). 1955, abgerufen am 1. Januar 2023.</ref> Seine Begabung wurde früh erkannt, und nach dem Studium wurde er Meisterschüler an der Akademie der Künste bei Heinrich Ehmsen. Während dieser Zeit entstanden die „schwarzen Bilder“, die von einigen Funktionären als zu rückwärts gewandt bezeichnet und damit strikt abgelehnt wurden.

Datei:Manfred Böttcher - Friedhof Kaulsdorf - Mutter Erde fec.JPG
Grabstein auf dem Friedhof Berlin-Kaulsdorf

1956 beteiligte sich Böttcher erstmals an der Jahresausstellung der Akademie der Künste mit dem Gemälde Männerporträt (1985 von der Nationalgalerie Berlin angekauft). Er hatte in der DDR eine große Zahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, u. a. von 1967 bis 1983 von der VI. Deutschen Kunstausstellung bis zur IX. Kunstausstellung der DDR in Dresden.

Nach einem mehrmonatigen Aufenthalt in Dresden kehrte er 1961 nach Berlin zurück und arbeitete dort freischaffend. Mehrere Ölgemälde Böttchers gehörten zur Ausstattung des Palasts der Republik.

Böttcher wurde auf dem Friedhof Berlin-Kaulsdorf beigesetzt.<ref>Der Berliner Maler Manfred Böttcher – eine Erinnerung. In: Das Blättchen, 28. Oktober 2013.</ref>

Böttcher ist der ältere Bruder des Malers und Bildhauers Joachim Böttcher.

Ehrungen

Museen und öffentliche Sammlungen mit Werken Böttchers (unvollständig)

Weitere Werkbeispiele

Siehe auch Bildindex der Kunst & Architektur<ref>Bildindex der Kunst & Architektur - Startseite Bildindex. Abgerufen am 19. April 2026.</ref>

Tafelbilder

  • Fischstand in der Markthalle (1964, Öl auf Leinwand)<ref>Böttcher, Manfred: Fischstand in der Markthalle. Abgerufen am 1. Januar 2023.</ref>
  • Frühstück im Atelier (1966, Öl auf Leinwand; auf der VI. Deutschen Kunstausstellung)<ref>Manfred Unbekannter Fotograf; Böttcher: Frühstück im Atelier. 1966, abgerufen am 1. Januar 2023.</ref>
  • Badende an der Spree (1968, Öl auf Leinwand; auf der VII. Deutschen Kunstausstellung)<ref>Waltraud; Böttcher Rabich: Badende an der Spree. 1968, abgerufen am 1. Januar 2023.</ref>
  • Fischerstrand (1970, Öl auf Leinwand; auf der VII. Deutschen Kunstausstellung)<ref>Waltraud; Böttcher Rabich: Fischerstrand. 1970, abgerufen am 1. Januar 2023.</ref>
  • Fischerstrand (1975, Öl, 120 × 90 cm; Palast der Republik)<ref>Abbildung in Bildende Kunst, Berlin, 9/1976, S. 446</ref>
  • Seestillleben (Öl, 120 × 90 cm; Palast der Republik)
  • Der Fischer (Öl, 120 × 90 cm; Palast der Republik)
  • Strand mit Buhnen (Öl, 120 × 90 cm; Palast der Republik)
  • Schweriner Parklandschaft (1977, Öl auf Leinwand; auf der VIII. Deutschen Kunstausstellung)<ref>Martin; Böttcher Würker: Schweriner Parklandschaft. 1977, abgerufen am 1. Januar 2023.</ref>

Architekturbezogenes Werk

  • Unterwasserwelt (1967, Wandgestaltung, Ei-Tempera, ca. 3 × 12 m; mit Metzkes; Berlin-Prenzlauer Berg, Storkower Straße, Speiseraum der Betriebsgaststätte des VEB Bau- und Montagekombinat IHB Berlin)<ref>Ruth Pape et al. (Bearbeitung): Bildende Kunst + Architektur. Katalog Teil 5 Dresden, Cottbus, Frankfurt. Deutsche Bauakademie, Berlin, 1973</ref>

Einzelausstellungen (unvollständig)

  • 1964: Berlin-Weißensee, Kunstkabinett am Institut für Lehrerweiterbildung
  • 1966: Berlin-Friedrichshain, Galerie im Turm
  • 1971: Leipzig, Galerie „Wort und Werk“
  • 1973: Magdeburg, Klubgalerie
  • 1977: Berlin, Galerie am Prater
  • 1983: Berlin, Galerie Mitte
  • 1986: Rostock, Heinrich-Mann-Club
  • 1988: Berlin, Galerie im Alten Museum
  • 1992: Berlin, Akademie der Künste
  • 1996: Berlin, Galerie Leo.Coppi

Postum

  • 2001: Berlin Galerie Parterre
  • 2003: Berlin, Galerie Ingeborg Vagt

Literatur

  • Matthias Flügge: Manfred Böttcher. In: Bildende Kunst, Berlin, 1/1984, S. 38–39
  • Manfred Böttcher. Malerei. Hrsg. Akademie der Künste zu Berlin, Berlin 1992
  • Kathleen Krenzlin, Bernd Kuhnert, Jörg Makarinus: Manfred Böttcher 1933–2001. Verlag der Kunst, Dresden 2002, ISBN 3-364-00277-0.
  • Hans F. Schweers: Gemälde in Museen. Deutschland, Österreich, Schweiz. Teil I. Band 1. Künstler und ihre Werke. K. G. Saur, München 2008, S. 148
  • Böttcher, Manfred. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 95/96
  • Harald Metzkes: Die Welt spricht laut und hört nicht. In: Berliner Zeitung, 9. Januar 2001; Nachruf

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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