Zum Inhalt springen

Mampe Halb und Halb

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Mampe Halb und Halb-001.JPG
Mampe-Flasche mit dem Schimmelgespann
Datei:Mampe der bittere Tropfen, 0,5L Nr.47.jpg
Dr. Mampes Bittere Tropfen in einer historischen Flasche

Mampe Halb und Halb ist ein Magenbitter aus Bitterorangen. Der Kräuterlikör geht auf eine Rezeptur des Mediziners Carl Mampe aus dem Jahr 1831 zurück. Nach Gründungen von Firmen durch nachfolgende Familienmitglieder und einigen Verlegungen des Standortes schlossen sich 1965 die bundesdeutschen Hersteller des Produkts eng zusammen und vertreiben das Erzeugnis seitdem weiter erfolgreich. Unter dem Namen Halb und Halb mit dem Schimmelgespann wurde in der DDR vom Berliner VEB Bärensiegel ebenfalls ein Kräuterlikör hergestellt.

Geschichte

Ursprünglich wurde er 1831 vom praktischen Arzt und Königlich Preußischen Geheimen Sanitätsrat Dr. med. Carl Mampe im pommerschen Stargard als Mittel gegen Cholera aus Kräutern und Schnaps zusammengebraut und in Apotheken verkauft. Carl Mampe gab das Rezept an seine Stiefbrüder Ferdinand Johann Mampe und Carl Mampe weiter, die beide Firmen zur Produktion gründeten. Ab 1837 wurde die Produktion von Ferdinand Johann Mampe in Stargard in Hinterpommern aufgenommen, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach Hamburg verlegt wurde. Ab 1852 produzierte der gleichnamige Stiefbruder Carl Mampe in Köslin, bis er 1877 die Carl Mampe AG in Berlin gründete und den Betrieb dorthin verlegte.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}{{#if:| Zitat: {{

 #if: 
 | {{
     #ifeq: {{#if:de|de|de}} | de
     | Vorlage:Str trim
     | {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}
     }}
 | {{#ifeq: {{#if:de|de|de}} | de
     | „Vorlage:Str trim“
     | {{#invoke:Text|quote
         |1={{#if: 
              | {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}
              | {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} }}
         |2=de
         |3=1}} }}

}}{{#if:

   |  (<templatestyles src="Person/styles.css" />{{#if:  | :  }}{{#if:  | , deutsch: „“ }})
   | {{#if: 
       |  ({{#if:  | , deutsch: „“ }})
       | {{#if:  |  (deutsch: „“) }}
 }}

}}{{#if:

   | {{#if: 
       | {{#if: 
           | Vorlage:": Text= und 1= gleichzeitig, bzw. Pipe zu viel }} }}
   | Vorlage:": Text= fehlt }}{{#if:  | {{#if: {{#invoke:Text|unstrip|{{{ref}}}}}
             | Vorlage:": Ungültiger Wert: ref=
             | {{{ref}}} }}

}}|}}{{#invoke:TemplatePar|match | 1=ID=N>0 | 2=ID=>=7000000 | 3=ID=<=200000000 | 4=Titel=aa | 5=Jahr=N>0 | 6=Jahr=>=1946 | 7=Jahr=<=2026 | 8=Nr=n | 9=Nr=>={{#ifeq: 15/1956 | 0/1997 | 0 | 1 }} |10=Nr=<=53 |11=Autor=* |12=Seiten=* |13=Datum=* |14=Jg=* |15=Zitat=* |16=Kommentar=* |format= |template=Vorlage:Der Spiegel |cat={{#ifeq: 0 | 0 | Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Der Spiegel}} }}</ref> Zum Vertrieb existierten die unter dem Namen Mampe’s gute Stube geführten Gaststätten.<ref name="Werbefigurenmuseum">werbefiguren-museum.de.</ref> Beide Unternehmen vertrieben den Magenbitter deutschlandweit und standen in Konkurrenz miteinander. Eine im Ostteil Berlins gelegene Produktionsstätte der Carl Mampe AG in Hohenschönhausen stand 1955 unter Treuhandverwaltung. Im Ostberliner Telefonbuch wurde für Schimmelgespann und Cola-Perle geworben.<ref>Vorlage:Berliner Adressbuch</ref> Im Jahr 1965 entschieden sich die (West-)Berliner Carl Mampe AG, die seit 1964 dem Inhaber der Feinwaschmittelfabrik Rei-Werke, Willi Maurer, gehörte, und die Hamburger F. J. Mampe KG zu einer Zusammenarbeit.<ref>Aus Unternehmungen: Namensstreit beigelegt. In: Die Zeit, Nr. 30/1965.</ref>

Werbung

Um die Jahrhundertwende war ein Elefant das Logo des Magenbitters (Bittere Tropfen), welches sich auch auf der Rückseite der alten eckigen 0,5-Liter-Flaschen im Glas wiederfindet. Seit 1951 ziert der Elefant als Anhänger alle Flaschen der Berliner Carl Mampe AG. Zwei Elefanten im Berliner Zoo wurden 1957 nach dem Namen des Firmengründers Carl und Mampe genannt.<ref name="Werbefigurenmuseum" /> Eine zusätzlich einprägsame Bezeichnung des Kräuterlikörs war auch Mampe Halb und Halb mit dem Schimmelgespann. Am Flaschenhals hing der reliefierte kleine weiße Elefant, das Etikett zeigte einen von einem weißen Pferd gezogenen Wagen.<ref>Angebot einer Flasche Mampe halb und halb mit dem Schimmelgespann. ebay.de; abgerufen am 14. Juli 2019.</ref> Auch der in der DDR hergestellte Mampe-Kräuterlikör zeigte auf dem Etikett das Schimmelgespann.<ref>Mampe-Flasche aus DDR-Produktion. spirituosen-raritaeten.de; abgerufen am 23. Februar 2023.</ref>

Der Berliner Slogan aus dem Jahre 1962 lautete: „In diesem Falle braucht man ihn, Mampe Halb und Halb Berlin“.<ref name="Werbefigurenmuseum" /> Im Jahr 1969 warb der Hersteller mit: „Mampe Halb und Halb ist eine ganze Sache“.<ref name="Werbefigurenmuseum" /> In den Saisons 1977/1978 und 1978/1979 war Mampe Trikotsponsor des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC.<ref name="Werbefigurenmuseum" /> Das Hamburger Unternehmen warb mit einem Mönch.<ref name="hagalil" /> Seit 2013 wird dieser Spruch benutzt: „Keiner für alle. Nur für Berlin“. Entsprechend konzentriert sich die bislang bundesweite Vermarktung nunmehr ausschließlich auf Berlin.<ref>Tom Inden-Lohmar: Mampe halb & halb und Hirschkuss Likör. conalco.de, Spirituosen Blog; abgerufen am 10. Dezember 2013.</ref> Ab dem 21. Jahrhundert wird Mampe halb und halb auch in durchsichtigen Glasflaschen in Elefantenform angeboten.

Volksmund

<poem style="margin-left: 2em; font-style: italic;"> Sind’s die Augen, geh’ zu Mampe, gieß’ Dir einen auf die Lampe, kannste allet doppelt sehn, brauchste nich zu Ruhnke<ref>Ruhnke Optik Berlin hatte den Werbespruch „Sind’s die Augen, geh’ zu Ruhnke.“</ref> gehn.<ref name="Werbefigurenmuseum" /> </poem>

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="hagalil"> „Hitlers jüdische Soldaten“: Mampe halb & halb: Ein neues Buch arbeitet die Geschichte jüdischer Soldaten innerhalb der deutschen Wehrmacht auf.haGalil </ref> </references>