Mammutbäume (Kölpin)
Die zwei Mammutbäume bei Kölpin in der Gemeinde Demen im Landkreis Ludwigslust-Parchim, Mecklenburg-Vorpommern, sind ein Naturdenkmal.<ref>Geodatenportal des Landkreises Parchim, Layer Naturdenkmale, abgerufen am 17. August 2011</ref> Es handelt sich um Vertreter der Art Riesenmammutbaum (Sequoiadendron giganteum).<ref name="Crivitz">Beschreibung (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot auf rund-um-crivitz.de</ref>
Die beiden Bäume liegen in einem zum Naturpark Sternberger Seenland gehörenden Waldgebiet zwischen dem Demener Ortsteil Kölpin und dem Crivitzer Ortsteil Basthorst.<ref name="DE-MV_GDV">Geodatenviewer des Amtes für Geoinformation, Vermessungs- und Katasterwesen Mecklenburg-Vorpommern (Hinweise)</ref> Sie sind fußläufig über einen Weg 350 Meter östlich der Landesstraße 9 zu erreichen. Auf das Naturdenkmal wird vor Ort an diesem Weg durch einen hölzernen Wegweiser hingewiesen. Nahe den Mammutbäumen befinden sich zwei Tümpel. Der größere trägt den Namen Schapwäsch<ref>Geoportal MV, Karte DTK10</ref> (plattdeutsch für Schafwäsche).
Der stärkere der über 40 Meter hohen Riesenmammutbäume besitzt in einem Meter Höhe einen Stammdurchmesser von über zwei Metern.<ref name="Crivitz" /> Unter Gutsbesitzer Julius Hüniken und seinem Gutsförster Heinrich Hagge kam es seit den 1870er Jahren zu Aufforstungen in den Besitzungen. Hüniken war Mitglied im Verein Mecklenburgischer Forstwirte. Durch sein dendrologisches Interesse fanden auch Pflanzungen seltener Baumarten, wie etwa dieser sonst in Nordamerika an den Westhängen der Sierra Nevada in Kalifornien beheimateten Riesenmammutbäume, statt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Natur in Kaarz ( des Vorlage:IconExternal vom 26. April 2012 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Seite der Deutschen Waldjugend</ref>
Im Volksmund werden die beiden Mammutbäume Adam und Eva genannt.<ref>Renate Büttner: Mammutbäume lassen grüßen. SVZ Brüel-Sternberg-Warin, 8. Juni 2000.</ref>
Am Fuße der Bäume steht ein Gedenkstein für den Gutsförster Heinrich Hagge, der von 1875 bis 1904 im Forstgut tätig war.
- Aufschrift: „In dankbarer Erinnerung an den Gutsförſter Heinrich Hagge Kölpin 1875–1904“
Im Wappen der Gemeinde Demen mit seinen Ortsteilen Buerbeck, Kobande und Venzkow befinden sich zwei schräg gekreuzte, an den oberen Enden rotgoldenbrennende rote Baumstämme. Diese Baumstämme sollen zugleich die im Gemeindegebiet vorhandenen großen Wälder symbolisieren, vor allem aber stehen sie für eine dendrologische und forstliche Sehenswürdigkeit, für die beiden Riesenmammutbäume im Kölpiner Forst.<ref>Hans-Heinz Schütt: Demen, Gemeinde, Landkreis Parchim. 2002, S. 121–122.</ref>
Literatur
- Hella Fritz: Naturdenkmal Adam und Eva. Riesenmammutbäume aus Nordamerika in Mecklenburg. In: Wald- und Forstwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Band 7, Schwerin 1999, 2, S. 34–37.
- Hans-Heinz Schütt: Auf Schild und Siegel. Schwerin 2002, ISBN 3-933781-21-3, S. 121–122.
- Katja Haescher: Im Wald bei Adam und Eva. Riesenmammutbäume in der Nähe von Crivitz sind eindrucksvolle Naturdenkmale. SVZ 2014, S. 25.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Koordinaten: 53° 38′ 6,3″ N, 11° 39′ 16,3″ O
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- Naturdenkmal im Landkreis Ludwigslust-Parchim
- Individueller Mammutbaum oder Baumgruppe mit Mammutbäumen