Maddox (Schiff, 1944)
USS Maddox im Jahr 1964
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Die USS Maddox (DD-731) war ein Zerstörer der Allen-M.-Sumner-Klasse der U.S. Navy. Bekanntheit erlangte das Schiff durch seine Beteiligung am Tonkin-Zwischenfall, der als Auslöser für den Eintritt der Vereinigten Staaten von Amerika in den Vietnamkrieg gilt.
Kiellegung und Stapellauf
Die Kiellegung der USS Maddox erfolgte am 28. Oktober 1943 in der Bath-Iron-Works-Werft in Bath im US-Bundesstaat Maine. Sie lief am 19. März 1944 vom Stapel und wurde nach Kapitän William Maddox benannt. Die USS Maddox gehörte der Allen-M.-Sumner-Klasse an, einer Weiterentwicklung der Fletcher-Klasse, die sich vor allem durch eine stärkere Bewaffnung auszeichnete. Am 2. Juni 1944 wurde sie in Dienst gestellt.
Dienstzeit
Während des Zweiten Weltkriegs wurde die USS Maddox im Pazifikkrieg eingesetzt. Sie war Teil des Geleitschutzes der Fast Carrier Task Force während Angriffen im westlichen Pazifik und wurde zur Unterstützung der amerikanischen Invasion auf Okinawa während der Schlacht um Okinawa eingesetzt. Am 21. Januar 1945 wurde sie bei einem Kamikaze-Angriff vor Formosa durch ein japanisches Flugzeug getroffen und beschädigt. Das Schiff musste in der Folge auf Ulithi repariert werden.
Im Koreakrieg war sie Teil der 7. Flotte und unterstützte die Streitkräfte der Vereinten Nationen entlang der Westküste Koreas.
Am 6. Mai 1962 gehörte die USS Maddox als Flaggschiff der Destroyer Division 232 (mit den weiteren Zerstörern USS Brush, USS Samuel N. Moore und USS Preston) der Joint Task Group (JTG) 8.8 an, wobei sie der Sicherung und Dokumentation des Starts einer Polaris A1 – vom strategischen U-Boot USS Ethan Allen – mit einem aktiven nuklearen Gefechtskopf vom Typ W-47Y1 beim Kernwaffentest Frigate Bird – im Rahmen der Operation Dominic I – diente.<ref name="DTIC"></ref>
Die USS Maddox war neben dem Zerstörer USS Turner Joy das erste Schiff, das am Tonkin-Zwischenfall im Golf von Tonkin beteiligt war. Nach Darstellung des US-Militärs geriet sie am 2. August 1964 während der – im Rahmen der Operation 34A durchgeführten – Operation Desoto in Konflikt mit drei nordvietnamesischen Torpedobooten, worauf sie Luftunterstützung anforderte. Bei dem Zwischenfall soll ein Torpedoboot manövrierunfähig und die beiden anderen beschädigt, die USS Maddox durch Maschinengewehrfeuer nur leicht beschädigt worden sein.
Im weiteren Verlauf des Vietnamkriegs nahm die USS Maddox an den Operationen „Sea Dragon“ und „Market Time“ teil. Weiterhin wurde sie zur seegestützten Gefechtsunterstützung in Küstenregionen und zum Patrouillendienst eingesetzt.
Während ihres aktiven Dienstes wurde sie für die Einsätze im Pazifik und Koreakrieg mit insgesamt zehn Battle Stars ausgezeichnet und erhielt für ihren Einsatz während des Tonkin-Zwischenfalls die Auszeichnung Navy Unit Commendation verliehen.
1969 wurde sie aus dem aktiven Dienst zurückgezogen und der Reserveflotte zugeteilt. Am 2. Juli 1972 wurde sie ausgemustert.
Verbleib
Die USS Maddox wurde – vier Tage nach ihrer Ausmusterung – am 6. Juli 1972 an Taiwan verkauft. Der Zerstörer wurde dort als ROCS Po Yang in Dienst gestellt. Am 30. Juni 1984 stellte die Marine der Republik China den Zerstörer außer Dienst. Im Jahr 1985 wurde sie dort endgültig verschrottet. Die Schiffsglocke befindet sich heute im Museum of Military Memorabilia in Naples, Florida.
Literatur
Einzelnachweise
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Weblinks
- Bilder der Maddox bei navsource.net (engl.)
- USS Maddox Association bei ussmaddox.org (engl.)
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