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Machtolf von Gültstein

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Machtolf von Gültstein (um 1343) war ein Ortsadeliger und Ritter in Gültstein.

Leben und Wirken

Er war ein Sohn von Swigger von Gültstein und vermutlich ein Verwandter von Gottfried dem Roller von Gültstein.<ref name="Regesten">Württbergische Regesten Nr: 77770: 23. April 1315: "Ich Roller ein Mahtholfs seligen sun anz Rittherz von Gilstein."</ref> Er führte im Wappen einen Fuchs.<ref name="Schmid"> Dr. L. Schmid: Urkunde Nr. 162.</ref> Nach der Familie der Machtolfe sind der Machtolfshof und das Machtolfsholz benannt.<ref>Eduard Paulus: Beschreibung des Oberamts Herrenberg.</ref> Einen Wald oberhalb der Münchhalde und acht Hofstätten nebst Zugehör veräußerte Machtolf von Gültstein für 120 Pfund Heller am 14. Februar 1343 an Pfalzgraf Rudolf den Scheerer.<ref name="Mönchhalde">Landesarchiv Baden-Württemberg, Bestand A 602: Württembergische Regesten, Weltliche und geistliche Ämter, Herrenberg W., A 602 Nr 9094 = WR 9094</ref><ref name="Schmid"/>

Er war verheiratet mit Zeitze (Cäcilie) von Frauenberg. Diese erlaubte am 29. September 1343 ihrem Mann die Güter und Rechte zu Gültstein, auf denen sie 40 Mark Morgengabe hatte, an Pfalzgraf Rudolf den Scheerer zu verkaufen.<ref>Landesarchiv Baden-Württemberg, Bestand A 602: Württembergische Regesten, Weltliche und geistliche Ämter, Herrenberg W., A 602 Nr 9095 = WR 9095.</ref>

Mohrenhof in Feuerbach

Datei:Mohrenhof in Stuttgart Feuerbach.jpg
Mohrenhof in Feuerbach

Machtolf von Gültstein bekam durch seine Heirat mit Zeitze von Frauenberg den Mohrenhof in Feuerbach an der heutigen Walter-, Mühl- und Feuerbacher Talstraße sowie den damaligen Kirchhof, wozu ein stattlicher Umfang an Äckern, Wiesen und Wald gehörte. Wegen der Größe dieses Hofes benötigte er einen Hofmaier zur Bewirtschaftung, für den ein Hofgebäude an der Stelle des heutigen Mohrenhofs 1 erbaut wurde.<ref>Mohrenhof auf www.feuerbach.de.</ref>

Er verkaufte 1391 seinen gesamten Feuerbacher Besitz an den Grafen Eberhard II. von Württemberg (* 1315; † 1392), der zur Verwaltung des ehemaligen Gültsteiner Hofes weiterhin einen Hofmaier einsetzte.<ref>Laut einem Bericht von Gotthilf Kleemann.</ref> Dieser musste Fruchtgülten sowohl an die Stuttgarter Landesherren als auch an das Kloster Bebenhausen abgeben und außerdem Frondienste leisten.

Anmerkungen

<references />