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Mission des Nations Unies en République Centrafricaine et au Tchad

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von MINURCAT)
MINURCAT
Einsatzgebiet Tschad, Zentralafrikanische Republik
Englische Bezeichnung {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
Französische Bezeichnung {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
Basierend auf UN-Resolution 1778 (25. September 2007)
Weitere UN-Resolutionen 1861 (14. Januar 2009)

1923 (25. Mai 2010)

Art der Mission Friedensmission/Friedenserzwingung
Beginn September 2007
Ende 31. Dezember 2010<ref>Text der Resolution 1923 auf der Homepage des VN-Sicherheitsrats (PDF, 49 kB)</ref>
Leitung Victor Da Silva Angelo (Portugal)
Einsatzstärke (max.) 300 Polizisten, 25 militärische Verbindungsoffiziere, 2.200 Soldaten
Militär aus AlbanienDatei:Flag of Albania.svg OsterreichÖsterreich BangladeschDatei:Flag of Bangladesh.svg BolivienDatei:Flag of Bolivia.svg BrasilienDatei:Flag of Brazil.svg KroatienDatei:Flag of Croatia.svg EcuadorDatei:Flag of Ecuador.svg AgyptenDatei:Flag of Egypt.svg AthiopienDatei:Flag of Ethiopia.svg FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg FrankreichFrankreich GabunDatei:Flag of Gabon.svg GambiaDatei:Flag of The Gambia.svg GhanaDatei:Flag of Ghana.svg IrlandDatei:Flag of Ireland.svg ItalienItalien JordanienDatei:Flag of Jordan.svg KeniaDatei:Flag of Kenya.svg KirgisistanDatei:Flag of Kyrgyzstan.svg Malawi 1964Datei:Flag of Malawi 1964-2010.svg MaliDatei:Flag of Mali.svg NamibiaDatei:Flag of Namibia.svg NepalDatei:Flag of Nepal (with spacing).svg NigeriaDatei:Flag of Nigeria.svg NorwegenDatei:Flag of Norway.svg PakistanDatei:Flag of Pakistan.svg PolenDatei:Flag of Poland.svg PortugalPortugal RusslandRussland RuandaDatei:Flag of Rwanda.svg SenegalDatei:Flag of Senegal.svg SpanienSpanien SchwedenSchweden TogoDatei:Flag of Togo (3-2).svg TunesienDatei:Flag of Tunisia.svg UgandaDatei:Flag of Uganda.svg Vereinigte StaatenVereinigte Staaten UruguayDatei:Flag of Uruguay.svg JemenDatei:Flag of Yemen.svg SambiaDatei:Flag of Zambia.svg
Polizei aus BeninDatei:Flag of Benin.svg Burkina FasoDatei:Flag of Burkina Faso.svg BurundiDatei:Flag of Burundi.svg KamerunDatei:Flag of Cameroon.svg ElfenbeinküsteDatei:Flag of Côte d'Ivoire.svg AgyptenDatei:Flag of Egypt.svg FrankreichFrankreich Guinea-aDatei:Flag of Guinea.svg JordanienDatei:Flag of Jordan.svg Libysch-Arabische DschamahirijaDatei:Flag of Libya (1977-2011).svg MadagaskarDatei:Flag of Madagascar.svg MaliDatei:Flag of Mali.svg NigerDatei:Flag of Niger.svg PortugalPortugal RuandaDatei:Flag of Rwanda.svg SchwedenSchweden SenegalDatei:Flag of Senegal.svg TogoDatei:Flag of Togo (3-2).svg TurkeiDatei:Flag of Turkey.svg JemenDatei:Flag of Yemen.svg
Todesfälle 6
Kosten (Budget) 315,08 Millionen Dollar

Die Mission des Nations Unies en République Centrafricaine et au Tchad (MINURCAT) war eine Mission der Vereinten Nationen im Tschad und der Zentralafrikanischen Republik.

Hintergrund

Die angespannte Sicherheitslage im östlichen Tschad, der nordöstlichen Zentralafrikanischen Republik und dem westlichen Sudan ist eine Gefahr für die Bevölkerung, Flüchtlinge, Vertriebene und für humanitäre Unterstützungsoperationen. Darüber hinaus gefährdet sie die Stabilität in der Region.

Trotz der zwischen dem Sudan und Tschad unterzeichneten Abkommen von Tripolis vom 8. Februar 2006 und N’Djamena vom 26. Juli 2006, durch die die Beziehungen zwischen beiden Staaten verbessert werden sollten, kam es zu einer Reihe von blutigen Auseinandersetzungen, an denen neben regulären Kräften diverse Rebellengruppen beteiligt waren.

Aufgaben der Mission

Die Mission wurde durch die Resolutionen 1778 und 1861 mandatiert.

MINURCAT zielt auf eine „multidimensionale Präsenz“ ab, durch die unter anderem durch eine Verbesserung der Sicherheitslage vor Ort eine freiwillige Rückkehr von Flüchtlingen und Vertriebenen, Maßnahmen der humanitären Hilfe und günstige Bedingungen für einen Wiederaufbau und die wirtschaftliche und soziale Entwicklung ermöglicht werden sollen.

Im Sicherheitssektor wird die Polizei des Tschad unterstützt und eine Verbindungsorganisation zu den Sicherheitskräften (einschließlich Armee, Gendarmerie, Polizei, nomadische Nationalgarde, Rechtsprechung und Strafvollzug im Tschad und der Zentralafrikanischen Republik) aufgebaut.<ref>Text der Resolution 1778 auf der Homepage des VN-Sicherheitsrats (PDF, 44 kB)</ref> Das Mandat sieht explizit die Bekämpfung der Kriminalität vor.

Durch eine enge Zusammenarbeit mit der sudanesischen Regierung, der Afrikanischen Union, der Mission der Afrikanischen Union in Sudan (AMIS) und der Nachfolgemission, der Mission der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union in Darfur (UNAMID), dem United Nations Peacebuilding Support Office in the Central African Republic (BONUCA), der Multinational Force of the Economic Community of Central African States in the Central African Republic (MICOPAX) und der Gemeinschaft der Sahel-Saharanischen Staaten (CEN-SAD) sollen Informationen ausgetauscht werden, die rechtzeitig Gefahren für die humanitären Aktivitäten in der Region aufzeigen.

Die Mission ist gemäß Kapitel VII der Charta der Vereinten Nationen mit einem robusten Mandat versehen, um die Bewegungsfreiheit ihres Personals und den Schutz von Zivilisten durchzusetzen.

Einsatzstärke

In der Resolution 1778 wurde zur Erfüllung des Auftrags zunächst ein Personalansatz von maximal 300 Polizisten und 50 Verbindungsoffizieren festgelegt, der durch die Resolution 1861 auf 300 Polizisten, 25 Verbindungsoffizier und 5.200 Soldaten angepasst wurde.<ref>Text der Resolution 1861 auf der Homepage des VN-Sicherheitsrats (PDF, 48 kB)</ref>

Die Personalstärke (Stand: Juni 2010) setzte sich folgendermaßen zusammen: 3.473 Soldaten, 24 Militärbeobachter, 189 Polizisten, 419 internationales ziviles Personal (Stand: Mai 2010), 597 Ortskräfte (Stand: Mai 2010) und 158 Freiwillige der Vereinten Nationen.

Führung

MINURCAT wird geführt durch den Sondergesandten des Generalsekretärs der Vereinten Nationen Victor Da Silva Angelo aus Portugal. Vertreten wird er durch die Jordanierin Rima Salah.

Der militärische Befehlshaber (Force Commander) ist Generalmajor Elhadji Mouhamedou Kandji aus dem Senegal, Führer der Polizeikräfte (Police Commissioner) ist der Argentinier Geraldo Chaumont.

Internationale Beteiligung

Datei:Photo Review 2009 (4193337114).jpg
Camp Ciara, Basis des irischen MINURCAT Bataillons

Staaten, die sich an MINURCAT militärisch beteiligen sind Ägypten, Albanien, Äthiopien, Bangladesch, Bolivien, Brasilien, Ecuador, Finnland, Frankreich, Gabun, Gambia, Ghana, Irland, Italien, Jemen, Jordanien, Kenia, Kirgisistan, Kroatien, Mali, Malawi, Namibia, Nepal, Nigeria, Norwegen, Österreich, Pakistan, Polen, Portugal (temporär), Ruanda, Russland, Sambia, Senegal, Spanien, Schweden, Togo, Tunesien, Uganda, Uruguay und Vereinigte Staaten.

Eine Entsendung von Polizisten erfolgte durch Ägypten, Benin, Burkina Faso, Burundi, Elfenbeinküste, Frankreich, Guinea, Jemen, Jordanien, Kamerun, Libyen, Madagaskar, Mali, Niger, Portugal, Ruanda, Schweden, Senegal, Togo und Türkei.

Beitrag des Bundesheeres

Das österreichische Bundesheer, welches sich bereits an der vorangegangenen EU-Mission, der EUFOR Tschad als einer der größten Truppensteller beteiligt hatte, unterstützte bis Dezember 2009 die MINURCAT mit einem etwa 130 Soldaten umfassenden Kontingent (AUCON 1 / MINURCAT ab 20. Mai 2009 unter dem Kommando von Oberstleutnant Bernhard Kundigraber und später AUCON 2 / MINURCAT).<ref name="bundesheer.at_899">https://www.bundesheer.at/truppendienst/ausgaben/artikel.php?id=899</ref> Während die EU-Mission noch deutlich robuster aufgestellt war und auch Spezialeinsatzkräfte des Jagdkommandos enthielt, diente das österreichische Kontingent der MINURCAT nun primär logistischen und unterstützenden militärische Aufgaben.<ref name="bundesheer.at_2787">https://www.bundesheer.at/ausle/eufor_tschad/artikel.php?id=2787</ref> Dazu bestand das Kontingent neben Führungseinheiten aus einer Transporteinheit mit Steyr 12M18 LKW, Logistik-Spezialisten, Instandsetzungs- und Unterstützungskräften, sowie Ärzten, Sanitätern und Sicherungskräften.<ref>https://www.bundesheer.at/ausle/eufor_tschad/index.shtml</ref><ref>https://www.bundesheer.at/cms/artikel.php?ID=4522</ref> Das Bundesheer betrieb dabei eine Krankenstation, ein Notarztsystem und ein Notarzthubschrauberteam, welche auch von den anderen an der UN-Friedensmission beteiligten Nationen im Tschad genutzt wurden.<ref name="bundesheer.at_2797">https://www.bundesheer.at/ausle/eufor_tschad/artikel.php?id=2797</ref> Österreich stellte bis Ende Juni 2009 das einzige MEDEVAC-Team ("Air Medical Evacuation"), welches mit einem zivilen Hubschrauber Mi-8 ausgestattet war.<ref name="bundesheer.at_2797"/>

Im Dezember 2009 kehrten die Soldaten des österreichischen MINURCAT-Kontingentes, bis auf einige Stabsoffiziere, nach Österreich zurück.<ref name="bundesheer.at">https://www.bundesheer.at/ausle/eufor_tschad/ablauf.shtml</ref>

Eingebettete Mission der EU

Durch die Resolution 1778 wurde die Europäische Union für einen Zeitraum von einem Jahr autorisiert, MINURCAT mit der EUFOR Tchad/RCA zu unterstützen. Nach Ende der Operation ging die Verantwortung an die mit Resolution 1861 vergrößerte MINURCAT über.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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Laufende Missionen:

MINUSCA (2014, Zentralafrikanische Republik) | UNSOM (2012, Somalia) | UNMISS (2011, Südsudan) | UNISFA (2011, Sudan/Südsudan) | MONUSCO (1999, Demokratische Republik Kongo) | MINURSO (1991, Westsahara) | UNSMIL (2011, Libyen)

Beendete Missionen:

MINUSMA (2013-2023, Mali) | UNAMID (2007-2020, Sudan/Darfur) | UNOGBIS/UNIOGBIS (1999-2020, Guinea-Bissau) | UNMIL (2003-2018, Liberia) | ONUCI (2004-2017, Elfenbeinküste) | MINURCAT (2007-2010, Tschad/Zentralafrikanische Republik) | UNMIS (2005–2011, Sudan) | BINUB (2007-2010, Burundi) | BNUB (2011-2014, Burundi) | UNIPSIL (2008–2014, Sierra Leone) | UNIOSIL (2006–2008, Sierra Leone) | ONUB (2004–2006, Burundi) | UNAMSIL (1999–2005, Sierra Leone) | UNOMSIL (1998–1999, Sierra Leone) | MINURCA (1998–2000, Zentralafrikanische Republik) | MONUA (1997–1999, Angola) | UNAVEM III (1995–1997, Angola) | UNASOG (1994–1994, Tschad/Libyen) | UNAMIR (1993–1996, Ruanda) | UNOMIL (1993–1997, Liberia) | UNOMUR (1993–1994, Ruanda/Uganda) | UNOSOM II (1993–1995, Somalia) | ONUMOZ (1992–1994, Mosambik) | UNOSOM I (1992–1993, Somalia) | UNAVEM II (1991–1995, Angola) | UNTAG (1989–1990, Namibia) | UNAVEM I (1988–1991, Angola) | UNMEE (2000-2008, Äthiopien, Eritrea) | ONUC (1960–1964, Kongo)

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