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Autópálya M6

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(Weitergeleitet von M6 (Ungarn))

Vorlage:Infobox hochrangige Straße

Autópálya M6 (ungarisch für ‚Autobahn M6‘) ist eine Autobahn in Ungarn, die von Budapest aus nach Süden verläuft. Ihre Gesamtlänge beträgt 212 Kilometer.

Verlauf

Sie verläuft im Zuge der Europastraße E73 von der M0 bei Budapest westlich parallel der Donau nach Süden bis nach Mohács in Südungarn, und weiter nach Osijek in Kroatien mit Anschluss an die Autobahn A5. Der ungarische Name lautet M6 Duna, weil sie aufgrund ihrer Trassierung auch als Donauautobahn bezeichnet werden kann. Die M6 kreuzt in ihrem Verlauf die Autobahnen M8 und M9.

Bau

Datei:M6 - freeway - bridge.jpg
Luftaufnahme von der M6

Der Bau der Autobahn M6 von Érdi Tető nach Dunaújváros war das erste richtige Öffentlich-Private-Partnerschaftsmodell (PPP) bei einem Verkehrsinfrastrukturprojekt in Ungarn. Der Bau begann im Oktober 2004 und wurde im September 2006 beendet. Die Eröffnungsfeier fand am 11. Juni 2006 statt.

Am 31. März 2010 wurde nach nur 20 Monaten Bauzeit das Teilstück zwischen Dunaújváros und Szekszárd eröffnet. Dieses Teilstück wird als PPP betrieben. Private Partner sind die österreichische Autobahngesellschaft ASFINAG und die Porr, die die 75 Kilometer mit dem deutschen Unternehmen Bilfinger Berger gemeinsam gebaut hat.<ref>Teilstück der M6 fertig gestellt in der Wiener Zeitung, 31. März 2010, abgerufen am 31. März 2010</ref> Die Kosten betrugen 520 Millionen Euro. Die Laufzeit des Konzessionsvertrages beträgt 30 Jahre.<ref>Asfinag und Porr stellen Autobahnteilstück fertig in Der Standard, 31. März 2010, abgerufen am 31. März 2010</ref>

Der M6-Abschnitt Nr. 4 (Szekszárd – Bóly/Mohács) und der M60-Abschnitt Bóly – Pécs (zusammen ca. 80 Kilometer) wurde in Form einer Public Private Partnership realisiert. Dabei wurde von einem Konsortium aus Österreich, Frankreich, Großbritannien und Ungarn mehr als 266,8 Milliarden Forint (1,048 Mrd. Euro) investiert. Die Baukosten dafür betrugen 600 Millionen Euro. Das Konsortium wird geleitet vom Baukonzern STRABAG SE, der mit 30 % beteiligt ist und die Hälfte des Bauauftrags übernimmt. Nach Angaben des ungarischen Verkehrsministeriums gehören weiters die französische Bouygues Travaux Publics, dessen Tochter, der französische Tiefbaukonzern Colas, die britische John Laing Infrastructure Ltd. und das ungarische Unternehmen Intertoll Europe. Weitere Partner mit Anteilen von jeweils über zehn Prozent sind Magyar Aszfalt, Colas Hungária und Közgép.

Das Konsortium baute den Autobahn-Abschnitt im Rahmen eines PPP-Projektes und wird ihn 30 Jahre lang betreiben. Der Spatenstich erfolgte am 21. November 2007, die Fertigstellung war am 31. März 2010.<ref>Vorlage:Webarchiv auf ORF abgerufen am 14. März 2010</ref> Geplant wurden diese Abschnitte von Főmterv Zrt. und Roden. Am 29. Juni 2011 wurde von der ungarischen Regierung im vorläufigen Bedarfsplan der Weiterbau bis zur kroatischen Grenze trotz bestehenden Baurechts auf das Jahr 2018 verschoben.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Realisierung

Als erster Teil wurde eine Strecke mit 54 Kilometer mit 2×2 Fahrbahnen von Érdi-tető bis Dunaújváros im Jahr 2006 in Betrieb genommen. Seit 6. Oktober 2025 ist die M6 in der gesamten geplanten Länge in Betrieb.

Streckenfreigaben

Abschnitt Länge Inbetriebnahme
Autobahnkreuz M0Érdi-tető 7,7 km 23. September 2008
Érdi-tető – Dunaújváros 54,0 km 11. Juni 2006
Budakeszi – Szekszárd 65,1 km 31. März 2010
Szekszárd – Bóly (Autobahnkreuz M60) 48,0 km 31. März 2010
Autobahnkreuz M60 – Kroatische Grenze (Ivándárda) 19,0 km 7. Oktober 2025

Internationale Verknüpfung

Die Autobahn M6 gehört zum Paneuropäischen Verkehrskorridor Vc. Durch sie wird von Budapest aus über Osijek, Sarajevo und Ploče eine hochrangige Verbindung mit der Adria geschaffen werden.

  • Im nordöstlichen Kroatien wird dazu die dortige Autobahn A5 in Richtung Osijek anschließen, die im weiteren Verlauf nach Süden die A3 kreuzt.
  • In Bosnien-Herzegowina wird der Korridor durch die A1 in südlicher Richtung verlängert.
  • Im kroatischen Süddalmatien endet diese Nord-Süd-Achse schließlich, wo sie als A10 zum Kreuz mit der A1 sowie zur Hafenstadt Ploče führen wird.

Somit besteht eine durchgehende Autobahnverbindung von Budapest über Sarajevo bis nach Dubrovnik an der Adria.

Abschnitte als Europastraße

Folgende Europastraßen verlaufen entlang der Autópálya M6:

  • E 73: Autobahnkreuz M0–kroatische Grenze

Verkehrsaufkommen

Verbindung von Budapest am rechten Donauufer zwischen Pécs und der Kreisstadt Baranya im Süden

Durchschnittlicher täglicher Verkehr auf der Autobahn<ref name="kozut.hu">Forgalomszámlálás (Bericht der Anstalt für Straßenwesen.).</ref>
Abschnitt DTV
Budapest (Kreuz M0 – Érd-észak) 30.988
Dunaújváros (Dunaújváros-észak – Dunaújváros-Centrum) 21.427
Szekszárd (Szedres – Szekszárd-észak) 13.712
Mohács (Palotabozsok – Kreuz M60) 9.880

Gebührenpflichtige Strecken

Die gesamte Autobahnstrecke vom Beginn an der M0 in Budapest bis zum derzeitigen Ausbauende am Übergang zur M60 bei Mohács ist sowohl für PKW als auch für LKW gebührenpflichtig. Dies wird sehr wahrscheinlich auch für die geplante Fortsetzung bis zur kroatischen Grenze gelten.<ref>Übersichtskarte der gebührenpflichtigen Strecken in Ungarn</ref>

Komitatsweite Vignette

Seit dem 1. Januar 2015 kann die Autobahn M6 mit einem nationalen E-Aufkleber oder den folgenden komitatsweit geltenden Vignetten benutzt werden:

Komitat Verwendbarer Abschnitt
Vorlage:HU-PE ab Autobahnkreuz M0 (Barackos út) bis nach Ráckeresztúr (15 km – 34 km)
Vorlage:HU-FE ab Százhalombatta-észak bis nach Dunaföldvár-dél (25 km – 98 km)
Vorlage:HU-TO ab Autobahnkreuz M8 (Dunaújváros-dél) bis nach Pécsvárad (75 km – 173 km)
Vorlage:HU-BA ab Bátaszék bis nach Ivándárda-Grenzübergang (163 km – 212 km)

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Autobahnen in Ungarn