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M13 (Bär)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

M13 (* 2009 im Trentino; † 19. Februar 2013 im Kanton Graubünden) war ein mit Peilsender ausgestatteter, aus dem Trentino (Italien) stammender Braunbär, der sich seit 2010 im Alpenraum in Italien, in Österreich und in der Schweiz aufhielt. M13 war der sechste oder siebte in die Schweiz eingewanderte Bär.<ref name="bazonline">M13 kommt ins Naturmuseum Chur Basler Zeitung (bazonline), Artikel vom 20. Februar 2013</ref>

Leben

Geschwister

M13 hatte zwei Wurfgeschwister, M12 und M14, die im Jahr 2012 bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen waren. M12 wurde auf einer Schnellstraße zwischen Meran und Bozen in Italien überfahren, M14 starb bei einem Unfall auf der Brennerstraße, nahe der italienischen Stadt Klausen.

Einwanderung in die Schweiz

Im April 2012 kam der Braunbär aus Südtirol ins Unterengadin und wurde gleich von Wildhütern eingefangen und als „auffälliger Bär“ mit einem Senderhalsband versehen. Im Mai 2012 wurde M13 von einem Zug erfasst, überlebte den Unfall aber.

Im April 2012 hatte der Bär erstmals ein größeres Medienecho hervorgerufen, nachdem er nahe Spiss einen Baum umgestoßen hatte, der auf einen Strommast fiel, wodurch es zu einem Brand kam. Bei der daraufhin gestarteten Suche nach M13 fand die Polizei eine Leiche. M13 wurde daraufhin in Medienberichten auch als „Inspektor Bär“ bezeichnet.<ref>M13, die Leiche und eine Kollision mit dem Zug, In: Die Welt, Artikel vom 2. Mai 2012</ref> Bei dem Toten handelte es sich um einen aus Südtirol stammenden Friedrichshafener, der mit einem stumpfen Gegenstand erschlagen worden war. Zudem wurde in seinem Blut Gift nachgewiesen.<ref>Bringt M13 dieses Liebespaar hinter Gitter? Bericht auf blick.ch vom 25. Juni 2012, abgerufen am 20. Februar 2013</ref>

Einstufung zum Risikobären

Nachdem er sich in Nähe von Siedlungen begab, wurde er im November 2012 gemäß dem Konzept Bär Schweiz als Problembär,<ref name="GR" /> im Februar 2013 zum Risikobären eingestuft<ref name="GR">Kanton Graubünden: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. (Memento des Vorlage:Referrer vom 12. Februar 2015 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/archiv-botSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden. (PDF; 76 kB)</ref> und somit zum Abschuss freigegeben. Am 19. Februar 2013 wurde er im Schweizer Kanton Graubünden erschossen. Grund war dabei unter anderem, dass die systematischen Vergrämungsaktionen nichts nützten.<ref name="GR" />

Kritik am Abschuss

Der Entscheid für den Abschuss wird u. a. vom WWF kritisiert. Der Abschuss sei unnötig gewesen, der Entscheid zu früh gefällt worden. Im Gegensatz zu JJ3, der tatsächlich ein Problembär gewesen sei, habe M13 weitgehend natürliches Verhalten gezeigt. Philip Gehri, Sprecher des WWF erklärte: „Vorlage:Str trim“<ref name="bazonline" />

Präparat von M13

Die Überreste von M13 kamen zuerst ins Bündner Naturmuseum in Chur.<ref name="bazonline" /> Das Präparat von M13 ist seit 2016 im Museo Poschiavino ausgestellt.<ref>Bär M13 kehrt zurück ins Puschlav Kanton Graubünden, Regierungsmitteilung vom 2. Mai 2013</ref>

Artgenossen

Andere Bären werden vermutlich den Spuren von M12, M13 und M14 folgen, denn die Population im Trentino wächst stetig und wird auf rund 100 erwachsene Braunbären geschätzt (Stand: 2024). Die Tiere stammen aus dem Wiederansiedlungsprojekt „Life Ursus“ im Naturpark Adamello-Brenta.<ref name="bazonline" />

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />