Mühlfeld (Mellrichstadt)
Mühlfeld Stadt Mellrichstadt
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(320)&title=M%C3%BChlfeld 50° 27′ N, 10° 21′ O
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| Höhe: | 313 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 5,94 km²<ref name="Gemarkung"/> | |||||
| Einwohner: | 320 (1. Dez. 2024)<ref>Stadtteile | Stadt Mellrichstadt. Abgerufen am 11. März 2026.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 54 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Mai 1978 | |||||
| Postleitzahl: | 97638 | |||||
| Vorwahl: | 09776 | |||||
Mühlfeld ist ein Gemeindeteil der Stadt Mellrichstadt im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld in Bayern.<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Mühlfeld hat eine Fläche von 5,939 km². Sie ist in 1076 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 5519,54 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Mühlfeld (090037). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 11. März 2026.</ref><ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 11. März 2026.</ref>
Lage
Das Pfarrdorf liegt zwischen Rhön und Thüringer Wald am Rande des Grabfeldes in einem der niederschlagsärmsten Gebiete Bayerns, direkt an der östlich verlaufenden Grenze zu Thüringen. Geprägt ist Mühlfeld von einer hügeligen, oftmals bewaldeten Landschaft mit Blick auf die Hochrhön. Die Bundesautobahn 71 verläuft zwei Kilometer entfernt südlich.
Geschichte
1196 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Im 14. Jahrhundert, als Mühlfeld zum Besitz der Grafen von Henneberg (Amt Maßfeld) gehörte, ist im Ort ein Adelssitz belegt. Mehrere Adelsgeschlechter hatten das Schloss als Lehen inne. Im späten Mittelalter ist von einer Burg in Mühlfeld die Rede, die im Bauernkrieg 1525 zerstört und danach wieder aufgebaut wurde. Vermutlich verfiel der Bau wieder, als Mühlfeld im Dreißigjährigen Krieg vorübergehend zur Wüstung wurde. Der Ort gehörte zur Reichsritterschaft und war in dieser Zeit im Besitz der Familie Wolzogen, die hier im 18. Jahrhundert ein Schloss errichten ließ.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref><ref>Schloss Wolzogen in der privaten Datenbank Alle Burgen.Vorlage:Abrufdatum</ref> 1786 musste die Familie Wolzogen das Schloss aufgrund von Verschuldung an das Geschlecht der Seefriede von Buttenheim verkaufen.<ref name="einstundjetzt">Mellrichstadt einst und jetzt. Ein Erinnerungsbuch anläßlich der 750-Jahrfeier der Stadterhebung 1232/1233. (Hrsg.: Stadt Mellrichstadt, Bearb.: Walter Graumann, Josef Kuhn), Richard Mack KG Verlag, Mellrichstadt 1983, S. 86 ff.</ref>
Bis zur Einführung der Reformation im Jahre 1547 durch den Grafen Georg Ernst von Henneberg gehörte Mühlfeld zur Pfarrei Mellrichstadt. Im Jahr 1638 wird Mühlfeld für mehrere Jahre zu einer Pfarrfiliale von Berkach, da durch die Verwüstungen infolge des Dreißigjährigen Krieges keine Finanzmittel für einen eigenen Pfarrer vorhanden waren. Ein bedeutender Pfarrer des Ortes war der aus Mellrichstadt stammende Dichter Andreas Mergilet (1539–1606), der zum Poeta Laureatus gekrönt wurde und von 1590 bis zu seinem Tode in Mühlfeld wirkte. Die Kirche mit einem spätgotischen Chorturm wurde im Jahr 1593 gebaut und ist 1723 erweitert worden. Das Altargemälde zeigt eine Kreuzigungsszene und wurde vermutlich von Johann Christoph Wahnus gestaltet.<ref name="einstundjetzt"/>
1808 kam Mühlfeld zum Großherzogtum Würzburg und 1814 zu Bayern.
Am 1. Mai 1978 wurde Mühlfeld nach Mellrichstadt eingemeindet,<ref> </ref> nachdem die zweiklassige Volksschule des Ortes bereits 1967 in die Christliche Gemeinschaftsschule Mellrichstadt eingegliedert wurde.<ref name="einstundjetzt"/>
Sehenswertes
- Schloss Wolzogen: Es wurde 1715 von Reichshofrat Johann Christoph Freiherr von Wolzogen erbaut, dessen Familie aufgrund ihres protestantischen Glaubens aus Österreich vertrieben wurde und war bis zur Zwangsversteigerung 1988 im Besitz der Familie von Wolzogen, von der es auch seinen Namen entlehnt.<ref>Burgen und Schlösser, Band 42, Deutsche Burgenvereinigung, 2001, Seite 50</ref> Die Stadt ließ es aufwändig restaurieren und es dient nun als Museum (u. a. Porzellansammlung Heinrich Reich) und Ausstellungsgebäude.
- Kirche Sankt Christoph.
- Heiligenmühle
- Baudenmühle
Verkehr
Mühlfeld liegt an der Bahnstrecke Schweinfurt–Meiningen. Es verkehren Züge der Linie RE 7 (Mainfranken-Thüringen-Express) sowie RB 40 (Unterfranken-Shuttle). Nächstgelegener Bahnhof ist Mellrichstadt Bf.
Literatur
- Reinhold Albert: Chronik von Mühlfeld, Mellrichstadt 2001.
Weblinks
- Mühlfeld auf der Website der Stadt Mellrichstadt
- Private Homepage über Mühlfeld
- Vorlage:Bavarikon Ort
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Navigationsleiste Gemeindeteile der Stadt Mellrichstadt Vorlage:Hinweisbaustein
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Webarchiv
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- Geographie (Mellrichstadt)
- Ort im Landkreis Rhön-Grabfeld
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Rhön-Grabfeld)
- Gemeindeauflösung 1978
- Ersterwähnung 1196
- Kirchdorf (Siedlungstyp)
- Gemarkung im Landkreis Rhön-Grabfeld