Mönchehaus Museum Goslar
Das Mönchehaus Museum Goslar ist in einem Fachwerkhaus aus dem frühen 16. Jahrhundert in der historischen Altstadt von Goslar untergebracht. Es ist somit ein Teil des UNESCO-Welterbes Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft. Als Museum für zeitgenössische Kunst mit fünf Ausstellungen pro Jahr hat es ein Alleinstellungsmerkmal in der Region.
Gegründet wurde das Museum im Jahre 1978 durch den Verein zur Förderung moderner Kunst e. V. Goslar (VFK), den wiederum der Goslarer Industrielle Peter Schenning 1974 gegründet hatte. Erster Museumsdirektor war Heinz Holtmann. Ziel der Museumsgründung war unter anderem, für die internationalen Preisträger des Goslarer Kaiserrings ein würdiges Ausstellungshaus zu schaffen. Preisträger sind unter anderem Henry Moore, Sigmar Polke, Gerhard Richter, Günther Uecker, Cindy Sherman, Bernd und Hilla Becher, Isa Genzken, Isaac Julien, Bridget Riley, David Lynch, Jimmie Durham, Olafur Eliasson, Barbara Kruger und Wolfgang Tillmans.
Das 1528 errichtete Mönchehaus, das ein eindrucksvolles Beispiel für die Ackerbürgerhäusern in der historischen Altstadt von Goslar darstellt, wurde zuletzt 2014 aufwändig restauriert und umschließt ein Ensemble mit unterschiedlichen Gebäudeteilen. Der dreistöckige Fachwerkbau dient seit seiner Renovierung als Sitz des Goslarer Kunstvereins. Der Verein führt das Museum seit dessen Gründung in künstlerischer und administrativer Verantwortung.<ref>Bettina Ruhrberg (Hrsg.): Glanzstücke Moderner Kunst. Werke der Goslarer Kaiserringträger (1975–2013). Mönchehaus Museum Goslar, Goslar 2013, ISBN 978-3-9813165-3-7, S. 14 (Auszug, PDF).</ref> Seit 1984 vergibt er außerdem das Kaiserring-Stipendium, mit dem junge Künstler ausgezeichnet werden. Preisträger waren unter anderem Helene Appel, Julian Charrière, Andreas Greiner, Alexander Iskin, Zandile Tshabalala, Christian Holze und Hangama Amiri.<ref>Liste der Kaiserring-Stipendiaten | Mönchehaus Museum Goslar. Abgerufen am 5. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
In den historischen Räumen und im Skulpturengarten sind Werke von Rebecca Horn, Christo & Jeanne-Claude, Victor Vasarely, Joseph Beuys und Ilya Kabakov zu sehen. Vom Garten aus sind auch die einzigartigen Kellergewölbe mit einer ortsspezifischen Installation von Anselm Kiefer begehbar.
Von 2006 bis 2025 war Bettina Ruhrberg Direktorin des Mönchehauses. Ihre Nachfolgerin wurde im September 2025 Miriam Bettin.<ref>Mönchehaus: Bettina Ruhrberg geht, Miriam Bettin kommt. Abgerufen am 13. März 2026.</ref>
Weblinks
- Offizielle Website des Mönchehaus Museums Goslar
- Literatur von und über Mönchehaus Museum Goslar im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Literatur über das Mönchehaus Museum Goslar in der Niedersächsischen Bibliographie
- Erwin Stadlbauer, Cordula Reulecke, Rolf Niemeyer, Bernhard Recker: Das Mönchehaus Goslar. Beispielhafte Erhaltungsstrategie für den Goslarer Schiefer im Denkmalatlas Niedersachsen
Einzelnachweise
<references />
Bergbaumuseum Rammelsberg | Eisenbahnmuseum Vienenburg | Goslarer Museum | Grauhof Brunnen-Museum | Heimatmuseum Vienenburg | Heimatstube Hahnenklee | Kaiserpfalz | Militärhistorisches Museum | Mönchehaus-Museum für moderne Kunst | Musikinstrumente- und Puppenmuseum | Zinnfiguren-Museum | Zwinger
Vorlage:Klappleiste/Ende Koordinaten: 51° 54′ 25,4″ N, 10° 25′ 27,6″ O
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