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Märzorkan 1876

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Der Große März-Orkan von 1876 war ein sogenanntes Schnellläufer-Sturmtief, das am Nachmittag und Abend des 12. März 1876 zunächst über Nordfrankreich und Südengland, anschließend über die Beneluxstaaten, Norddeutschland und Mitteldeutschland hinwegzog und binnen weniger Stunden vielerorts enorme Schäden anrichtete.

Am königlichen Observatorium in Uccle bei Brüssel wurde am späten Nachmittag während einer Böe ein Staudruck von 144 kg/m² registriert, was einer maximalen Windgeschwindigkeit von rund 173 km/h entspricht. Im niederländischen Utrecht wurde um 19 Uhr ein Luftdruck von 962,5 hPa gemessen. Der März-Orkan war ein mehr als 100-jährliches Ereignis und dürfte in seiner Intensität und Schadenswirkung mit dem Niedersachsenorkan 1972, Daria 1990, Lothar 1999 und Kyrill 2007 vergleichbar sein.<ref>Lowinski: März-Orkan. 3. Der „Worst Case“. PDF-Datei Seite 2</ref>

Der Sturm entwurzelte zahllose Bäume, deckte Dächer ab, beschädigte tausende Telegrafenmasten und warf Fabrikschornsteine um. Die größten Schäden traten dabei etwa entlang einer Linie Antwerpen-Düsseldorf-Kassel-Leipzig auf.

Durch anhaltende Regenfälle in den ersten beiden Märzwochen führten im Deutschen Reich zudem fast sämtliche Flüsse Hochwasser. Die Stadt Kaub am Rhein wurde am 10. März 1876 von einem Bergsturz betroffen, der 25 Menschen das Leben kostete.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Nothstandsvorlage der preußischen Staatsregierung zur Abwendung eines weiteren Bergsturzes bei Caub am Rhein (Memento des Vorlage:IconExternal vom 13. November 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/zefys.staatsbibliothek-berlin.de</ref>

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

<references />