Lützendorf
Lützendorf Gemeinde Weilmünster
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(169)&title=L%C3%BCtzendorf 50° 27′ N, 8° 22′ O
{{#coordinates:50,444722222222|8,3663888888889|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Lützendorf | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 176 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 2,34 km²<ref name="lagis" /> | |||||
| Einwohner: | 169 (30. Juni 2025)<ref name="DF">Einwohner und Alterstruktur. Entwicklung der Einwohnerzahl im Marktflecken Weilmünster. In: www.weilmuenster.de. Marktflecken Weilmünster, 30. Juni 2025, abgerufen am 8. März 2026.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 72 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 31. Dezember 1970 | |||||
| Postleitzahl: | 35789 | |||||
| Vorwahl: | 06472 | |||||
Lützendorf ist ein Ortsteil des Marktfleckens Weilmünster im mittelhessischen Landkreis Limburg-Weilburg. Der Ort liegt im östlichen Hintertaunus im Weiltal, etwa 1,5 km nordwestlich des Kernortes Weilmünster. Durch den Ort führt die Landesstraße 3025.
Geschichte
Ortsgeschichte
In erhaltenen Urkunden wurde Lützendorf unter den folgenden Ortsnamen erwähnt (in Klammern das Jahr der Erwähnung):<ref name="OS">Ortsteil Lützendorf. In: Webauftritt. Gemeinde Weilmünster</ref> Luzelendorf (1234), Lutzillindorf (1292), Lutzelendorf (1320), Lutzilndorf (1330) und Lietzendorff (1630).
Im Jahr 1751 wurde eine Getreidemühle erwähnt. Im Jahr 1939 hatte der Ort 138 Einwohner und gehörte zum Oberlahnkreis.
Lützendorf hatte eine Haltestelle an der Weiltalbahn. Die Bahnstrecke wurde 1889 erbaut und 1990 abgebaut, nachdem bereits 1969 der Personenverkehr eingestellt worden war.
- Hessische Gebietsreform (1970–1977)
Im Zuge der Gebietsreform in Hessen fusionierten zum 31. Dezember 1970 der bisherige Marktflecken Weilmünster im Oberlahnkreis mit den bis dahin selbstständigen Gemeinden Aulenhausen, Dietenhausen, Ernsthausen, Laimbach, Langenbach, Laubuseschbach, Lützendorf, Möttau, Rohnstadt und Wolfenhausen freiwillig zur neuen Großgemeinde Weilmünster.<ref>Zusammenschluss von Gemeinden zur Gemeinde „Weilmünster“, Oberlahnkreis vom 6. Januar 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 4, S. 141, Punkt 170 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 6,3 MB]).</ref> Essershausen kam am 31. Dezember 1971 hinzu.<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"></ref> Für alle zwölf ehemals eigenständigen Gemeinden wurden Ortsbezirke gebildet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 51 kB) § 6. In: Webauftritt. Gemeinde Weilmünster, abgerufen im März 2020.</ref>
Verwaltungsgeschichte im Überblick
Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Lützendorf angehört(e): <ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
- vor 1806 Heiliges Römisches Reich, Grafschaft/Fürstentum Nassau-Weilburg, Amt Weilmünster
- ab 1806: Herzogtum Nassau, Amt Weilmünster
- ab 1816: Herzogtum Nassau, Amt Weilburg
- ab 1849: Herzogtum Nassau, Kreisamt Hadamar<ref group="Anm.">Abtrennung der Justiz (Justizamt Weilburg) bis 1854.</ref>
- ab 1854: Herzogtum Nassau, Amt Weilburg
- ab 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Oberlahnkreis<ref group="Anm.">Endgültige Trennung zwischen Justiz (Amtsgericht Weilburg) und Verwaltung.</ref>
- ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Oberlahnkreis
- ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Oberlahnkreis
- ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Nassau, Oberlahnkreis
- ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Oberlahnkreis
- ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Oberlahnkreis
- ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Oberlahnkreis
- ab 1968: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Oberlahnkreis
- ab 1971: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Oberlahnkreis, Gemeinde Weilmünster
- ab 1974: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Limburg-Weilburg, Gemeinde Weilmünster
- ab 1981: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Gießen, Landkreis Limburg-Weilburg, Gemeinde Weilmünster
Bevölkerung
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Lützendorf 195 Einwohner. Darunter waren 6 (3,1 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 39 Einwohner unter 18 Jahren, 72 zwischen 18 und 49, 39 zwischen 50 und 64 und 45 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 81 Haushalten. Davon waren 18 Singlehaushalte, 30 Paare ohne Kinder und 24 Paare mit Kindern, sowie 9 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 15 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 54 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />
Einwohnerentwicklung
| • 1630: | 11 Haushaltungen<ref name="OS" /> |
| Lützendorf: Einwohnerzahlen von 1825 bis 2020 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1825 | 112 | |||
| 1834 | 130 | |||
| 1840 | 146 | |||
| 1846 | 146 | |||
| 1852 | 126 | |||
| 1858 | 119 | |||
| 1864 | 132 | |||
| 1871 | 123 | |||
| 1875 | 117 | |||
| 1885 | 125 | |||
| 1895 | 120 | |||
| 1905 | 136 | |||
| 1910 | 140 | |||
| 1925 | 144 | |||
| 1939 | 138 | |||
| 1946 | 230 | |||
| 1950 | 231 | |||
| 1956 | 215 | |||
| 1961 | 222 | |||
| 1967 | 207 | |||
| 1970 | 199 | |||
| 1987 | 187 | |||
| 1993 | 210 | |||
| 1996 | 212 | |||
| 2001 | 211 | |||
| 2005 | 218 | |||
| 2010 | 203 | |||
| 2011 | 195 | |||
| 2015 | 183 | |||
| 2020 | 182 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: <ref name="lagis" /><ref name="OS" /><ref name="DF" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" /> | ||||
Historische Religionszugehörigkeit
| • 1885: | 124 evangelische (= 99,20 %), ein katholischer (= 0,80 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
| • 1961: | 183 evangelische (= 82,43 %), 39 katholische (= 17,57 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
Politik
Für Lützendorf besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Lützendorf) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.<ref name="HS" /> Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 60,00 %. Dabei wurden gewählt: ein Mitglied der „Sozialdemokraten Lützendorf“, ein Mitglied der CDU und 3 Mitglieder der „Bürgerliste Lützendorf (BLL)“ an.<ref>Ortsbeiratswahl Lützendorf. In: Votemanager. Gemeinde Weilmünster, abgerufen im Oktober 2023.</ref> Der Ortsbeirat wählte Hans-Joachim Philippi (BLL) zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeirat Lützendorf. In: Rathausinformationssystem. Gemeinde Weilmünster, abgerufen im Oktober 2023.</ref>
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Für die Kulturdenkmäler des Ortes siehe Liste der Kulturdenkmäler in Lützendorf.
Vereine
Das Vereinsleben wird hauptsächlich vom im Jahr 1934 gegründeten Feuerwehrverein der Freiwilligen Feuerwehr Lützendorf und vom Turnverein Lützendorf geprägt.
Weblinks
- Ortsteil Lützendorf. In: Webauftritt. Gemeinde Weilmünster
- Lützendorf, Landkreis Limburg-Weilburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Anmerkungen und Einzelnachweise
Anmerkungen <references group="Anm." />
Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Lützendorf, Landkreis Limburg-Weilburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 24 und 62, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020. </ref> </references>
Aulenhausen | Dietenhausen | Ernsthausen | Essershausen | Laimbach | Langenbach | Laubuseschbach | Lützendorf | Möttau | Rohnstadt | Weilmünster mit Siedlung Audenschmiede | Wolfenhausen