Luftstreitkräfte Serbiens
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Luftstreitkräfte Serbiens | |
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Emblem der serbischen Luftstreitkräfte | |
| Aufstellung | 1912–1918 2006 |
| Staat | Datei:Flag of Serbia.svg Serbien |
| Streitkräfte | Streitkräfte Serbiens |
| Teilstreitkraft | Luftstreitkräfte |
| Typ | Teilstreitkraft |
| Stärke | etwa 5.100 Mann |
| Stabskommando | Zemun |
| Schutzpatron | Hl. Elias |
| Motto | Za slobodu i čast otadžbine „Für Freiheit und Ehre des Vaterlandes“ |
| Leitung | |
| Chef des Stabes der Luftwaffe und Luftverteidigung | Generalleutnant Duško Žarković |
| Insignien | |
| Flugzeugkokarde | Datei:Roundel of Serbia.svg Datei:Roundel of Serbia – Low Visibility.svg |
| Hoheitszeichen (Seitenleitwerk) | Datei:Serbian Air Force fin marking.svg |
Die Luftstreitkräfte Serbiens ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) – ВиПВО ВС/ViPVO VS) sind eine Teilstreitkraft der Streitkräfte Serbiens.
Geschichte
Die Idee einer serbischen Luftstreitkraft wurde erstmals 1893 postuliert und sollte Feldluftschiffer beinhalten. Zu diesem Zwecke wurden 1901 die ersten Offiziere nach Russland zur Ausbildung gesandt. 1909 wurde die erste Einheit mit zwei russischen Ballons des Typs Treugolnik aufgestellt. 1912 folgten zwei deutsche Ballons des Typs Riedinger.
Während der Balkankriege 1912 wurden aus Frankreich 12 Flugzeuge des Typs Blériot XI angeschafft und am 24. Dezember 1912 in Niš das erste Luftkommando Serbiens gegründet.<ref>dragan.freeservers.com. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 29. März 2009; abgerufen am 27. Juli 2014.</ref> Das Luftkommando umfasste eine Flugzeugstaffel, eine Feldluftschifferabteilung, eine Taubenpost sowie eine Wasserzentrale. Die Balkankriege 1912 und 1913 überstanden lediglich 4 Flugzeuge und 2 Ballone der Feldluftschiffer, mit denen Serbien 1914 in den Ersten Weltkrieg eintrat. Während des Ersten Weltkrieges wurden mit Unterstützung der Alliierten die Luftstreitkräfte reorganisiert und standen zeitweise unter Oberbefehl der französischen Streitkräfte in Südosteuropa. 1918 hatten die Luftstreitkräfte zwei Geschwader mit sechs Flugzeugstaffeln und etwa 70 Flugzeugen.<ref>dragan.freeservers.com. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 15. Oktober 2009; abgerufen am 27. Juli 2014.</ref>
Mit der Gründung des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen (ab 1929 Jugoslawien) wurden die Luftstreitkräfte Serbiens in die Luftstreitkräfte des Kgr. SHS umbenannt und bildeten die Keimzelle der späteren jugoslawischen Luftwaffe.
Mit dem Zerfall Jugoslawiens in den 1990ern und schließlich mit der Auflösung des Staatenbundes Serbien und Montenegro im Jahre 2006 wurden die Luftstreitkräfte Serbiens neu gebildet. Das Inventar wurde zum größten Teil aus Beständen der jugoslawischen und danach serbisch-montenegrinischen Armee übernommen.
Gegenwart
Das Flugabwehrsystem der Luftstreitkräfte Serbiens beinhaltet eine große Auswahl sowjetischer Modelle. Viele davon sind Mittelstreckenwaffen, jedoch sind auch einige Kurzstreckenmodelle bei Infanterieeinheiten im Einsatz. Die Luftwaffe fliegt überwiegend sowjetische und jugoslawische Muster.
Die 2007 fünf vorhandenen MiG-29B/UB wurden generalüberholt und auf Kompatibilität mit NATO-Flugzeugen umgerüstet, wobei eine MiG bei einem Absturz 2009 verloren ging. Die Schulflugzeuge und leichten Jagdbomber G-4 Super Galeb sollen auf Version MD modernisiert, die Basistrainer Utva-75 dagegen durch das neue Schulflugzeug Lasta ersetzt werden. Neu beschafft wurden 10 leichte Aufklärungsdrohnen Orbiter UAV aus Israel, während sich die leichte Aufklärungsdrohne Vrabac UAV heimischer Produktion 2010 noch in Testphase befand.
Seit mehreren Jahren lässt sich beobachten, dass Serbien seine Verteidigungsausgaben kontinuierlich erhöht.<ref>Marvin Ziegele: Konflikt auf dem Balkan: Für eine „serbische Welt“ rüstet die Regierung das Militär massiv auf. In: Frankfurter Rundschau. 7. Oktober 2021, abgerufen am 20. September 2023.</ref><ref>Aufrüsten auf dem Balkan: Immer noch ein Pulverfass? In: euronews.com. 28. Januar 2022, abgerufen am 20. September 2023.</ref> Damit einher gehen auch eine Modernisierung der Luftstreitkräfte und die Neubeschaffung von Kampf- und Transportflugzeugen sowie von Transporthubschraubern.
Im Dezember 2016 kaufte Serbien sechs MiG-29 Kampfflugzeuge von der Russischen Föderation. Anfang 2017 wurde zudem bekannt, dass Serbien mehrere MiG-29 unterschiedlicher Versionen von Belarus und Russland erhalten wird.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Belarus to donate MiG-29s, Buk SAMs to Serbia ( vom 10. April 2017 im Internet Archive)</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Russia to donate MiG-29s, T-72s to Serbia ( vom 5. November 2017 im Internet Archive)</ref> Vier Maschinen aus diesem Abkommen wurden am 25. Februar 2019 im belarussischen Baranawitschy an die serbischen Luftstreitkräfte übergeben.<ref>Igor Salinger: PICTURES: Serbia receives MiG-29 fighters from Belarus. 26. Februar 2019, abgerufen am 27. Februar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Zuge des russischen Einmarsches in die Ukraine wurde es für Serbien nahezu unmöglich Ersatzteile für die MiG-29 Flugzeuge zu erwerben. Präsident Aleksandar Vučić artikulierte daraufhin mehrmals das Interesse, Kampfflugzeuge vom Typ Rafale aus Frankreich zu kaufen.<ref>Patrick Zwerger: Serbien gehen Ersatzteile für die MiG-29 aus. In: Flug Revue. 24. Februar 2023, abgerufen am 20. September 2023.</ref>
Im Oktober 2019 kaufte Serbien zwei Mil Mi-17 Transporthubschrauber von der Russischen Föderation und übergab sie an die Luftstreitkräfte.<ref>Стигли руски хеликоптери. In: politika.sr. 16. Oktober 2019, abgerufen am 20. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Dezember wurden zudem vier Mi-35M Kampfhubschrauber von Russland gekauft.<ref>Хеликоптери Ми-35М стигли у Србију. Radio-Televizija Srbije, 2. Dezember 2019, abgerufen am 20. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Darüber hinaus kaufte Serbien 2019 neun chinesische Drohnen vom Typ Chengdu Pterodactyl-1 (Wing Loong). Damit war es das erste Land in Europa, das seine Streitkräfte mit chinesischen Drohnen ausstattete. Eine Folgebestellung von 15 weiteren Drohnen sei möglich, berichtete damals das US Militärmagazin Stars and Stripes.<ref>Ryan Pickrell: Auf dem Weg nach Europa: Billige Kampfdrohnen aus China werden zum Risiko für die Sicherheit. 12. September 2019, abgerufen am 1. September 2021.</ref>
Ausrüstung
Die serbischen Luftstreitkräfte verfügen über folgende Ausrüstung:<ref>World Air Forces 2026. (PDF) Flight International, abgerufen am 25. März 2026.</ref><ref name=":IISS">International Institute for Strategic Studies (Hrsg.): The Military Balance 2022. 122. Auflage. Taylor & Francis, 2022, ISBN 978-1-03-227900-8, S. 142–143.</ref>
Luftfahrzeuge
Flugabwehrwaffen
Einzelnachweise
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