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Ludwig Schmitz (Schauspieler)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Ludwig Schmitz (* 28. Januar 1884 in Köln; † 29. Juni 1954 in Hannover) war ein deutscher Schauspieler.

Leben

Ludwig Joseph Schmitz arbeitete als Sohn des Kappenmachermeisters Joseph Schmitz und seiner Ehefrau Louise geb. Klubschewsky zunächst im väterlichen Betrieb und nahm nebenher Schauspielunterricht. Um die Jahrhundertwende erhielt er sein erstes Engagement am Stadttheater Nordhausen, 1902/03 war er in Hofgeismar, danach in Delitzsch, Wismar und Düren.

Längere Zeit arbeite Ludwig Schmitz am Hof- und Nationaltheater Mannheim. 1927 bis 1929 spielte er am Düsseldorfer Schauspielhaus unter Walter Bruno Iltz, 1930 bis 1933 am Stadttheater Münster, danach am Schauspielhaus München. Als „kleiner Dicker“ war Ludwig Schmitz bald auf komische Rollen festgelegt und galt als typischer Vertreter des Kölner Humors. Ab 1937 wirkte Schmitz vor allem an Berliner Bühnen.

Besonders im Film konnte Schmitz sein komödiantisches Talent entfalten. Er erhielt mehrere kleine Rollen, in denen er sich als unverwüstliche rheinische Frohnatur präsentierte. Von September 1939 bis September 1940 gestaltete er zusammen mit dem Düsseldorfer Schauspieler Jupp Hussels die propagandistischen Wochenschau-Beiträge Tran und Helle, in denen er den begriffsstutzigen Tran verkörperte.

Obwohl Schmitz seit dem 1. März 1934 Mitglied der SS war und zum 1. Mai 1937 der NSDAP beitrat (Mitgliedsnummer 5.773.622),<ref>Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/38570842</ref> wurde er 1941 „wegen unwürdigen Verhaltens“ für den deutschen Film gesperrt. Erst in den 1950er Jahren war der beliebte Komiker wieder im bundesdeutschen Kino zu sehen, bis er nach einem Herzanfall oder Schlaganfall<ref name="19540702SAN">Ludwig Schmitz gestorben. In: Salzburger Nachrichten. Herausgegeben von den amerikanischen Streitkräften für die österreichische Bevölkerung / Salzburger Nachrichten. Unabhängige demokratische Tageszeitung, 2. Juli 1954, S. 4 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/san</ref> verstarb. Er wurde auf dem Waldfriedhof Lauheide bei Telgte beigesetzt.<ref>Ludwig Schmitz. In: knerger.de. Abgerufen am 16. März 2026. (Mit Foto des Grabs.)</ref>

Filmografie

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Veröffentlichung

  • Ludwig Schmitz: Verschmitztes. Bergwald-Verlag Walter Paul, Mühlhausen/Th., Leipzig 1941 (sechs Auflagen, mit der vierten Auflage 1943 inhaltliche Änderungen).

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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