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Ludwig Carl Christian Buff

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Ludwig Carl Christian Buff (* 5. März 1787 in Battenberg; † 2. September 1859 in Osnabrück) war zuletzt Kgl. Preuß. Oberbergrat und Direktor des Bergamtes Ibbenbüren.

Leben und Wirken

Ludwig Carl Christian Buff wurde am 5. März 1787 als Sohn des Justizamtmannes Heinrich Paul Buff und seiner Ehefrau Maria Sophia Salome Buff, geb. Hess, in Battenberg geboren. Er studierte in Gießen und in Heidelberg.<ref>Gustav Toepke (Hrsg.): Die Matrikel der Universität Heidelberg (4. Teil): Von 1704 - 1807 ; nebst einem Anhang, Heidelberg 1903, Seite 405, Nr. 182 (31. Oktober 1806)</ref>

1811 wird Buff als Bergmeister in Eslohe,<ref> Die preussische Berg-, Hütten- und Salinenverwaltung 1763 – 1865, Seite 43</ref> ab 1823<ref> Johann Jacob Nöggerath (Hrsg.), 'Das Gebirge in Rheinland-Westphalen nach mineralogischem und chemischen Bezuge', Band 2, Bonn 1823, Seite VIII</ref> als Bergmeister in Meschede erwähnt. Danach (1834)<ref> Archiv für Mineralogie, Geognosie, Bergbau und Hüttenkunde, Band 7, berlin 1834, Seite 164 </ref> war er Bergmeister in Siegen. Da einige Bereisungsberichte des Bergmeisters Buff im Zweiten Weltkrieg verloren gingen sind genauere Angaben nicht möglich.<ref>Wilfried Reininghaus/Reinhard Köhne: Berg, Hütten- und Hammerwerke im Herzogtum Westfalen im Mittelalter und in der frühen Neuzeit, Münster 2008, ISBN 978-3-402-15161-7, S. 4.</ref> 1836 wird Buff zum Direktor des Tecklenburg-Lingensche Bergamtes zu Ibbenbüren bestellt.<ref> Amtsblatt für den Regierungsbezirk Arnsberg 1836, Seite 287</ref> Zum 31. Oktober 1839 wird Bergmeister Buff zum Bergrat ernannt.<ref> Der Bergwerksfreund: Ein Zeitblatt für Berg- und Hüttenleute, Gewerken sowie für alle Freunde und Beförderer des Bergbaues und der demselben verwandten Gewerbe, Band 3, Eisleben 1841, Seite 204 </ref> 1842 wird Bergrat Buff der Rote Adlerorden 4. Klasse verliehen.<ref> Allgemeine preußische Staats-Zeitung, 1842, Nr. 321, Seite 2273 </ref> Fünf Jahre später, 1847, wird er zum Oberbergrat befördert.<ref> Der Bergwerksfreund: Ein Zeitblatt für Berg- und Hüttenleute, Gewerken sowie für alle Freunde und Beförderer des Bergbaues und der demselben verwandten Gewerbe, Band 12, Eisleben 1849, Seite 255 </ref> Zum 1. Oktober 1856 wird Buff auf eigenem Antrag pensioniert. Gleichzeitig wird ihm der Rote Adlerorden 3. Klasse verliehen.<ref> Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Minden, 1856, Seite 390</ref>

Als Bergmeister machte sich Buff um den Ramsbecker Bergbau verdient. Er fasste um 1815 die vielen Einzelbesitze zur sogenannten „Ramsbecker Gewerkschaft“ zusammen.<ref> Fritz Herbst, Der Ramsbecker Bergbau, Dissertation, 1931, Seite 48 </ref> Während seiner Zeit als Bergamtsdirektor in Ibbenbüren war er auch für die dortigen staatlichen Kohlengruben verantwortlich.<ref> Theodor Kiffe, Der Ibbenbürener Steinkohlenbergbau vom Jahre 1813 bis zur Gegenwart, 1928, Seite 8</ref>

Familie

Er heiratete am 18. November 1819 in Bremen Maria Elisabeth Schröder (* 9. Mai 1796 in Bremen; † 26. Juli 1863 in Osnabrück). Aus dieser Ehe gingen folgende Kinder<ref>familysearch.org/</ref> hervor:

  1. Carl Friedrich Christian Buff (* 1820 in Ibbenbüren; † 1891 in Bremen), Kaufmann sowie mehrmals Senator und Bürgermeister der Stadt Bremen
  2. Adolph Ernst Wilhelm Buff (* 27. November 1822 in Meschede; † 3. Januar 1880), Kaufmann und Zigarren-Fabrikant
  3. Johanne Marie Henriette Buff (* 30. Januar 1825 in Meschede; † 5. November 1826 in Meschede)
  4. Gottfried Heinrich Emil Buff (* 17. November 1826 in Meschede), Bergrat in Deutz
  5. Heinrich Ludwig Buff (* 23. August 1828 in Siegen; † 2. Dezember 1872 in Prag), Hochschullehrer und Chemiker
  6. Clemens Carl Friedrich Buff (* 6. Januar 1831 in Siegen)
  7. Caroline Emilie Buff (* 19. Juni 1834 in Siegen)

Werke

  • Kurze Beschreibung des Herzogthums Westphalen in geognostischer berg-, und hüttenmännischer Hinsicht, Eslohe 1816<ref>Wilfried Reininghaus/Reinhard Köhne: Berg, Hütten- und Hammerwerke im Herzogtum Westfalen im Mittelalter und in der frühen Neuzeit, Münster 2008, ISBN 978-3-402-15161-7, S. 555–565</ref>
  • Lagerungsverhältnisse und Geschichte des Stadtberger Kupferschieferwerks, 1819<ref> Zeitschrift für das Berg-, Hütten- und Salinenwesen im preussischen Staate, Band 69, 1921, Seite 68</ref>
  • Ueber das Kupferschiefergebirge im Herzogthum Westphalen in: Johann Jacob Nöggerath (Hrsg.), Das Gebirge in Rheinland-Westphalen nach mineralogischem und chemischen Bezuge, Band 2, Bonn 1823, Seite 152–168
  • Merkwürdiges Zusammen-Vorkommen eines Konglomerat- und eines Eisenstein-Ganges im Grauwacken-Gebirge des Herzogthums Westphalen in: Johann Jacob Nöggerath (Hrsg.), Das Gebirge in Rheinland-Westphalen nach mineralogischem und chemischen Bezuge, Band 2, Bonn 1823, Seite 169–171
  • Geognostische Bemerkungen über das Kreidegebirge in der Grafschaft Mark und im Herzogthume Westphalen und über dessen Soolenführung in: Johann Jacob Nöggerath (Hrsg.), Das Gebirge in Rheinland-Westphalen nach mineralogischem und chemischen Bezuge, Band 3, Bonn 1824, Seite 42–58
  • Geognostische Bemerkungen über das Vorkommen der Spiesglanzerze auf der Grube Caspari bei Wintrop und auf der Grube Unverhofft Glück bei Nuttlar im ehemaligen Herzogthum Westphalen in: Archiv für Bergbau und Hüttenwesen, Band 16, Berlin 1827, Seite 54–60
  • Bemerkungen über das Vorhandensein eines Steinsalzlagers in Westphalen in: Archiv für Bergbau und Hüttenwesen, Band 17, Berlin 1828, Seite 97
  • Ueber Gangbildungen welche eine lagerartige Entstehung zu haben scheinen in: Archiv für Mineralogie, Geognosie, Bergbau und Hüttenkunde, Band 6, Berlin 1833, Seite 439

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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