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Lucius Volcacius Tullus (Konsul 66 v. Chr.)

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Lucius Volcacius<ref>Der Gentilname erscheint gelegentlich auch als Volcatius, doch vgl. Thomas Robert Shannon Broughton, The magistrates of the Roman republic, vol. 3, Supplement, Atlanta 1986, S. 222: ”The name of the gens should be spelled Volcacius.”</ref> Tullus (* vor 108 v. Chr.; † nach 49 v. Chr.) war ein römischer Politiker im 1. Jahrhundert v. Chr.

Volcacius war im Jahr 66 v. Chr. zusammen mit Manius Aemilius Lepidus Konsul.<ref>Auch wenn keine früheren Volcacii als Konsuln bekannt sind, dürfte er kein homo novus gewesen sein, da Marcus Tullius Cicero (de lege agraria 2, 3) betont, 63 v. Chr. als erster „neuer Mann“ seit langem Konsul geworden zu sein (vgl. T. P. Wiseman, New men in the Roman senate, S. 276, zitiert nach Broughton, Supplement, S. 222).</ref> Er verhinderte in diesem Amt die Bewerbung Lucius Sergius Catilinas um das Konsulat für 65 v. Chr. und unterdrückte dessen erste Verschwörung.<ref>Asconius Pedianus 89C (zur verlorenen Cicero-Rede in toga candida); vgl. Cicero, In Catilinam 1, 15; Sallust, Coniuratio Catilinae 18.</ref> Im Jahr 56 v. Chr. stellte er im Senat den Antrag, Gnaeus Pompeius Magnus damit zu beauftragen, dem ägyptischen König Ptolemaios XII. wieder auf den Thron zu verhelfen. Im Bürgerkrieg zwischen Gaius Iulius Caesar und Pompeius versuchte Volcacius erfolglos, zwischen beiden Kontrahenten zu vermitteln.

Sein Sohn war wahrscheinlich Lucius Volcacius Tullus, der im Jahr 33 v. Chr. das Konsulat innehatte.

Anmerkungen

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