Lolland Kommune
Vorlage:Infobox Kommune in Dänemark
Lolland Kommune ist eine Kommune in Dänemark. Sie befindet sich auf der gleichnamigen Insel Lolland in der Region Sjælland im Süden des Landes und wurde im Jahre 2007 im Zuge einer Verwaltungsreform gegründet. Bis 1970 umfasste das Gebiet die Harden Fuglse Herred, Lollands Nørre Herred und Lollands Sønder Herred im damaligen Maribo Amt, aus denen danach die Kommunen Holeby Kommune, Højreby Kommune, Maribo Kommune, Rødby Kommune, Nakskov Kommune, Rudbjerg Kommune und Ravnsborg Kommune im Storstrøms Amt gebildet wurden, die im Zuge der Kommunalreform zum 1. Januar 2007 in der neuen Kommune in der Region Sjælland aufgegangen ist.
Daten und Fakten
Die Fläche der Gemeinde beträgt Vorlage:Str replace km².<ref name="ARE207" /> Der Verwaltungssitz befindet sich in der Ortschaft Maribo. Die Einwohnerzahl ist rückläufig: Von fast 49.000 zum Zeitpunkt der Gebietsreform ging sie auf knapp 41.000 im Jahr 2018 zurück.<ref name="stat">Städtestatistik Dänemark. Abgerufen am 4. November 2018</ref>
Zu beachten ist, dass die Gemeinde nur den mittleren und westlichen Teil der Insel Lolland (etwa 1300 km²) umfasst, während der östliche Teil (die alten Kommunen Sakskøbing und Nysted sowie Toreby Sogn als Teil der alten Kommune Nykøbing Falster) zusammen mit der Insel Falster die neue Großgemeinde Guldborgsund Kommune bilden.
Ortschaften
Die bevölkerungsreichste Ortschaft ist Nakskov mit 12.661 Einwohnern (Stand 2018). Weitere Ortschaften der Kommune Lolland sind Holeby, Langø, Maribo, Nørreballe, Rødby und der Fährhafen Rødbyhavn.
Verkehr
Durch das Gemeindegebiet führt im Verlauf der Vogelfluglinie die international bedeutende Eisenbahn- und Straßenverbindung von Hamburg nach Kopenhagen.<ref>Reisebericht Vogelfluglinie bei Geo-Community. Abgerufen am 4. November 2018</ref> Durch die Privatbahn Lokaltog sind auf der Bahnstrecke Nykøbing F–Nakskov mehrere Gemeindeteile im Norden (unter anderem Nakskov und Maribo) an die Vogelfluglinie angeschlossen. Eine halbstündig fahrende Fähre verbindet den deutschen Ort Puttgarden in Schleswig-Holstein mit Rødbyhavn.<ref>Fährverbindung Puttgarden - Rødbyhavn. Abgerufen am 4. November 2018</ref>
Politik und Kultur
Bei den Kommunal- und Regionalratswahlen am 21. November 2017 konnten aufgrund der gesunkenen Bevölkerungszahl nur noch 25 Ratsmitglieder (anstelle von 31 bei den Wahlen 2005, 2009 und 2013) in den Stadtrat gewählt. Die Sitzverteilung beträgt 11 Sitze für die Sozialdemokraten, 5 für die konservativ-liberale Venstre und 3 für die Dansk Folkeparti. Die übrigen 6 Sitze gingen an kleinere Gruppierungen.
Bürgermeister ist Holger Schou Rasmussen von den Sozialdemokraten, stellvertretenden Bürgermeister Henrik Høegh von den Konservativ-Liberalen Venstre.<ref>Bürgermeister der Kommune Lolland. Abgerufen am 4. November 2018 (dänisch)</ref> Henrik Høegh war Minister in der Regierung Lars Løkke Rasmussen I.
Die Kommune koordiniert mit einer eigenen Stabsstelle die öffentlichen Bibliotheken und die beiden Musikschulen im Gemeindegebiet und entwickelt und unterstützt kulturelle Initiativen und Freizeitangebote.<ref>Vorlage:Webarchiv. Abgerufen am 4. November 2018 (dänisch)</ref>
Archäologie
Auf dem Gemeindegebiet befindet sich die archäologische Fundstätte des eisenzeitlichen Männergrabs von Hoby.<ref>Pressemitteilung des Nationalmuseums Kopenhagen vom 4. September 2012. Abgerufen am 4. November 2018 (dänisch)</ref><ref>Vorlage:Webarchiv Seite 6. Abgerufen am 4. November 2018</ref>
Kirchspielsgemeinden und Ortschaften
Auf dem Gemeindegebiet liegen die folgenden Kirchspielgemeinden (dän.: Sogn) und Ortschaften mit über 200 Einwohnern (byer nach Definition der dänischen Statistikbehörde), bei einer eingetragenen Einwohnerzahl von Null hatte der Ort in der Vergangenheit mehr als 200 Einwohner.
<references group="A"> <ref name="<200"> Birket hatte 2015 erstmals weniger als 200 Einwohner, Branderslev erstmals 2023. </ref> <ref name="Anderstrup"> Mit der Ausweitung der Besiedlungsflächen wurde die Ortschaft Anderstrup vom Amt für Statistik seit der Kommunalreform 2007 zur Stadt Maribo gerechnet. </ref> <ref name="Vesterby"> Die Ortschaft Vesterby auf der Insel Fejø hatte 2004 noch 247 Einwohner, seit 2006 wird die Einwohnerzahl von Danmarks Statistik nicht mehr ausgewiesen. </ref> <ref name="Søllested"> Am 27. November 2016 gingen Gurreby Sogn, Skovlænge Sogn und Søllested Sogn im Søllested-Skovlænge-Gurreby Sogn auf. </ref> <ref name="Utterslev Sogn"> Am 1. August 2016 gingen Herredskirke Sogn, Løjtofte Sogn und Utterslev Sogn im Utterslev-Herredskirke-Løjtofte Sogn auf. </ref> <ref name="Købelev"> Am 29. November 2020 gingen Købelev Sogn und Vindeby Sogn im Købelev-Vindeby Sogn auf. </ref> <ref name="Utterslev"> Die Einwohnerzahl von Utterslev lag 2022 erstmals unter 200 </ref> <ref name="Errindlev"> Die Gemeinden Errindlev Sogn, Olstrup Sogn und Tågerup Sogn wurden am 1. Juli 2022 zum Errindlev-Olstrup-Tågerup Sogn zusammengelegt. </ref> <ref name="Rødby"> Rødby Sogn wurden am 1. Dezember 2024 um die ehemals selbständigen Kirchspiele Ringsebølle Sogn, Nebbelunde Sogn und Sædinge Sogn erweitert. </ref> <ref name="Horslunde"> Horslunde Sogn wurden am 1. Dezember 2024 um die ehemals selbständigen Kirchspiele Nøbbet Sogn und Nordlunde Sogn erweitert. </ref> </references>
Soweit Sogne zusammengelegt wurden, bezieht sich das nur auf die kirchlichen Belange. In ihrer Eigenschaft als Matrikelsogne, also als Grundbuchbezirke der Katasterbehörde Geodatastyrelsen, wirken sich seit Abschaffung der Hardenstruktur 1970 solche Änderungen nicht mehr aus.
Einzelnachweise
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