Lokomotorik
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Lokomotorik als Teilbereich der Motorik (Bewegungsfähigkeit, Bewegungsverhalten) bezeichnet die Art der Bewegung:
- Fortbewegungen, d. h. Bewegung mit Ortsveränderung (bewusst und/oder kontrolliert) des Körpers wie Klettern, Laufen, Gehen und Springen.<ref>Uwe Bahr: Zur funktionellen Organisation der menschlichen Lokomotorik: mechanische und elektromyographische Analyse des rhythmischen Springens auf der Stelle. Dissertation, 1988, ausliegend in der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt am Main, in der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig und in der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin, Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum.</ref> Gegensatz: Statomotorik.
- Bewegungen und (unwillkürliche) Reflexe des Körpers oder von Teilbereichen des Körpers, beispielsweise innerhalb von Organen (z. B. die spontane Ausstoßung eingeatmeter Fremdkörper aus der Lunge).<ref>K. Diezel: Die Bedeutung der bronchialen Lokomotorik fur die spontane Expektoration aspirierter Fremdkorper. In: Heilk. u. Z. Hals-usw. Heilk, Nr. 169, 1956, S. 397.</ref>
- Bewegungsdrang.<ref>S. Polten, E. Porzig, O. Liebengerg: Untersuchungen von akustischen Reizen in ihrem stimulierenden Einfluss auf die Lokomotorik von Rindern. 4. Habituationstest. In: Archiv fur Tierzucht, Band 22, Nr. 2, 1979, S. 137–144.</ref>
- Raumerleben (durch die vollzogenen Bewegungen).
Den Wissenschaftszweig, der sich mit der Motorik befasst, nennt man Motologie.
Ein Teilbereich der Lokomotorik ist die Proxemik (Distanzregelung).
Zu unterscheiden
Im Gegensatz zur Lokomotorik stehen Sensomotorik (z. B. Greifen) und Statomotorik (Halte- und Stützreflexe).
Einzelnachweise
<references />