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Lohrberg (Siebengebirge)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Lohrberg
Der Lohrberg vom Nonnenstromberg aus gesehen
Der Lohrberg vom Nonnenstromberg aus gesehen
Höhe 432,8 m ü. NHN <ref>Angabe laut Digitalem Geländemodell und Digitaler Topographischer Karte 1:25.000, 1:50.000 und 1:100.000 (abrufbar im Kartendienst TIM-online)</ref>
Lage Königswinter, Nordrhein-Westfalen
Gebirge Siebengebirge
Dominanz 0,85 km → Löwenburg
Schartenhöhe 88 m ↓ Wasserscheide zwischen Fonsbach und Einsiedlerbach
Koordinaten 50° 40′ 17″ N, 7° 14′ 57″ OKoordinaten: 50° 40′ 17″ N, 7° 14′ 57″ O
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Datei:Siebengebirge Übersichtskarte.png
Gestein Trachyt und Trachyttuff

Der Lohrberg ist einer der sieben großen Berge des Siebengebirges. Mit 432,8 m ü. NHN ist er der dritthöchste Berg im Siebengebirge.

Geographie

Der Lohrberg liegt auf dem Gebiet der Stadt Königswinter an der Grenze zur Stadt Bad Honnef, südwestlich der Margarethenhöhe und der zu Ittenbach gehörenden Ortslage Lahr. Benachbarte Berge und Anhöhen sind im Uhrzeigersinn von Lahr aus Scheerkopf, Trenkeberg, Merkenshöhe, Erpentalskopf, Jungfernhardt, Wasserfall und Großer Ölberg.

Die Besonderheit des Lohrberges liegt darin, dass er im Grunde ein Siebengebirge im Siebengebirge ist – besteht das „Lohrberg-Massiv“ doch aus sieben einzelnen Anhöhen, die allerdings alle bewaldete Kuppen sind. Der Lohrberg hat keinen markanten Gipfel mit entsprechender Aussicht wie andere Berge des Siebengebirges, so dass er trotz seiner Höhe eher unbekannt und wenig besucht ist.

An der Nordseite des Lohrbergs entspringt an der Lohrbergquelle der dem Rhein zufließende Mirbesbach.

Geologie

In geologischer Hinsicht besteht der Lohrberg im Wesentlichen aus Trachyt, der eine Fläche von 0,5 km² einnimmt und damit den bei weitem größten Komplex dieser Gesteinsart im Siebengebirge darstellt. Er zeichnet sich durch ein bis zwei Zentimeter große Sanidineinsprenglinge aus, die im Vergleich zu den anderen lokalen Trachytarten sowohl größer sind als auch häufiger auftreten.<ref>Geologisches Landesamt Nordrhein-Westfalen (Hrsg.); Gangolf Knapp, Klaus Vieten: Geologische Karte von Nordrhein-Westfalen 1:25.000. Erläuterungen zu Blatt 5309 Königswinter. 3., überarbeitete Auflage, Krefeld 1995, S. 30/31.</ref>

Geschichte

Mit Wald und Bäumen hängen in der Regel die Namens- und Ortsbezeichnungen zusammen, die mit dem althochdeutschen Wort Loh versehen sind. Auch der Name des Lohrberges ist demnach auf den Bewuchs zurückzuführen, der sich auf dem Trachyt und Trachyttuff gebildet hat.

1875 wurde auf dem Lohrberg ein kleiner Aussichtsturm aus Steinen errichtet, der bereits nach wenigen Jahren wieder zugewachsen war.<ref>Echo des Siebengebirges, 3. November 1875, S. 2 (zeitpunkt.nrw)</ref><ref>Kölnische Zeitung, 5. Juni 1876, S. 3 (zeitpunkt.nrw); 20. Oktober 1879, Zweites Blatt, S. 2 (zeitpunkt.nrw)</ref><ref>Bonner Zeitung, 15. Juli 1883, S. 2 (zeitpunkt.nrw)</ref> Die Aussicht wurde nach rund zwei Jahrzehnten im Jahre 1912 wiederhergestellt.<ref>Echo des Siebengebirges, 21. Dezember 1911, S. 3 (zeitpunkt.nrw)</ref><ref>General-Anzeiger Bonn, 3. März 1912, S. 10 (zeitpunkt.nrw)</ref><ref>Echo des Siebengebirges, 13. Juli 1912, S. 2 (zeitpunkt.nrw)</ref> 1927 wurde der auf den Berg führende Weg verbreitert und eine Durchsicht zum Petersberg geschaffen.<ref>Echo des Siebengebirges, 12. Juli 1928, S. 2 (zeitpunkt.nrw)</ref> Nach der am 1. März 2013 in Kraft getretenen Verordnung für das Naturschutzgebiet Siebengebirge ist der Gipfel des Lohrbergs nicht mehr auf dem offiziellen Wegenetz erreichbar.<ref>Historische Wanderwege fallen weg, General-Anzeiger Bonn, 25. Februar 2013</ref>

Weblinks

Commons: Lohrberg – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

<references />

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