Lobentalbach
Der Lobentalbach ist ein Gebirgsbach im bayerischen Teil der Ammergauer Alpen. Sein unterster Lauf heißt Reiselsbergbach.
Geographie
Das Quellgebiet liegt in etwa Vorlage:Höhe am Nordhang des Hohen Straußberg. Nordwestlich des oberen Lobentalbaches verläuft der Kamm des Branderschrofens, südöstlich davon liegen Gabelschrofen, Gumpenkarspitze und Geiselstein.<ref name="BV" />
Verlauf
Der Lobentalbach durchfließt das namengebende Lobental auf seiner gesamten Länge in recht beständig nordnordöstlicher Richtung. Auf den letzten etwa 800 Metern seines Laufs ab dem Ausfluss aus dem unteren der beiden Stausees wird der Bach als Reiselsbergbach bezeichnet.<ref name="BV" /> Er mündet etwas vor dem Austritt aus den Ammergauer Alpen von links in den Halblech.<ref name="BV" />
Zuflüsse
- Branderfleckgraben, links
- Gabelschropfenbach, rechts,
- Dreimännlgraben, links
- Geigersbach, rechts
- Klammgraben, links
- Bockstallgraben, rechts
- Hintertruchenbach, links
- Vordertruchenbach, links, in den oberen Stausee
- Jungholzgraben, links, kurz vor dem unteren Stausee
- Tiefenbach, links, kurz nach dem unteren Stausee
Geschichte
Im Jahre 1916 kam es zu einem Murenabgang am Rosstallköpfl, der den Bachlauf im Lobental verschüttete. Der Lobentalbach staute sich an den Geröllmassen auf. Mittlerweile hat der Bach die Geröllmassen wieder abgetragen.<ref name="JK" />
Wasserkraft
Im Lobental gibt es vier kleinere Wasserkraftwerke, für zwei davon wird der Lobentalbach so weit aufgestaut, dass sich Stauseen bilden. Der größere, obere dieser beiden Seen ist etwa 800 Meter lang und wird in den amtlichen Karten ohne Namen geführt.<ref name="BV" /> Den etwas kleineren unteren See Reiselsbergsperre staut eine Gewichtsstaumauer an.<ref name="TUM" /> Unterhalb dieser heißt der Bach dann Reiselsbergbach.<ref name="BV" />
Einzelnachweise
<references> <ref name="BV">Bundesamt für Kartographie und Geodäsie, Landesamt für Vermessung und Geoinformation Bayern: Digitale Topographische Karte 1:50 000, Vorlage:Webarchiv, abgerufen am 7. Januar 2012</ref> <ref name="JK">Johann Karl: Bodenerosion und ihre Bekämpfung am Nordrand der Alpen, .. am Beispiel der Trauchgauer Flyschberge, Bayerische Landesstelle für Gewässerkunde, München, Seite 38</ref> <ref name="TUM">Richard Huber: Modellversuch Reiselsbergsperre - Hochwasserentlastung, Lehrstuhl und Versuchsanstalt für Wasserbau und Wasserwirtschaft, TU München, 2007</ref> </references>