Lobéké-Nationalpark
| Lobéké-Nationalpark – Lac LobÚkÚ
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| Lage: | Est, Kamerun | ||||||
| Fläche: | 2178 – nach UNEP-WCMC 1838 km² | ||||||
| Gründung: | 1999 | ||||||
Der Lobéké-Nationalpark ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein Nationalpark im Südosten Kameruns. Der Park ist Teil des Kongobeckens.
Geschichte
Schon im Jahre 1991 erstellte der WWF ein biologisches Gutachten, das empfahl, das Lobéké-Gebiet zu schützen. Im Oktober 1999 wurde der 2178 km² große Park zum Nationalpark erklärt. Damit hat die kamerunische Regierung die jahrelangen Bemühungen des WWF zum Schutz des Gebietes anerkannt.<ref>WWF Deutschland: Jahresbericht. 1999, DNB 020833806.</ref> Im gleichen Jahr wurde die sogenannte Yaoundé-Erklärung unterzeichnet. Durch die Kooperation entstand der trinationale Park Sangha,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Tropenwald, Artenvielfalt und Klima ( vom 3. Januar 2011 im Internet Archive)</ref> oft auch als Friedenspark<ref>oasereisen.de</ref> bezeichnet. Lobéké ist Teil dieser Kooperation, die insgesamt 14 381 km² umfasst.<ref name="Transboundary2007">2007 UNEP-WCMC Global List of Transboundary Protected Areas ((PDF)), UNEP-WCMC, abgerufen am 10. Februar 2014.</ref>
Am 3. Juli 2012 wurde der Lobéké-Nationalpark als Teil der Weltnaturerbestätte Sangha Trinational in die Liste des UNESCO-Welterbe aufgenommen.
Geographie
Lobéke gehört zum Bezirk Moloundou.<ref name="CURRAN">Strategic Planning For Conservation Management Options In The Lobeke Region, Southeastern Cameroon</ref>
Der Park liegt im Boumba- und Ngoko-Gebiet.<ref>parrots.org</ref> Aufgrund seiner Nähe zu den Nachbarländern Republik Kongo und Zentralafrikanische Republik ist der Park Teil einer trinationalen Umweltschutzinitiative mit dem Sangha als Grenzfluss im Zentrum des Schutzgebiets. Zur Initiative gehören auch das Dzanga-Sangha-Waldreservat sowie der 1143 km² große Nationalpark Dzanga-Ndoki (Zentralafrikanische Republik) und der Nationalpark Nouabalé-Ndoki (NouabalÚ-Ndoki, 4190 km²) ergänzt durch das Schutzgebiet Nouable Ndoki (Republik Kongo).<ref name="Transboundary2007" /><ref name="CURRAN" />
Flora
Die Flora des Parks besteht in halb-laubartigem Immergrün und Bruchwald. Der Wald zeichnet sich durch eine enorme Pflanzenvielfalt aus.
Unter den kommerziell genutzten Bäumen befinden sich Abachi, Sapeli und Azobe.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Great Ape Hunting and Trade in Lobeke, Cameroon ( vom 23. Juli 2008 im Internet Archive)</ref> Mindestens 300 verschiedene Baumarten befinden sich im gesamten Gebiet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />WWF-Projekte Schutz für das grüne Herz Afrikas - Kamerun ( vom 19. Juli 2011 im Internet Archive)</ref>
Die Abholzung des Waldes ist wie oft in Entwicklungsländern ein großes Problem. Jede Menge illegal geschlagene Tropenhölzer landen täglich zur Verschiffung in Douala.
Fauna
Lobéké ist Heimat der sogenannten charismatischen Megafauna. Im Wald findet man Waldelefanten, Gorillas, Schimpansen, Große Weißnasenmeerkatzen, Grauwangenmangaben, Riesenwaldschweine, Pinselohrschweine, Gelbrückenducker, Kongo-Schwarzrückenducker und Bongos.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Baka Pygmies of Cameroon and Lowland Gorillas ( vom 21. Mai 2018 im Internet Archive)</ref>
Die Avifauna ist beachtlich. Es wurden mehr als 283 Vogelarten inventarisiert. Es gibt eine beachtliche Anzahl von Graupapageien. Außerdem findet man die seltene Rotnasen-Grüntaube (Treron calvus) und Rhinozerosvögel (Buceros rhinoceros). Des Weiteren kann man im Reservat den Gelbkehlkuckuck (Chrysococcyx flavigularis), die Gelbschnabeleule (Otus icterorhynchus) und den Kastanienliest (Halcyon badia) beobachten.<ref>Lobéké National Park in BirdLife International</ref>
Der illegale Papageienfang bzw. die Vogelwilderei stellt ein großes Problem dar.<ref> (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive )</ref> Jährlich werden mehrere tausend Graupapageien gefangen und illegal exportiert.
Außerdem findet sich im Reservat eine außergewöhnliche Herpetofauna. Am Lobéké-See gibt es unter anderem Krokodile.<ref>Peter Ngea: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Congo Basin Stories. Page 1 : The Role of Myths and Mores ( vom 14. Dezember 2010 im Internet Archive)</ref>
Bevölkerung
In Lobéké leben verschiedene ethnische Gruppen u. a. die Baka, Bangando und Bakwelle.<ref>panda.org</ref>
Außerdem gibt es die ethnischen Gruppe der Bantu sowie immigrierte Gruppen.
Aufgrund der Enteignung der indigenen Bevölkerung ohne Kompensation bzw. Aufzeigen einer Perspektive, verarmt die heimische Bevölkerung zunehmend.<ref>Michael M. Cernea: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Poverty Risks and National Parks: Policy Issues in Conservation and Resettlement ( vom 29. Oktober 2008 im Internet Archive)</ref>
Einzelnachweise
<references />
Literatur
- S. Rupp: Identity, Power and Natural Resources: Mapping the Lobéké Forest of Southeastern Cameroon. Graduate Student Colloquium. Yale 1997.
- Cosmas Kombat, Julia Maria Bayer, Tobias Beyer, Konstantin Engelbrecht, May Hokan, Yannic Kiewitt, Nicolas Mielich, Henrice C. Stöbesand: Conflicts, Participation and Co-Management in Protected Areas. A Case Study of Lobéké National Park, Cameroon. Seminar für Ländliche Entwicklung der Humboldt-Universität, 2019.
Weblinks
- Eintrag über den Lobéké-Nationalpark als UNESCO-Welterbe auf der Website der UNESCO (engl.).
<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />
Naturerbe: Tierreservat Dja (1987) | Sangha Trinational: Lobéké-Nationalpark (2012)
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