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Lluís Martínez Sistach

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Datei:Mons. Martinez Sistach (30277911963).jpg
Kardinal Martinez Sistach
Datei:Coat of arms of Lluis Martinez i Sistach.svg
Wappen von Lluís Kardinal Martínez Sistach

Lluís Kardinal Martínez Sistach (* 29. April 1937 in Barcelona, Spanien) ist ein römisch-katholischer Geistlicher und emeritierter Erzbischof von Barcelona.

Leben

Datei:Funeral of Ricardo María Carles (Barcelona) 03.jpg
Kardinal Martínez Sistach bei der Totenmesse für seinen Vorgänger Ricardo María Carles Gordó (2013)

Lluís Martínez Sistach wuchs mit seinen zwei Schwestern und seinen Eltern im Stadtbezirk Horta-Guinardó auf<ref>Cardinal Lluís Martínez Sistach auf collegeofcardinalsreport.com</ref> und war ab 1954 Seminarist am Priesterseminar von Barcelona sowie dem Päpstlichen Spanischen Kolleg St. Joseph. Er empfing am 17. September 1961 das Sakrament der Priesterweihe. In den folgenden Jahren übte er verschiedene Tätigkeiten im Erzbistum Barcelona aus, unter anderem als Pfarrvikar und ab 1975 als Professor für kanonisches Recht. 1978 wurde er Mitglied des Priesterrats im Erzbistum Barcelona. Am 11. September 1979 wurde er dort Generalvikar, was er bis zu seiner Ernennung zum Bischof von Tortosa im Mai 1991 blieb. Von 1977 bis 1997 war er Sekretär der regionalen Bischofskonferenz in der Provinz Tarragona.

Am 6. November 1987 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Titularbischof von Aliezira und zum Weihbischof in Barcelona. Die Bischofsweihe spendete ihm am 27. Dezember 1987 Narciso Kardinal Jubany Arnau. Mitkonsekratoren waren die Erzbischöfe Mario Tagliaferri und Ramón Torrella Cascante. Am 17. Mai 1991 wurde er zum Bischof von Tortosa und am 20. Februar 1997 zum Erzbischof von Tarragona ernannt. Am 15. Juni 2004 folgte er schließlich Ricardo María Kardinal Carles Gordó als Erzbischof von Barcelona nach. Am selben Tag wurde das Erzbistum Barcelona durch Johannes Paul II. zum Metropolitanerzbistum erhoben. In der Spanischen Bischofskonferenz war Lluís Martínez Sistach von 2005 bis 2011 Mitglied des Exekutivkomitees, anschließend war er bis 2014 Präsident der bischöflichen Liturgiekommission. Von 2014 bis Dezember 2015 gehörte er dem ständigen Rat der Spanischen Bischofskonferenz an.

Am 24. November 2007 nahm ihn Benedikt XVI. als Kardinalpriester mit der Titelkirche San Sebastiano alle Catacombe in das Kardinalskollegium auf. Am 6. November 2012 wurde Kardinal Martínez Sistach Ehrendoktor der Stefan-Wyszinski-Universität in Warschau. Nach dem Rücktritt Benedikts XVI. nahm er am Konklave 2013 teil. Zudem war er 2012 und 2014 Teilnehmer der XIII. ordentlichen und der III. außerordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode. Papst Franziskus nahm am 6. November 2015 seinen altersbedingten Rücktritt an.<ref>Rinuncia dell’Arcivescovo Metropolita di Barcelona (Spagna) e nomina del nuovo Arcivescovo Metropolita. In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 6. November 2015, abgerufen am 6. November 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Kardinal Martínez Sistach engagiert sich für zahlreiche soziale Projekte im Heiligen Land. Er ist Großoffizier des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem und war von 2005 bis 2015 Großprior der Statthalterei Spanien-Orient des Päpstlichen Laienordens.

Mitgliedschaften in der römischen Kurie

Lluís Kardinal Martínez Sistach war Mitglied der folgenden Institutionen der römischen Kurie:

Weblinks

Commons: Lluís Martínez Sistach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

VorgängerAmtNachfolger
Ricardo María Carles GordóBischof von Tortosa
1991–1997
Javier Salinas Viñals
Ramón Torrella CascanteErzbischof von Tarragona
1997–2004
Jaume Pujol Balcells
Ricardo María Kardinal Carles GordóErzbischof von Barcelona
2004–2015
Juan José Kardinal Omella Omella
Elías Yanes ÁlvarezDatei:Croix de l Ordre du Saint-Sepulcre.svg Großprior der Statthalterei Spanien-Orient des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem
2006–2015
Juan José Kardinal Omella Omella

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