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Literarische Gesellschaft

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Eine Literarische Gesellschaft ist eine Vereinigung, häufig privatrechtlicher Natur, zur Förderung der Literatur und des Lesens. Sie institutionalisiert die Vermittlung von Literatur in die Gesellschaft hinein, insbesondere die Begegnung von Autoren und Texten mit den Lesern.

Geschichte

Literarische Gesellschaften stehen in der Tradition der Lesegesellschaften des vorhergehenden 18. Jahrhunderts. Sie fördern die literarische Rezeption und entwickelten sich im Verlauf des 19. Jahrhunderts zu einem der Träger des literarischen Diskurses in der bürgerlichen Öffentlichkeit<ref>Jürgen Habermas: Strukturwandel der Öffentlichkeit, Habilitation, Neuauflage 1990</ref>.

Arbeitsgebiete

Datei:Veranstaltungstip der Theatersektion aus den Gründerjahren der Republik.jpg
Privat getragene Theateraufführung 1951

Ihr typisches Arbeitsgebiet ist meist bezogen auf Autor, Epoche, Genre oder ein Territorium.

  • Autorenbezogene Gesellschaften
    Dazu rechnen beispielsweise Vereine zur Erforschung und Überlieferung der Werke eines ausgewählten Autors: für Shakespeare in Weimar, zu Schiller in Marbach, Kafka in Erlangen, Stefan Zweig in Salzburg und Rilke in Bern. Dazu zählen auch Vereine, die einem bestimmten Autor gewidmetes Museum betreiben, hier das Goethehaus in Frankfurt.
  • Epoche
    Dieses Themenfeld bearbeiten insbesondere Literarische Gesellschaften aus dem angelsächsischen Raum.
  • Territorium
    Viele Gesellschaften arbeiten für einen regionalen Raum, zum Beispiel in Karlsruhe, in Weimar, in Winterthur, in Wien oder in Gräfelfing bei München. Letztere zeigt ein Beispiel privat organisierten Kulturprogramms als Ergänzung zu an sich staatlich bereitgestellten Kulturangeboten.

Atypische Aufgaben sind zum Beispiel allgemeinem Zwecke, etwa die der Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, die den Georg-Büchner-Preis vergibt, oder die der Brüder Grimm-Gesellschaft. Die Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft versteht sich als politische wie literarische Vereinigung. Sie will über die Wuppertaler Dichterin hinaus auch das Schicksal anderer verfolgter und ins Exil vertriebenen Künstler und Dichter dokumentieren.

Weitere atypische Aufgaben können gesellschaftsinterne Arbeitskreise zu Kunst, Musik oder Schauspiel sein, wenn hierzu ein besonderer gesellschaftlicher Bedarf besteht. Auch von Gesellschaften sonst ausgelobte Literaturpreise zählen dazu.

Abgrenzungen

Literarische Gesellschaften fördern auf die Rezeption der Literatur im Kontext der bürgerlichen Gesellschaft, aber nicht die Produktion von Literatur. Davon abgegrenzt sind deshalb insbesondere professionelle Vereinigungen wie Berufsverbände der Autoren. Auch exklusive private literarische Salons oder andere literarische Gruppen, oder Zirkel fallen nicht unter diesen Begriff, da ihnen die Teulnahne an öffentlichen Diskurs fehlt.

Siehe auch

Weblinks

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Literatur und Nachweise

Joseph Kürschner: Deutscher Literatur Kalender, 74. Jahrgang in 2 Teilen. Verlag De Gruyter, Berlin 2025. <references />


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