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Litauische Streitkräfte

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
LitauenDatei:Flag of Lithuania.svg Litauische Armee
Lietuvos kariuomenė
Datei:Insignia of the Lithuanian Armed Forces.svg
Führung
Oberbefehlshaber: Verteidigungsminister

(im Kriegsfall: Präsident Gitanas Nausėda)

Verteidigungsminister: Robertas Kaunas
Militärischer Befehlshaber: General
Raimundas Vaikšnoras
Sitz des Hauptquartiers: Vilnius
Teilstreitkräfte: Datei:Insignia of the Lithuanian Land Force.svg Landstreitkräfte
Datei:Insignia of the Lithuanian Naval Force.svg Seestreitkräfte
Datei:Insignia of the Lithuanian Air Force.png Luftstreitkräfte
Datei:Specialiųjų operacijų pajėgos.png Spezialkräfte
Militärische Stärke
Aktive Soldaten: 19.500 (2025)<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Defence Expenditure of NATO Countries (2014-2025).] nato.int, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 19. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Reservisten: 20.000 (2021)<ref>https://www.globalfirepower.com/country-military-strength-detail.php?country_id=lithuania. Abgerufen am 26. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Wehrpflicht: 9 Monate
Wehrtaugliche Bevölkerung: 677.689 Männer (2009)

743.468 Frauen (2009)

Wehrtauglichkeitsalter: 19–45
Haushalt
Militärbudget: 2,5 Mrd. € (2025)<ref name="budget">The Seimas approved the state budget for 2025 - From plenary sittings. Abgerufen am 7. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Anteil am Bruttoinlandsprodukt: 4,00 % (2025)<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Defence Expenditure of NATO Countries (2014-2025).] nato.int, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 19. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Geschichte
Gründung: 23. November 1918 (Befehl No. 1 zum Aufbau einer Armee)<ref>Armed Forces Day (englisch).</ref>
Faktische Gründung: 11. März 1990 (Wiedererlangung der Unabhängigkeit)

Die Litauische Armee (litauisch Lietuvos kariuomenė) sind die Streitkräfte der Republik Litauen. Die Geschichte der Streitkräfte ist eng mit der Geschichte des Landes verknüpft, das erst in den 1990er Jahren seine Unabhängigkeit zurückerlangte. In den vier Teilstreitkräften und deren Unterstützungsverbänden dienen rund 17.000 Soldaten; Verteidigungsminister ist Robertas Kaunas (LSDP).

Litauen ist Mitglied der NATO. Aufgrund der begrenzten finanziellen Möglichkeiten des Landes werden bestimmte Verteidigungsaufgaben zusammen mit den baltischen Nachbarstaaten und/oder anderen Partnerstaaten durchgeführt. Im Rahmen von Internationalen Bündniseinsätzen (EU, NATO u. a.) ist oder war die Litauische Armee in Somalia, Mali, Afghanistan (bis Mitte 2021). Libyen, Irak, ZAR, im Kosovo und der Ukraine aktiv (Stand 2021).

Geschichte

Vorgeschichte

Das Großfürstentum Litauen war im 14. Jahrhundert der einzige Staat in Osteuropa, der die Goldene Horde militärisch effektiv bekämpfen konnte. Aufgrund des stetigen militärischen Drucks von außen führte die Union von Krewo zu einem Bündnis zwischen Polen und Litauen, das 1569 schließlich in der Lubliner Union zu einer Realunion (siehe Polen-Litauen) umgewandelt wurde, die bis 1795 bestand.<ref>Mathias Niendorf: Das Großfürstentum Litauen. Studien zur Nationsbildung in der Frühen Neuzeit (1569–1795)Veröffentlichungen des Nordost-Instituts 3. Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 2006, ISBN 3-447-05369-0 (Zugleich: Kiel, Univ., Habil.-Schr., 2003).</ref>

Bereits in den Jahren 1333 und 1339 schlug das Großfürstentum mongolische Kräfte bei deren Versuch, Smolensk der litauischen Einflusssphäre zu entreißen. Bis 1355 eroberten litauische Truppen Territorium der Goldenen Horde bis hin zum Dnepr. Im Bündnis mit Toktamisch fiel Litauen 1398, in einem Kreuzzug gegen die Horde, im Norden der Krim ein und errang einen deutlichen Sieg. In der Schlacht an der Worskla wurde Litauen 1399 jedoch besiegt und verlor die östlichen Steppengebiete und seinen Zugang zum Schwarzen Meer wieder.

Im Westen musste man sich ab 1303 in den Litauerkriegen mehr als hundert Jahre gegen die Bedrohung durch den Deutschen Orden zu erwehren. Erst nach dem Bündnis mit Polen und der Schlacht von Tannenberg 1410 konnte diese beendet werden.

Zwischen den Weltkriegen

Noch vom Deutschen Kaiserreich besetzt, hatte Litauen 1918 seine Unabhängigkeit vom Russischen Kaiserreich erklärt und mit dem Aufbau eigener Streitkräfte begonnen. Die Unabhängigkeit des Landes nach der Oktoberrevolution war nur militärisch, in Kämpfen gegen Rote Armee und Truppen der Zweiten Polnischen Republik, durchzusetzen gewesen. Danach hielten die Spannungen mit den Nachbarstaaten allerdings an. Aus litauischer Sicht hielt Polen das Wilnaer Gebiet weiterhin besetzt und im Jahr 1923 annektierte Litauen seinerseits das, im Friedensvertrag von Versailles seit 1920 von Deutschland abgetrennte, Memelland. Die Mittel, die dem Militär vom Staat zur Verfügung gestellt wurden, waren daher für das kleine Land erheblich. Die Armee verfügte über 17 Generäle, 1800 Offiziere sowie 30.078 Unteroffiziere und Soldaten.<ref>1918 m. lapkričio 23 d. atkurta LR kariuomenė – Kurzer geschichtlicher Abriss auf der Internetseite der litauischen Streitkräfte, abgerufen am 22. Dezember 2015 (litauisch).</ref>

Aufbau der Armee

Die militärischen Spitzenposten waren von 1930 bis 1940 wie folgt besetzt:<ref>Generals from Lithuania. generals.dk, abgerufen am 26. Juni 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Aufbau der Armee
Dienstposten Posteninhaber Beginn der Dienstzeit Ende der Dienstzeit
Verteidigungsminister Brigadegeneral Stasys Raštikis
Brigadegeneral Kazys Musteikis
Generalmajor Vincas Vitkauskas
24. März 1938
5. Dezember 1938
17. Juni 1940
5. Dezember 1938
15. Juni 1940
27. August 1940
Stellvertretender Verteidigungsminister Brigadegeneral Albinas Čepas-Čepaukas Juni 1940 August 1940
Oberbefehlshaber der Streitkräfte Oberst Stasys Raštikis
Generalmajor Vincas Vitkauskas
1. Januar 1935
22. April 1940
22. April 1940
12. Juli 1940
Chef des Generalstabes Oberst Stasys Raštikis
Oberst Jonas Černius
Generalmajor Stasys Pundzevičius
21. September 1934
1. Januar 1935
4. April 1939
31. Dezember 1934
März 1939
15. Juni 1940
Stellvertretender Chef des Generalstabes Brigadegeneral Vladas Karvelis 1940 1940
Chef der Armeeversorgung Oberst Jonas Sutkus
Generalmajor Zenonas Gerulaitis
1929
November 1937
1937
Oktober 1938
Inspekteur des Heeres Oberst Vincas Vitkauskas 1934 1940
Inspekteur der Infanterie Brigadegeneral Viktoras Giedrys 1939 1940
Inspekteur der Artillerie Oberst Vincas Žilys 20. Juli 1935 2. August 1940
Generalquartiermeister Oberst Jonas Sutkus
Brigadegeneral Kazimieras Navakas
1926
1940
1940
29. Juli 1940
Chef der
Militärischen Quartiersabteilung
Oberst Juozas Barzda-Bradauskas 1930 1940
Chef der technischen Abteilung
Leiter des Militäringenieuramtes
Brigadegeneral Antanas Gustaitis
Oberst Klemensas Popeliučka
1928
1. August 1935
September 1934
1940
Stabschef Militärtechnik Oberst Klemensas Popeliučka 17. April 1929 August 1933
Kommandant der Militärschule Brigadegeneral Kazys Musteikis
Brigadegeneral Jonas Juodišius
Brigadegeneral Kazys Skučas
1934
1939
1940
1939
1940
1940
Kommandant der Offiziersschule „Vytautas der Große“ Generalmajor Stasys Raštikis 1938 1940
Kommandant der Militärhochschule „Vytautas der Große“ Oberst Vladas Karvelis 1938 1940
1. Division Brigadegeneral Stasys Pundzevičius
Brigadegeneral Vincas Vitkauskas
Brigadegeneral Jonas Černius
Brigadegeneral Vladas Karvelis
1935
1939
Dezember 1939
Juli 1940
1939
1939
Juli 1940
August 1940
2. Division Oberst Kazys Skučas
Oberst Stasys Pundzevičius
Brigadegeneral Edvardas Adamkavičius
1928
1934
6. Februar 1935
1935
25. Juni 1940
3. Division Oberst Edvardas Adamkavičius
Brigadegeneral Mikas Rėklaitis
Generalmajor Zenonas Gerulaitis
1930
1935
Oktober 1938
1935
März 1939
1940
Kommandeur der Kavallerie Oberst Kazys Tallat-Kelpša 1934 1940
Oberbefehlshaber der Luftwaffe
Kommandierender General der Militärluftfahrt
Oberst Stasys Pundzevičius
Brigadegeneral Antanas Gustaitis
27. Januar 1937
9. Mai 1934
9. Mai 1934
1940
1940

Trotzdem geriet das Land schnell wieder unter Druck seiner Nachbarn. Im Vorfeld des Zweiten Weltkrieges musste Litauen im März 1939 das Memelland an das Deutsche Reich zurückgeben. Nach der Wiedererlangung der Region Vilnius im selben Jahr stieg die Zahl der Soldaten auf 33.000. Zudem fand angesichts der angespannten internationalen Situation, nach dem deutschen Überfall auf Polen, eine Teilmobilisierung statt. So wuchs die Armee im September 1939 auf 87.000 Soldaten und für die Verteidigung wurde jährlich bis zu einem Viertel des Staatshaushalts aufgewendet. Schließlich dienten bis zu 500.000 Männer im Militärdienst. Das Militär war ziemlich gut ausgerüstet und hatte beträchtliche Autorität im Staat.<ref>Ką savo didžiausiu ir pavojingiausiu priešu laikė Lietuvą okupavę sovietai? (Tageszeitung Panevėžio balsas und Portal Alfa.lt)</ref>

Nach der Niederlage der Schutzmacht Frankreich im Westfeldzug hatte Litauen seinen übermächtigen Nachbarn trotzdem nicht viel entgegenzusetzen. So wurde nach dem Einmarsch sowjetischer Truppen im Sommer 1940 eine prosowjetische Regierung ins Amt gebracht, die den Beitritt zur Sowjetunion erklärte. Im Juni/Juli 1941 eroberten Truppen der deutschen Wehrmacht das litauische Staatsgebiet. Im Sommer 1944 besetzte die Rote Armee wieder große Teile Litauens und etablierte die Litauische Sozialistische Sowjetrepublik (LSSR) erneut. Der militärische Widerstand der „Waldbrüder“ gegen die sowjetische Besatzung stand ohne ausländische Unterstützung auf verlorenem Posten, war ab 1948 auf einige wenige Partisanenverbände geschrumpft und wurde schließlich ganz eingestellt.

Die Zeit seit 1991

Datei:Lithuanian PzH 2000 (2).jpg
Litauische Panzerhaubitze 2000

Im Jahr 1991 gewann Litauen seine staatliche Unabhängigkeit zurück und führte ein Jahr später die allgemeine Wehrpflicht ein. Die russische Armee zog 1993 aus Litauen ab. In der Folgezeit orientierten sich die litauischen Streitkräfte in Richtung Westen (NATO-Beitritt 2004) und beteiligten sich an verschiedenen internationalen Missionen und Manövern. Zudem modernisierte man, entsprechend der finanziellen Möglichkeiten des Landes, nach und nach die Ausrüstung der Truppe.

Ende Februar 2015 wurde bekannt, dass Litauen die Wehrpflicht aufgrund der Annexion der Krim durch Russland und des russischen Kriegs gegen die Ukraine (zunächst vorübergehend für eine Dauer von fünf Jahren) wieder einführen will, nachdem man diese 2008 abgeschafft hatte. Ein entsprechender Gesetzesentwurf wurde im März 2015 im Parlament eingebracht und mit 112 zu drei Stimmen bei fünf Enthaltungen angenommen. Die Dienstzeit beträgt neun Monate, rund 3500 Staatsbürger sollen jährlich eingezogen werden.<ref>Litauen führt Wehrpflicht wieder ein Onlinemeldung auf faz.net, abgerufen am 20. März 2015.</ref>

Zudem erhöhte Litauen vor diesem Hintergrund wieder seine Ausgaben für Verteidigung. Zeitweise hatte man jährlich weniger als ein Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) dafür ausgegeben. Das Verteidigungsbudget betrug 2023 1,77 Milliarden Euro (2,52 Prozent des litauischen BIP). Für das Jahr 2024 sind dafür (Stand Januar 2024) rund 2,06 Milliarden Euro (2,71 Prozent des BIP) vorgesehen. Litauen hat sich das Ziel gesetzt, bis spätestens 2027 die Drei-Prozent-Marke für Verteidigung zu erreichen.<ref>Neue Verteidigungsstrategien für Litauen, Lettland und Estland</ref> Am 21. Juni 2024 beschloss das Parlament, die Steuern für Unternehmen sowie Steuern auf Alkohol, Zigaretten und Treibstoff zu erhöhen. Zudem verlängerte das Parlament eine Sondersteuer für den Bankensektor bis 2025.<ref>tagesschau.de: Litauen erhöht Verteidigungsausgaben</ref>

Organisation

Gliederung

Datei:Lithuanian Armed Forces organization 2025.png
Organisation der Litauischen Streitkräfte, 2025

Die Armee Litauens bestehen aus dem Oberkommando und Verteidigungsstab:

den vier Teilstreitkräften:

sowie Unterstützungsbereichen, wie z. B.:

Die Grenztruppen (Valstybės sienos apsaugos tarnyba prie Lietuvos Respublikos vidaus reikalų ministerijos) gehören nicht zur Armee. Sie sind, wie früher der Bundesgrenzschutz in der Bundesrepublik, dem Innenministerium unterstellt.

Mannschaftszahlen

Oberkommando

Die Streitkräfte sind direkt dem litauischen Verteidigungsministerium unterstellt. Gemäß Verfassung ist im Verteidigungsfall der Präsident der oberste Befehlshaber.

Derzeitiger militärischer Befehlshaber der Streitkräfte ist General Raimundas Vaikšnoras. Befehlshaber der Landstreitkräfte ist Brigadegeneral Nerijus Stankevičius, Befehlshaber der Marine Kapitän zur See Tadas Jablonskis und Befehlshaber der Luftstreitkräfte Oberst Antanas Matutis.

Militärische Befehlshaber der Streitkräfte waren seit ihrer Gründung:

Datei:Ministry of National Defence of Lithuania1.JPG
Landesschutzministerium (Litauen)
Name Dienstzeit Beginn Dienstzeit Ende
(1918–1940)
Silvestras Žukauskas N.N. N.N.
Stasys Raštikis 1935 1940
Vincas Vitkauskas 1940
Kariuomenės vado (seit 1993)
Jonas Andriškevičius 20. Oktober 1993 1. Juli 1999
Jonas Kronkaitis 1. Juli 1999 30. Juni 2004
Valdas Tutkus 30. Juni 2004 3. Juli 2009
Arvydas Pocius 24. Juli 2009 23. Juli 2014
Jonas Vytautas Žukas 24. Juli 2014 23. Juli 2019
Valdemaras Rupšys 24. Juli 2019 23. Juli 2024
Raimundas Vaikšnoras seit 24. Juli 2024

Aus- und Weiterbildung

Die Aus- und Weiterbildung der litauischen Soldaten wird zentral vom Ausbildungskommando ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) koordiniert. Für die eigentliche Ausbildung stehen das Hetman Jonušas Radvila Ausbildungsregiment, das General Adolfas Ramanauskas Kampftrainingszentrum und die Divisionsgeneral-Stasys-Raštikis-Militärschule zur Verfügung. Die Offiziersausbildung erfolgt an der General Jonas-Žemaitis-Militärakademie.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Bildungseinrichtungen, die gemeinsam mit den estnischen und lettischen Streitkräften betrieben werden. Hier sei beispielhaft nur die Baltische Verteidigungsakademie (BALTDEFCOL) in Tartu genannt, an der die angehenden Stabsoffiziere der baltischen Republiken ausgebildet werden.

Ausrüstung

Landstreitkräfte

Datei:G36KA4M1 in the Lithuanian army (with attachments).jpg
Litauischer Soldat mit HK G36
Datei:IFV Vilkas sideview.jpg
Vilkas Schützenpanzer

Die bedeutendste Teilstreitkraft ist das litauische Heer. Dieses verfügt über<ref>Lithuania Land Forces Equipment auf globalsecurity.org, abgerufen am 10. Juli 2016.</ref>:

Seit 2003 setzen die Streitkräfte das Heckler & Koch G36 als Standard-Gewehr ein.

Seestreitkräfte

Datei:LNF P11 Zemaitis.jpg
Patrouillenschiff Žemaitis (P 11) der Flyvefisken-Klasse

Die litauischen Seestreitkräfte betreiben in Kooperation mit den baltischen Nachbarstaaten das Ostseegeschwader BALTRON. Wichtigster Stützpunkt der Marine ist Klaipėda. Dort ist u. a. die Flotte stationiert, die über folgende Einheiten verfügt:

Daneben verfügt die Marine auch über eine Taucherabteilung. Zudem ist sie zuständig für die See- und Küstenüberwachung sowie die Seerettung.

Luftstreitkräfte

Datei:Alenia C-27J Spartan, Lithuania - Air Force JP6876137.jpg
Litauische Alenia C-27J

Die litauische Luftwaffe nutzt den Flughafen Šiauliai. Sie betreibt mit den baltischen Nachbarn das Luftraumüberwachungssystem BaltNet. Die Luftstreitkräfte verfügen über:

Flugzeuge:

Hubschrauber:

Flugabwehrsysteme:

Internationale Zusammenarbeit

Seit der wiedergewonnenen Unabhängigkeit beteiligen sich die litauischen Streitkräfte an verschiedenen internationalen Auslandsmissionen. So hatte Litauen als Mitglied in der Koalition der Willigen Truppen in den Irak und nach Afghanistan entsandt. Am 14. Juni 2009, während eines Treffens der EU-Verteidigungsminister, vereinbarte man die Gründung einer Litauisch-Polnisch-Ukrainischen Brigade.<ref name="polzb">Robert Rochowicz: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />List intencyjny w sprawie LITPOLUKRBRIG podpisany (Memento vom 26. November 2009 im Internet Archive), Polska Zbrojna, 16. November 2009 (polnisch).</ref>

Zudem versucht man durch internationale Zusammenarbeit die Verteidigungsfähigkeit des eigenen Landes zu steigern. Schon in den Jahren der Neuaufstellung begann man bei verschiedenen Projekten mit den baltischen Nachbarstaaten zu kooperieren (BALTRON, BaltNet etc.). Als größter Meilenstein kann aber der Beitritt zur NATO angesehen werden. Seit 1994 nahm das Land am NATO-Programm Partnerschaft für den Frieden teil – seit 2004 ist es reguläres Mitglied des Bündnissystems. Im Rahmen der Ukraine-Krise und der Stärkung der Ostflanke der NATO wurde die NATO-Battlegroup Lithuania aufgestellt. Es handelt sich dabei um einen internationalen NATO-Verband unter deutscher Führung. Durch die USA wurden in den baltischen Staaten zudem Kampfpanzer vom Typ M1 Abrams, M2/M3 Bradley sowie Humvees in Litauen, Estland und Lettland stationiert.<ref>Onlinemeldung der Zeit vom 9. März 2015, abgerufen am 10. März 2015.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Onlinemeldung bei tagesschau.de vom 10. März 2015 (Memento vom 11. März 2015 im Internet Archive), abgerufen am 12. März 2015.</ref>

2025 soll in Rukla die Panzerbrigade 45 fest stationiert werden.<ref name=":0">Start der deutschen Panzerbrigade 45 in Litauen. 8. April 2024, abgerufen am 25. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Sie wird u. a. aus den Panzerbataillon 203 (Leopard-2-Panzer) und dem Panzergrenadierbataillon 122 (Puma-Schützenpanzer) bestehen. Die Truppenstärke soll schrittweise bis 2027 auf ca. 4800 Soldaten und 200 Zivile Beschäftigte der Bundeswehr aufgebaut werden.<ref>„Brigade Litauen“ bekommt Soldaten aus Bayern und Westfalen, von Frank Specht, Handelsblatt, 6. November 2023</ref><ref name=":0" /> Die bereits im Rotations-Verfahren stationierte NATO-Battlegroup Lithuania wird das dritte Bataillon stellen.<ref>Kampftruppenbataillone für Brigade Litauen aus Nordrhein-Westfalen und Bayern, Bundesministerium der Verteidigung, 8. November 2023</ref><ref name=":0" />

Militärpersonen

Generäle 1569–1795

Generäle 1918–1940

Generäle und Admiräle seit 1991

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

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