Liste von Handwaffen der Bundeswehr

Diese Liste stellt die aktuellen und abgeschafften Handwaffen der Bundeswehr vor. Bei einigen Einheiten der Bundeswehr – wie beispielsweise dem Kommando Spezialkräfte – sind in geringen Stückzahlen weitere Handwaffen in Gebrauch, die hier nicht aufgeführt werden.
Erklärung
- Bezeichnung: Nennt den Namen der Handwaffe
- Bild: Hier ist ein Bild der Handwaffe angegeben
- Einführung im Jahr: Nennt den Zeitpunkt der Einführung
- Außerdienststellung: Nennt den Zeitpunkt der Außerdienststellung
- Kaliber: Nennt das Kaliber der verwendeten Munition (Projektildurchmesser × Hülsenlänge)
- Verwendung: Nennt den Verwendungszweck und die Einheit
- Benutzer: Nennt die Teilstreitkraft der Bundeswehr (Luftwaffe/Heer/Marine) oder den entsprechenden militärischen Organisationsbereich, in dem die Handwaffe eingesetzt wird oder wurde.
Derzeit noch genutzte Waffen sind in den Tabellen hellgrün hinterlegt.
Gewehre
| Bezeichnung | Bild | Einführung im Jahr
|
Außerdienststellung
|
Kaliber | Verwendung | Benutzer |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Garand M1 | Datei:M1 Garand rifle USA noBG new.png | 1955 | 1962 | 7,62 × 63 mm | M1 Garand (Typ II) Teil der ersten Grundausstattung der Bundeswehr. 46.750 Gewehre<ref>John Walter: Rifles of the world. 3. Auflage. Krause Publications, Iola, WI. 2006, ISBN 0-89689-241-7.</ref> | Heer Luftwaffe Marine |
| Karabiner M1 | Datei:M1 Carbine Mk I USA Armémuseum noBG new.png | 1955 | 1962 | 7,62 × 33 mm | Teil der ersten Grundausstattung der Bundeswehr. 6.000 Gewehre<ref>U.S. Carbines in Germany and Austria. Abgerufen am 26. Mai 2022.</ref> | Heer Luftwaffe Marine |
| Lee-Enfield No. 4 Mk. I | Datei:Lee-Enfield No 4 Mk I (1943) - AM.032027 noBG.jpg | 1955 | 1958 | 7,7 × 56 mm R | No.4 Mk.I* Teil der ersten Grundausstattung der Bundeswehr. 18.000 Gewehre. | Luftwaffe |
| Mauser Modell 98 | Karabiner 98 | 1956 | In Verwendung | 7,92 × 57 mm | Der Karabiner 98 wird nur für den protokollarischen Dienst beim Wachbataillon beim Bundesministerium der Verteidigung verwendet. | Heer Luftwaffe Marine |
| G1 | Datei:German FAL-G1 noBG.png | 1956 | 1962 | 7,62 × 51 mm NATO | Das belgische FN FAL war das erste Standardgewehr der Bundeswehr. 100.000 Gewehre.<ref>Geschichte des FN-Gewehrs. Abgerufen am 26. Mai 2022.</ref> 12.600 wurden später an den Bundesgrenzschutz abgegeben. | Heer Luftwaffe Marine |
| G2 | Sturmgewehr 57 alias G2 | − | − | 7,62 × 51 mm NATO | SIG 510-1 in 7,62 x51 mm NATO war eine Erprobungswaffe. Originalwaffe ist auf Kaliber 7,5 × 55 mm Swiss (GP11) eingerichtet | |
| G3 | G3 | 1959 | In Verwendung | 7,62 × 51 mm NATO | Das G3 ersetzte ab 1959 das FN FAL/G1 als Standardgewehr.
Als Übergangslösung bis zur Einführung des G28 wurden ab 2008 ausgesuchte G3 zu der Version G3A3ZF DMR umgerüstet. Wird weiterhin als Gruppenscharfschützenwaffe verwendet. |
Heer Luftwaffe Marine |
| G4 | Armalite AR-10 alias G4 | 1958–1960 | 1962–1965 | 7,62 × 51 mm NATO | Lizenzfertigung des Armalite AR-10 von Artillerie Einrichtungen in Hembrug, NL. Erprobungswaffe. | |
| G41 | Datei:HK G41 (2).jpg | 1979 | ?? | 5,56 × 45 mm NATO | Das G41A1 ist eine Weiterentwicklung der HK33A2. Wurde ab 1979 bei der Bundeswehr erprobt wurde. Sollte das HK G3 ersetzen, jedoch nicht fortschrittlich genug als neues Standardgewehr. Erprobungswaffe.<ref>G36, G41 und MP53 Info!!! - Jagged Alliance Forum. Abgerufen am 20. September 2025.</ref><ref>TAB: Heckler & Koch G41. In: The Armourers Bench. 20. Januar 2019, abgerufen am 20. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Strike Hold: Larry Vickers breaks down the HK G41 – Strikehold.net. 21. März 2020, abgerufen am 20. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | |
| G11 | HK G11 | 1990 | 1993 | 4,73 × 33 mm | Das Standardsturmgewehr G3 sollte vom G11 abgelöst werden. Dessen Truppentauglichkeit wurde 1990 festgestellt, man entschied sich jedoch 1993 gegen eine Einführung. | BWB |
| AK-74 | AK-74 | 1990 | ?? | 5,45 × 39 mm | Das sowjetische Sturmgewehr AK-74 wurde nach der Wiedervereinigung aus NVA-Beständen in die Bundeswehr übernommen und kommt in geringen Stückzahlen lediglich als Schulungs- und Feinddarstellungswaffe bei Übungen zum Einsatz. Restbestände wurden vernichtet oder ins Ausland veräußert. | Heer |
| G36/G36K | HK G36G36K | 1997 | In Verwendung | 5,56 × 45 mm NATO | Nachfolgemodell des G3. Für eine Nutzungsdauer von 20 Jahren geplant, wurde die Waffe im Laufe der Zeit mehrfach verbessert und durch Zubehör ergänzt. In der Truppe befinden sich aktuell (Stand: 2019) die Ausführungen G36A0 bis G36A4 sowie die Kurzversionen G36kA1 bis G36kA4 in der Nutzung. Die Versionen A3 und kA3 gehören zum Rüstsatz des Infanterist der Zukunft – Erweitertes System (IdZ-ES). Die A4 entsprechen weitestgehend dem A3 jedoch ohne die Push-to-Talk-Tasten des IdZ. Im Rahmen der Instandhaltung werden alle defekten G36 auf die Version A4 gebracht.<ref name="Harmonisierung bei den Handwaffen der Bundeswehr">Harmonisierung bei den Handwaffen der Bundeswehr. Europäische Sicherheit & Technik, 6. März 2019, abgerufen am 9. März 2019.</ref>
Die G36, die durch das neue Standard-Sturmgewehr G95 abgelöst werden, werden für die Reserve und den Heimatschutz eingelagert.<ref>Zukunft des G36 – schnelle Nachfolgelösung, aber weitere Nutzung. In: soldat-und-technik.de. Abgerufen am 7. Dezember 2025.</ref> |
Heer Luftwaffe Marine |
| G27 | Datei:Combater G27 noBG.png | 2010 | In Verwendung | 7,62 × 51 mm NATO | Eingeführt im Rahmen des einsatzbedingten Sofortbedarfs in geringer Stückzahl als DMR bei der Bundeswehr. Da die Testanforderungen nicht erfüllt wurden, kam es zu keiner großflächigen Einführung bei der regulären Truppe.
Das Gewehr wurde jedoch unter der Bezeichnung G27P als „schweres Sturmgewehr“ in die reguläre Truppe eingeführt.<ref>Gewehr G27P. In: bundeswehr.de. Abgerufen am 29. Mai 2025.</ref> Die Spezialkräfte verwenden das G27K (HK M417A2) in einer kürzeren Version mit 13″ Lauf. Insgesamt wurden zwischen 2010 und 2016 757 Gewehre beschafft. |
Heer Luftwaffe Marine |
| G95/G95k | Datei:HK416N.png | 2019 | In Verwendung | 5,56 × 45 mm NATO | In der Variante HK416A7 mit 14,5 Zoll-Rohrlänge beim Kommando Spezialkräfte (KSK) und Kampfschwimmer der Bundeswehr.<ref name="Harmonisierung bei den Handwaffen der Bundeswehr" /> Die Beschaffung wurde bis 2022 abgeschlossen.<ref>André Forkert: Ausrüstung für die Spezialkräfte. Europäische Sicherheit & Technik (esut.de), 5. September 2022, abgerufen am 5. September 2022.</ref> Die Kommando Spezialkräfte erhielten ein Eotech-Reflexvisier EXPS 3-0 NV mit Vergrößerungsnachsatz G33 Booster. Die Kampfschwimmer nutzen abweichend ein Aimpointvisier. Als Laser-Licht-Modul dient VTAL von Rheinmetall. Insgesamt umfasste die Planung die Beschaffung von 1.745 Sätzen.<ref>Jan-Phillipp Weisswange: Bundeswehr Sturmgewehr Spezialkräfte leicht – G95K kommt 2019 in die Truppe. STRATEGIE & TECHNIK, 20. Dezember 2018, abgerufen am 3. Januar 2019.</ref> Eine weitere beschaffungsbehördliche Bezeichnung für die Variante HK416A5 ist G38C bzw. G38K; wird allerdings nicht von den Streitkräften genutzt.<ref>Jan-Phillipp Weisswange: Neu im Katalog: G38 alias HK416A5. STRATEGIE & TECHNIK, 28. August 2014, abgerufen am 8. Dezember 2018.</ref>
An die reguläre Truppe wurden im Dezember 2025 die ersten G95A1 und G95KA1 übergeben und sollen ab 2026 schrittweise das G36 ablösen.<ref>Bundeswehr hat neues Sturmgewehr: G95 an Truppe übergeben. In: dbwv.de. 5. Dezember 2025, abgerufen am 5. Dezember 2025.</ref><ref>https://soldat-und-technik.de/2025/12/sut-plus/46354/g95-in-grafenwoehr/. 4. Dezember 2025, abgerufen am 23. Dezember 2025.</ref> |
Heer Marine Luftwaffe |
| G39 | In Beschaffung (Stand 2024) | ?? | .300 Blackout (7,62 × 35 mm, kurz) | Das HK437 (verkürzte Variante des HK433) wird in der Bundeswehr unter der Bezeichnung G39 als „Sonderwaffe, schallgedämpft Spezialkräfte“ für die Kommando Spezialkräfte des Heeres und der Marine eingeführt. Das G39 soll schrittweise die schallgedämpfte Maschinenpistole HK MP5 in den Spezialkräften und der Fernspähtruppe ablösen.<ref>Jan-Phillipp Weisswange: Enforce Tac 2024: Bundeswehr führt HK437 als G39 ein. 7. März 2024, abgerufen am 23. Dezember 2025.</ref><ref>Waldemar Geiger: Spezialkräfte der Bundeswehr beschaffen HK437 als Sonderwaffe schallgedämpft Spezialkräfte G39. 26. Februar 2024, abgerufen am 23. Dezember 2025.</ref> | Heer Marine |
Scharfschützengewehre
| Bezeichnung | Bild | Einführung im Jahr
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Außerdienststellung
|
Kaliber | Verwendung | Benutzer |
|---|---|---|---|---|---|---|
| G22 | G22 | 1997 | In Verwendung | 7,62 × 67 mm | AWM-F. Einsatz gegen Mannziele bis zu 800 Metern; Einsatz gegen taktische Ziele wie Radaranlagen, Hubschrauber oder ungepanzerte Fahrzeuge bis zu 1000 Metern. Gemäß den Einsatzgrundsätzen ist das G22 für den defensiven bzw. reaktiven Einsatz („Counter-sniping“) vorgesehen. Ein offensiver Einsatz der Waffe ist jedoch ebenfalls möglich. Ab 2019 wurden sämtliche 780 Gewehre auf den Stand A2 aufgerüstet.<ref>Scharfschützengewehr der Bundeswehr im Test: Das G22A2 von Accuracy International. Abgerufen am 26. Mai 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | Heer Marine Luftwaffe |
| G23 | G23 | 1997 | in Verwendung | 7,62 × 67 mm | Einsatzbedingter Sofortbedarf (für SFOR) von 58 Scharfschützengewehren des Typs AWM-F (ohne Modifikationen) vor der eigentlichen Einführung als G22. | Heer |
| G24 | G24 | 2000–2001 | in Verwendung | 12,7 × 99 mm NATO | Scharfschützengewehr AW50von Accuracy International Ltd. für die Spezialkräfte vor der Einführung des G82 beschafft. | Heer Marine |
| G25 | 2005–2006 | In Verwendung | 7,62 × 51 mm NATO | Scharfschützengewehr AWC von Accuracy International Ltd. für die Spezialkräfte. Kann zerlegt in einem Hartschalenkoffer transportiert werden und verfügt über einen längeren Schalldämpfer, der den Lauf komplett umschließt. | Heer Marine | |
| G28 (DMR 762) |
HK MR308 | 2012 | In Verwendung | 7,62 × 51 mm NATO | Beschaffung von 560 Exemplaren. Als Basis dient das HK MR308, eine zivile Version des HK417.<ref name=arhkg28 />
Das Kommando Spezialkräfte verwendet das DMR 762 wurde in einer militärischen Version als DMR G28 beschafft.<ref name=gosne11 /> |
Heer
Marine Luftwaffe |
| G29 | G29 | 2016 | In Verwendung | 8,6 × 70 mm | 115 Scharfschützengewehr RS9 von C. G. Haenel für die Spezialkräfte.<ref>Jan-Phillipp Weisswange: Aus Suhl an die Spezialkräfte: RS9 wird G29. In: STRATEGIE & TECHNIK Blog. 5. Februar 2016, abgerufen am 12. Februar 2016.</ref> | Heer Marine |
| G82 | G82 | 2005 | In Verwendung | 12,7 × 99 mm NATO | Das G82A1 (Barrett M82A1) wurde im Rahmen des Projekts Infanterist der Zukunft bei der Bundeswehr als Gewehr großer Reichweite eingeführt und gilt als Alternative, wenn G36 und G22 an ihre Leistungsgrenzen stoßen.<ref>Gewehr G82 auf bundeswehr.de</ref> | Heer Marine Luftwaffe |
Maschinengewehre
| Bezeichnung | Bild | Einführung im Jahr
|
Außerdienststellung
|
Kaliber | Verwendung | Benutzer |
|---|---|---|---|---|---|---|
| lMG BAR | BAR | 1955 | 1957 | 7,62 × 63 mm | Leichtes Maschinengewehr Typ BAR M1918A2 in der ersten Grundausstattung der Infanterie. 1.334 aus den USA erhalten. | Heer |
| MG M1919 | MG M1919 | 1955 | 1957 | 7,62 × 63 mm | Das Browning M1919A4 war das erste leichte Maschinengewehr der Bundeswehr. | Heer Luftwaffe Marine |
| MG1 / MG2 | MG1 | 1957 | 1969 | 7,62 × 51 mm NATO | MG1; Nachkriegsfertigung des MG42 für die Bundeswehr, ab 1959 umgerüstet auf Natokaliber. Die Weiterentwicklung MG1A3 mit neuem Rückstoßverstärker war die Grundversion des MG3.
MG2; Kriegsfertigung des MG42 aus Beständen der Wehrmacht bzw. aus amerikanischen und französischen Beutebeständen. |
Heer Luftwaffe Marine |
| MG3 | MG3 | 1969 | In Verwendung | 7,62 × 51 mm NATO | Das MG3 ist eine Weiterentwicklung des MG42 aus dem Zweiten Weltkrieg und wird bis heute in der Bundeswehr genutzt. Da die Produktion in den 1970er Jahren bereits auslief, ist derzeit geplant etliche tausend neue Gehäuse fräsen zu lassen. So soll das bewährte Maschinengewehr mit der hohen Kadenz von 1.200 Schuss/Minute vor allem auf Gefechtsfahrzeugen als Fliegerabwehr-, aber auch als Blenden-MG mittelfristig noch in Nutzung bleiben. (Stand: 2019)<ref name="Harmonisierung bei den Handwaffen der Bundeswehr" /> | Heer Luftwaffe Marine |
| MG50-1 | Datei:PEO Browning M2E2 QCB (c1).jpg | ??? | In Verwendung | 12,7 × 99 mm NATO | M2HB Browning. Standardmäßiges schweres Maschinengewehr der Bundeswehr (Bundeswehrbezeichnung „Maschinengewehr Kaliber .50 “). Wird überwiegend als Fahrzeugbewaffnung eingesetzt, beispielsweise auf dem LIV (SO) Serval.<ref>Schweres Maschinengewehr. Abgerufen am 20. September 2025.</ref> | Heer
Marine |
| MG36 | Datei:G36 CMag.jpg | 1995 | 1997 | 5,56 × 45 mm NATO | Erprobungswaffe. Im Juli 1995 wurde das MG36 durch den Bund mit einer Stückzahl von 4.700 Stück bei Heckler & Koch bestellt, jedoch aufgrund eines seitens der Bundeswehr gewünschten Änderungsvertrags aus dem Oktober 1997 schließlich „bis auf Weiteres“ nicht beschafft.<ref>Neue Vorwürfe von H&K zum G36-Streit: MG36 nicht berücksichtigt – Augen geradeaus! Abgerufen am 23. September 2025.</ref> Seine Rolle wurde durch das HK MG4A3 übernommen. | Heer |
| MG4 | HK MG4 | 2005 | In Verwendung | 5,56 × 45 mm NATO | Das MG4A3 (HK123) wurde im Rahmen des Projektes Infanterist der Zukunft entwickelt und eingeführt. Derzeit gibt es fünf Versionen für unterschiedliche Einsatzzwecke. Diese sollen zukünftig auf drei Versionen harmonisiert werden, weisen aber bereits heute eine hohe logistische Gleichheit (123 Übernahmeteile) sowie eine gleichartige Bedienbarkeit und ein gleiches Sicherungskonzept auf.<ref name="Harmonisierung bei den Handwaffen der Bundeswehr" /> | Heer Luftwaffe Marine |
| MG5 | HK MG5 | 2015 | In Verwendung | 7,62 × 51 mm NATO | Ersetzt nach und nach das bewährte MG3. Das MG5A1 lässt sich auf den fernbedienbaren Waffenstationen FLW100 und in den mechanischen Lafetten KMW1530 integrieren. Für das MG5A2 (HK121) sollen zudem Adapter eingeführt werden, um es auf den MG3-Lafetten infanteristisch einsetzen zu können.<ref name="Harmonisierung bei den Handwaffen der Bundeswehr" /><ref>MG5 vs. MG3! Welches Maschinengewehr der Bundeswehr ist besser? Redaktion der Bundeswehr, 19. September 2019, abgerufen am 20. Oktober 2019.</ref> | Heer Luftwaffe Marine |
| MG6 | Datei:Dillon Aero M134 minigun Bw MG6 on H145M Rostock 2024.JPG | 2015 | In Verwendung | 7,62 × 51 mm NATO | Minigun M134D-H. Wird auf H145M-Hubschraubern, Fahrzeugen und kleineren Booten verwendet und kann von Infanterietruppen mit einem Dreibeinen eingesetzt werden.<ref>Die Mini-Gun MG6 – in 60 Sekunden. 30. Oktober 2019, abgerufen am 20. September 2025.</ref> | Heer
Marine |
| G8 | HK 21 | 1968–1970 | In Verwendung | 7,62 × 51 mm NATO | Das verbesserte G8A1 (HK11A1) wird vom KSK und von den Kampfschwimmern eingesetzt. | Heer Marine |
Pistolen
| Bezeichnung | Bild | Einführung im Jahr
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Außerdienststellung
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Kaliber | Verwendung | Benutzer |
|---|---|---|---|---|---|---|
| P1/P38<ref name="wkur" /> | P1 | 1955 | In Verwendung | 9 × 19 mm | Die Walther P1 basiert auf der P38 der Wehrmacht. Die P1 wird nur noch im protokollarischen Dienst verwendet. Sie unterliegt dabei einem Nutzungsverzicht.<ref name="Harmonisierung bei den Handwaffen der Bundeswehr" /> | Heer Luftwaffe Marine Unterstützungsbereich |
| P2 | P2 | 1955 | ?? | 9 × 19 mm | Schweizer SIG P210-4. Aus Beständen des BGS übernommen. | Heer |
| P3 | P3 | 1955 | ?? | 9 × 19 mm | Spanische Astra 600/43. Aus Beständen des BGS übernommen. | Heer |
| P4 | P4 | - | – | 9 × 19 mm | Variante der Walther P1: Lauf um 15 mm gekürzt; Griffstück mit Stahl-Sechskant verstärkt; kontrastreiche Visierung; kurzer Hahnsporn; komplett gefederter Entspann-Hebel anstelle der alten Sicherung. Erprobungswaffe. | |
| P5 | P5 | - | – | 9 × 19 mm | Walther P5. Erprobungswaffe. | |
| P6 | P6 | - | – | 9 × 19 mm | SIG Sauer P225. Erprobungswaffe. | |
| P51 / P52 | Datei:1911A1-JH01 NoBG.png | 1955 | ?? | 11,43 × 23 mm | Erstausstattung, 13.378 Pistolen wurden 1955/56 von den USA geliefert. Die Variante M1911 diente als P51, die Variante M1911A1 als P52. | Heer Luftwaffe Marine |
| P21 | Datei:Walther PPK-L noBG.png | 1956 | In Verwendung | 7,65 × 17 mm | 7.457 Pistolen Walther PPK. 5.568 mit Stahlgriffstück und 1.889 mit Leichtmetallgriffstück. Die für Piloten bei der Luftwaffe beschafften Waffen wurden später auch von Feldjägern, Schiffskommandanten der Marine und Wallmeistern benutzt. Aktuell (2019) wird sie nur noch im Militärattachédienst genutzt.<ref name="Harmonisierung bei den Handwaffen der Bundeswehr" /> | Luftwaffe Unterstützungsbereich |
| P11 | P11 | 1976 | In Verwendung | 7,62 × 36 mm | Die P11 wird nur von den Kampfschwimmern als Unterwasserpistole verwendet. | Marine |
| P7 | P1 | - | ?? | 9 × 19 mm | Die P7 wurde nur für den militärischen Personenschutz von den Feldjägern verwendet. Inzwischen ist die P7 durch die P30 abgelöst worden.<ref name="Harmonisierung bei den Handwaffen der Bundeswehr" /> | Unterstützungsbereich |
| P8 | P8 | 1994 | In Verwendung | 9 × 19 mm | Derzeitige Standard-Dienstpistole der Bundeswehr. Inzwischen wurde die Pistole mit einem verstärkten Verschluss zur Version P8A1 aufgewertet. Eine weitere Variante ist die P8 Combat, welche sich durch das Fehlen eines Sicherungshebels zur P8 unterscheidet.<ref name="Harmonisierung bei den Handwaffen der Bundeswehr" /> | Heer Luftwaffe Marine |
| P9 | Glock 17 | 1997–1998 | In Verwendung | 9 × 19 mm | Eingeführt zunächst als P9M, eine Glock 17 der 3. Generation, und seit 2014 auch P9A1, eine Glock 17 der 4. Generation<ref>Jan-Phillipp Weisswange: Taucher-Glock: Deutsche Marine beschafft P9A1. In: STRATEGIE & TECHNIK Blog. 25. August 2014, abgerufen am 12. September 2015.</ref> | Heer
Marine |
| P10 | P10 | 2010 | – | 9 × 19 mm | Verkürzte P8. Erprobungswaffe. | |
| P12 | HK USP Tactical | 1998 | In Verwendung | 11,43 × 23 mm | Entspricht der P8 im Kaliber 11,43 × 23 mm (.45 ACP). Die P12 wird bei den spezialisierten Kräften geführt. | |
| P30 | HK P30 | 2007–2008 | In Verwendung | 9 × 19 mm | Die P30 ersetzt bei den Personenschutzkräften der Feldjägertruppe die P7 und dient im Kommando Spezialkräfte als Standardpistole. |
Heer Unterstützungsbereich |
| P14/P14K | In Beschaffung | 9 × 19 mm | Die P14 und die P14K („Kompakt“) ersetzen die P9 und P30 beim Kommando Spezialkräfte des Heeres, Kommando Spezialkräfte der Marine und spezialisierten Kräften der Feldjäger.<ref>Carl Walther gewinnt Spezialkräfte-Ausschreibung | Carl Walther GmbH. Abgerufen am 2. Dezember 2024.</ref><ref>Pistole Spezialkräfte – Walther PDP wird als P14 und P14K in die Bundeswehr eingeführt. 8. Mai 2024, abgerufen am 2. Dezember 2024.</ref> Basis für die P14 ist die Pistole Walther PDP. | Heer Marine | ||
| P13 | CZ P13 | In Beschaffung | 9 × 19 mm | Die CZ P-10 C OR des tschechischen Herstellers Česká zbrojovka wird unter der Bezeichnung P13 eingeführt und ersetzt die P8/P8A1 als neue Standard-Dienstpistole in der Bundeswehr.<ref>CZ P-10 C OR wird neue Standardpistole P13 der Bundeswehr. 20. Dezember 2025, abgerufen am 23. Dezember 2025.</ref> | Heer Luftwaffe Marine |
Maschinenpistolen
| Bezeichnung | Bild | Einführung im Jahr
|
Außerdienststellung
|
Kaliber | Verwendung | Benutzer |
|---|---|---|---|---|---|---|
| MP1 | Datei:Beretta Model 38-42 SPAR23 noBG.png | 1955 | 1959 | 9 × 19 mm | 740 Beretta Modell 38/49 wurden vom BGS übernommen. | Heer Luftwaffe Marine |
| Thompson M1A1 | Datei:Thompson Maschinenpistole noBG.png | 1955 | 1959 | 11,43 × 23 mm | 8.188 M1A1 Thompson Guns wurden 1955/56 von den USA geliefert und an Panzerbesatzungen und Kampfschwimmer ausgegeben. | Heer Luftwaffe Marine |
| MP2A1 („Uzi“) |
MP2 | 1959 | In Verwendung | 9 × 19 mm | Eine Variante mit starrer Holz-Schulterstütze (MP2) fand ebenfalls in der Bundeswehr Verwendung. Die MP2 soll vollständig durch eine weitere Beschaffung der MP7 ersetzt werden (Stand: 2019)<ref name="Harmonisierung bei den Handwaffen der Bundeswehr" /> | Heer Luftwaffe Marine |
| MP5 | MP5 | 1985 | In Verwendung | 9 × 19 mm | Die Waffe wird nur von KSK, Kampfschwimmern, Feldjägern und Fernspähern innerhalb der Bundeswehr in verschiedenen Versionen verwendet. Früher gehörte sie zur Standardausstattung der Boardingteams. | Heer Marine |
| MP5K | MP5K | ?? | In Verwendung | 9 × 19 mm | Die Waffe wird nur von Soldaten des KSK und der Feldjäger verwendet. | Heer |
| MP7A1 | MP7 | 2001 | In Verwendung | 4,6 × 30 mm | Die HK MP7 wird im Konzept Infanterist der Zukunft und im abgeleiteten Projekt „Soldat im Einsatz – SiE“, sowie bei den Feldjägern verwendet. Sie soll weiterhin beschafft werden und die MP2 vollständig ersetzten (Stand: 2019)<ref name="Harmonisierung bei den Handwaffen der Bundeswehr" /> | Heer Luftwaffe Marine |
Flieger- und Panzerabwehrwaffen
| Bezeichnung | Bild | Einführung im Jahr
|
Außerdienststellung
|
Munition | Verwendung | Benutzer |
|---|---|---|---|---|---|---|
| M20A1B1 Super Bazooka<ref name=cas /> | Bazooka M20 | 1955 | 1961 | Kaliber 3,5″ (89 mm) | Teil der Erstausstattung der Bundeswehr. | Heer Luftwaffe |
| Panzerfaust 44 (Panzerfaust leicht) |
Panzerfaust 44 | 1963 | ab 1992 | Kaliber 60 mm | Die Panzerfaust 44 wurde als leichte Panzerfaust bezeichnet und wird heute nicht mehr verwendet. | Heer Luftwaffe Marine |
| Leichtgeschütz M40A1 | Datei:Recoilless-rifle-beyt-hatotchan-1.jpg | 1959 | 1973 | Kaliber 105 mm | Wurde vor allem von Panzerabwehrkräfte der Luftlandebrigaden eingesetzt.<ref>Fallschirmjägertruppe Bundeswehr. Abgerufen am 22. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>Auch auf dem Spz HS 30 und Munga eingesetzt. | Heer |
| MBB-Panzerabwehrwaffe Armbrust | Datei:Armbrust rocket launcher photo Iraq OIG.jpg | _ | 1992 | Kaliber 67 mm | Erbrobungswaffe in den 1980er bis 1992, da schwereren Waffen wie der Panzerfaust 3 den Vorzug gab und sonst auf Lenkwaffensysteme wie etwa MILAN setzte, wurde die Armbrust nur bei einigen wenigen Einheiten eingeführt.<ref>Armbrust. Abgerufen am 18. September 2025.</ref><ref>IDL Software GmbH Darmstadt: Armbrust. Abgerufen am 19. September 2025.</ref> | Heer<ref>MBB-Panzerabwehrwaffe Armbrust. Abgerufen am 18. September 2025.</ref> |
| Panzerfaust Carl Gustaf (Panzerfaust schwer) |
schwere Panzerfaust Carl Gustaf oder Leuchtbüchse 84 mm | 1967 | In Verwendung | Kaliber 84 mm | Die Panzerfaust M2 Carl Gustaf wird noch zur Gefechtsfeldbeleuchtung eingesetzt. | Heer Luftwaffe Marine |
| Panzerabwehrlenkrakete TOW | Datei:Hires 090509-A-4842R-001a.jpg | 1970 | Ab 2025 in Ausmusterung | Lenkflugkörper mit Startrohr | Aktuell nur noch die BGM-71E TOW 2B im Einsatz. Als Startplattformen fungierte auch der Wiesel 1, Bo-105, Wolf und Jaguar 2.<ref>Bundeswehr: Classix: TOW (1974) – Bundeswehr. 1. Februar 2019, abgerufen am 22. September 2025.</ref><ref>Bundeswehr: TOW-Schießen mit dem Wiesel – Bundeswehr. 13. November 2017, abgerufen am 22. September 2025.</ref> | Heer |
| Panzerabwehrlenkrakete MILAN | Panzerabwehrwaffe MILAN | 1977 | 2021<ref name=Steinmüller19 /> | Lenkflugkörper mit Startrohr | Eingesetzt bei der Panzergrenadiertruppe als auch Fallschirmjäger-, Jäger-, Gebirgsjäger- und Pioniertruppe. Bei den Panzergrenadieren zusätzlich auf dem Schützenpanzer Marder 1 integriert. Die MILAN ist im klassischen Sinne keine Handwaffe kann aber von zwei Soldaten (MILAN-Truppführer und Richtschütze) getragen werden. | Heer Marine |
| Panzerfaust 3 | Panzerfaust 3 | 1992 | In Verwendung | Kaliber 110 mm | Die Panzerfaust 3 ersetzt die leichte Panzerfaust und weitgehend die schwere Panzerfaust Carl Gustaf. | Heer Luftwaffe Marine |
| Fliegerfaust 1 „Ost“ Strela 2 | Strela 2 | 1990 | 2012 | Raketen | Die Strela 2 gehört zu den Flugabwehrwaffen und wurde aus NVA-Beständen übernommen. | Heer Luftwaffe |
| Fliegerfaust 1 „Redeye“ | FIM-43 Redeye | 1973 | 1992 | Raketen | Die FIM-43A/B Redeye war die erste von einem einzelnen Soldaten zu bedienende Flugabwehrrakete (MANPADS) die 1973 von der Bundeswehr eingeführt wurde. | Heer Luftwaffe Marine |
| Fliegerfaust 2 | FIM-92 Stinger | 1992 | In Verwendung | Raketen | Die FIM-92E/F Stinger gehört zu den Flugabwehrwaffen. Werden durch die FIM-92K Block I ergänzt.<ref>Clemens Speer: Nachbeschaffung: Bundeswehr erhält 500 Stinger-Raketen. In: Sicherheit & Verteidigung. 27. Juni 2024, abgerufen am 21. September 2025.</ref> | Heer Luftwaffe Marine |
| Mehrrollenfähiges leichtes Lenkflugkörpersystem | SPIKE ATGM | 2009 | In Verwendung | Lenkflugkörper mit Startrohr | Nachfolger der MILAN. Genutzt in der Variante Spike-LR hat der Lenkflugkörper eine Reichweite von vier Kilometer und wird von der Infanterie- und Spezialkräften sowie auf Schützenpanzer Puma, Marder und Waffenträger Wiesel eingesetzt. | Heer Marine |
| Wirkmittel 90 | Panzerfaust RGW 90 | 2012 | In Verwendung | Kaliber 90 mm | Eingeführt als RGW90 LRMP zur Bekämpfung von Panzern, leicht gepanzerten Fahrzeugen, Infanterie und Feldbefestigungen. Auch für Gefechtsfeldbeleuchtung und Rauchgranaten einsetzbar. | Heer |
| Leichtes Wirkmittel 1800+ | Leichtes Wirkmittel 1800+ | 2024 | In Verwendung | Raketen | Eingeführt zur Bekämpfung von ungepanzerten und leicht gepanzerten Fahrzeugen, mobilen und stationären Zielen sowie in gedeckter, teilgedeckter Stellung und in Gebäuden. Möglichkeit des Einsatzes gegen stärker gepanzerte Fahrzeuge oder Luftziele (mit jeweils anderem Sprengkopf). | Heer |
Blankwaffen und Taschenmesser
| Bezeichnung | Bild | Einführung im Jahr
|
Außerdienststellung
|
Klingenlänge | Verwendung | Benutzer |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Taschenmesser GAK 1 |
Taschenmesser | 1976 | 2009 | 82 mm | Das Taschenmesser GAK 1 (German Army Knife) der Firma Victorinox bekam unter den Soldaten den Beinamen BW Stumpf. | Heer Luftwaffe Marine |
| Taschenmesser GAK 4 |
Taschenmesser | 2009 | In Verwendung | 85 mm | Das Taschenmesser GAK 4 der Firma Victorinox ersetzte 2009 das alte der Bundeswehr. Durch seine mögliche Verwendung als Einhandmesser kam es (zumindest in der Anfangszeit) zu juristischen Irritationen. Das Messer durfte deswegen außerhalb der Dienstzeit nicht geführt werden und musste in der Kaserne unter Verschluss aufbewahrt werden.<ref name=lb /> | Heer Luftwaffe Marine |
| Bordmesser | – | – | 85 mm | Das Bordmesser gehört zur Ausrüstung jedes Marinesoldaten, es verfügt außerdem über einen Marlspieker. | Marine | |
| Fallschirmjägermesser* Modell 1956 |
Fallschirmjägermesser | 1956 | 1963 | 100 mm | Das erste Fallmesser der Bundeswehr wurde in zwei Versionen an die Fallschirmjäger- und Panzertruppe ausgegeben. Die Bundeswehr war mit der Qualität der Fallmesser unzufrieden, so dass diese 1963 ersetzt wurden. | Heer |
| Fallschirmjägermesser Modell 1963 |
1963 | – | 140 mm | Dieses wird nur an Soldaten der Fallschirmjägertruppe als Nahkampfwaffe und Sicherheitsmesser für den Fallschirmsprung ausgegeben. | Heer | |
| Bundeswehrkampfmesser* | Kampfmesser | 1968 | 1992 | – | Trotz des Namens eignet sich das Bundeswehrkampfmesser nicht primär als Nahkampfwaffe und war auch nicht dafür vorgesehen. Deshalb wurden bei Spezialeinheiten später das Gerber Mark 2 und danach das Böker KSK eingeführt. Die Beschaffung wurde 1992 eingestellt und das Messer wurde später durch das KM 2000 ersetzt. | Heer Luftwaffe Marine |
| KM 2000 | KM 2000 | 2003 | In Verwendung | 172 mm | Das KM 2000 von Eickhorn ist das Standard-Kampfmesser der Bundeswehr. | Heer Luftwaffe Marine |
| Bajonett AKM Typ I | AKM Bajonett Typ I | um 1993 | – | 145 mm | Das Bajonett der AKM (modernisierte Kalaschnikow) ist eine Nahkampfwaffe aus NVA-Beständen. Die Waffe wurde nach der Wiedervereinigung bei infanteristischen Verbänden unter der Bezeichnung Kampfmesser, schwer eingeführt. Es diente als Kampfmesser, Säge und Drahtschneider, jedoch nicht als Bajonett, da inkompatibel. | Heer |
| Bajonett AKM Typ II | AKM Bajonett Typ II (unmodifiziert, rote Schnur ist zivil) | um 1993, 1997 teils modifiziert | – | 145 mm | Das Bajonett der AKM und AK-74 ist eine Nahkampfwaffe aus NVA-Beständen. Modifizierte Versionen können auf dem Sturmgewehr G36 aufgepflanzt werden. Das Bajonett musste am Haltering modifiziert werden, um aufgepflanzt werden zu können. Dazu wurde der originale Haltering abgeschnitten und ein anderer mit größerem Durchmesser angeschweißt. Zusätzlich wurde die lederne Gürtelhalterung durch eine neue aus Kunstfasern und Plastik ersetzt, welche mit dem westdeutschen Koppel kompatibel ist.<ref name=wbug /><ref name=wbakp2 /> Diese Änderung wurde nicht offiziell, sondern in Privatinitiative in begrenzter Stückzahl durchgeführt. Das Bajonett diente zusätzlich als Kampfmesser, Säge und Drahtschneider. | Heer |
| Bajonett G3 | Bajonett G3 | – | – | 170 mm | Das Bajonett wurde nie an die Truppe ausgegeben, war aber in den frühen 1980ern im sog. „Kasernen-Bestand“. Die Klinge ist an den Seiten stumpf, weist also keinerlei Schneide auf, und war als reine Stichwaffe ausgelegt. Schleifen bzw. Entfernung der mattschwarzen Lackierung hatte zu unterbleiben (Lichtreflexion/Blendwirkung). Vereinzelt wurde das Bajonett bei manchen Einheiten (z. B. Schwimmbrücken-Pioniere / M-Bootfahrer) in Eigeninitiative ausgegeben/beschafft, um (dann mit geschliffener Klinge) Seile und Taue zu zertrennen. | Heer Luftwaffe Marine |
| Kappmesser | Datei:Jagdmesser Bundeswehr noBG.png | 1967 | – | 156 mm | Ausgegeben an das fliegende Personal als Teil der Überlebensausrüstung. Bis 1983 von Puma geliefert. Danach von der Fa. Hirschkrone. Es gibt Modelle für die Flughafenfeuerwehr, die am Klingenrücken eine Einkerbung als Gurtschneider besitzen. | Luftwaffe |
* Blankwaffen gelten teilweise als Waffen und sind waffenkammerpflichtig oder dürfen nicht außer Dienst geführt werden, und müssen in der Kaserne durch den Soldaten außer Dienst unter Verschluss gehalten werden.
Weitere Waffen
| Bezeichnung | Bild | Einführung im Jahr
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Außerdienststellung
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Munition | Verwendung | Benutzer |
|---|---|---|---|---|---|---|
| MZF1<ref name=bwmzf1 /> | Remington 870 | ?? | In Verwendung | Kaliber 12 | Repetierflinte für Flintenlaufgeschosse – Verwendung bei KSK, Feldjägern, Kampfschwimmern und den Boardingteams. | Heer Marine |
| Granatmaschinenwaffe A1 | Datei:HKGMW.jpg | 1996 | In Verwendung | 40 x 53 mm | HK GMW40 im Einsatz in der Bundeswehr. Wird auch auf gepanzerten Fahrzeuge installiert.<ref>Granatmaschinenwaffe A1. Abgerufen am 20. September 2025.</ref> | Heer Marine Luftwaffe |
| GLM | Datei:PEO M320 Grenade Launcher.jpg | 2019 | In Verwendung | 40 × 46 mm Granate | Das HK GLM ist eine Weiterentwicklung des HK AG36 und wurde speziell für den Einsatz am HK416A5/A8 und HK417 entwickelt.<ref>Heckler-Koch. Abgerufen am 24. September 2025.</ref> | Heer Marine Luftwaffe |
| AG36 | AG36 | 1997 | In Verwendung | 40 × 46 mm Granate | Die Granatpistole AG36 (AG40-2) kann am Sturmgewehr G36 montiert werden. | Heer Luftwaffe Marine |
| Granatpistole 40 mm | HK69 | 1974 | In Verwendung | 40 × 46 mm Granate | Die Granatpistole 40 mm ist eine selbständige Sekundärwaffe. | Heer Luftwaffe Marine |
| Schützenabwehrverlegemine DM31 | Datei:DM-31.jpg | 1962 | 1998 | 530 g TNT Sprengladung | Panzerabwehrverlegemine der Bundeswehr. Wurde nur durch die Pioniertruppe eingesetzt. | Heer |
| Panzerabwehrmine AT2 | Datei:AT-2.jpg | 1981 | In Verwendung | 907 g Composition B Sprengladung | 1,2 Millionen Einheiten beschafft konnte auch vom LARS, Skorpion und MARS II eingesetzt werden.<ref>MARS II. Abgerufen am 21. September 2025.</ref> | Heer |
| Panzerabwehrlandmine DM31 | Datei:Minen.jpg | 1985 | In begrenzte Verwendung | 3,5 kg Composition B Sprengladung | 1985 wurden über 125.000 schwedischen Landminen des Typ FFV 028 SN für die Bundeswehr beschafft. | Heer |
| Panzerabwehrrichtmine DM-12 | Datei:Panzerabwehrrichtmine DM12.jpg | 1988 | In Verwendung | 1,5 kg HEAT (PARM-1)
1,9 kg HEAT (PARM-2) Sprengladung |
Panzerabwehrrichtmine der Bundeswehr. Ab 2024 wird sie durch die neuere DM-22 PARM-2 abgelöst.<ref>Neue Panzerabwehrrichtminen für die Bundeswehr | cpm Defence Network. 15. November 2023, abgerufen am 21. September 2025.</ref> | Heer |
| M120 Mörser | Datei:German Army 120 Krh 40 - JTAC training - 4.webp | 1969 | In Verwendung | 120mm Mörser HE | Finnische Tampella 120 Krh/40. Wurde auch auf dem M113G3 Panzermörser verwendet.<ref>Mörser 120 mm. 21. März 2018, abgerufen am 20. September 2025.</ref>
Es verwendet ein Panoramaperiskop PERI-R16A1 und einen festen Kollimator K12mA2. |
Heer |
| M120R1 Mörser | Datei:160808-F-VH066-018.jpg | 2022 | In Verwendung | 120mm Mörser HE | Soltam K-6 in Lizenz von Rheinmetall. Wurde ab 2022 beschafft und ersetzt den M120.<ref>Rheinmetall modernisiert Mörser 120 mm und liefert Munition – bundeswehr-journal. 14. Januar 2022, abgerufen am 20. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | Heer |
| HK P2A1 | HK69 | ?? | In Verwendung | 26,5 mm Leuchtgeschosse | Leuchtpistole zur Signalgebung und Gefechtsfeldbeleuchtung | Heer Luftwaffe Marine |
| FHK 19 | FHK19 | 1970er Jahre | In Verwendung | Signal, Licht, DM13A2B2, 19 mm, PT, Einzelstern | Notsignalgerät für Luftfahrzeugbesatzungen | Heer Luftwaffe Marine |
| DM 34 Handflammpatrone |
Handflammpatrone | 1965 | 2001 | keine | Diese Waffe gehört zu den Brandwaffen | Heer Luftwaffe Marine |
| DM11 | Datei:MkII 07.JPG | 1955 | ?? | 52 g TNT Sprengladung | Amerikanische Splitterhandgranate Typ Mk 2A1 „Pineapple“. Teil der Erstausstattung der Bundeswehr. | Heer Luftwaffe Marine |
| DM21 | Datei:DM21 Sprenghandgranate.jpg | ?? | ?? | 200 g TNT Sprengladung | Amerikanische Sprenghandgranate Typ Mk 3A2. Die Lizenzproduktion erfolgte bei der norwegischen Firma Raufoss ANA (LOS RA).<ref>ZDV 3 17 Handgranaten Handflammptr Germany 1980 | PDF. Abgerufen am 21. September 2025.</ref> | Heer Luftwaffe Marine |
| DM41 | DM41A1 | 1955 | ?? | 150 g TNT Sprengladung | Die Splitterhandgranate DM41A1 basierte auf die US M26A2 und gehörte zu den Standardhandwaffen der Bundeswehr. Die Übungshandgranate der DM41 trägt die Bezeichnung DM48. Ersetzte die DM11. | Heer Luftwaffe Marine |
| DM51 | DM51 | 1975 | In Verwendung | 60 g TNT Sprengladung | Die DM51 ist die Standard-Handgranate der Bundeswehr. Die Übungshandgranate der DM51 trägt die Bezeichnung DM58. | Heer Luftwaffe Marine |
Literatur
- Hans-Joachim Drost: Gelboliv – Die Ausstattung der Aufbauzeit 1956–1958. Militärverlag Drost, 2008
- Wollert/Lidschun/Kopenhagen: Schützenwaffen heute, Band 1 + 2. Brandenburgisches Verlagshaus, 1993
- Rolf Abresch, Ralph Wilhelm: Moderne Handwaffen der Bundeswehr. Report, Bonn 1999
- Lothar Schuster: Das Ausstattungssoll der Heeresangehörigen der Bundeswehr 1955–2010. Zeughaus, 2011
- Jan-Phillipp Weisswange: Handwaffen und Panzerabwehrhandwaffen der Bundeswehr. Geschichte – Technik – Taktik. E. S. Mittler & Sohn, Hamburg 2011
Siehe auch
- Liste von Bundeswehrmunition
- Liste von Kettenfahrzeugen der Bundeswehr
- Liste von Luftfahrzeugen der Bundeswehr
- Liste von Radfahrzeugen der Bundeswehr
- Liste der Schiffe der Bundeswehr
- Liste der Handwaffen des Bundesgrenzschutzes
Weblinks
- Streitkraeftebasis.de – Handwaffen der Bundeswehr
- deutschesheer.de – Handwaffen
- World Infantry Weapons: Germany
Einzelnachweise
<references> <ref name="wkur">Die Walther P 38. Geschichte. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. September 2018; abgerufen am 18. März 2019.</ref> <ref name=cas>1955-1975. Bundeswehr, 2 AK um 1960. Bazooka, schweres MG 42 / MG1 auf Lafette. Abgerufen am 7. Juni 2024.</ref> <ref name=lb>Soldaten: Risiko Taschenmesser. 25. Juni 2009, abgerufen am 7. Juni 2024.</ref>
<ref name=wbug>Ralph E. Cobb: Post-War German Bayonets. Unified Germany. In: http://worldbayonets.com/. 2009, abgerufen am 7. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Modifiziertes AKM Typ II Bajonett für das HK G36).</ref><ref name=wbakp2>Ralph E. Cobb: AK Bayonets 101 – Other AK Bayonet Variations. Germany — G36 Bayonet. In: worldbayonets. 2010, abgerufen am 7. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> <ref name=bwmzf1>Die Pumpgun – ein Schlüssel der besonderen Art. Abgerufen am 7. Juni 2024.</ref> <ref name=gosne11>laus Peter Gosenheimer: Aus dem Einsatz lernen. (PDF) Zwischenbilanz zur Einsatzauswertung im Heer. In: Info Brief Heer. April 2011, S. 7, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 7. Juni 2024.</ref> <ref name=arhkg28>G28 Marksman rifle Heckler & Koch. In: armyrecognition.com. Abgerufen am 7. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> <ref name=Steinmüller19>Peter Steinmüller: Bundeswehr modernisiert ihre Panzerabwehrwaffen. 27. November 2019, abgerufen am 9. Februar 2025.</ref> </references>