Die Liste von Fahrgastreedereien in Berlin führt die in Berlin und Umgebung im 21. Jahrhundert auf den Berliner Gewässern aktiven Reedereien und Unternehmen bzw. Körperschaften des privaten Rechts auf. Sie betreiben zusammen etwa 120 Fahrgastschiffe (Stand Sommer 2025).<ref>Reederverband abgerufen am 2. November 2024.</ref> Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Einleitung
Die eingesetzten Schiffe verfügen zum Großteil über Antriebe mit Dieselmotoren, die wegen des vermuteten Rußpartikel-Ausstoßes in die Kritik der Umweltschützer geraten sind. Messungen auf einer Brücke an der Museumsinsel am 25. Juli 2014 haben gezeigt, dass eine bis zu 15-mal höhere Konzentration von Feinstaubpartikeln gegenüber den zulässigen Grenzwerten auftreten kann. Der Senat förderte daraufhin ein Pilotprojekt, mit dessen Hilfe die Reederei Stern und Kreis drei ihrer Schiffe mit Filtern ausrüstete. Freiwillig hat die Reederei Riedel das Schiff Spree-Diamant sogar mit zwei solcher Schutzanlagen ausgestattet. Das Schiff Kreuzberg erhielt im Jahr 2015 ebenfalls zwei Rußfilter. Mit diesen Anlagen können bis zu 97 Prozent der Schadstoffe zurückgehalten werden.<ref>Umweltverbände fordern Rußfilter für Schiffe. In: Berliner Zeitung, 26./27. Juli 2014, S. 20.</ref>
Trotz dieser ersten Maßnahmen ist innerhalb von vier Jahren die Verringerung der Staubpartikelbelastung nicht in großem Maße gelungen. Neuere Messungen im Sommer 2018 oberhalb der Weidendammer Brücke und mit einer Messfahrt hinter einem Passagierschiff im Auftrag des Verbandes der Elektroschifffahrt zeigten wieder um mehr als das Zehnfache erhöhte Werte, die die EU-Grenzwerte deutlich überschreiten. Das Umweltbundesamt hat errechnet, dass der Ausstoß schädlicher Stoffe durch den Schiffsverkehr – einschließlich Güterfahrten – rund 30 Prozent der Feinstaub- und Stickoxid-Belastung in Großstädten ausmacht. Der genannte Verband möchte erreichen, dass der Senat von Berlin die Vergabe von Steganlagen und die Genehmigung von Fahrtrouten stärker vom Umweltschutz abhängig macht; den Elektroschiffen sollen mehr Rechte eingeräumt werden. Die auf den Berliner Gewässern fahrenden rund 70 Schiffe der größeren Reedereien können bisher kaum mit Filtern nachgerüstet werden, weil es diese nicht für alle Schiffsmotoren gibt. Für die Filterproduzenten sei die Absatzmenge zu gering. Die Verbandsvertreter fordern mehr konkrete Maßnahmen durch den Senat.<ref>Julia Haak: Smog auf dem Wasser. In: Berliner Zeitung, 24. August 2018, S. 9 (=Printausgabe).</ref>
Mit dem wachsenden Verkehrsaufkommen auch auf den Wasserstraßen rund um Potsdam und Berlin, dem traditionellen Fahrtgebiet der Weissen Flotte Potsdam hat das Unternehmen mit Saisonbeginn 2019 auf all ihren Schiffen den synthetischen, paraffinischen Kraftstoff Shell GTL Fuel Marine eingeführt. Die firmeneigene Tankstelle in Potsdam, die auch den Sportbooten zur Versorgung mit Kraftstoffen und Frischwasser zur Verfügung steht, wird nur noch den synthetischen Kraftstoff anbieten. Das Schifffahrtsunternehmen will damit einen Beitrag zur Reduzierung der möglichen lokalen Schadstoffbelastung der Umwelt und zur Luftverbesserung beitragen.
Im Jahr 2013 hat das Bundesverkehrsministerium eine neue Verordnung für Betreiber von Schiffen aller Art auf Bundeswasserstraßen erlassen. Diese erlaubt nur noch Booten, für die kein Holz eingesetzt ist und die mindestens zwei Motoren besitzen, Fahrgastschifffahrt zu betreiben. Charterschiffe, Salonschiffe, Partyflöße und Sportboote mit Bootsführer sind vor allem davon betroffen.<ref>Leon Scherfig: Berliner Salonschiffe stehen vor dem Aus, Berliner Morgenpost, 7. Feb. 2013, abgerufen am 11. Nov. 2016.</ref> Eine scharfe Umsetzung ist jedoch bisher (Stand 2026) nicht bekannt geworden.
Übersicht
Die in Einzellisten aufgeteilte Zusammenstellung ist entsprechend den Eigennamen oder Nachnamen des Eigners alphabetisch sortiert. Dazu werden, falls bekannt, die Schiffsstandorte genannt. Direkt unter den jeweiligen Unternehmen sind das Schiff oder die Flotte mit den zugehörigen technischen Daten und ihrer Vorgeschichte enthalten.
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.Becker
Bereits im Jahr 1946 begann die Reederei mit der Fahrgastschifffahrt auf der Spree. Im 21. Jahrhundert betreibt das Unternehmen ein Schiff. Zur Firma gehörte 2013 noch die Uranus ex Minchen, später wurde noch die Venus verchartert.
Das Schiff
Präfix
Name des Schiffes
Baujahr
Gesamt- plätze
Plätze innen
Länge/Breite in Metern
frühere(r) Name(n)
Bemerkung
Bild
MS
Der fliegende Holländer
2009
0108
0
27,31/5,08
Gebaut auf der Kiebitzwerft in Havelberg. Zuvor betrieben von der VOC.
Berliner Wassersport- und Service GmbH & Co. Betriebs KG (BWSG)
Die Reederei BWSG mit Sitz in Berlin-Köpenick betreibt auf den Berliner Gewässern Fahrgastschifffahrt im Linien- und Charterverkehr. Sie besitzt drei Schiffe und drei Anleger, darunter die Station Alte Börse in Berlin-Mitte. Im Berliner Zentrum wird eine als ArchitekTour bezeichnete 2½-stündige Fahrt angeboten, deren Schwerpunkt auf Erläuterung der Architektur der am Ufer befindlichen Bauwerke liegt. Außerdem verleiht das Unternehmen Sportboote, betreibt eine Marina mit ca. 70 Liegeplätzen sowie die Marina Gaststätte „Skippers“ und bietet ca. 10 Wohnmobilstellpläte an. Des Weiteren betreibt die BWSG einen Bootshandel.
Die Flotte
Präfix
Name des Schiffes
Baujahr
Gesamt- plätze
Plätze innen
Länge/Breite in Metern
frühere(r) Name(n)
Bemerkung
Bild
MS
Babelsberg
1992
0100
070 +15
32,10/5,10
Nach dem Stapellauf als Yacht unterwegs. Die erste Reise war eine Promotionfahrt nach Bremerhaven. Am 24. April 1993 erwarb die Brandenburgisch-Preußische Schiffahrtsgesellschaft mbH mit Sitz in Potsdam das Schiff und gab ihm den Namen Babelsberg, der nun beim Weiterverkauf beibehalten wurde.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Berliner Wassersport- und Service GmbH mit Details zur Babelsberg (Memento vom 4. Oktober 2013 im Internet Archive), abgerufen am 7. November 2017.</ref>
Für die Weiße Flotte Potsdam auf der Yachtwerft Berlin-Köpenick gebaut. Typ III verlängerte Variante, 2005 erworben von Wassersport- und Service GmbH Köpenick
Der Unternehmer Julius Dahmen hat die Reederei Berliner Welle Anfang 2013 gegründet und bietet Fahrten auf den Berliner Wasserstraßen mit historischen Partybooten an.
Als Dampfschiff in der Schiffswerft Möller & Holberg (Stettiner Oderwerke) gebaut. Ab 2023 auf Elektroantrieb in der SET Genthin umgebaut. Seit Mai 2024 steht das Schiff, komplett restauriert und elektrisch angetrieben, wieder für den Fahrgastverkehr zur Verfügung. Am 4. Mai 2024 absolvierte es seine erste Fahrt mit der neuen Motorisierung.<ref>Der älteste Dampfer der Stadt ist wieder auf Tour. Foto und textliche Beschreibung, Berliner Zeitung, 6. Mai 2024, S. 4 (Printausgabe).</ref>
gebaut 1961, Baunummer 26, bei der Werft von Hein Gabers, Hamburg als Correkt, mehrfacher Namenswechsel und Umbau u. a. 2024 bei der Werft Malz in Oranienburg. Das Schiff fährt seitdem mit einem vollelektrischen Antrieb.
Das Büro des Unternehmens befindet sich in Berlin-Tegel. Der Liegeplatz des einzigen Schiffes ist die Greenwichpromenade.<ref>Google Search. Abgerufen am 17. Februar 2026.</ref>
Die Reederei Böttcher ist ein Familienunternehmen aus Berlin. Es wurde im Jahr 2011 gegründet. Die Reederei ist überwiegend auf den Berliner Wasserstraßen mit drei Schiffen unterwegs, die sie für Firmenfeiern, Geburtstage und Hochzeiten anbietet.
Die Flotte
Präfix
Name des Schiffes
Baujahr
Gesamt- plätze
Plätze innen
Länge/Breite/Tiefgang in Metern
frühere(r) Name(n)
Bemerkung
Bild
MS
Sylvia
1948
032
025
15,52/3,55
ex Freddy
Auf der Jensen Werft in Hamburg gebaut, 1950 auf den Namen Sylvia umgetauft.<ref>Partyboot Sylvia auf der Spree, auf www.berlin-bootsverleih.com</ref><ref>Sylvia – Barkasse -, auf www.binnenschifferforum.de</ref>
Hamburg, Umbau 1975, Generalüberholung 2007/2008 Werft Bolle GmbH. In der Saison 2024 noch im Einsatz, aber zum Verkauf ausgeschrieben.<ref>Verkaufsangebot Vera auf www.kleinanzeigen.de</ref>
Das Unternehmen wird von Andreas Burchardi betrieben.<ref>Fährbetrieb. klicktel.de</ref><ref>Wolfgang Burchardi ist 2022 verstorben, siehe VSV Magazin. Heft 91, S. 7.</ref> Die Familie Burchardi begann die Binnenschifffahrt mit dem Betrieb einer Autofähre im Jahr 1961. Im Jahr 1965 kam die Personenfähre Tegelort–Valentinswerder–Hakenfelde hinzu. Der Sitz befindet sich in der Gatower Straße in Berlin-Spandau. Eine 1993 neu gebaute Personenfähre wurde noch im gleichen Jahr zu dem Fahrgastschiff Odin III umgebaut, mit dem seitdem Charterfahrten angeboten wurden.<ref>Wolfgang Burchardi: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Über uns – Fähre Berlin. (Memento vom 2. September 2013 im Internet Archive)</ref>
Das Schiff
Präfix
Name des Schiffes
Baujahr
Gesamt- plätze
Plätze innen
Länge/Breite in Metern
frühere(r) Name(n)
Bemerkung
Bild
MS
Odin III<ref>Berliner Verkehrsblätter. Informationsschrift des Arbeitskreises Berliner Nahverkehr. August 2013, S. 144. Die Zahl der Plätze wird hier entgegen der Darstellung der Reederei mit 40 Personen angegeben.</ref>
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.Eddyline
Die Reederei Eddyline ist seit 2005 aktiv und hat ihren Sitz in Berlin im Westhafen. Sie betreibt zwei Motorschiffe, die beide optisch als Werbeträger für den Fußballverein1. FC Union Berlin gestaltet sind.<ref>Über uns. eddyline.de; abgerufen am 7. November 2017.</ref>
Die Flotte
Präfix
Name des Schiffes
Baujahr
Gesamt- plätze
Plätze innen
Länge/Breite in Metern
frühere(r) Name(n)
Bemerkung
Bild
MS
Helgard
2007
099
-
26,76/5,10
gebaut auf der Schiffs-Werft Bolle in Derben; zusammenschiebbares Panorama-Dach<ref>Details zu Helgard. eddyline.de</ref>
Gebaut auf der Oswald-Ernst-Werft in Berlin-Köpenick; Besitzer nacheinander: Reedereien Otto Kogel, Lahe, M. Bethge; Hadynski. Unter Hadynski Technik und Ausstattung modernisiert. 2005 durch Eddyline angekauft.<ref>Details zu Viktoria. eddyline.de</ref> 2024 zum Verkauf angeboten.<ref>Verkaufsangebot Viktoria auf www.fahrgastschiff-verkauf.de</ref>
Reederei Exclusiv Yachtcharter & Schifffahrtsgesellschaft mbH. Die E-Y-S hat drei Schiffe im Einsatz und benutzt zwei eigene Anleger. Abfahrten erfolgen ab Berlin-Moabit, Holsteiner Ufer.
Die Flotte
Präfix
Name des Schiffes
Baujahr
Gesamt- plätze
Plätze innen
Länge/Breite in Metern
frühere(r) Name(n)
Bemerkung
Bild
MS
La Belle
1965
100
45
24,90/4,34
ex Joseph J. Ruston, ex La Citronella, ex Attersee, ex Westfalen
ex Jerichower Land, ex Likedeeler, ex Wappen von Bleckede, ex Brunswik, ex Regina
1953 Werft Schmidt, Oberkassel, 1996 Werft Genthin, Totalumbau und Verlängerung, 2011 um- und ausgebaut auf der Werft Malz in Oranienburg<ref>Berliner Verkehrsblätter. Informationsschrift des Arbeitskreises Berliner Nahverkehr. August 2013, S. 144.</ref><ref>Informationen zur Bon Ami nach Angaben auf der Homepage</ref>
Gebaut auf der französischen Werft Jeanneau (Modellreihen Prestige oder Velvet); Indienststellung 2015/2016<ref>Schiffsregister für gewerbliche Sportboote im Land Berlin</ref> Die Motoryacht wurde vom Standesamt Berlin-Mitte und Hennigsdorf als Außenstelle für Eheschließungen anerkannt.
Das Unternehmen Arthur Fischer – Berliner Schiffsagentur hält seine Schiffe über die Firmen Schiffskontor.de und Hauptstadtfloß in der Rummelsburger Bucht für Charterfahrten bereit.
ex Hoffnung als Dampfschiff (1917) / Cäcilie als Dampfschiff (1928)
Gebaut 1905 auf der Werft Gebrüder Maass in Neustrelitz als kombinierter Schleppdampfer. 2012 technische Modernisierung und komplette Restaurierung mit Dieselmotor von 1969.
Romandie III als Linienschiff (1958) / Nidau als Schiff in der Bieler Schifffahrtsgesellschaft / Stralau in der Flotte von Schiffskontor (2006)
Gebaut im Atelier de Construction Méchaniques, Vevey – einem Waggonwerk nahe Lausanne – als Linienschiff für die Bieler Schifffahrtsgesellschaft. 2006 kompletter Neubau der Innenausstattung
Die Moguntia wurde 1922 in Mainz als Personenfähre erbaut und dort eingesetzt. In den 1960er Jahren gestaltete ein französischer Künstler sie zu einem Wohnschiff um. Nach 40 Jahren im Einsatz, nach dem Mauerfall, erwarb der Reeder Fischer die Moguntia, restaurierte das Schiff von 2006 bis 2009 vollständig und stattete dieses modern aus.<ref>Zur Moguntia siehe auch Moguntia - 64201-A - Hobbyschiff auf www.binnenschifferforum.de.</ref> Die Moguntia soll das älteste Fahrgastschiff auf den Berliner Gewässern ein.<ref>rbb24: 30 Dinge, warum wir den Friedrichshain lieben. Sendung vom 28. November 2025 online in der mediathek.</ref>
Der Schiffsname leitet sich vom keltisch-römischen Namen der Stadt Mainz ab: das Castellum Mogontiacum gilt als Ursprung der heutigen Stadt.
Im Jahr 2023 nannte sich die frühere Reederei schoene schiffe.berlin in FLAGSHIP.BERLIN um. Mit der gleichzeitigen Flottenvergrößerung begann das Unternehmen auch mit täglichen Linienfahrten. Die Reederei bietet Fahrten im oberen Preissegment und legt dabei Wert auf umweltbewusste Antriebe.
Die Schiffe
Präfix
Name des Schiffes
Baujahr
Gesamt- plätze
Plätze innen
Länge/Breite in Metern
frühere(r) Name(n)
Bemerkung
Bild
EMS
Hemingway
1915
075
020–55
25,00/4,70
Umbau auf Elektroantrieb 2025<ref>Schiffsregister Berlin (Einträge zur Umrüstung auf E-Antrieb); Pressemitteilungen zur Elektrifizierung der Berliner Flotte (z. B. Torqeedo/Reederei-Kooperationen).</ref>
Die Personenschifffahrt Rolf Fußwinkel betreibt ein Schiff auf den Berliner und Brandenburger Gewässern und hat ihren Sitz in Königs Wusterhausen im Ortsteil Kablow-Ziegelei. Der Heimathafen des Schiffes ist Zeuthen.
Das Schiff
Präfix
Name des Schiffes
Baujahr
Gesamt- plätze
Plätze innen
Länge/Breite in Metern
frühere(r) Name(n)
Bemerkung
Bild
MS
Olympia
1993
070
032–60
026,00/5,14 Ausstattung: Motor Volvo Penta, 145 PS
Gebaut bei Deutsche Binnenwerften (DBW), Werft Tangermünde/ Geschäftsführer der Reederei ist Rolf Fußwinkel
2008/09 neuaufgebaut und verlängert unter Verwendung des Kaskos der ausgebrannten ehemaligen Marlene (1993, KuFra Werft, Lübeck, 24,00 m Länge) der Stern und Kreisschiffahrt
1978 im Auftrag der Müritz Personenschiffahrt GmbH als Richard Wossidlo auf der Karl-Grieseler-Werft in Alsleben/Mukrena an der Saale gebaut. Der originale Antrieb bestand aus zwei Dieselmotoren mit je 104 PS. Seit 2014 für die Grimm & Lindecke – Spree & und Havelschifffahrt in Berlin im Einsatz.
1962 vom Stapel gelaufen bei der VEB Schiffswerft Aken (Elbe), Umbau 2004 Schiffswerft Malz / 2014 modernisiert, seit 2020 in Charter Fam. Ulack in Oranienburg. (ENI 05602570)
Besondere Angebote: Berlin – City – Touren, Touren ab Hennigsdorf, Ausflugsfahrten, Charterfahrten, Rundfahrten, „Dinner-Krimi“ an Bord (Mörderische Spreefahrt): Kriminalgeschichten mit Schauspielern unter Einbeziehung der Passagiere;<ref>Details zur Krimifahrt</ref> „Wannsee in Flammen“, Lichterfahrt mit Modenschau, Silvester Schiffe „Gala“, „Party“ und „Feuerwerk“
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.Hadynski
Die Reederei betreibt zwei baugleiche Cabrios. Hadynski war früher mit mehreren Schiffen auf den Berliner Gewässern präsent, von denen einige verkauft wurden, andere verschrottet werden mussten. Die Anlegestelle und das Büro befinden sich in der Burgstraße Nähe Friedrichsbrücke.
Die Reederei hat ihren Hauptsitz in Ketzin/Havel und unternimmt regelmäßig Fahrten auf den Berliner Gewässern. Die Anlegestellen befinden sich neben Ketzin/Havel auch in Werder und Töplitz. Genutzt werden zwei Schiffe aus verschiedenen Baujahren, ein drittes brannte 2016 auf der Werft aus und wird auf der Homepage des Unternehmens nicht mehr geführt (Stand: August 2024).
Werft in Magdeburg. Am 22. Juli 2016 in der Werft Malz ausgebrannt.<ref>maz-online.de Brand in der Werft, Märkische Allgemeine Zeitung vom 1. August 2016</ref>
Die hier versammelten historischen Schiffe werden von der Berlin-Brandenburgischen Schiffahrtsgesellschaft, der Spree-Cöllnischen Schifffahrtsgesellschaft und einzelnen Eignern betrieben. Sie unternehmen keine regelmäßigen Fahrten, sondern sind als Charterschiffe im Einsatz.
Werft Möller & Holberg, Stettin Der Doppelschraubendampfer wurde im Jahr 2023 umgerüstet auf Elektroantrieb. Die Eigner Julius Dahmen und Volker Marhold ließen das 100 Tonnen schwere Fahrzeug in der Schiffbau- und Entwicklungsgesellschaft Tangermünde überarbeiten. Anstelle der ehemaligen Dampfmaschinen wurden zwei flüssigkeitsgekühlte Deep Blue 50i Permanent-Magnet-Synchronmotoren eingebaut. Die Energie beziehen sie aus Deep Blue Lithium-Ionen-Hochvoltakkus; die Gesamtleistung ist mit 400 kWh berechnet. – Seit 2013 lag das Schiff im Landwehrkanal vor der Schleuseninsel auf Grund. Nach dem Umbau wurde der reguläre Linienbetrieb im Jahr 2024 wieder aufgenommen.<ref name="BerlWo">Dirk Jericho: Abgasfrei und leise surrend über die Spreee. Berliner Woche, 27. Mai 2023, S. 10.</ref>
Als Herz-As auf der Werft Bergman & Westphal, Berlin-Stralau für die Reederei Otto Schmidt gebaut, in den 1930er Jahren an die Spandauer Reederei A. Haupt verkauft und in Frohsinn umbenannt. Es überstand den Krieg und war noch lange in Spandau im Einsatz. Seit 2001 gehört es zum Bestand des Historischen Hafens Berlin an der Fischerinsel.<ref>Archiv des Historischen Hafens Berlin (Verbleib der Frohsinn).</ref>
Ute Brodthagen:
Der Dampfer wurde 1911 in Tangermünde auf der Werft Fritz Bettins & Söhne gebaut und war bis 1921 bei Magdeburg als Schlepper im Einsatz. Danach fuhr das Schiff unter dem Namen Iltis als Schlepper und Eisbrecher bis 1962 weiter auf Havel, Elbe und den Kanälen; der Heimathafen war Zehdenick. Nach der Außerdienststellung wurde der Dampfer bis auf den Rumpf demontiert. Eine private Initiative sorgte für einen Neuaufbau auf einer Werft in Malchow und 1998 ging das Schiff als Fahrgastschiff mit Dieselmotor neu in Dienst. Das Aussehen eines Dampfers wurde bewusst beibehalten.
Die Motorjacht, im Dienst des Ameron Hotel(s) Abion, hat ihren Liegeplatz am Hotelanleger Abion Villa Spreebogen Berlin, Ortsteil Berlin-Moabit. Sie steht Hotelgästen für kleine oder größere Rundfahrten zur Verfügung.
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.Karamol, Marcus – Spreetours Fahrgast- & Eventschifffahrt
Spreetours ist eine Berliner Reederei für Fahrgast- und Eventschifffahrt mit einem Schiff, der Alexander. Seit 2006 werden Linien- und Charterfahrten in Berlin und Brandenburg durchgeführt.
Der Reeder machte sich zum 1. Mai 1991 mit einem von der aufgelösten Weißen Flotte Potsdam erworbenen Schiff, dem Motorschiff Werder, selbstständig. Im Jahr 1993 kam als Zweites das neu gebaute Schiff Party zum Einsatz, das 1997 weiterverkauft wurde. Ein weiteres Ausflugsschiff, die Liberty diente der Reederei von 1995 bis zum Jahr 2000. Im Jahr 2008 übernahm der Sohn Steffan Kaubisch zusammen mit seiner Ehefrau die Leitung der Reederei. Die übrigen Familienmitglieder helfen tatkräftig mit.
Die im Jahr 2013 im Einsatz befindlichen Schiffe sind in der Liste dargestellt. Standort und Heimathafen ist die Teupitzer Dampfer-Anlegestelle Bohr’s Brücke.
Die Flotte
Präfix
Name des Schiffes
Baujahr
Gesamt- plätze
Plätze innen
Länge/Breite in Metern
frühere(r) Name(n)
Bemerkung
Bild
MS
Schenkenland
1993
0150
065
024,00/4,50
Das Schiff wurde 1993 bei der Schiffswerft Georg Placke in Aken gebaut. Der Name lehnt sich an das Schenkenländchen im Gebiet Teupitz an.
Die Familie Kelling ist eine alte Erkneraner Schifferfamilie und befährt seit mehreren Generationen die märkischen Gewässer. Sie betreibt die 1924 in der Werft von Schüler bei Hamburg auf Kiel gelegte Barkasse Jeffrey.<ref>Jeffrey - FGS - 5112190 auf www.binnenschifferforum.de</ref>
Homepage des Unternehmens abgerufen am 7. November 2017. Stand 31. August 2024 steht die Domain zum Verkauf.
Kuhl, Bernd
Die Reederei Bernd Kuhl GmbH hat sich Anfang 2013 gegründet. Das Fahrtgebiet umfasst die Havelgewässer zwischen Berlin und Potsdam mit Ausflügen nach Brandenburg an der Havel. Die Schiffe können gechartert werden und sind als Standesamt der Stadt Werder zugelassen. Der Heimathafen ist Werder (Havel).
Die Schiffe
Präfix
Name des Schiffes
Baujahr
Gesamt- plätze
Plätze innen
Länge/Breite in Metern
frühere(r) Name(n)
Bemerkung
Bild
MS
Bismarckhöhe
1977
0126
065
028,44/5,09
ex Pillnitz, ex Kasper Ohm, ex Dessau-Roßlau
1977 für die Dresdner Weiße Flotte gebaut (DDR-interne Registriernummer P-082); 1996 nach Rostock an Personenschifffahrt Olaf und Dieter Schütt veräußert, 2011 nach Lutherstadt Wittenberg verkauft, 2013 nach Werder (Havel), Geschäftsführer Patrick Kuhl.
1910 für die damals neu gegründete Reederei Julius Kutzker gebaut und war sein allererstes Schiff.<ref>Fahrgastschiff Weichsel in Köepenick nahe der Gaststätte Neu-Helgoland, abgerufen am 5. April 2026.</ref> Fahrgebiet vor allem im Berliner Umland auf den Gewässern der Löcknitz (Löcknitz-Fahrgemeinschaft), im Raum Grünheide und Fangschleuse. Im Jahr 1971 wurde die Weichsel offiziell stillgelegt und außer Dienst gestellt. Danach diente sie noch einige Jahre im Raum Berlin als privates Wohn- bzw. Freizeitboot, bevor es schließlich verschrottet wurde.<ref>Kurt Groggert: Personenschiffahrt auf Spree und Havel (Hrsg. Museum für Verkehr und Technik Berlin, 1988), enthält die Flottenlisten der Reederei Kutzker für die Jahre 1931, 1935 und 1971.</ref> Nach der privaten Schiffsdatenbank von Uwe Giesler (ddr-binnenschifffahrt.de) wurde das Fahrgastschiff Weichsel (spätere DDR-Kennung P-511) auf der Anker-Werft aus Berlin-Rummelsburg erbaut. Im Gegensatz dazu gibt Kutzker selbst an, dass es bei einer Werft direkt von ihm in Auftrag gegeben worden sein soll, nennt aber keinen Werftnamen.
Die Reederei Lüdicke, Inhaber Hendrik Prössel-Jürgensen mit Sitz in Berlin-Spandau, betreibt die Fahrgastschiffe Heiterkeit, Wappen von Spandau, Havelblick und Havelglück. Für die Fahrten werden die Schiffsanlegestellen Spandau (Lindenufer), Kladow (Irmchenplatz), der Anleger gegenüber der Pfaueninsel und einer am Wannsee/Zehlendorf (unmittelbar am Bahnhof Berlin-Wannsee) bereitgehalten.
Der Stapellauf des Schiffes Heiterkeit erfolgte 1909 auf der Werft Gebrüder Maaß in Neustrelitz unter dem Namen Karl Wilhelm. Das Schiff diente unter dem Eigner Arthur Haupt als Schleppdampfer auf den märkischen Wasserstraßen zwischen Elbe und Oder.
Nach dem Zweiten Weltkrieg fuhr die Karl Wilhelm für Berliner zu Hamsterfahrten nach Werder. Als in den 1950er Jahren die Dampfschiffära zu Ende ging, ließ der Reeder einen Dieselmotor einbauen und das Schiff für den Fahrgastverkehr umbauen. Unter dem neuen Namen Heiterkeit fuhr es ab Berlin-Spandau (Lindenufer) über Spree und Havel. Mit dem Bau der Berliner Mauer beschränkten sich die Ausflugsfahrten auf die Gewässer in West-Berlin.
Im Jahr 1975 erfolgte ein Eigentümerwechsel, Horst Schmidt übernahm das Schiff. Sein Familienunternehmen setzte die Linien- und Charterfahrten vom Anlegeplatz Spandau Lindenufer auf den Routen Großer Wannsee, Kleiner Wannsee, Pohlesee bis zum Stölpchensee und zurück fort.
Der Mauerfall führte zu einer Erweiterung des Fahrgebietes nach Potsdam und Werder. Familie Schmidt verkaufte das Schiff im Jahr 2006 an die Reederei Peter Lüdicke ReLuST (Reederei Lüdicke und Söhne, Tochter). Die Touren wurden nun auch auf die Berliner Innenstadt (Spree und Landwehrkanal), nach Berlin-Kladow, auf den Teltowkanal und nach Brandenburg an der Havel ausgedehnt. Im Jahr 2011 übernahm Hendrik Prössel−Jürgensen die Geschäftsführung von seinem Vater. Er ließ das Schiff umfassend modernisieren und fügte eine Tour von Berlin-Mitte bis zum Müggelsee hinzu. Das historische Schiff ist nun eines von vielen touristischen Angeboten in Berlin. Jürgensen wird bei seiner Arbeit von Familie und Freunden unterstützt.
Seit 2014 gehörte weiterhin das Schiff Angela zum Unternehmen. Es wurde 2019 verkauft. Ab 2018 hat das Fahrgastschiff Wappen von Spandau die Flotte erweitert. 2019 mit Saisonbeginn kam die Havelglück, ex. Havelland aus Rathenow dazu. 2024 wurde auf der Homepage des Unternehmens auch das Schiff Pegasus aufgeführt.
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.Marina Lanke Berlin AG
Das Unternehmen führt individuelle Fahrten mit den Schiffen auf Berliner und brandenburgischen Gewässern durch. Es hat seinen Yachthafen (Marina) an der Scharfen Lanke im Bezirk Spandau, Ortsteil Berlin-Pichelsdorf.
Die Flotte
Präfix
Name des Schiffes
Baujahr
Gesamt- plätze
Plätze innen
Länge/Breite in Metern
frühere(r) Name(n)
Bemerkung
Bild
MS
Hugo Reinicke
1994
35
0
19,96/4,90
Das Schiff wurde nach dem Gründer der Werft Hugo Reinicke benannt.
Die Reederei Sarah Morawietz – Event- und Charterschifffahrt Berlin – besitzt ein Schiff mit dem Heimathafen Bulgarische Straße (Anleger am Klipper) in Berlin-Alt-Treptow, von wo aus Linien- und Charterfahrten stattfinden.
Das Schiff
Präfix
Name des Schiffes
Baujahr
Gesamt- plätze
Plätze innen
Länge/Breite in Metern
frühere(r) Name(n)
Bemerkung
Bild
MS
Diva
1992
140<ref>Daten laut aktuellen Aufschriften am Schiffskörper (19.3.24).</ref><ref name="GR Diva">Diva. gruppenreport.de; abgerufen am 13. September 2012.</ref>
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Oggesen, Katrin & Kirsten (GmbH)
Die Reederei-Gesellschaft besitzt ein Schiff mit dem Heimatliegeplatz nördlich der Rummelsburger Bucht an der Hafenküche (Citymarina Rummelsburg) gegenüber vom Treptower Park, von wo aus Charterfahrten als schwimmende Bar stattfinden.
Das Schiff wurde 1930 in der Exquisitwerft Wildau als Dampfschiff gebaut und auf den Namen Eichhorst getauft. In der DDR bekam das Schiff den Namen Stralau, wurde auf Dieselantrieb umgerüstet, und der Fahrgastraum erhielt einfache S-Bahn-Bänke. Nachdem die Oggesens das Schiff erworben hatten, ließen sie es 2008/09 in der Bootswerft Kuhlke in Niederlehme komplett erneuern und gaben ihm „natürlich einen weiblichen“ neuen Namen. Die Decksaufbauten wurden nach Plänen der neuen Besitzerin erhöht und der Salon bekam eine neue Inneneinrichtung. Das Präfix MS, von englisch Ms., gehört ausnahmsweise zum Schiffsnamen, in Anspielung an Miss Marple. Die Besitzerin Katrin Oggesen, studierte Architektin, ist zugleich Kapitänin und wechselt sich mit zwei anderen Schiffsführern ab. Der mit Mahagoni-Holz verkleidete Salon ist mit bequemen Ledersesseln ausgestattet.<ref>Jörg Niendorf: Schöner schleichen auf der Spree. In: Berliner Zeitung, 14./15. April 2018, S. 21.</ref>
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.Rheinland.Tours
Die Rheinland wurde 1937 gebaut und 2016 von Ingo Gersbeck übernommen. Das Schiff gehörte jahrzehntelang dem Ehepaar Krüger. Ingo Gersbeck ist Inhaber des Unternehmens Schiffsservice Berlin.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Schiffsservice Berlin (Memento vom 8. November 2017 im Internet Archive)</ref> Das Unternehmen betreibt das Schiff Rheinland und führte bis 2019 ab dem Anleger am Großen Wannsee und ab der Glienicker Brücke Sieben-Seenrundfahrten bis Potsdam durch.
Werft der Gebr. Winkler, Kalkberge<ref>Berliner Verkehrsblätter. Informationsschrift des Arbeitskreises Berliner Nahverkehr. August 2013, S. 146.</ref>
Homepage Rheinland.Tours, abgerufen am 7. November 2017. Laut schiffsservice.de, abgerufen am 1. November 2024, ist die Rheinland nicht in Fahrt und steht zum Verkauf.
Riedel
Die Reederei Riedel GmbH ist ein Fahrgastschifffahrtsunternehmen in der deutschen Hauptstadt Berlin und in Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt. Es wurde 1971 gegründet. Der Heimathafen ist seit 2012 in Berlin-Rummelsburg. Auf den Berliner Gewässern sind 15 Schiffe im Einsatz (Stand April 2019).
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.SolarCircleLine
Die SolarCircleLine GmbH wurde 2016 in Berlin von Andreas Behrens und Tim Schultze gegründet, um Fahrgastschiffe mit Solarkraft zu betreiben. Ein erstes Schiff befindet sich seit 2019 im Einsatz.
Das Unternehmen SolarWaterWorld ist seit 2010 in Berlin präsent und betreibt drei solarelektrische Fahrgastschiffe, die Linien- und/oder Charterfahrten durchführen. Der Heimathafen befindet sich in der Stralauer Allee 3, 10245 Berlin.
Das Schiff liegt fest vertäut am östlichen Hafen in Berlin-Treptow und dient als Gastronomie- und Event-Einrichtung.<ref>Eventlocation Hoppetosse, abgerufen am 11. April 2024.</ref>
Bergmann & Westphal, Berlin-Spandau Aus der Flotte der Reederei Kutzker ausgegliedert und an Privat verkauft. Lag ab 2015 in der Nähe der Fährstelle der Fährlinie F11 an der Kleingartenanlage Wilhelmstrand in Berlin-Oberschöneweide mit der gültigen ENI-Nummer und dem Namen Black Pearl. Auf der Homepage der Spreedampfer, Fish Club GmbH finden sich Informationen zu dem Schiff, die eher eine Identifikation mit der einstigen Freya nahelegen.<ref name="spreedampfer">Geschichte der MS Rhein auf spreedampfer.berlin</ref>
Seit 2015 bietet die Reederei Charterfahrten mit der Vagabund, einem Fahrgastschiff mit Salon und Sonnendeck, auf den Berliner Gewässern und in das Umland an.
Das Schiff
Präfix
Name des Schiffes
Baujahr
Gesamt- plätze
Plätze innen
Länge/Breite/Tiefgang in Metern
frühere(r) Name(n)
Bemerkung
Bild
MS
Vagabund<ref>Dieter Schubert: Deutsche Binnenfahrgastschiffe. Illustriertes Schiffsregister. Uwe Welz Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-933177-10-3. S. 180.</ref>
Stern und Kreisschiffahrt GmbH Berlin ist ein Berliner Schifffahrtunternehmen mit Sitz in Berlin-Alt-Treptow. Es besteht seit 1888 und wurde stetig erweitert. Im Jahr 2019 befahren 34 Schiffe die Berliner Flüsse, Kanäle und Seen (31 Fahrgastschiffe, 1 BVG-Fähre, 2 Dienstleistungsschiffe).
Auch die Reederei des Bruders, Werner Triebler, hat ihren Sitz in Berlin-Spandau. Sie betreibt von der Anlegestelle Berlin-Wannsee (Bhf. Wannsee Brücke D und E) zwei Schiffe im Linien- und Charterverkehr.
Die Berliner Union Sozialer Einrichtungen (USE) gGmbH ist eine Werkstatt für vorrangig geistig und psychisch behinderte Menschen. Die Gesellschaft betreibt zwei historische Schiffe im Charterbetrieb.
Die Flotte
Präfix
Name des Schiffes
Baujahr
Gesamt- plätze
Plätze innen
Länge/Breite in Metern
frühere(r) Name(n)
Bemerkung
Bild
MS
Metamera
1929
32
37,00/5,05
ex Friedrichshagen, ex Adler, ex Tempelhof
Gebaut 1929 bei Schröder, Marienwerder, der Umbau erfolgte in der mitschiffs Werft<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />mitschiffs Werft Berlin (Memento vom 27. September 2013 im Internet Archive) Homepage der Werft; abgerufen am 22. September 2013.</ref> Berlin-Köpenick.
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.Van Loon
Die Reederei mit Sitz in Berlin-Kreuzberg betreibt zwei Charterschiffe und ein fest im Urbanhafen vertäutes Restaurantschiff. Der Anlieger für die Charterfahrten befindet sich an der Baerwaldbrücke, Carl-Herz-Ufer.
Die Flotte
Präfix
Name des Schiffes
Baujahr
Gesamt- plätze
Plätze innen
Länge/Breite in Metern
frühere(r) Name(n)
Bemerkung
Bild
MS
Josephine
050
Tat zuerst als Barkasse im Hamburger Hafen ihren Dienst, seit 1993 in Berlin. Fährt nur während der Sommersaison. 2024 Modernisierung und Umrüstung auf Elektroantrieb.
Mit einem umgebauten holländischen Frachtsegelschiff begann die Reederei in Berlin. Dieses Schiff wurde 2011 verschrottet und ein Neubau, einem historischen Frachtensegler nachempfundenes Restaurantschiff, dient seither als fest verankerter Speisesalon.
Vereinigte Ostdeutsche Compagnie GmbH, Die Berliner Reederei (VOC)
Diese Reederei nahm ihren Anfang im Jahr 2007. Ihre Gründung geht auf das Engagement Berliner Stadtführer zurück, die außer Busrundfahrten auch Schiffsausflüge begleiten wollten. Der Bau eines eigenen Schiffes war der Start.
Das Schiff
Präfix
Name des Schiffes
Baujahr
Gesamt- plätze
Plätze innen
Länge/Breite in Metern
frühere(r) Name(n)
Bemerkung
Bild
MS
Der fliegende Holländer
2009
108
27,31/5,08
Gebaut bei der Kiebitzberg Schiffswerft, Havelberg in Form des AquaCabrios. Wird mittlerweile (Stand: August 2024) von der Reederei Becker betrieben.<ref>www.reedereibecker.com</ref>
Die Berliner Reederei Wilfried Vogt ist ein Familienunternehmen und betreibt ein Schiff. Der Heimatliegeplatz ist die Anlegestelle Greenwichpromenade am Tegeler See in Berlin-Tegel. Befahren werden die Berliner und brandenburgischen Gewässer im regelmäßigen Ausflugs- oder im Charterverkehr.
Gebaut bei der Wiese-Werft in Berlin-Spandau mit einer Länge von 24,30 Meter und einer Breite von 5,10 Meter. 1983 wurde eine Verlängerung des Schiffs um 9,30 Meter vorgenommen. Die Reederei hat den Fahrbetrieb laut Homepage eingestellt, das Schiff lag aber im November 2024 noch an seinem üblichen Liegeplatz.<ref>Feen Grotte - FGS - 05600690 auf www.binnenschifferforum.de</ref>
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.Wassertaxi-Stadtrundfahrten (BWTS)
Die Reederei BWTS Berliner Wassertaxi-Stadtrundfahrten ist ein Fahrgastschifffahrtsunternehmen mit sieben Motorschiffen, darunter modernisierte historische Schiffe und moderne Panoramaboote. Die Reederei hat ihren Sitz in Berlin-Köpenick und ein Stadtbüro im Palais am Festungsgraben. Im Stadtzentrum nutzt sie drei eigene Anlegestellen. Die Schiffe befahren die Spree, den Landwehrkanal und einige Seen um Berlin im Linien- als auch im Charterverkehr. Im Jahr 2024 sind drei der Schiffe auf Elektroantrieb (=E) umgerüstet.
Barkasse<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Libelle (Memento vom 14. April 2015 im Internet Archive) reederverband-berlin.de; abgerufen am 11. April 2015.</ref>
Das Fahrgastschifffahrtsunternehmen Weisse Flotte Potsdam GmbH hat seinen Sitz in der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam. Das heutige Unternehmen wurde offiziell am 1. Januar 1959 gegründet. Seine Wurzeln reichen bis zur 1888 gegründeten Spree-Havel-Dampfschiffahrts-Gesellschaft zurück. Per Sommer 2019 fahren im Auftrag der Weissen Flotte 11 Fahrgastschiffe auf überwiegend festen Linien.
Die Reederei Bruno Winkler besitzt mehrere Motorschiffe. Sie hat seit 1997 ihren Sitz in Berlin-Charlottenburg unweit der Hauptanlegestelle am Charlottenburger Ufer. Die Gebrüder Winkler begründeten die Reederei in Rüdersdorf bei Berlin, sie verließen die DDR 1953. Im Jahr 1953 übernahm Bruno Winkler die Leitung des Unternehmens, das nun in West-Berlin agierte. Nach der Wende dehnte das Unternehmen seine Ausflugstouren wieder auf alle Berliner Gewässer aus. Winkler unterhält vier eigene Anlegestellen und vier Schiffe, die aus unterschiedlichen Bauzeiten stammen. Bruno Winklers Tochter Antje Winkler führt das Unternehmen.
Die Reederei wurde 1997 als Familienunternehmen mit Schiffsrestauration gegründet. Die Reederei hat ihren Firmensitz in Berlin-Charlottenburg unweit vom Heimatanleger Tegeler Weg.
Als Dampfschiff gebaut auf der Werft Gebrüder Wiemann in Brandenburg an der Havel. Umbau auf Dieselmotor 1957/58; 1982 in Haren (Ems) technisch überholt und modernisiert
Restaurantschiff Capt’n Schillow, etwa 25 m lang, liegt seit 1997 am Liegeplatz Straße des 17. Juni/Am Charlottenburger Tor. Es wurde 1909 als stählernes Segelschiff auf der Werft Johann Thormälen in Elmshorn gebaut und auf den Namen Engelke up de Müre getauft. Es diente als Zementtransporter auf der Elbe. 1943 wurde es nach Cuxhaven verkauft und nach Umbau (Verlängerung, Erhöhung plus Decksaufbauten) als Küstenmotorschiff hauptsächlich im Handel mit Skandinavien eingesetzt. Im Jahr 1984 gelangte das Schiff an den Emdener Yacht Club, der den Segler als Vereinssitz nutzte. Im Spätherbst 1986 erwarb ein Privatmann aus Berlin das Schiff und ließ es zu einem Restaurantschiff umbauen. Mit der Neuinbetriebnahme erhielt es den Namen des Kapitäns Werner Schillow, Schiffsmakler und Nautiklehrer in Hamburg und Berlin sowie Begründer einer 1908 in Berlin ansässigen Reederei.<ref>Homepage Capt’n Schillow</ref><ref name="qiez">Berlins schönste Restaurantschiffe. qiez.de; abgerufen am 11. September 2018.</ref>
Restaurantschiff Van Loon, liegt seit 2001 im Urbanhafen in Berlin-Kreuzberg Es ist ein einem historischen Segelschiff nachempfundener 31 m langer Nachbau.<ref name="qiez" />
Restaurantschiff Alte Liebe mit Liegeplatz in Berlin-Grunewald an der Havel am Postfenn/Havelchaussee. Das aktuelle Schiff entstand ursprünglich als Elbdampfer und ersetzte im Jahr 1970 nach Umbau den Vorgänger, dessen Namen es übernahm.<ref name="qiez" /> Datei:SpreeArche, 2018-09-01 ama fec.JPGSpreeArche
Restaurantschiff SpreeArche, gestaltet wie ein Floß mit repräsentativem Holzaufbau, befand sich in Berlin-Friedrichshagen, zog aber in den späten 2010er Jahren nach Baumschulenweg in die Nähe des Treptower Parks um. Es liegt komplett im Wasser, die Besucher müssen klingeln und werden mit einem kleinen Boot am Ufer abgeholt.<ref name="qiez" /> Der Liegeplatz wurde trotz eines entsprechenden Antrages an den Senat und trotz Genehmigung des Bundeswasserstraßenamtes seit 2018 noch nicht genehmigt. Es gibt Probleme, die dezentrale Wasserversorgung und Entsorgung entsprechend den Gesetzen abzusegnen und es müssen detaillierte Umweltgutachten eingeholt werden. So gibt es derzeit (September 2025) nur eine Duldung.<ref>Jens Blankennagel: Hochgelobt aber illegal. Berliner Zeitung (Printausgabe), 18. September 2025, S. 6.</ref>
Restaurantschiff Klipper im Bereich Berlin-Plänterwald Es entstand um 1880 als Segelboot und wurde im Jahr 2001 zu einem Restaurantschiff umgebaut. Originell sind die Namen der angebotenen kleinen Gerichte, beispielsweise Rettungsinsel (Matjeshering und Rollmops mit Pumpernickel) oder Käpt’n-Smoker-Platte (Honig- und Kräuterlachs, Rührei und Nordseekrabben). Besucher des Klipper können auch an Bord frisch geräucherte Fische essen oder mit kleinen Ausflugsschiffen Fahrten zur Berliner Innenstadt oder über den großen Müggelsee unternehmen.<ref name="qiez" />
Restaurantschiff Patio hat seinen Liegeplatz im Hansaviertel. Nach Einschätzung der Schiffsbetreiber handelt es sich um ein besonders edles Schiff mit hochwertigen Speiseangeboten. Es besitzt ein Glasdach und im unteren Teil eine Bar, in welcher Cocktails und Weine angeboten werden.<ref name="qiez" />
Auf dem ehemaligen Heckradmotorschlepper Jeseniky wurde der Decksaufbau als Restaurant ausgebaut, das unter dem Namen Deckshaus firmiert. Es liegt fest vertäut in Berlin-Mitte im Historischen Hafen. Es ist vor allem Treffpunkt von ehemaligen Seeleuten, Binnenschiffern und Freunden der Reederei Rostock.<ref name="qiez" />
Charterschiff Pauline: 1901 als Schleppdampfer für Hafenfahrten gebaut. Nach Umbau und Restaurierung als Charterschiff für maximal 50 Passagiere auf Berlins Wasserstraßen im Einsatz.
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Eastern Comfort: 1991 im Auftrag der Weißen Flotte Potsdam auf einer Genthiner Werft als Hotelschiff gebaut, auf den Namen Friedrich der Große getauft. Im Jahr 2000 verkauft nach Wilhelmshaven, wo es den Namen Rüstringer Friese erhielt und während der Expo 2000 dort genutzt wurde. Nach dem Bankrott des Eigentümers lag das Schiff ungenutzt bis zum Jahr 2005 in Wilhelmshaven. Dann kaufte es Edgar Schmidt von Groeling und brachte es nach Berlin. Hier liegt es an der Spree nahe der Oberbaumbrücke auf der Friedrichshainer Seite an der Mühlenstraße und dient als Backpacker-Hostelboat.<ref>Homepage Eastern Comfort Webseite, abgerufen am 21. November 2015.</ref>
Western Comfort: Im 21. Jahrhundert zusätzlich vom gleichen Eigner in Betrieb genommen. Dient als weiteres Backpacker-Hostelboat.<ref>Tagesspiegel, 27. Juli 2015 abgerufen am 21. November 2015.</ref>
Theaterschiff
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Im Sommer 2023 liegt das Theaterschiff MS Goldberg in Berlin-Spandau, an der Hermann-Oxfort-Promenade unterhalb der Dischingerbrücke. Das Schiff wurde am 23. Mai 2022 in Berlin als Kulturschiff eingeweiht. Eigner sind jüdische Kulturschaffende mit Peter Sauerbaum als Direktor. Die 16 Teammitglieder spielen Theaterstücke, auch Konzerte oder organisieren Gespräche mit Prominenten zu aktuellen Themen. Der Liegeplatz ist nicht stationär, so dass das Schiff auch an anderen Orten innerhalb von Berlin aber auch außerhalb festmachen kann.<ref>MS Goldberg. In: Website. 2023, abgerufen am 16. August 2023.</ref>
Bauer (Friedrichshagen) Dampfschiffe Berolina, Berolina II und Friedrich der Große wurden im Juni 1946 als Reparationsleistung an die Sowjetunion abgegeben.<ref name="SaR">Schiffe als Reparation. In: Berliner Verkehrsblätter, 6/2021, S. 118 ff.</ref>
Göpfert Dampfschiff Gustav Adolf wurde im Juni 1946 als Reparationsleistung an die Sowjetunion abgegeben.<ref name="SaR" />
Karl Hintze (Woltersdorf) Motorschiff Tempo wurde im Juni 1946 als Reparationsleistung an die Sowjetunion abgegeben.<ref name="SaR" />
Kieck Dampfschiff Gertrud (1896 erbaut) wurde 1918 an Russland verkauft; lief dort als Ridzinieks und später in der UdSSR als Uran. Dampfschiff Columbus wurde im Juni 1946 als Reparationsleistung an die Sowjetunion abgegeben.<ref name="SaR" />
M. Brosch / Richard Winter Dampfschiff Erna wurde im Juni 1946 als Reparationsleistung an die Sowjetunion abgegeben.<ref name="SaR" />
Müller und Söhne (Erkner) Motorschiffe Imperator II, Bremen (vormals: Deutschland) und Fortuna wurden im Juni 1946 als Reparationsleistung an die Sowjetunion abgegeben.<ref name="SaR" />
Nobiling Dampfschiffe Vaterland und Wintermärchen II wurden im Juni 1946 als Reparationsleistung an die Sowjetunion abgegeben.<ref name="SaR" />
Otto Krüger Dampfschiff Sanscouci wurde im Juni 1946 als Reparationsleistung an die Sowjetunion abgegeben.<ref name="SaR" />
Schünecke Dampfschiff Marie Luise (vormals: Deutschland) wurde im Juni 1946 als Reparationsleistung an die Sowjetunion abgegeben; lief in der UdSSR als Zubatka.<ref name="SaR" />
Selpin (Marienwerder) Dampfschiffe Fritz 1 und Fritz 2 wurden im Juni 1946 als Reparationsleistung an die Sowjetunion abgegeben.<ref name="SaR" />
Spree-Havel-Dampfschiffahrtsgesellschaft Dampfschiff Elli Magda wurde im Juni 1946 als Reparationsleistung an die Sowjetunion abgegeben.<ref name="SaR" />
Verein Grüne Heimat Motorschiff Baldur wurde im Juni 1946 als Reparationsleistung an die Sowjetunion abgegeben.<ref name="SaR" />
Literatur
Ulrike Dömeland, Armin Gewiese: Durch Berlin mit dem Schiff. be.bra verlag, 2003.
Kurt Groggert: Personenschiffahrt auf Havel und Spree (Berliner Beiträge zur Technikgeschichte und Industriekultur, Band 10). Nicolaische Verlagsbuchhandlung, Berlin 1988, ISBN 3-87584-253-7.
Karola Paepke, H.-J. Rook (Hrsg.): Segler und Dampfer auf Havel und Spree. 1. Auflage. Brandenburgisches Verlagshaus, 1993, ISBN 3-89488-032-5.
Dieter Schubert: Deutsche Binnenfahrgastschiffe. Illustriertes Schiffsregister. Uwe Welz Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-933177-10-3.
Dieter und Helga Schubert: Fahrgastschifffahrt in Berlin. (Bilder der Schifffahrt). Sutton-Verlag, Erfurt 2007, ISBN 978-3-86680-120-2.
Bernd Schwarz, Manfred Bluhm: Berliner Fahrgastschiffe. Vom Raddampfer zum Solarboot – Die Geschichte von den Anfängen bis heute. Sutton-Verlag, Tübingen 2024, ISBN 978-3-96303-465-7.