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Liste von Brücken in Hamburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Mit etwa 2500 Brücken in Hamburg gilt die Stadt als eine der brückenreichsten in Europa. Bedingt ist diese hohe Zahl von Brücken in Hamburg durch seine Lage im Binnendelta der Elbe sowie den Niederungen von Alster und Bille nebst zahlreichen Nebenflüssen, Fleeten und Kanälen. Hinzu kommt der Ausbau des Hafens und dessen Anschluss an ein dichtes Straßen- und Eisenbahnnetz, das die vielen Wasserläufe überbrückt. Eine weitere Besonderheit ist die als Hochbahn ausgebaute U-Bahn, die zu großen Teilen oberirdisch und damit über zahlreiche Brücken durch die Stadt verläuft. Häufig aufgeführte Vergleiche mit anderen brückenreichen Städten wie Amsterdam oder Venedig führen in die Irre, da Hamburg mit 755 km² deutlich größer ist als Amsterdam (219 km²) oder Venedig (414 km²) und alleine dadurch die absolute Zahl höher sein kann.

Definition und Zählung der Brücken

Eine genaue Anzahl der Brücken in Hamburg ist nicht bekannt. Die Zählung von Brücken gilt schon allein deswegen als schwierig, weil es unterschiedliche Definitionen gibt, was überhaupt eine Brücke ist. Nach dem Hamburger Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) gilt als Fahrzeugbrücke, was mindestens eine lichte Weite von zwei Metern, und als Fußgängerbrücke, was eine Stützweite von mindestens fünf Metern hat. Wenn eine Überführung allerdings mehr als 80 Meter Breite hat, so ist sie ein Tunnel. Die Deutsche Bahn hingegen definiert alles, was mehr als zwei Meter Spannweite hat, als Brücke, so dass auch größere Signalausleger über Gleisen dazugehören.<ref>Sven Bardua: Brückenmetropole Hamburg. Baukunst – Technik – Geschichte bis 1945. Dölling und Galitz Verlag, Hamburg 2009, ISBN 978-3-937904-88-7, S. 15.</ref>

Nach einer offiziellen Statistik hatte die Stadt Hamburg im Jahr 2004 einen Bestand von 2496 Brücken, davon wurden 1256 von dem LSBG betreut, 354 standen als Hafenbrücken unter der Verwaltung der Hamburg Port Authority (HPA) einschließlich der Brücken der Hafenbahn, 477 Brücken gehören zur Deutschen Bahn, 396 zur Hamburger Hochbahn und 13 zur AKN Eisenbahn. Private Brücken, wie zum Beispiel in Hagenbecks Tierpark oder auf Fabrikgrundstücken wurden nicht einbezogen. Hingegen gehören Rohrleitungsbrücken, also die Überbauungen für Fernwärme und Wasserleitungen, oder auch größere Schilderträger über Autobahnen und die Blendschutzbauten über die Flughafenumgehung in Fuhlsbüttel nominell zu diesem Bestand.

Von den etwa 2500 Brücken hatten im Jahr 2007 knapp 400 einen offiziellen Namen. Einige Bezeichnungen sind mit den Namen der Straßen oder Wasserläufe aufgegangen, in deren Verlauf sie liegen, Hafenbrücken dagegen häufig nach einem ihrer Endpunkte benannt, zum Beispiel den Anlegepontons, zu denen sie führen.

Alphabetische Liste

Namen, die fett geschrieben sind, bezeichnen Brücken im Straßenverzeichnis der Stadt Hamburg, kursiv sind Straßenbezeichnungen nach ehemaligen Brücken über mittlerweile zugeschüttete Kanäle und Fleete oder abgerissene Brücken, die ebenfalls im Straßenverzeichnis vorkommen, sowie fett kursiv für Brückennamen, die nicht im Straßenverzeichnis zu finden sind. Brücken ohne Namen werden nicht aufgeführt.

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Literatur

  • Sven Bardua: Brückenmetropole Hamburg. Baukunst-Technik-Geschichte bis 1945. Dölling und Galitz Verlag, Hamburg 2009, ISBN 978-3-937904-88-7.
  • Horst Beckershaus: Die Hamburger Brücken. Ihre Namen – woher sie kommen und was sie bedeuten. Convent Verlag, Hamburg 2007, ISBN 978-3-86633-007-8.
  • Friedhelm Grundmann, Michael Zapf: Hamburg. Stadt der Brücken. Medien-Verlag Schubert, Hamburg 2003, ISBN 3-929229-89-7.
  • Johann Hermann Maack: Brücken für Hamburg. Dingwort-Verlag, Hamburg 1983, ISBN 3-87166-028-0.
  • Eigel Wiese: Die Brücken von Hamburg. Bildband, Europäische Verlagsanstalt, 2008.

Weblinks

Commons: Brücken in Hamburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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