Liste der Wappen in München
Die Liste der Wappen in München zeigt die Wappen der bayerischen Landeshauptstadt München auf kommunaler und auf Ebene der Stadtteile.
Landeshauptstadt München
Die derzeit verwendeten Wappen der Landeshauptstadt München (kleines und großes Wappen) wurden von Eduard Ege entworfen und durch den Münchner Stadtrat am 17. Dezember 1957 beschlossen.<ref>Stahleder, Von Allach bis Zamilapark, S. 78f</ref>
Rechtsgrundlage für die beiden Wappen bildet die Satzung der Landeshauptstadt München über die Verwendung des Stadtwappens (Kurztitel: Stadtwappensatzung, Abkürzung: STWS) vom 2. Dezember 2002, die der Münchner Stadtrat am 27. November 2002 beschlossen hat.<ref name="STWS">Satzung der Landeshauptstadt München über die Verwendung des Stadtwappens (Stadtwappensatzung – STWS) vom 2. Dezember 2002. In: stadt.muenchen.de. Landeshauptstadt München, 2. Dezember 2002, abgerufen am 14. August 2025.</ref> Die Bekanntmachung der Satzung erfolgte am 20. Dezember 2002.
Das große Wappen (Vollwappen) wird ausschließlich für repräsentative Zwecke verwendet (§ 5 Absatz 1 der Stadtwappensatzung), somit findet grundsätzlich das kleine Wappen Anwendung.
| Wappen | Art | Amtliche Blasonierung | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Kleines Wappen | Auf silbernem Schild-Grund der Mönch mit schwarzer, goldumränderter Kutte, Eidbuch und Schuhe rot, Gesicht und Hände fleischfarben.<ref name="STWS" /> | In Silber ein rot beschuhter Mönch mit schwarzer, goldumränderter Kutte und übergezogener Kapuze, mit segnender rechter Hand, in der linken Hand ein rotes Evangelienbuch | |
| Großes Wappen (Vollwappen) | Auf silbernem Grund ziegelfarbenes geöffnetes Stadtmauertor. Die Dächer der Tortürme goldschwarz gebändert. Zwischen den Turmdächern gelber, rot bewehrter, nach rechts gerichteter, wachsender gekrönter Löwe. Im Tor stehend Mönch mit schwarzer, goldgeränderter Kutte, fleischfarbenem Gesicht, braunem Haar, roten Schnabelschuhen, in der linken Hand rotes Eidbuch haltend, rechte Hand mit ausgestreckten drei Schwurfingern.<ref name="STWS" /> | In Silber ein offenes rotes Stadttor zwischen zwei roten Zinnentürmen mit von Schwarz und Gold mehrfach zickzackartig gebänderten Dächern; oben ein wachsender, golden gekrönter und bewehrter goldener Löwe; im Tor der Mönch des kleinen Wappens. |
Ehemalige Gemeinden mit eigenem Wappen
| Wappen | Ort | Entwurf | Beschluss | Genehmigung | Beschreibung |
|---|---|---|---|---|---|
| Vorstadt Au<ref>Stahleder, Von Allach bis Zamilapark, S. 24f</ref> |
Verleihung durch das kgl. bayr. Landes-Commissariat von Bayern am 25. Juli 1808 | In Blau auf grünen Dreiberg drei silberne Lilien mit grünem Stiel und Blättern (Das Wappen steht für das zur Au gehörige Kloster Lilienberg) | |||
| Gemeinde Aubing<ref>Stahleder, Von Allach bis Zamilapark, S. 25</ref> |
Otto Hupp | Ministerium des Inneren am 23. Februar 1933 | Drei grüne Blätter auf Silbergrund (Wappen einer ortsansässigen Adelsfamilie aus dem 12. bis 14. Jahrhundert, an der Urkunde eines Hartmann von Aubing vom 1. Mai 1334 hängend) | ||
| Gemeinde Feldmoching<ref>Stahleder, Von Allach bis Zamilapark, S. 37</ref> |
Otto Hupp und Geheimrat Franz Xaver Glasschröder | Ministerium des Inneren am 30. April 1927 | Im blauen Feld ein silberner Linksschrägbalken mit einem schwarzen Pfluge belegt. | ||
| Stadt Milbertshofen<ref>Stahleder, Von Allach bis Zamilapark, S. 75f</ref> |
Bürgermeister A. Kurz und Otto Hupp | Magistrat und Kollegium der Gemeindebevollmächtigten der Stadt Milbertshofen am 16. Februar 1911 | nicht erfolgt wegen der Eingemeindung Milbertshofens am 1. April 1913 | In Grün eine eintürmige weiße Kirche, stehend in einer Ringmauer | |
| Gemeinde Obermenzing<ref>Stahleder, Von Allach bis Zamilapark, S. 89f</ref> |
Lorenz Rheude | Gemeinderat am 26. April 1922 | Ministerium des Inneren am 22. September 1922 | In silbernen Schild auf grünen Grunde ein rotes Schloss mit zwei sich verjüngenden Flankentürmen. | |
| Stadt Pasing<ref>Stahleder, Von Allach bis Zamilapark, S. 93</ref> |
Otto Hupp | Stadtmagistrat Pasing am 1. April 1908 | Ministerium des Inneren am 20. Juli 1908 | In Rot ein silberner Zinnenturm auf einer grünen, von einem silbernen Fluss umfluteten Insel. | |
| Stadt Schwabing<ref>Stahleder, Von Allach bis Zamilapark, S. 102</ref> |
Ernst von Destouches | Gemeindeverwaltung am 2. Juni 1886 | Prinzregent Luitpold am 29. Dezember 1886 | Im blauen oder azurfarbenen Schild zwölf goldene Ähren, deren Halme von einem silbernen zu einer Schleife verschlungenen Bande zusammengehalten werden | |
| Gemeinde Untermenzing<ref>Stahleder, Von Allach bis Zamilapark, S. 114</ref> |
Otto Hupp | Gemeinderat am 30. Mai 1934 | Ministerium des Inneren am 1. Dezember 1934 | Geteilter Schild, obere Hälfte dreifaches Schach in Rot und Silber, untere Hälfte ein schwarzes unterschlächtiges halbes Mühlenrad auf Gold |
Literatur
- Helmuth Stahleder: Von Allach bis Zamilapark. Namen und historische Grunddaten zur Geschichte Münchens und seiner eingemeindeten Vororte. Hrsg.: Stadtarchiv München. Münchenverlag, München 2001, ISBN 3-934036-46-5.
Weblinks
Quellen
<references />
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